Auslese

»KLINKIGT DER WOCHE«

Portait-Zeichnungen von Stefan Klinkigt

Klinkigt der Woche

Cartoons von Jan Tomaschoff

Cartoon






  10.02.2016   06:30   Leserkommentare (im Wartemodus)

Mein Leben als Neger, Teil 1

 
 
 
 

Bis vor ein paar Jahren hatte ich die Angewohnheit, ständig EC-Karten zu verlieren. „Verlieren“ ist in diesem Fall das falsche Wort. Ich ließ meine Karte im Zigarettenautomaten stecken. Wenn man das innerhalb von zwei, drei Jahren mindestens zehnmal schafft, beginnt man irgendwann an seiner eigenen Zurechnungsfähigkeit zu zweifeln. Es gab dafür keine plausible Erklärung. Es passierte einfach.

Während mir die ersten  Erfahrungen dieser Art noch  Panikattacken bescherten, wurde ich mit der Zeit abgebrühter. Fragen Sie jeden Rettungssanitäter. Je mehr Mist man sieht, desto ruhiger wird man. Irgendwann wählte ich einfach nur noch die Sperrrufnummer der Sparkasse, ließ meine EC-Karte blockieren und orderte eine neue. Eine knappe Woche später lag dann die druckfrische Karte samt neuem PIN in meinem...

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Kategorie(n): Bunte Welt  Kultur 

Der postheroische Mann und andere Verlustanzeigen

Der einzige Mann, von dem wir hinreichend wissen, hinter dem verzweifelte Frauen Schutz fanden, war kein Polizist, sondern ein Türsteher. Der Held des Abends: ein gebürtiger Kroate. Ist es unfair, die Frage nach dem deutschen Mann zu stellen? Von Cora Stephan. Lesen

Foto: Attribution, via Wikimedia Commons

Mainz wie es stinkt und lacht: Propaganda-Karneval im ZDF

Bei der Karnevals-Sendung "Mainz wie es singt und lacht" reißt der Kabarettist Lars Reichow primitive Polenwitze und geriert sich dabei auch noch als Aufklärer. Ein Tiefpunkt des schenkelklopfenden Dumpfgummi-Humors. Von Hans-Martin Esser. Lesen

Foto: Neelix

Das Mädchen von Seite 3...

...gehört für die Leser des britischen Boulevardblattes „The Sun Newspaper“ seit fast 50 Jahren zum Frühstück wie eine Tasse Earl Grey. Jetzt werden die barbusigen Schönheiten verbannt. Und was sollen die Aktivistinnen von Femen jetzt machen? Von Dirk Maxeiner. Lesen

Foto: Joseph Paris. FAL via Wikimedia Commons

  10.02.2016   00:30   Leserkommentare (im Wartemodus)

Wahr oder unwahr? Frau Hayali lässt abstimmen

Dunja Hayali

ursprungspost:
nach einer woche im ZDF morgenmagazin voller krieg, toten und anderen katastrophen möchte ich mit ihnen in einen austausch zum thema palästina/gaza/hamas/israel treten. 
gewagt, aber ein versuch ist es wert.

das erste pic sagt alles (kids arent born with hate, they are taught to hate. sad. much more than sad http://t.co/oIslI6VpUF), das zweite versteht sich auch von selbst und 
das dritte wird zur zeit viel gepostet, dem inhalt ist nichts hinzuzufügen, außer das geschichte nicht im jahr 1946 beginnt - weder für die eine, noch die andere 'seite'. 
und damit sind wir bei meinem hauptanliegen. 

mir geht es hier nicht um seiten, nicht um schuldzuweisungen, um historische abhandlungen, usw., und bitte verzichten sie auch auf reflexhaftes schwarz-weiß-denken. 
mir geht es um 'kreative', neue gedanken. lösungen. initiativen. wege zur versöhnung...

sollte ich hier dennoch antisemitische oder antiarabische posts lesen (von strafrechtlich relevant gar nicht erst zu reden) werde ich sie ohne erklärung löschen (bzw. weiterleiten) und bitte diejenigen mit verstand nicht darauf einzugehen. 

zudem sein sie bitte respektvoll im umgang miteinander!
lieben dank,
dh

Nachtrag zur karte, die nicht meine sicht widerspiegelt:

nun werde ich von einigen aufgefordert, das bild zu löschen. andere wollen, dass es bleibt - auch damit man der diskussion darum folgen kann. 

um die diskussion ging es von anfang an. ich hatte bereits gesagt, dass meine ursprünglichen worte viel zu kurz gegriffen waren und habe mich dafür entschuldigt. auch meine haltung zu israel, aber besonders zu den menschen habe ich mehr als deutlich gemacht. wer mir also noch x antisemitismus oder propaganda unterstellt, sollte sich das gut, sehr gut überlegen. 

im jahr 2014 wurde die karte oft geteilt. für die einen ist sie wahr, für andere nicht. wieso darf man das nicht entlarven oder bestätigten, auseinandernehmen oder zurechtrücken? die augen zu verschließen, auch vor falschen dingen, hilft nicht. schon gar nicht, wenn sie im umlauf sind. was hilft ist reden. aufklären. 
aber wenn jetzt die mehrheit möchte, lösche ich die karte und alles drumherum verschwindet. 

