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Auslese



  18.11.2012   04:32   Leserkommentare

Muße ohne Ende – für das Tunnelgraben, für das Bauen und für das Zünden der Raketen

Wenn sich Deutschland von 1950 bis 2012 vermehrt hätte wie Gaza (200.000 auf 1,6 Millionen), hätte es nicht 82, sondern 550 Millionen Einwohner (1950: 68 Millionen). Darunter wären 80 Millionen junge Männer im besten Kampfalter von 19 bis 29 Jahren. Würden die zehnmal mehr Pazifismus in die Welt tragen als die rund acht Millionen, die man wirklich hat? Oder würde Berlin die Linie Palästinas fahren? Das sieht sich gern als schuldloses Opfer deutscher Politik, obwohl sein Führer, Mufti al-Husseini, ab 1941 direkt aus Hitlers Berlin an der Vernichtung der europäischen Juden mitgewirkt hat.

Die progressive deutsche Jugend, so bekäme die Welt zu hören,  dürfe doch nicht für die – unstrittig furchtbaren – Verbrechen der Nazis bestraft werden. Weit über den rechtsextremen Rand hinaus klängen die Choräle „Breslau, Danzig...

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Kategorie(n): Ausland 


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  17.11.2012   23:29   Leserkommentare

Ein doppeltes Kriegsverbrechen

Marina Gerner und Victoria Reuter

Wenn man sich tagtäglich mit der Welt der Medien beschäftigt, fragt man sich warum von Reportern einigen Ereignissen mehr Gewicht zugeschrieben wird, als anderen. Wie kommt es, dass bis vor wenigen Tagen kaum eine Zeitung in den letzten Monaten von der Tatsache berichtete, dass allein im Oktober 116 Raketen und 55 Mörsergranaten auf Israel abgefeuert wurden? Geschwiegen wurde auch darüber, dass seit 2001 insgesamt etwa 11.000 Raketen aus Gaza nach Israel abgefeuert wurden. Oder darüber, dass in den letzten Tagen über 500 Raketen auf israelisches Territorium niedergegangen sind. Drei Menschen sind dabei bislang getötet worden und Millionen Menschen im Süden, aber auch in Israels größten Städten Tel-Aviv und Jerusalem leben in ständiger Angst. Nun hat Israel die Militäroperation „Säule der...

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Kategorie(n): Ausland 


  17.11.2012   15:44   Leserkommentare

Wer gestoppt werden muss

Nicht von Grass

Eben erst aus dem Schlaf des Selbstgerechten
erwacht, habe ich leider nicht mitbekommen,
dass die Hamas über Monate, Jahre gar
selbstgebastelte Raketen
auf die Atommacht Israel abfeuerte
und dabei anständig blieb -
Ein niemals geschriebenes und niemals zu schreibendes
Ruhmesblatt der palästinensischen Geschichte.

Doch nun höre ich die Nachricht im Volksempfänger:
`s ist Krieg! Und er begann damit,
dass die Juden zurückschlugen;
unerhört, sowas gabs damals nicht
und darf auch jetzt nicht sein,
dieses behauptete Recht auf Gegenwehr
nur weil die von einem Maulhelden gelieferten
Fajr-5-Raketen Tel Aviv treffen können.

So ermordeten Netanyahus Schergen
Ahmad al-Jabari, der in einem Kia Cerato
Unterwegs war, um seiner Großmutter
Wein und Kuchen zu bringen
und jungen Müttern Stillkissen
und ihren Männern Bücher...[Weiterlesen…]

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Kategorie(n): Satire 


  17.11.2012   12:18   Leserkommentare

Israel für Anfänger 8:  Zugvögel und Christen in Scharen

Am nächsten Morgen haben sich Sturm und Regen wieder verzogen, so dass wir beschließen, heute in Natur zu machen und zum Nationalreservat Hula zu fahren. Israel liegt bei Zugvögeln ganz weit vorne – bis zu 500 Millionen ziehen zweimal im Jahr über das Land am Syro-Afrikanischen Grabenbruch. Einer ihrer beliebtesten Stopps ist Hula. Hier befand sich vor der Staatsgründung Israels noch ein großer See inmitten eines Sumpfes von immerhin etwa 60 Quadratkilometer Größe. Um Ackerland zu schaffen, wurde beschlossen, den Sumpf trocken zu legen; einen Teil erhielt man auf Anraten von Naturschützern jedoch. Heute ist der Park nicht nur Raststätte für Zugvögel sondern auch Touristenattraktion. So kann der geneigte Vogelkundler entscheiden, ob er lieber zu Fuß, mit dem Rad, dem Gruppenrad oder in einem halboffenen Planwagen durch den...

