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Auslese



  14.01.2011   +Feedback

Karl Marx schoss mit

Wenn in den USA ein Psychopath mordet, passt diese Tat immer perfekt in die antiamerikanische Weltsicht. So auch im aktuellen Fall. Der Tenor in den deutschen Medien geht dahin, dass der geisteskranke Killer im Auftrag von Sarah Palin gehandelt hat. Warum die Deutschen sich auf eine amerikanische Politikerin fixieren, die kein wichtiges Amt begleitet und schon gar keines, welches irgendwie die deutsch-amerikanischen Beziehungen berührt, ist ein Geheimnis für sich.

Wie sehr sie von weiten Teilen der deutschen Presse gehasst wird, wurde in der „Interpretation“ des Amoklaufes deutlich. Es ging der schreibenden Zunft sehr locker über die Tastatur, ihr die Schuld an den Morden zu geben. Zwar schaffen es eben jene Journalisten nicht, in Berichten über Irak, Afghanistan oder die Hamas das Wort “Terrorist” ohne den Zusatz...

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Kategorie(n): Ausland 


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  14.01.2011   +Feedback

Nehmt dem Staat die Schulen weg, der kann das nicht!

Unternehmer berichteten jüngst, Absolventen öffentlicher Schulen verfügten mittlerweile in vielen Fällen über so mangelhafte Lese- und Rechtschreibkenntnisse, dass sie nicht einmal zum Antritt einer innerbetrieblichen Lehre befähigt seien und deshalb von Firmen in Kursen nachgeschult werden müssen, bevor sie überhaupt Azubis/Lehrlinge werden können.

Das ist ungefähr so, als müsste man jeden fabriksneuen VW Golf als Erstes einmal in die Werkstatt zur Reparatur bringen, weil schon die neu ausgelieferten Wagen so viele Fehler haben, dass sie gar nicht fahrtauglich sind. Klarer und deutlicher kann man die völlige Pleite des staatlichen Schulwesens kaum noch beschreiben.

Überraschen wird dieser beklagenswerte Zustand freilich nur besonders naive Zeitgenossen und die Sozialdemokraten in allen Parteien. Denn der Staat hat in den...

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Kategorie(n): Ausland  Kultur  Wissen 


  14.01.2011   +Feedback

Zierfische aus der Nachbarschaft

Wie jede Zeit fragt auch die unsrige nach den Erfolgreichen und Gelifteten. Man will wissen, wer sie sind. Jene, die das Sagen haben. Besser noch, die Strippen ziehen. Denen man dies und jenes zu verdanken hat. Und auch ankreiden kann. Kurz, die Verantwortlichen.
Und nicht zuletzt ihre Umtriebe in den Informationslücken.

Nein, man sucht nicht nach Vorbildern. Man sucht nach dem Glücksfall. Man will wissen, wie der Glückspilz zu seinem Glück gekommen ist, und der Pechvogel trotzdem sein Auskommen findet. Das ist alles, was wir im Grunde wissen wollen, und was diverse Fernsehreporter aus der coolen Nachbarschaft zum Besten geben. Ob es nun um japanische Zierfische geht oder um die „Lindenstraße“ und ihre Rolle in der Bundesrepublik.

Früher waren es die Illustrierten, und noch früher die Philosophen, die uns in Form hielten....

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Kategorie(n): Inland  Kultur 


  11.01.2011   +Feedback

Wüster Service

Der Begriff „Service-Wüste“ wird umgehend abgeschafft, denn er suggeriert völlig falsche Erwartungen. In der Wüste nämlich besteht Hoffnung, dass eines Tages doch noch ein Blümchen den Widerständen trotzt, ein kleiner Kaktus eine Blüte in Richtung Sonne schickt. In der sogenannten deutschen Servicewüste tendieren die Anzeichen für Besserung hingegen gegen unter Null. Drei aktuelle Beispiele. Und eines, wie es auch sein kann.

Beispiel 1: Ich habe einen neuen Herd. Der steht nicht dort, wo ich ihn haben wollte, er steht so ein bisschen schräg in Richtung Mitte der Küche. Nun wollte ich sowieso niemals eine korrekt gegen den Polarstern ausgerichtete Einbauküche (langweilig!), aber so wie jetzt habe ich es mir auch nicht vorgestellt. Es kam so: Ich orderte das Gerät bei einem Unternehmen, das das Wörtlein „Innovation“...

