Auslese

»KLINKIGT DER WOCHE«

Portait-Zeichnungen von Stefan Klinkigt

Klinkigt der Woche

Cartoons von Jan Tomaschoff

Cartoon






  08.02.2016   18:51   Leserkommentare (im Wartemodus)

Der ewige Präsident

Am 3. Februar gab Martin Schulz dem Morgen-Magazin des ZDF ein Interview. Nachdem ich es mir angesehen hatte, war ich so erschüttert, dass ich beschloss es abzuschreiben, damit es sich nicht versendet. So etwas muss für alle Zeiten erhalten bleiben, nachfolgende Generationen sollen sich ein Bild machen können, woran Europa gescheitert ist - am Größenwahn politischer Gartenzwerge, die Andere für ihr Versagen verantwortlich machen und ungerührt nach immer mehr Macht streben.

Hayali: 2015 war ein schlimmes Jahr, sagt der EU-Parlaments-Präsident, sogar das schlimmste seiner gesamten politischen Arbeit. Es passiert aber nicht gerade viel, dass 2016 besser wird. Und damit einen schönen guten Morgen nach Straßburg, Martin Schulz.

Schulz: Guten Morgen, Frau Hayali.

Hayali: Seit Monaten reden wir immer wieder über das...

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Kategorie(n): Ausland  Inland  Politik 

Mainz wie es stinkt und lacht: Propaganda-Karneval im ZDF

Bei der Karnevals-Sendung "Mainz wie es singt und lacht" reißt der Kabarettist Lars Reichow primitive Polenwitze und geriert sich dabei auch noch als Aufklärer. Ein Tiefpunkt des schenkelklopfenden Dumpfgummi-Humors. Von Hans-Martin Esser. Lesen

Foto: Neelix

Das Mädchen von Seite 3...

...gehört für die Leser des britischen Boulevardblattes „The Sun Newspaper“ seit fast 50 Jahren zum Frühstück wie eine Tasse Earl Grey. Jetzt werden die barbusigen Schönheiten verbannt. Und was sollen die Aktivistinnen von Femen jetzt machen? Von Dirk Maxeiner. Lesen

Foto: Joseph Paris. FAL via Wikimedia Commons

Kühn und ahnungslos: Die grüne Kampagne für „Leichte Sprache“

Die Bayerischen Grünen fordern Barrierefreiheit nicht nur für Rollstuhlfahrer sondern mittlerweile auch für Menschen, die Deutsch nicht oder nur unzureichend verstehen können. Von Josef Bayer. Lesen

Foto: Daniel Schwen. CC BY-SA 3.0 de via Wikimedia Commons

  08.02.2016   15:00   Leserkommentare (im Wartemodus)

Die Amerikaner wählen häufig eher gegen einen Kandidaten als für einen

Von Tim Tressel

Der Iowa Caucus war wie immer der Startschuss für die heiße Phase des amerikanischen Vorwahlkampfes. Dieses Jahr konnten Ted Cruz und Hillary Clinton die erste Runde knapp für sich entscheiden und damit den Anti-Establishment-Kandidaten Trump und Sanders mindestens kurzfristig einen Dämpfer verpassen. Doch was bedeutet dieser Sieg wirklich für das Rennen ums Weiße Haus?

Die Republikaner

Wie ich schon in der letzten Ausgabe dieser Serie vorausgesagt habe, hat Ted Cruz den Iowa Caucus gewonnen. Mit fast 28 Prozent der Stimmen konnte der Senator aus Texas die so wichtige erste Vorwahl für sich entscheiden. Mit diesem Sieg verdrängte er den bis dahin alles dominierenden Donald Trump mit 24 Prozent der Stimmen auf den zweiten Platz.

Ted Cruz Plan ist somit aufgegangen, auch wenn der Vorwurf, auch auf...

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Kategorie(n): Ausland  Politik 

  08.02.2016   12:41   Leserkommentare (im Wartemodus)

Düsseldorf am Rosenmontag: Kleine Laubbäume schwanken. Man kann ja nie vorsichtig genug sein.