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Kategorie(n): Ausland 


  16.11.2012   19:27   Leserkommentare

Mach meinen Diktator nicht an (5): Wilhelm Keitel

Wer diese kleine Serie auf Achgut verfolgt, der weiß, dass es nicht nur um Diktatoren im engeren Sinn geht,sondern auch um verdiente Massenmörder, die endlich eine differenzierte Sicht verdienen. So schrieb bereits die taz vom 2. Oktober 1946 voller Fingerspitzengefühl über den in Nürnberg hingerichteten Chef des Oberkommandos der Wehrmacht Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel:

„Man kann durchaus Verständnis dafür aufbringen, dass in den USA niemand um Wilhelm Keitel trauert. Der hingerichtete OKW-Chef lehrte seine Feinde das Gruseln. Fünf Jahre lang hielten seine Truppen große Teile Europas in ihrer Gewalt. Doch er war es schließlich auch, der am 8. Mai 1945 die bedingungslose Kapitulation Deutschlands und damit ein Ende der Gewalt möglich machte. Keitel diente der Wehrmacht im Krieg wie im Frieden. Seit Jahren hielt er...

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Kategorie(n): Wissen  Bunte Welt 


  15.11.2012   21:54   Leserkommentare

Die wunderbare Welt der Ulrike Putz

Filipp Piatov

Es ist immer das Gleiche mit dem deutschen Qualitätsjournalismus. Terroristen werden zu Familienvätern, Raketen zu harmlosen Silvesterknallern und auch Israelis sterben nicht richtig, sondern höchstens ‚laut israelischen Militärangaben‘. Aber so ist es, wenn Israel sich verteidigt. Und mittlerweile habe ich mich damit abgefunden. Natürlich ist es immer noch ekelhaft und unfair, aber man gewöhnt sich ja bekanntlich an Alles. Irgendwann jedoch stößt man auf etwas Hervorstechendes, das einen doch wieder dazu veranlasst, zu schreiben.

Dabei ist es keineswegs ein besonders einseitiger oder verharmlosender Bericht, sondern ein schlicht unfassbar dummer Artikel einer schlechten Journalistin. Sie kennen doch das Gefühl, Mario Barth zuzuhören? Ich wünschte, Frau Putz könnte ansatzweise mit ihm mithalten.

Wie es...

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Kategorie(n): Inland  Kultur 


  15.11.2012   19:04   Leserkommentare

Tante Thea

Sie hatte einen enormen Busen, überhaupt war sie das, was man früher eine stattliche Frau genannt hätte. Ihre Stimme habe ich noch heute im Ohr: sie war hoch, aber nicht kieksig, ein bisschen schartig, voll. Sie sprach Münchnerisch und rollte ihr R. Ich nannte sie „Tante Thea“. Sie war keine Tante, sie war die Frau, die auf mich (und noch ein paar andere Kinder) aufpasste, während meine Mutter arbeitete. Sie hatte dunkle, hoch toupierte Haare. Sie war nicht streng, sie war freundlich. Bei ihr durfte man sich beim Spiele dreckig machen: „Wer arbeitet, hat hinterher schmutzige Hände“, sagte sie oft. Wir Kinder waren also wie erwachsene Leute, und Spielen war etwas, das Tante Thea ernst nahm – wie eine richtige Arbeit.

 

 

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Kategorie(n): Bunte Welt 


  15.11.2012   18:17   Leserkommentare

High sein, CO2-frei sein! Aus einem deutschen Leben

Für ein Gewinnspiel („Wie sieht Ihr nachhaltiges Wochenende aus?“) der hessischen Biosupermarkt-Kette „Alnatura“ hat Kundin Susanne S., eine bioberufstätige Single-Frau in Berlin,  die folgende Chronik ihrer guten CO2-Daten und –Taten publiziert (steht nicht auf der „Titanic“-Website, sondern auf der von Alnatura):

„11:00 Uhr Sehr lange ausschlafen, mindestens 10 Stunden. Vorteil: Im Schlaf ruiniert man am wenigsten seine CO2-Bilanz. Weder isst und trinkt man das Falsche, noch verbraucht der Körper viel Energie.

11:30 Uhr Ausgeschlafen und wohlgelaunt beginne ich den Tag erst mal mit ein paar gymnastischen Übungen – ohne sinnlose Gerätschaften, die bei ihrer Produktion eine Menge CO2 produziert haben und irgendwann entsorgt werden müssen.

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Kategorie(n): Bunte Welt