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Beiträge von  

  19.07.2013   13:38   Leserkommentare (im Wartemodus)

Gibt es die böse Investorenarchitektur?

In der Welt der Architekturkritik ist “Investorenarchitektur” ein Schimpfwort. Dennoch würden ohne potente Geldgeber unsere Städte anders aussehen. Die Debattenplattform der Bundesstiftung Baukultur diskutiert momentan das Thema. Auch die Achse-Autoren David Harnasch und Ivo Bozic haben Texte geschrieben. Bei Interesse einfach mal reinklicken!

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Kategorie(n): Kultur 

  23.06.2013   13:44   Leserkommentare (im Wartemodus)

James Gandolfini: Die Ein-Mann-Kulturrevolution

Ja, es wurde schon einiges geschrieben über die amerikanischen Qualitäts-Fernsehserien und dass sie das Kino ersetzen oder auch den Bildungsroman. Beides stimmt. Und beides soll hier noch einmal wiederholt werden, weil einer der wichtigsten Protagonisten dieser Veränderungsprozesse jetzt gestorben ist: James Gandolfini.

Er spielte den legendären Toni Soprano, Mafiaboss aus New Jersey, brutales Untier, normal überforderter Familienpapa, Killer mit Neigung zur psychischen Sensibilität. Dass all dieses zusammen geht und dass Toni Soprano dabei zugleich sehr unterhaltsam und, ich muss es leider so ausdrücken, unfassbar cool rüberkommt, machte vielleicht die Anziehungskraft der Sopranos aus – und setzte den Grundton für viele gute Serien danach. Nach den Sopranos kamen Breaking Bad, The Wire, aus Großbritannien Luther oder Life...

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Kategorie(n): Kultur 

  06.06.2013   08:45   Leserkommentare (im Wartemodus)

Liberalismus-Bashing die Hundertste

Von gutem Feuilleton erwartet man, dass es konventionelle Denkmuster durchkreuzt. Ein Feuilleton, das dem intellektuellen Mainstream hinterherdackelt, ist verzichtbar. Aus dieser Perspektive enttäuschend der heutige Aufmacher der FAZ. Reinhard Loske, Professor für Nachhaltigkeit an der Uni Witten, liefert darin ein wenig schmeichelhaftes Porträt seines Professorenkollegen Karl-Heinz Paqué ab. Paqué arbeitet auf FDP-Ticket in der Bundestagskommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ mit. Und hat in dieser scheinbar die Frechheit, bestimmte „unwidersprechbare“ Annahmen besagten gesellschaftlichen Mainstreams zu unterlaufen.

Etwa die moralische Grundhaltung, dass Beschränkung gut ist und wir heute irgendwelche „natürlichen“ Wachstumsgrenzen erreicht hätten. Paqué versucht scheinbar, eine ökonomisch nicht...

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Kategorie(n): Inland  Kultur 

  27.04.2013   08:02   Leserkommentare (im Wartemodus)

Der Mythos vom Niedergang Amerikas

Es ist eines der Lieblingsmärchen deutscher Medien: Die tragische Geschichte vom Ende Amerikas. Noch vor wenigen Monaten fabulierte der Spiegel über den „Niedergang einer großen Nation“. Hundertschaften von Reportern durchkämmen jedes Jahr die Vorstädte der USA, auf der Suche nach Indizien ökonomischen Verfalls und moralischer Degeneration. Parallel dazu genießen die Deutschen die Autosuggestion, ihr Land sei ein Hort der Toleranz, ganz entgegen dem, was sie gebetsmühlenhaft „das prüde Amerika“ nennen. All diesen Geschichten gemein ist eine parallele Fetischisierung der USA und ihres „Niedergangs“.

Dumm nur: Mit der Realität hat das nicht viel zu tun. Die USA gehen gar nicht unter. Kulturell nicht, und wirtschaftlich auch nicht. Nehmen wir die Kultur: Gesellschaftlich prägende, neue kulturelle Formate kommen...

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Kategorie(n): Ausland  Kultur  Wirtschaft 

  14.04.2013   12:53   Leserkommentare (im Wartemodus)

Schöne neue Jobwelt?

