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03.12.2008   14:43

Ohne Eifer (2)

Der Koran ist echt? Woher wollen Sie das wissen? Sie erliegen der Propaganda muslimischer Fundamentalisten. Die moderne Koranwissenschaft zweifelt sehr an der Echtheit des Koran. 

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03.12.2008   13:10

Wir sind die Achse der Guten, nicht die Achse der Eiferer

Das dachte ich zumindest, bis ich Geert Wilders’ Fieberfantasien hier las. Hier sind alle Elemente vorhanden, die den europäischen Antisemitismus und zuvor den christlichen Antijudaismus auszeichneten und auszeichnen: Generalverdacht gegen eine ganze Gruppe, unabhängig vom Verhalten des Individuums; Panikmache; die Theorie einer Weltverschwörung; Eliminationsforderungen. Statt der “Protokolle der Weisen von Zion” muss der Koran als Beweis für die Weltherrschaftspläne von Menschen herhalten, die als Wirtschaftsflüchtlinge und Asylanten (z.B. aus Bosnien und dem Kosovo, wo eine christliche Soldateska wütete) zu uns gekommen sind. Und natürlich richtet sich der Hauptstoß des Islamophoben, wie damals der Antisemiten, gegen die “liberale Elite” Europas.
Dass Wilders seine angebliche Sympathie für den Staat Israel wie eine Monstranz vor sich herträgt, macht es nicht besser. Israel, eine multikulturelle, liberale Gesellschaft mit einer großen und weitgehend friedlichen muslimischen Minderheit, braucht solche Freunde nicht. Israels Freunde in Europa sollten sich mit solchem antiliberalem Gesindel nicht …

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02.12.2008   15:51

Die Putin-Propagandisten rudern zurück

Na, bitte, geht doch: dieser Tage erhielten die Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) eine Mail: “Bedauerlicherweise müssen wir Ihnen mitteilen, dass das für diesen Donnerstag, den 4. Dezember 2008, geplante Expertengespräch zum Thema “Implikationen des Georgienkonflikts” in der DGAP aus terminlichen Gründen abgesagt werden muss. Sobald sich ein neuer Termin ergeben sollte, werden wir Sie selbstverständlich rechtzeitig informieren.” Bekanntlich handelte es sich beim “Expertengespräch” um eine Propagandaveranstaltung für das illegitime Regime in Südossetien, wie ich kürzlich an dieser Stelle darlegte. Sic semper tyrannis.

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29.11.2008   16:28

Putin-Propaganda bei der DGAP

Was ist eigentlich mit der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik los? Ich bekomme eine Einladung zum “Expertengespräch mit Konstantin Kotschiev, Staatsrat beim Präsidenten der Republik Südossetiens”. Nun bin ich kein Experte, sondern Generalist, aber die falsche Anrede soll mir egal sein. Was mir nicht egal ist: Die “Republik Südossetien” ist die von Russland besetzte und völkerrechtswidrig von Georgien abgespaltene Provinz Südossetien - ein Staat, den außer Putins Russland niemand anerkennt. Dass ein Vertreter dieser illegitimen Regierung vom bedetendsten deutschen Think-Tank für Außenpolitik nicht nur eingeladen, sondern wie selbstverständlich mit seinem angemaßten Titel angeredet wird, hat auch innerhalb der DGAP zu Verärgerung und Kopfschütteln geführt und dürfte ein Nachspiel haben.
Zu den Fragen, die Kotschiev “diskutieren” will, gehört etwa: “Kann die EU in diesem Konflikt tatsächlich als ernstzunehmender Friedensstifter auftreten?” Die Antwort kennen wir, die hat Erzbischof Georgij Puchati schon gegeben, den Kotschiev zur DGAP-Runde mitbringen will:  Die EU …

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26.11.2008   18:26

Beim Barte des Propheten!

Was wäre ein Prophet ohne Streit um die richtige Wiedergabe seiner Worte, ohne verschiedene Fassungen der heiligen Suren, ohne Apokryphen, die man sich um die Ohren hauen könnte? Das Internet macht’s möglich…

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26.11.2008   12:52

Der Prophet rudert zurück

Gestern beschäftigte mich Frank Schirrmacher und seine apokalyptischen Visionen vom Ende des Kapitalismus. Dabei kritisierte ich seinen Vergleich Obamas mit Gorbatschow, als sei die gegenwärtige Rezession vergleichbar mit der existenziellen Krise des spätstalinistischen Systems. In der Online-Ausgabe des Artikels fehlt plötzlich der Hinweis auf Obama, wie der “Perlentaucher” heute ein wenig hämisch feststellt. Man freut sich natürlich über die Lernfähigkeit von Kollegen, hätte aber doch gern eine Erklärung für die Selbstzensur.
Wenn Schirrmacher jetzt noch erkennen würde, dass die von ihm empohlene Krisenbewältigungsmethode (Nicht-Essen-Gehen) die Krise nur verschärfen wird und dass Deficit Spending das Gebot der Stunde ist - also rein ins Schlemmerlokal und auf Kreditkarte Hummer bestellen -, dann wären wir ganz und gar versöhnt. Das sollte aber nicht in Form einer nachträglichen Online-Korrektur geschehen, sondern in Gestalt einer richtungsweisenden Erklärung auf Seite 1 des Feuilletons der FAZ. …

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25.11.2008   19:07

Der Prophet

Frank Schirrmacher ist ein Prophet. Er kann nur den Verkündungsmodus: Von hier und heute geht eine neue Epoche der Weltgeschichte aus, und wenn ihr mich gelesen habt, könnt ihr sagen, ihr seid dabei gewesen…

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22.11.2008   17:09

Volker Perthes predigt Appeasement

Je gefährlicher der Iran wird, desto zahlreicher werden die deutschen Stimmen, die ein Arangement mit dem Mullah-Regime fordern. Kürzlich warb der langjährige Leiter der Stiftung Wissenschaft und Politik, Christoph Bertram, „Für eine andere Iran-Politik“, die Teheran als „Partner, nicht Gegner“ begreifen sollte. Nun hat sein Nachfolger als Stiftungsdirektor Volker Perthes bei Suhrkamp ein Bändchen vorgelegt, das zwar nicht ganz so plump wie Bertrams Pamphlet daherkommt, in der Sache jedoch den gleichen Ansatz vertritt: „Iran – Eine politische Herausforderung“.
Bereits der Titel suggeriert, erstens, dass die Arbeit Irans an der Atombombe keine militärische Herausforderung für den Westen sei: eine gewagte Behauptung. Er suggeriert zweitens, dass die westliche Politik bisher der Herausforderung durch den Iran nicht gerecht geworden sei. „Ganz anders als bei Diskussionen über andere Länder steht bei Debatten über den Iran … immer die Frage nach der Rationalität dieses Staates und seiner Führung im Vordergrund“, klagt Perthes. Das …

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