Auslese

»KLINKIGT DER WOCHE«

Portait-Zeichnungen von Stefan Klinkigt

Klinkigt der Woche

Cartoons von Jan Tomaschoff

Cartoon






  08.02.2016   06:30   Leserkommentare (im Wartemodus)

Politik in Berlin und Brüssel: Nötigung unter dem Mantel der Fürsorge

Von Roger Letsch

Ich bin zehn Jahre alt, sitze am Mittagstisch und mag nicht aufessen. Großmutter ist wütend. „Du bleibst hier so lange sitzen, bis der Teller leer ist“. Im Alter von zehn empfindet sicher jeder diese Situation als unfair. Dass es sich um Nötigung unter dem Mantel der Fürsorge handelt, wird einem aber erst viel später bewusst. Großmutter will ja nur mein bestes und wofür mein Magen Platz haben muss, glaubt sie entscheiden zu können. Alternativlos, denn verhandelt wird nicht.

Oma bekam meist schnell die Kurve auf eine emotionalere Ebene, um mich mit ihren selbstgewählten Moralbeispielen zur Einsicht zu bewegen. „Denk an die Kinder, die in Afrika hungern müssen“. Da ich mich satt fühlte und dennoch zum Essen gezwungen werden sollte, fraß ich den Hungernden in aller Welt offensichtlich auch...

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Kategorie(n): Inland  Medien  Politik 

Das Mädchen von Seite 3...

...gehört für die Leser des britischen Boulevardblattes „The Sun Newspaper“ seit fast 50 Jahren zum Frühstück wie eine Tasse Earl Grey. Jetzt werden die barbusigen Schönheiten verbannt. Und was sollen die Aktivistinnen von Femen jetzt machen? Von Dirk Maxeiner. Lesen

Foto: Joseph Paris. FAL via Wikimedia Commons

Kühn und ahnungslos: Die grüne Kampagne für „Leichte Sprache“

Die Bayerischen Grünen fordern Barrierefreiheit nicht nur für Rollstuhlfahrer sondern mittlerweile auch für Menschen, die Deutsch nicht oder nur unzureichend verstehen können. Von Josef Bayer. Lesen

Foto: Daniel Schwen. CC BY-SA 3.0 de via Wikimedia Commons

Die Liebe in den Zeiten der Pegida

Ute T. trägt ein furchtbares Geheimnis mit sich herum: Sie schläft mit einem Monster. Wenn die Berliner Journalistin am Dienstag in die Redaktion kommt, ist die Stimmung dort schon am Brodeln. Von Wolfgang Röhl. Lesen

Foto: V. Vizu. CC BY-SA 3.0

  07.02.2016   19:04   Leserkommentare (2)

Wie sich die Kanzlerin ihre “Abschiedskultur” vorstellt und andere Grausamkeiten

Die moralische Fallhöhe, welche die Politik der deutschen Regierung erklommen hat, verspricht einen tiefen Absturz in absehbarer Zeit. Drei Beispiele:

Beim Landesparteitag der CDU Mecklenburg-Vorpommern in der Stadt Neubrandenburg sagte die Kanzlerin am letzten Samstag, gerichtet an die Adresse der Asylbewerber, Flüchtlinge und aller übrigen Schutzsuchenden: „Wir erwarten, dass, wenn wieder Frieden in Syrien ist und wenn der IS im Irak besiegt ist, dass Ihr auch wieder, mit dem Wissen, was Ihr jetzt bei uns bekommen habt, in Eure Heimat zurückgeht.“

So sprechen Majestäten und andere „von Gottes Gnaden“ ernannte Autoritäten. Sie duzen das Volk und das Gesinde. Sie versprechen Wohltaten, wenn das Volk sich gut benimmt, und sie drohen mit Sanktionen, wenn das Gesinde aufmuckt.

Eben noch hat die Kanzlerin darauf...

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Kategorie(n): Inland 

  07.02.2016   17:01   Leserkommentare (1)

Die Grenzen des Wachstums

Vielleicht sollte man das derzeitige Chaos in Europa als rechtzeitige Warnung begreifen: Manche Ideen, und sollten sie noch so schön sein, funktionieren eben nicht. Und dazu gehört auch dieses sogenannte „Europa ohne Grenzen“, also ein von Brüsseler Bürokraten geführter Vielvölkerstaat.