"ja" für löschen. 

"nein" für bleiben. 

bitte unter dem kommentar. ich verlier hier sonst den überblick. ich warte einen tag, zähle aus und handle dann. bis dahin bitte "read only". ok?!

um es noch x deutlich sagen: mir liegt es fern, dem staate israel sein existentrecht abzusprechen, noch gibt es einen funken antisemitismus in mir. ich war oft in israel und schätze die kultur und die menschen sehr. ich wollte mit der karte kein öl ins feuer gießen. das es nun doch so gekommen ist, tut mir leid. schönen abend allen. dh

 

Link zum Fundstück

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Kategorie(n): Bunte Welt  Medien 

  09.02.2016   17:13   Leserkommentare (1)

Kabarett im BR - Live aus Gaza

Markus Rosch (ARD-Studio Tel Aviv) besucht das Al-Shati-Camp in Gaza und berichtet darüber auf seinem Blog. Als erstes fällt ihm auf, wie dicht besiedelt das Flüchtlingsager ist. "Hier leben über 100.000 Menschen auf zwölf Quadratmetern." Wirklich? Damit wäre es im Al-Shati-Camp noch voller als im P1 am Freitagabend!

Gut, jeder kann sich mal versprechen, und nur die wenigsten deutschen Reporter wissen, wie man "billions" aus dem Amerikanischen ins Deutsche übersetzt. Und man kann auch mal Quadratmeter mit Quadratkilometern verwechseln. Nur: So ein Beitrag wird nicht nur aufgenommen, er wird auch geschnitten, bearbeitet, kopiert und von irgendjemand abgenommen. Und keinem ist der kleine Fehler aufgefallen. Denn wenn es um Gaza geht, ist alles möglich, auch dass 100.000 Menschen auf zwölf Quadratmetern leben. Aber auch...

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Kategorie(n): Ausland 

  09.02.2016   12:15   Leserkommentare (im Wartemodus)

Kennt sei, es gab beim ZDF grad gestern widder Post vom Chef?

Von Hans Peter Kovács

Narrhallamarsch - oder: möglicher erweiterter Abgesang auf die unabhängige Berichterstattung. Vorzutragen im Tonfalle des „Määnzer Dialekts“ wie aus dem dortigen Karneval überliefert

Kennt sei, es gab beim ZDF grad gestern widder Post vom Chef
Der Kleber Klaus und die die Frau Gause erfahr’n es in der Frühstückspause
Und selbst dem „Heute“Team um Siwwe hat mer’s zur Sicherheit geschriwwe:
Des aach im Fall des Karnevalles des „Zweite“ besser sieht nicht alles:

„Es is ja Rosenmontagszug und da berichten mir ganz klug:
Es wird von uns gar nix gezeigt, dem Mutti ist nicht zugeneigt!
Der Wage mit der „Flüchtlingswelle“, der kommt ins Bild, und länger, gelle!
Die Kanzlerin emol kopfüwwer, do lache doch die Leut‘ gern drüwwer.
(Aach jetz hält der noch die Frisur - die Fraa...

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Kategorie(n): Inland  Kultur  Medien  Satire 

Sie fehlen uns noch!

Falls Sie noch keine Patenschaft für die Achse des Guten abgeschlossen haben, dann ist jetzt der richtige Moment. Sichern auch Sie die Zukunft der Achse! Werden Sie Pate für 2016!

In zehn Jahren haben unsere Autoren 40.000 Beiträge veröffentlicht. Laut Berliner Zeitung ist die Achse des Guten der „einflussreichste deutsche Autorenblog”.

Die Achse muss finanziell abgesichert werden, damit sie weiterhin unbequem bleiben kann. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung. Wir bedanken uns recht herzlich!
Pate werden...

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  09.02.2016   10:45   Leserkommentare (1)

Die arme Sau zwischen Politik, Religion und Wahnsinn

Der dänische „Frikadellenkrieg“ war ja im Januar ein großes Thema: Soll es in staatlichen Kindergärten eine „Schweinefleisch-Pflicht“ geben? Gleichsam als spiegelbildliche Maßnahme zu Bestrebungen, Schweinefleisch aus Rücksicht auf Muslime vom Speisezettel zu verbannen? Der Kulturkampf ist jetzt auch in Frankfurt angekommen, allerdings in deutscher Ausprägung. „Das Schwein im öffentlichen Raum ist ein Politikum“ schreibt heute die FAZ. In der Stadt am Main verzichtet der Essenslieferant „auf Wunsch des Kunden“ (Kitas der Stadt Frankfurt) inzwischen „grundsätzlich auf Schweinefleisch“. Wer, wen, wann und aus welchem Grund  dazu angewiesen hat, bleibt im Dschungel der Frankfurter Bürokratie schwer durchschaubar. „In Frankfurt sieht es so aus als wollte die Stadt ihre Anweisung an den Caterer Wisag...