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Kategorie(n): Bunte Welt 


  10.01.2011   +Feedback

Subventionen essen Kreativität auf

1979 trat Thomas Bernhard aus der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung aus. In einem Brief an die Akademie begründete er seinen Austritt: „Das Schriftstellergeschwätz in den Hotelhallen Kleindeutschlands ist ja wohl das Widerwärtigste, das sich denken lässt. Es stinkt aber doch noch viel stinkender, wenn es vom Staat subventioniert wird. […]. Dichter und Schriftsteller gehören nicht subventioniert, und schon gar nicht von einer subventionierten Akademie, sondern sich selbst überlassen.“ Der deutsche Literaturbetrieb, der Bernhard für gewöhnlich frenetisch feierte und jede Provokation des Dichters, solange sie seiner österreichischen Heimat galt, mit feixender Schadenfreude begleitete, hat diese Aussagen des großen Grantlers bezeichnenderweise ignoriert. Dies ist nichts als konsequent, stellte Bernhard mit seiner...

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Kategorie(n): Kultur 


  09.01.2011   +Feedback

Man nennt es auch Vernunft

Schwer beeindruckt hat uns Anfang der Woche ein Foto aus Australien, das viele Zeitungstitel schmückte. Zwei rüstige deutsche Ehepaare älteren Semesters verweilen auf dem Dach ihres Geländewagens, mit dem sie trotz Verbot einen reißenden australischen Fluss queren wollten. Das war keine so gute Idee, insbesondere da es in diesem Gewässer von gefährlichen Salzwasserkrokodilen wimmelt. Die Polizei, die zur Bergung der bunt ausgerüsteten Truppe ausrücken musste, schaut nicht besonders amüsiert aus. Vielleicht lag das auch an den Gucci-Taschen und Laptops (!) die ihnen zur Rettung vom Dache gereicht wurden.

Die Szene illustriert sehr schön, wie Menschen jegliche Instinkte für allgemeine Lebensrisiken und Gefahren der Natur abhanden kommen können. Ihr Vertrauen in Geländewagen, Vollkaskoversicherung und ein funktionierendes...

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Kategorie(n): Bunte Welt 


  09.01.2011   +Feedback

Gesines Welt

Früher gerieten die Parteien in Verruf. Heute geraten sie in Vergessenheit. Das ist den Parteien bekannt. Bekannt ist ihnen auch, dass dagegen nur eines hilft: die Provokation. Die Linkspopulisten machen, zumindest in dieser Frage, keine Ausnahme. Wie sie überhaupt nicht die Ausnahme sind, die sie gerne wären, und für die sie sich gelegentlich ausgeben und sogar halten. Die Dummheit der anderen ist eben leichter zu erkennen als die eigene.

Von der LINKEN hatte man seit einer ganzen Weile nichts mehr gehört, und man vermisste sie auch nicht. Das muss der Parteichefin, der Genossin Lötzsch, aufgefallen sein. Und da sich die schöne Gelegenheit bot, im Zentral-Organ der Berliner Revoluzzerszene „Junge Welt“ auf die Pauke zu hauen, tat sie dies auch.

Womit kann man die Geister in Deutschland in Aufregung versetzen? Natürlich mit...

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Kategorie(n): Inland 


  08.01.2011   +Feedback

Rosa-Luxemburg-Konferenz: Politische Häftlinge der DDR krankenhausreif geschlagen

Die Antifa.de hat im Vorfeld der Konferenz auf ihrer Seite verkündet, sie wolle von Rosa lernen, „wie man kämpfen muss“. Das stand auch als Motto auf der Eintrittskarte für die heutige Podiumsdiskussion „Wo bitte geht’ts zum Kommunismus” mit der Linke- Parteivorsitzenden Gesine Lötzsch, der RAF-Terroristin Vieth und anderen.  Ehemalige politische Häftlinge, die vor dem Konferenzort gegen die Verharmlosung der kommunistischen Verbrechen protestieren wollten, bekamen den Kampfgeist linksradikaler Aktivisten zu spüren. Sofort nach ihrem Eintreffen wurden sie gezielt und brutal von linken Schlägern angegriffen.

In der ersten Angriffswelle wurden die Männer zu Boden gerissen und mit Schlägen ins Gesicht und in die Seite traktiert. Dr. Frieder Weiße, ein Mann um die 60,  wurde von jungen Männern Anfang zwanzig so...

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Kategorie(n): Inland 


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