Vielvölkerstaaten gehen nämlich meist mit einem schrecklichen Getöse zugrunde, mögen sie Österreich-Ungarn, Jugoslawien oder Sowjetunion heißen. Die meisten Nationen, Staaten, Völker, Stämme mögen sich lieber selbst bestimmen – nicht nur auf dem Balkan, auch in Ost-Timor, im Südsudan, in West-Papua. Am laufenden Band werden aus diesem Grund neue Staaten gegründet; seit 1970 wurden genau 60 auf der Erde unabhängig. Die Bewohner wollten es meist so.

Wer sagt eigentlich, daß ein vereintes Europa die Kriegsgefahr auf dem...

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Kategorie(n): Ausland  Inland 

  07.02.2016   15:00   Leserkommentare (im Wartemodus)

Was nach dem Komma steht. Oder: Die 1,99 Politik

Die Neun entwickelt ihre ganze Hinterhältigkeit aus dem Hintergrund, sie versteckt sich hinterm Komma, hinter diesem 'aber'. EinEuroKommaNeunundNeunzigCent. Die Neun straft die Eins Lügen, doch die kann gar nichts dafür, die Neun wurde ihr nur angefügt. Es ist nicht ein sondern fast zwei Euro was das Ding kostet. Das Komma ist auch stinkig auf die Neun, weil sie sich immer hinter ihm versteckt, aber behauptet, das Komma hätte seine Existenzberechtigung nur durch sie. Ohne die Neun würde es gar nicht gebraucht. Das Komma sieht sich als ein Relativierer, es fügt der Aussage etwas hinzu. Ist die Zahl hinter dem Komma eine Eins oder eine Zwei, so ist es eine Ergänzung, die kaum etwas an der Aussage vor dem Komma ändert. Eine Neun aber relativiert nicht, sie verändert die Aussage. Dies ärgert das Komma, es fühlt sich bei...

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Kategorie(n): Inland  Politik  Wirtschaft 

Sie fehlen uns noch!

Falls Sie noch keine Patenschaft für die Achse des Guten abgeschlossen haben, dann ist jetzt der richtige Moment. Sichern auch Sie die Zukunft der Achse! Werden Sie Pate für 2016!

In zehn Jahren haben unsere Autoren 40.000 Beiträge veröffentlicht. Laut Berliner Zeitung ist die Achse des Guten der „einflussreichste deutsche Autorenblog”.

Die Achse muss finanziell abgesichert werden, damit sie weiterhin unbequem bleiben kann. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung. Wir bedanken uns recht herzlich!
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  07.02.2016   13:00   Leserkommentare (3)

Mit Spiegel Online in den Schubladen von vorgestern

Von Oliver Zimski

Weil mich die Titelstory über den angeblich „gefährlichsten Mann der Welt“ (Donald Trump) interessierte, kaufte ich mir letzte Woche nach langer Zeit mal wieder einen gedruckten SPIEGEL und blieb am Leitartikel von Chefredakteur Klaus Brinkbäumer hängen. Darin singt dieser ein Loblied auf die Qualitätsmedien, die „präzise und leidenschaftlich recherchieren und berichten“, fragt, was die Medien tun könnten gegen die Hysterisierung und Spaltung der Gesellschaft aufgrund der Vorfälle in Köln und gibt selbst die Antwort: „Sich Zeit nehmen, um Zusammenhänge tatsächlich erklären zu können… mit klaren Gedanken und Ruhe.“

Gleich auf der nächsten Seite folgt Jakob Augsteins wöchentliche Kolumne „Im Zweifel links“ mit einer wutschnaubenden Suada gegen die AfD, und da kam mir im Lichte...

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Kategorie(n): Inland  Medien  Politik 

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  07.02.2016   11:00   Leserkommentare (im Wartemodus)

Der Sonntagsfahrer (8):  Artenschützer unter sich

Die Bewohner  der ländlichen Gemeinde Deuringen vor den Toren Ausgburgs müssen seit längerem eine interessante Erfahrung machen: Die Natur macht einfach was sie will - und das ist meist nicht das, was der Mensch gerne hätte. Es begab sich dort nach dem Kriege, dass die amerikanischen Truppen einen Übungsplatz eröffneten. Als die Panzer dann später abrückten ließen sie eine wunderbare - und für die Region eher untypische Heidelandschaft zurück, in der seltene Arten eine Heimat gefunden hatten. Amphibien und Insekten, Vögel und Pflanzen lieben das geschundene Stück Land mit seinen Furchen und Tümpeln.