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Kategorie(n): Inland  Kultur  Politik  Wirtschaft 

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  09.02.2016   09:50   Leserkommentare (2)

Die „Zeit“ entdeckt die Fluchtursache

Fluchtursachenbekämpfung ist ja der neuste Schrei, um die illegale Einwanderung zu stoppen. Alle überbieten sich mit den tollsten Ideen. Meist wird mehr Entwicklungshilfe gefordert, bisweilen bessere Flüchtlingslagerkost oder die Kungelei mit Despoten – was einem eben so einfällt, wenn man eine Grenzphobie hat.

Nun habe ich einen interessanten Artikel in der „Zeit“ gelesen. In der Geschichte geht es darum, dass man Solarenergie ganz gut dort einsetzen kann, wo es kein Stromnetz gibt, zum Beispiel in Afrika. Das ist ein eher schlichter Gedanke zum Thema Ökostrom, und der ist auch nicht falsch.

Im Hamburger Pressehaus müssen sie sich aber gedacht haben: Das ist ja alles schön und gut, aber können wir das nicht irgendwie aufpeppen? Was ist denn mit diesem Flüchtlingsthema? Man hört doch jetzt immer, dass da so...

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Kategorie(n): Inland  Politik 

  09.02.2016   06:30   Leserkommentare (4)

Krieg ist Fortführung der Politik ist Fortführung der Wirtschaft ist Fortführung des Krieges

Von Hans-Martin Esser

Wenn man sich über Griechenland ärgert, weil es die Grenzen nicht sichere, aber sich dann über die Türkei ebenso echauffiert, weil die es wiederum tut, dann ist das eine komische Logik. Die Türken haben durch die Anschläge von Istanbul vor nicht einmal einem Monat mit zehn deutschen Toten gelernt. Ins Land sind nicht nur nette Menschen gekommen. Übrigens gab es nach Istanbul in Deutschland nicht eine Aktion vom Stile „je suis Charlie“, in der Art „ich bin Helga und Horst“ - so nenne ich die anonymen Touristen in Istanbul einmal.

Es kommen nun einmal zurzeit mehr Menschen aus dem Maghreb, die nicht vor einem Krieg fliehen als wirkliche Kriegsopfer. Trittbrettfahren ist der Sport der Stunde: Kosovaren und Menschen aus Algerien haben nicht das Recht, hierherzukommen, wie es ihnen passt, weil...

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Kategorie(n): Ausland  Inland  Politik  Wirtschaft 

  08.02.2016   18:51   Leserkommentare (2)

Der ewige Präsident

Am 3. Februar gab Martin Schulz dem Morgen-Magazin des ZDF ein Interview. Nachdem ich es mir angesehen hatte, war ich so erschüttert, dass ich beschloss es abzuschreiben, damit es sich nicht versendet. So etwas muss für alle Zeiten erhalten bleiben, nachfolgende Generationen sollen sich ein Bild machen können, woran Europa gescheitert ist - am Größenwahn politischer Gartenzwerge, die Andere für ihr Versagen verantwortlich machen und ungerührt nach immer mehr Macht streben.

Hayali: 2015 war ein schlimmes Jahr, sagt der EU-Parlaments-Präsident, sogar das schlimmste seiner gesamten politischen Arbeit. Es passiert aber nicht gerade viel, dass 2016 besser wird. Und damit einen schönen guten Morgen nach Straßburg, Martin Schulz.

Schulz: Guten Morgen, Frau Hayali.

Hayali: Seit Monaten reden wir immer wieder über das...

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Kategorie(n): Ausland  Inland  Politik 

  08.02.2016   15:00   Leserkommentare (im Wartemodus)

Die Amerikaner wählen häufig eher gegen einen Kandidaten als für einen

Von Tim Tressel

Der Iowa Caucus war wie immer der Startschuss für die heiße Phase des amerikanischen Vorwahlkampfes. Dieses Jahr konnten Ted Cruz und Hillary Clinton die erste Runde knapp für sich entscheiden und damit den Anti-Establishment-Kandidaten Trump und Sanders mindestens kurzfristig einen Dämpfer verpassen. Doch was bedeutet dieser Sieg wirklich für das Rennen ums Weiße Haus?

Die Republikaner

Wie ich schon in der letzten Ausgabe dieser Serie vorausgesagt habe, hat Ted Cruz den Iowa Caucus gewonnen. Mit fast 28 Prozent der Stimmen konnte der Senator aus Texas die so wichtige erste Vorwahl für sich entscheiden. Mit diesem Sieg verdrängte er den bis dahin alles dominierenden Donald Trump mit 24 Prozent der Stimmen auf den zweiten Platz.

Ted Cruz Plan ist somit aufgegangen, auch wenn der Vorwurf, auch auf...

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Kategorie(n): Ausland  Politik