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Auslese



  21.09.2014   03:21   Leserkommentare

Das Kalifat von Tom Cruise

Die SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi hat erklärt, dass man den Islamischen Staat, dessen Krieger sich auf den Koran berufen, nicht als islamisch bezeichnen soll. Das würde die Gefühle von Moslems verletzen.

Wenn aber der Islamische Staat nichts mit dem Islam zu tun hat, mit wem dann? Irgendeine Motivation müssen die jungen Moslems, von denen viele sogar aus Europa und den USA kommen, doch haben, wenn sie sich dem Kalifat anschließen. Also, was sagt man denen, die fragen, warum sie das machen? Ein paar Vorschläge, wie der Islamische Staat auch gesehen werden könnte, ohne immer gleich auf Allah zu verweisen.

Vorschlag 1: Man sollte aufhören, den Schwerpunkt der Betrachtung auf den religiösen Hintergrund der IS-Mitglieder zu legen. Es hat ohnehin einen islamophoben Einschlag, wie ständig die Religionszugehörigkeit...

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  20.09.2014   11:04   Leserkommentare

Das unentbehrliche Königreich

Das Vereinigte Königreich, wie wir es die Welt seit mehr als drei Jahrhunderten kennt, bleibt bestehen. Das ist eine gute Nachricht. Gut für die Briten, wichtiger aber noch für Europa und den Westen: Dass ein unabhängiges Schottland nach einer dornigen Übergangszeit zu einem Erfolg hätte werden können, dass sich Engländer, Waliser und Nordiren nach Überwindung einer Schockstarre in einem wie auch immer bezeichneten Kleinbritannien komfortabel hätten einrichten können, daran habe ich keinen Zweifel. Doch uns würde etwas fehlen.

Grossbritannien ist nach den USA noch immer die grösste Militärmacht des Westens. Ein Auseinanderbrechen des Königreichs, verbunden mit einer ungewissen Zukunft der in Schottland stationierten britischen Atomstreitmacht, wäre in Zeiten russischer Rüpelspiele und des Vormarschs blutrünstiger...

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Kategorie(n): Ausland 


  20.09.2014   09:50   Leserkommentare

Die windradgerechte Fledermaus

Die oberschwäbische Kleinstadt Biberach an der Riß ist ein besonders Fledermaus-freundliches Städtchen. Die nächtlichen Flatterwesen sollen es gut haben in der ehemaligen freien Reichsstadt mit dem historischen Stadtkern. Und so entstanden an der neuen Nordwestumfahrung zwei Welt-Innovationen in Sachen Fledermaus-Komfort. Für knapp eine halbe Million Euro wurden zwei Fledermaus-Brücken über eine neue Ortsumfahrung gebaut. Nun pflegen die kleinen Flugsäuger Straßen nicht zu Fuß zu überqueren, sondern darüber hinwegzufliegen. Aber man kann ja nie wis-sen.

Die zuständigen Behörden entschieden sich im Interesse der Fledermaus-Sicherheit gegen solch kleinliche Einwände, um den Fledermäusen ein „effektives Querungs-angebot“ zu machen“. „Ergänzende Leitstrukturen“ wie Bäume, Hecken und Zäune sollen dafür sorgen,...

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Kategorie(n): Inland 


  19.09.2014   22:29   Leserkommentare

Ja, dann geht man halt

Gestern gab es in den Tagesthemen einen Beitrag über die Gefahren des „radikalen Islamismus“, der, so Thomas Roth,  auch „bei uns in Deutschland“ Anhänger findet, „und das besonders in Nordrhein-Westfalen“. Die Radikalisierung der jungen Männer beizeiten zu erkennen, sei „wirklich schwierig, für die Familien, aber auch in der Schule“.

Da muss ein Eperte bzw. eine Expertin her. Lamya Kaddor, Lehrerin für islamischen Religionsunterricht in Dinslaken. „Sie kennt Salafisten, die in den Krieg gezogen sind, sie glaubt, dass junge Muslime sich häufig von der Gesellschaft ausgegrenzt fühlen.“

Nun, wie sich einer fühlt, sagt noch nichts darüber aus, wie die Gesellschaft mit ihm umgeht. Millionen junger Frauen fühlen sich benachteiligt, weil sie nicht so aussehen wie Heidi Klum. Ich kann das nachvollziehen. Es ist...