"Kaum vorstellbar, wie viel Energie und Vorfreude jetzt im Sand sitzt, nachdem auch der Rosenmontagsumzug in Düsseldorf abgesagt wurde. "Das Sicherheitskonzept des Düsseldorfer Rosenmontagszugs sah vor, dass der Zug ab Windstärke 8 nicht stattfindet", liest man dazu auf n-tv. Windstärke 8 bedeutet laut Lexikon des Wetterspiegels übrigens "stürmischer Wind" mit über 61 Stundenkilometern. Die Vorhersage auf weather.com zeigt allerdings nur Wind zwischen 24 und maximal 43 Stundenkilometern an. (Stand 12 Uhr) Das entspricht einer Windstärke von 4 bis 6. Bei Windstärke 5 heißt es als Erklärung: "Kleine Laubbäume schwanken." Aber heutzutage kann man ja nie vorsichtig genug sein." Schreibt Susanne Baumstark auf Luftwurzel.net. Siehe auch ARD Meteorologe Karsten Schwanke.

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Kategorie(n): Inland 

  08.02.2016   12:15   Leserkommentare (im Wartemodus)

Alan Posener reagiert auf Fried, die auf Broder reagiert hat. Weiter im Pogrom

Mein Text über das Pogrom von Köln hat Amelie Fried zu einer Entgegnung veranlasst. Jetzt ergreift Alan Posener das Wort.

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Sie fehlen uns noch!

Falls Sie noch keine Patenschaft für die Achse des Guten abgeschlossen haben, dann ist jetzt der richtige Moment. Sichern auch Sie die Zukunft der Achse! Werden Sie Pate für 2016!

In zehn Jahren haben unsere Autoren 40.000 Beiträge veröffentlicht. Laut Berliner Zeitung ist die Achse des Guten der „einflussreichste deutsche Autorenblog”.

Die Achse muss finanziell abgesichert werden, damit sie weiterhin unbequem bleiben kann. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung. Wir bedanken uns recht herzlich!
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  08.02.2016   10:43   Leserkommentare (im Wartemodus)

Rosenmontag: Humor ist eine zu ernste Sache, um sie Laien zu überlassen

Von Peter Grimm

„Satire darf alles“, hieß es einst. Und jetzt zur Karnevalszeit könnte sich mancher daran erinnern, dass es in früheren Zeiten gerade den Narren vorbehalten war, das auszusprechen und über das zu lachen, worüber man sonst schwieg. Aber jetzt, da wir schon jahrzehntelang in einem freien Land mit garantiertem freien Rederecht leben, denken die organisierten Narren lieber ernsthaft darüber nach, worüber sie lachen dürfen und worüber nicht.

„Der Karneval lebt von der Satire. Wir Narren halten der Politik einen Spiegel vor“, sagt Rainer Rentzsch, der Ordenskanzler vom Verband Sächsischer Carneval (VSC). Alle Zitate von sächsischen Vereinsfunktionären finden Sie hier. Eine schlichte Selbstverständlichkeit eigentlich, die der Narren-Funktionär gar nicht extra hätte aussprechen müssen. Satire...

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Kategorie(n): Inland  Kultur  Politik 

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  08.02.2016   10:00   Leserkommentare (im Wartemodus)

Flüchtlinge werden vom Kapitalismus nicht vertrieben sondern angelockt

Von Oliver Weber

Treibt der ungezügelte Kapitalismus die Entrechteten der Welt nach Europa? Ganz im Gegenteil - er ist oftmals ihre einzige Chance.

Fluchtursachen bekämpfen! Darin sind sich alle einig. Egal ob Linkspartei, SPD, Union oder AfD. Kein Wunder, bei über eine Millionen Flüchtlingen allein im letzten Jahr. Doch was ist das eigentlich, Fluchtursachen? Die Meinungen darüber gehen weit außeinander - zu weit.