Doch einige Jahre nachdem keine schweren Kettenfahrzeuge mehr den Grund umpflügen, ist die Idylle bedroht: Sie verbuscht und der Wald rückt nach. Bäume gibt’s in der Gegend aber wirklich genug, weshalb man das...

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Kategorie(n): Stil  Technik und Motor 

  07.02.2016   06:30   Leserkommentare (im Wartemodus)

Das Antidepressivum zum Sonntag (9)

Archi W. Bechlenberg über Claus Abtonny - Rastloser Treibsand

Der Nachtbusfahrer Bernie McNasty, den alle nur Bernie nennen, hat seit Jahren kein Sonnenlicht mehr gesehen. Sein Leben spielt sich zwischen Busdepot und Busdepot und zwischen Grünphasen und Bremslichtern ab, und er ist damit durch und durch zufrieden, denn Menschen mag er nur in Form von Passagieren mit Dauerkarte, die ihn nicht ansprechen.

Eines Nachts, kurz nach Antritt der Schicht, bleibt Bernies Bus durch einen technischen Defekt liegen. Ein Defekt, der nicht so leicht zu beheben ist; Lünkerstellen am Kurbelwellengehäuse sind porös geworden, und der Öldruck im Motor sinkt rapide. Eine Weiterfahrt ist unmöglich.

Nicht alleine für den Protagonisten des Romans eine Katastrophe. Im Bus sind sechs Passagiere, die ebenfalls alle vor Tagesanbruch an ihren...

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Kategorie(n): Satire 

  06.02.2016   23:30   Leserkommentare (im Wartemodus)

Die Presseschau zur Nacht

Brennende Luxusautos und eingeschlagene Schaufenster: Mehrere Vermummte zogen in der Nacht zu Sonnabend durch die Flottwellstraße in Mitte. Mindestens vier "hochwertige Fahrzeuge", so das Polizeipräsidium, wurden gegen 1 Uhr früh angezündet, Dutzende Fensterscheiben von Häusern und Autos eingeschlagen und eine Baustellenabsperrung als Barrikade auf die Straße gezerrt und angezündet. Mehr

Wir sind mit dem Radl da! Die Täter, die der Polizei zufolge per Fahrrad kamen, werden im linksextremen Milieu vermutet; der für politische Straftaten zuständige Staatsschutz ermittelt. Am Mittag tauchte schließlich ein Bekennerschreiben auf, wie die "Berliner Morgenpost" berichtete. Demnach hieß es auf einer linksgerichteten Plattform im Internet, ein "sozialdemokratisches Volksfahrräderkommando" habe die Flottwellstraße besucht...

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Kategorie(n): Inland 

  06.02.2016   19:28   Leserkommentare (14)

Mainz wie es stinkt und lacht: Propaganda-Karneval im ZDF

Von Hans-Martin Esser

Wenn man sich ansehen will, wie weit sich Deutschland in seiner Medienberichterstattung von demokratischen Standards entfernt hat, wie man sich dies vor zwei Jahren nicht annähernd hat vorstellen können, dann verweise ich auf das ZDF. Und ebenfalls wenn man erstaunt zur Kenntnis nehmen will, was in diesem Land vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen für Humor gehalten wird.

Karnevalsfan, der ich bin, schaltete ich das ZDF gestern Abend am 5. Februar an (Mainz wie es singt und lacht um 20.15 Uhr), schnell verging mir der Spaß. Gegen 22.30 h – also pünktlich zur Heute-Show-Propaganda-Zeit, kam der Kabarettist Lars Reichow vor gewohnter Kulisse, die an eine ZDF-Nachrichtensendung erinnern sollte.

Er vermischte Politik und Bibel, führte die 10 Gebote an und verwechselte sie mit unserem Grundgesetz,...

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Kategorie(n): Inland  Kultur  Medien  Politik