02.02.2012 +Feedback
Drei echte Neunziger
Mit eigenem zunehmendem Alter werden natürlich auch Verwandte, Freunde und Bekannte entsprechend älter—oder sterben einem weg. Diese schlichte Wahrheit zu äußern mag vielleicht respektlos klingen, aber ich meine es nicht anders als die Tatsache, die es ist—davor den Kopf in den Sand zu stecken ändert nichts daran, daß beim heutigen Stand der Wissenschaft am Ende keine Flucht mehr gelingt.
Im kommenden Frühjahr blüht mir ein Jubiläum, das zumindest in der lohnarbeitenden Bevölkerung als Rentenalter und oft auch als Tor zur Freiheit von werktäglicher Tretmühle zelebriert wird. Zwar bin ich der deutschen Rentenversicherung bereits vor Jahrzehnten entfleucht, dafür erhalte ich nun Kontenaufstellungen und Renteneinschätzungen von der amerikanischen Sozialversicherung ("social security"), in die jeder, der in den USA arbeitet, Mitgliedssteuern zahlen muß. Außerdem bedrängen mich seit Monaten private Versicherungsfirmen mit Angeboten, mich über sie in die staatliche Medicare einzuklinken, die allen Amerikanern ab dem fünfundsechzigsten Lebensjahr Kranken- und Altenpflegekosten erschwinglich …
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