Wenn eine Designmesse eine Spezialschau zur Zukunft der Arbeit ankündigt, ist Vorsicht geboten. Man hat schon zu viele naiv-optimistische Selbstverwirklichungsszenarien gehört, die mit der realen Bürowelt so gar nichts zu tun haben. Umso erfreuter war ich vergangene Woche auf dem Salone del Mobile in Mailand. Der Architekt Jean Nouvel stellte sein „Project: Office for Living“ vor. Und dieses war kritischer, oder besser: realistischer als befürchtet. Ein Wohnbüro, das er etwa präsentierte, wimmelte neben obligatorischem Bürodesign vor allem von nervigen Bildschirmen voller asiatischer Schriftzeichen. Die Betten waren auf eine Empore verpflanzt. Forget sleeping, so die doppelzüngige Message. Die Farbigkeit der Rauminstallation: So gleißend weiß, dass ihre Neutralität eher erschreckend wirkte als, wie Designautoren das gerne...

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Kategorie(n): Kultur 

  21.03.2013   17:11   Leserkommentare (im Wartemodus)

Katja Riemann: Der Steinbrück der Showwelt

Ganz Deutschland diskutiert mal wieder. Aber was eigentlich? Eine etwas divenhafte Schauspielerin gibt einem weder unsympathischen noch unfähigen Journalisten ein Fernsehinterview. Sie erweist sich als ein wenig schnippisch, entsprechend erfüllt das Interview nicht die gängigen Stereotypen arglos-gefälligen Plauderns. Na und? Ist doch gut. Wie im Fußball, wünschen wir uns doch auch im Fernsehen ständig „Leute mit Ecken und Kanten“. Nichts anderes zeigt Katja Riemann hier. Sie mag den Moderator halt nicht, entsprechend kurz fallen ihre Antworten aus. Das ganze wirkt wie ein verunglücktes Date – und damit ausgesprochen lebensnah und authentisch. Ich finde die Schauspielerin in ihrer offenbaren Verletztheit sogar recht interessant. Ob das die routinehafte netzmediale Emotionsaufwallung namens Shitstorm rechtfertigt? Man fühlt...

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Kategorie(n): Inland  Kultur  Bunte Welt 

  07.01.2013   18:58   Leserkommentare (im Wartemodus)

Peers seltsame Heroik

Peer Steinbrück kämpft momentan ja einige Kämpfe: mit Angela Merkel (am Rande), mit der SPD (zunehmend), mit seiner formulierungsschnellen Zunge (immer wieder). Vor allem aber kämpft er einen Kampf gegen die Zeit. Steinbrück agiert, als lebten wir noch in einer Zeit ohne die Selbstverstärkungsmechanismen der Medien. Steinbrück will glauben, es komme tatsächlich nur darauf an, recht zu haben. Die ganzen „inhaltlich stimmt es ja, was er sagt, aber…“-Kommentare zeigen das.
Interessant an dem Fall ist es, wie hoffnungslos kauzig uns Steinbrücks Hüpfer von einem Fettnapf in den nächsten vorkommen. Offenbar haben wir alle in den vergangenen Jahren nicht nur die Mechanismen der Hypermediengesellschaft verstehen gelernt. Wir gehen auch davon aus, dass alle anderen sie ebenfalls verstehen und ihnen gemäß handeln. Vor allem...

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Kategorie(n): Inland 

  21.11.2012   10:54   Leserkommentare (im Wartemodus)

Doch: Tränen für die FTD!

In seinem “Nachruf auf die Financial Times Deutschland” schreibt Kollege Wolfgang Röhl: “Anders als im Fall der ebenfalls gerade eingestellten Frankfurter Rundschau wird der FTD niemand heiße Tränen nachweinen.” Doch – ich. Und zwar dicke. Hier ist ein Grund: Heutige Headlines von FTD und Handelsblatt im Vergleich.

Kirchenthemen (Frauenquote der anglikanischen Kirche, Streikrecht für Mitarbeiter in Deutschland):
“Herr bleibt Hirte” (FTD)
“Streikrecht für kirchliche Mitarbeiter” (Handelsblatt)

Handelsthemen (Marcs & Spencer Deutschland, Online-Buchhandel):
“Hallo Spencer!” (FTD)
“Kleine Buchhändler machen Front gegen Amazon” (Handelsblatt)

Fielmann:
“Klare Aussicht” (FTD)
“Brillenkönig Fielmann sichert Familieneinfluss ab” (Handelsblatt)

Schaeffler-Krise:
“Schaeffler leidet mit der Industrie” (FTD)
“Schaeffler kürzt die...

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Kategorie(n): Kultur  Wirtschaft