Maxeiner und Miersch 02.08.2009 +Feedback
Die Schmerzen der Ferkel
McDonald’s hat uns diese Woche freudig überrascht. Die Schnellrestaurantkette kündigte an, ab 2011 in Deutschland kein Fleisch von Schweinen mehr zu verkaufen, die ohne Betäubung kastriert wurden. Das klingt nach einem exotischen Thema. Die Massenkastration von Ferkeln ist jedoch eine unnötige Quälerei, die massenhaft praktiziert wird und den Tieren erhebliche Schmerzen verursacht. Etwa 22 Millionen kleine Eber kommen in Deutschland Jahr für Jahr unters Messer. Sogar auf Biohöfen ist Kastration ohne Narkose üblich. Für den Eingriff werden die Tiere mit dem Kopf nach unten in ein Gestell gehängt. Danach zittern sie am ganzen Leib, manche erbrechen.
Dieser Misstand beschäftigt seit einigen Jahren die nationale und europäische Landwirtschaftpolitik. Doch bis heute blieb es erlaubt, Ferkeln in der ersten Lebenswoche ohne Betäubung die Hoden abzuschneiden. Bis die betäubungslose Kastration endlich verboten ist, könnte die Entscheidung von McDonald’s eine Sogwirkung entfalten und andere Schweinefleischanbieter mitziehen. Konkurrent Burger King schloss sich bereits …
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Kategorie(n): Inland Wissen Wirtschaft







