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Bernd Zeller






  20.04.2014   22:51   Leserkommentare (im Wartemodus)

Tagebuch der Friedlichen Revolution

Zwanzigster April 1989

In der UdSSR findet der zweite Wahlgang zum Kongress der Volksdeputierten statt. Zu den Kandidaten zählt auch der Friedensnobelpreisträger Andrej Sacharow. Damit endete eine der spektakulärsten Dissidentenkarrieren der Sowjetunion.
Schon als Wissenschaftler und Mitwirkender am sowjetischen Atomwaffenprogramm hatte Sacharow begonnen, sich gegen die Atomtests der Sowjetunion auszusprechen. Als er sich 1968 auch noch gegen die Niederschlagung des Prager Frühlings durch die sowjetischen Truppen wandte, bekam er Berufsverbot. Danach wurde er zum bekanntesten Dissidenten der UdSSR und zum Leitbild für viele Oppositionelle in Osteuropa.
Im Jahre 1970 gründete Sacharow ein Menschenrechtskomitee und verlangte in einem Offenen Brief an die Regierung eine Demokratisierung der Sowjetunion. Sacharow kümmerte sich um...

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Kategorie(n): Inland 

  20.04.2014   22:37   Leserkommentare (im Wartemodus)

Die Gurke, das rätselhafte Wesen

Die am 1.1.1989 in Kraft getretene Verordnung Nr. 1677/88 der damaligen Europäischen Gemeinschaft kennt mittlerweile fast jeder Hauptschüler. Es geht um die Standardisierung, Reglementierung und Festsetzung von Qualitätsstandards für Gurken – eine Verordnung, die bezüglich der akuten Frage, wie krumm eine Gurke sein darf, ohne den ästhetischen Vorstellungen der EU zuwiderzulaufen, mehr Stoff für Kabarettisten lieferte als Klarheit für die EU-Bürger. Am 1. Juli 2009 fand diese tragikomische Farce endlich ihre ewige Ruhe. Die Europäische Kommission hat ihren Rausch ausgeschlafen und setzte das bürokratische Prachtstück außer Kraft.

Wie viele von Ihnen die Verordnung überhaupt gelesen haben, kann ich nur grob schätzen: Keiner. Ich habe es gemacht. Heute gehört dieses monumentale Dokument zu meinen Lieblingslektüren,...

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Henryk M. Broder: Die letzten Tage Europas. Updates zum Buch Die letzten Tage Europas: Updates zum Buch

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Kategorie(n): Wirtschaft 

  20.04.2014   21:41   Leserkommentare (im Wartemodus)

Ostern und der lange Marsch

Thomas Heck

Ich habe ein Déja-vu… jedes Jahr aufs Neue… ich sehe in den Nachrichten die Berichte über die alljährlichen Ostermärsche und wundere mich jedes Jahr immer wieder. Auf der einen Seite können wir stolz darauf sein, dass wir in einem Land leben, wo jeder Mensch sich frei entfalten und von seinem Grundrecht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch machen kann. Dazu gehört natürlich auch das Demonstrationsrecht.

Doch betrachte ich die Ostermärsche, seit es sie gibt. Und jedes mal fällt immer wieder die einseitige Ausrichtung auf. Zu Zeiten des Nato-Doppelbeschlusses in der 80er Jahren waren die Atomwaffenlager und Kasernen der westlichen Allianz die Ziele der friedensbewegten Berufsdemonstranten. In den 90er Jahren kam das Schlagwort “Kein Blut für Öl” hinzu. Die Konflikte auf dem Balkan und das Eingreifen des Westens,...

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Kategorie(n): Inland 

  20.04.2014   21:37   Leserkommentare (im Wartemodus)

Gute Verbote, schlechte Verbote

Am Karfreitag war es wieder soweit. Ein Ritual fand statt, welches sich allerdings von Jahr zu Jahr geringerer Beliebtheit erfreut. Lediglich zehn Personen stellten sich diesmal in Frankfurt ein, um mit einem Protestzug gegen die staatlich verordneten und religiös motivierten Einschränkungen der Menschen an Karfreitag zu demonstrieren. Christian Hufgard, Pressesprecher der Piratenpartei Frankfurt und Mitinitiator der Demonstration, zeigte sich mehr als enttäuscht über die geringe Resonanz. Es ginge um weit mehr als das Tanzverbot, sagte er laut Frankfurter Rundschau. Schließlich hätte die Kirche Einfluss auf alle Menschen in Land.