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  19.09.2014   21:40   Leserkommentare

Die RTLisierung der Öffentlich-Rechtlichen

Benjamin Buchwald und Alexander Fink

Die Daseinsberechtigung öffentlich-rechtlicher Fernsehsender leiten Befürworter regelmäßig aus deren öffentlichen Auftrag ab. Allerdings kritisierte Bundestagspräsident Norbert Lammert bereits vor einigen Jahren den Vorrang von Unterhaltungssendungen gegenüber Bildungs- und Informationsformaten bei den Öffentlich-Rechtlichen. Die Programmanalyse einer Beispielwoche von ARD und ZDF zeigt, dass Unterhaltungsinhalten mehr als die Hälfte der Sendezeit eingeräumt wird, während Information und Bildung ein Schattendasein führen. Aus Steuergeldern zwangsfinanziertes öffentlich-rechtliches Fernsehen, das seinem Programmauftrag nicht nachkommt, aber Mittel für Prestigeprojekte wie Fußballweltmeisterschaften verwendet, sollte den Steuerzahlern nicht länger zugemutet werden.

27. Oktober 2009 –...

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  19.09.2014   12:30   Leserkommentare

Aussichten auf einen Dreissigjährigen Krieg

Eugen Sorg

Unlängst nannte US-Präsident Barack Obama die Terror-Miliz «Islamischer Staat im Irak und der Levante» (Isil) ein «Krebsgeschwür» und kündigte in einer Rede an die Nation an, jene zu «schwächen und zu zerstören». Noch wenige Monate zuvor hatte er über deren Schwäche gespöttelt, aber die Terrormuslime hatten unterdessen in einem grausamen Blitzkrieg weite Teile Syriens und des Nordirak erobert, ein Kalifat ausgerufen, zum Entsetzen der zivilisierten Weltöffentlichkeit vor laufender Kamera zwei amerikanische Journalisten und einen britischen Entwicklungshelfer geköpft und die Enthauptung weiterer Geiseln versprochen. Obama, dessen konfuse Aussenpolitik sich mehr an Publikumsumfragen denn an einem Konzept orientiert, musste den entschlossenen obersten Befehlshaber markieren.

Aber auch wenn er es ernst meinen...

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Kategorie(n): Ausland 


  18.09.2014   21:41   Leserkommentare

Der Unterschied zwischen Ehrlichkeit und Ehrbarkeit

Jakob „Augstein“ fand die Aufregung über die Scharia-Polizei übertrieben, Journalistin Sounia Siahi widerspricht:

Gehörig fängt Sie an: “Hallo Herr Augstein, ich bewundere Sie als Journalisten sehr“, um dann dazu überzuleiten, dass er sich geirrt habe. Sie als Frau, Muslimin, sehe und spüre die Bedrohung. Er vermöge nicht zu sehen, was „nur wir muslimischen Frauen wahrnehmen: Es sind die Blicke, Gesichtszüge, Bewegungsabläufe und Zuflüsterungen, die Ihnen komplett entgehen. Das führt dazu, das ich mich unwohl fühle und mich oft nur verkrampft durch die Stadt bewege ... Jetzt aber greifen diese Anmaßungen, Bedrängungen und Nötigungen aus Ländern, die ich meinte, hinter mir gelassen zu haben, in mein wunderbares Deutschland.“
Pirincci in lieb sozusagen.

Jakob Augstein antwortete auf die „Anmerkungen der...

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  18.09.2014   14:22   Leserkommentare

Der Wunsch, eine Kuh zu sein

Oliver Jeges

In Großstädten trifft man seit geraumer Zeit regelmäßig auf Mitmenschen, für die schon das Leben der Neandertaler viel zu fortschrittlich war. Man würde eigentlich meinen, es handle sich bei urbanen Individuen um Freigeister, fern von Technikskepsis und Fortschrittspessimismus. Aber unter der Oberfläche sehnen sich viele Stadtkinder neuerdings nach einem Dasein “im Einklang” mit der Natur. Eine neue Wald-und-Wiesen-Mentalität hat sich breit gemacht, die sich nicht nur an den hohen Abozahlen der Zeitschrift “Landlust” ablesen lässt. Dabei sehnt man sich nicht unbedingt nach einem Leben auf dem Land. Nein, es ist eine Vorstellung des Natürlichen, wie sie kaum auf einem Bauernhof zwischen Lüneburger Heide und Schwarzwald existiert.

“Natürlichkeit” drückt sich hier anders aus. Stadtmänner lassen sich...

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