Fragt man beispielsweise Katja Kipping von der Linkspartei, so ist die Sache klar. Der ungezügelte Kapitalismus sei die Wurzel allen Übels, heißt es in einem eingängigen Text auf ihrer Facebookseite. Der Post ist plakativ. Er bietet für für all Jene handgreifliche Argumente, die bei jeder aufgehitzten Flüchtlingsdiskussion am Arbeitsplatz und anderswo „pro Flüchtlinge" sein wollen und es trotzdem...

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Kategorie(n): Ausland  Inland  Politik  Wirtschaft 

  08.02.2016   06:30   Leserkommentare (im Wartemodus)

Politik in Berlin und Brüssel: Nötigung unter dem Mantel der Fürsorge

Von Roger Letsch

Ich bin zehn Jahre alt, sitze am Mittagstisch und mag nicht aufessen. Großmutter ist wütend. „Du bleibst hier so lange sitzen, bis der Teller leer ist“. Im Alter von zehn empfindet sicher jeder diese Situation als unfair. Dass es sich um Nötigung unter dem Mantel der Fürsorge handelt, wird einem aber erst viel später bewusst. Großmutter will ja nur mein bestes und wofür mein Magen Platz haben muss, glaubt sie entscheiden zu können. Alternativlos, denn verhandelt wird nicht.

Oma bekam meist schnell die Kurve auf eine emotionalere Ebene, um mich mit ihren selbstgewählten Moralbeispielen zur Einsicht zu bewegen. „Denk an die Kinder, die in Afrika hungern müssen“. Da ich mich satt fühlte und dennoch zum Essen gezwungen werden sollte, fraß ich den Hungernden in aller Welt offensichtlich auch...

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Kategorie(n): Inland  Medien  Politik 

  07.02.2016   19:04   Leserkommentare (2)

Wie sich die Kanzlerin ihre “Abschiedskultur” vorstellt und andere Grausamkeiten

Die moralische Fallhöhe, welche die Politik der deutschen Regierung erklommen hat, verspricht einen tiefen Absturz in absehbarer Zeit. Drei Beispiele:

Beim Landesparteitag der CDU Mecklenburg-Vorpommern in der Stadt Neubrandenburg sagte die Kanzlerin am letzten Samstag, gerichtet an die Adresse der Asylbewerber, Flüchtlinge und aller übrigen Schutzsuchenden: „Wir erwarten, dass, wenn wieder Frieden in Syrien ist und wenn der IS im Irak besiegt ist, dass Ihr auch wieder, mit dem Wissen, was Ihr jetzt bei uns bekommen habt, in Eure Heimat zurückgeht.“

So sprechen Majestäten und andere „von Gottes Gnaden“ ernannte Autoritäten. Sie duzen das Volk und das Gesinde. Sie versprechen Wohltaten, wenn das Volk sich gut benimmt, und sie drohen mit Sanktionen, wenn das Gesinde aufmuckt.

Eben noch hat die Kanzlerin darauf...

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Kategorie(n): Inland 

  07.02.2016   17:01   Leserkommentare (1)

Die Grenzen des Wachstums

Vielleicht sollte man das derzeitige Chaos in Europa als rechtzeitige Warnung begreifen: Manche Ideen, und sollten sie noch so schön sein, funktionieren eben nicht. Und dazu gehört auch dieses sogenannte „Europa ohne Grenzen“, also ein von Brüsseler Bürokraten geführter Vielvölkerstaat.

Vielvölkerstaaten gehen nämlich meist mit einem schrecklichen Getöse zugrunde, mögen sie Österreich-Ungarn, Jugoslawien oder Sowjetunion heißen. Die meisten Nationen, Staaten, Völker, Stämme mögen sich lieber selbst bestimmen – nicht nur auf dem Balkan, auch in Ost-Timor, im Südsudan, in West-Papua. Am laufenden Band werden aus diesem Grund neue Staaten gegründet; seit 1970 wurden genau 60 auf der Erde unabhängig. Die Bewohner wollten es meist so.

Wer sagt eigentlich, daß ein vereintes Europa die Kriegsgefahr auf dem...

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Kategorie(n): Ausland  Inland