Einer der zehn Demonstrationsteilnehmer pflichtete ihm bei. Als besonders bedrohlich empfand dieser, dass eine Trennung von Kirche und Staat in Deutschland nicht gegeben sei. Schon auf die Kleinsten...

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Kategorie(n): Inland 

  20.04.2014   21:13   Leserkommentare (im Wartemodus)

Der doofe Rest

Mehrere Tausend Menschen sind bundesweit bei den traditionellen Ostermärschen für Frieden und den Stopp von Rüstungsexporten auf die Straße gegangen. So demonstrierten in Berlin unter dem Motto “Krieg wird gemacht –  wir stellen uns dagegen” nach Angaben der Veranstalter rund 1.000 Menschen. Damit sei die Beteiligung etwas besser als im vergangenen Jahr, sagte ein Sprecher. http://www.zeit.de/gesellschaft/2014-04/ostermaersche-deutschland-beteiligung

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Kategorie(n): Inland 

  20.04.2014   10:14   Leserkommentare (18)

Ein seltsamer Kandidat

Dirk Driesang heißt der bayerische Spitzenkandidat der AfD für die Europa-Wahl (Europa-Liste Platz 11). Von Beruf ist der Mann Opernsänger und außer der AfD hat er noch zwei weitere Hobbys: Bergsteigen und Geschichte. Auf seiner Website (http://driesang.eu) veröffentlicht er Traktate über die „wahren Hintergründe“ historischer Ereignisse. Zwei seiner Lieblingsthemen sind der Erste Weltkrieg und das Leben des Dichters Gotthold Ephraim Lessing. Zu beidem hat er Erstaunliches herausgefunden.

Sowohl hinter dem Tod Lessings als auch dem Erste Weltkrieg stecken Geheimbünde. Der Dichter wurde von Freimaurern vergiftet, weil er zu viel über die Freimauerei ausgeplaudert hatte. Und der erste Weltkrieg wurde von den „Übernationalen“ entfacht. Das internationale Finanzkapital, insbesondere eine Clique angelsächsischer...

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Kategorie(n): Inland 

  19.04.2014   20:52   Leserkommentare (1)

Humanität auf iranische Art

Wer sagt denn, die Islamische Republik Iran wäre eine Mullah-Diktatur, ein Unrechtsstaat? Das ist üble Propaganda. Den Gegenbeweis finden Sie hier.

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Kategorie(n): Ausland 

  19.04.2014   20:21   Leserkommentare (im Wartemodus)

Wenn eine Idee zur Wirklichkeit wird

Bayern sei vor allem deswegen wirtschaftlich so stark, weil es die EU gebe, betonte Oettinger. Die Osterweiterung der EU habe den Freistaat “aus einer Randlage ins Zentrum Europas gebracht…” Der frühere baden-württembergische Ministerpräsident bekräftigte die Bedeutung der EU für Bayern: “In Ingolstadt, Dingolfing und München werden viel mehr Autos hergestellt, als der Bayer sie fahren kann. Ohne den europäischen Binnenmarkt würden die Fahrzeuge in Bayern verrosten.” http://www.welt.de/politik/deutschland/article127122311/Euroskeptischer-Wahlkampf-der-CSU-aergert-Oettinger.html

Van Rompuy sagte, das Image der Europäischen Union habe sich im Laufe der Jahre gewandelt. Früher sei das geeinte Europa eine Idee gewesen, die positiv gesehen wurde, aber weit weg war. Heute hingegen spürten die Bürger Europa im Alltag und dies...

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Kategorie(n): Ausland 

  19.04.2014   10:33   Leserkommentare (2)

Exportüberschüsse kann man nicht essen

Walter Krämer

Auszug aus “Kalte Enteignung”, Campus Verlag

Wann immer man in Deutschland das Für und Wider des Euro diskutiert, findet man auf der Pro-Seite die wunderbaren deutschen Exporte aufgeführt. Im aktuellen Jahr 2014 steuern wir im reinen Warenhandel auf einen Überschuss von mehr als 200 Milliarden € zu, das ist historischer Rekord.

Aber was tun mit diesem Überschuss? Zunächst ist klar: Der internationale Warenverkehr nützt allen Beteiligten, ohne ihn wäre die Welt als Ganze heute ärmer. Er überträgt das von dem großen Adam Smith ins Rampenlicht gerückte Prinzip der Arbeitsteilung auf die internationale Ebene. Jeder macht das, was er am besten kann, die einen Autos, die anderen Schuhe, Möbel oder Käse, und dann wird getauscht. Das gilt im Kleinen wie im Großen. Wie ein anderer großer Ökonom, David...

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Kategorie(n): Inland  Ausland  Wirtschaft