Alexander Wendt

Alexander Wendt, Jahrgang 1966, beschäftigt sich als Redakteur bei Focus seit 1995 mit Politik- Wirtschafts- und Wissenschaftsthemen. Von 1989 bis 1995 arbeitete er als Redakteur und freier Journalist für die Wirtschaftswoche, den Stern, Tagesspiegel und anderen Medien. 2013 schrieb er zusammen mit Gideon Böss und Silvia Meixner das Buch „Auf ein Gläschen mit Helmut Schmidt“ (Knaus Verlag), das die dunklen Seiten des deutschen Überkanzlers beleuchtet. Im Focus gehören Energiewirtschaft und Strommarkt seit mehreren Jahren zu seinen Themen. Im Jahr 2012 schrieb er die Focus-Titelgeschichte „Die große Illusion“ über die Fehler und Paradoxien der Energiewende. Alexander Wendt lebt und arbeitet in München.

Weiterführender Link:
http://alexander-wendt.com/blog/

Archiv:
Alexander Wendt / 20.11.2017 / 06:54 / 39

Merkel schwimmt, das Krokodil wartet

Von Alexander Wendt. Irgendwann kommt jedes dysfunktionale System an sein Ende. Nichts anderes ist in der vergangenen Jamaika-Nacht passiert. Die Kräfte zur Abwehr des Faktischen reichten einfach nicht mehr, auch wenn Merkels wichtigste Allierten in den Medien sich bis zuletzt ins Zeug legten. Ob in der CDU noch ein Funken Leben steckt, das wird sich jetzt darin zeigen, wie schnell sie in der Lage ist, ihre eigentlich schon erledigte Vorsitzende auch formal noch zu stürzen./ mehr

Alexander Wendt / 14.11.2017 / 06:10 / 19

Der Feind über den eigenen Reihen

Von Alexander Wendt. Politiker und hohe Beamte wollen den Berliner Polizeiskandal vertuschen – und heizen ihn damit erst recht an. Der Feind der Polizei steht nicht nur, wie kürzlich ein wütender Beamter sagte, in den eigenen Reihen. Sondern vor allem eine Etage darüber. Polizeibeamte (gerade die mit nichtdeutschen Namen und makellosem Rechtsverständnis), müssen jetzt erst recht die Pfeife blasen./ mehr

Alexander Wendt / 12.11.2017 / 17:45 / 6

Das nächste Schlachtfeld

Von Alexander Wendt. Politiker von CDU, Grünen und SPD wollen das Wahlrecht für Ausländer ausdehnen. Gelingt der Plan, würde sich Deutschland stärker ändern als in Folge der massenhaften Zuwanderung seit 2015. Es gibt nicht wenige Deutsche, die eine Auflösung des Staatsvolks für eine gute Sache halten – weil sie auf neue Wähler hoffen, aber auch weil sie das Land für ein transformatorisches Gebiet in Mitteleuropa halten, auf das weltweit jeder das gleiche Anrecht hat./ mehr

Alexander Wendt / 06.11.2017 / 06:25 / 44

Die tödliche Verwahrlosung der deutschen Hauptstadt

Von Alexander Wendt. Es ist faszinierend, zu sehen, wie Angela Merkel und ihre Bediensteten über einen Marshallplan für Afrika nachdenken, während die zuständigen staatlichen Stellen in Berlin nicht einmal kleinste Areale sicherheitstechnisch in den Griff bekommen, die wenige Autominuten vom Kanzlerinnenschreibtisch entfernt liegen. Die Verwahrlosung Berlins ist tödlich geworden. Eine Millieu-Studie über die Beirutisierung der Bundeshauptstadt./ mehr

Alexander Wendt / 01.11.2017 / 16:50 / 9

Die Kanzlerin und die Glaubensüberzeugungen

Von Alexander Wendt. An quasi Staatsfeiertagen wie dem gestrigen ist es unmöglich, von Repräsentanten etwas anderes zu hören als einen besonders säuerlichen Sulz aus politischer Korrektheit, Denkfaulheit und Bildungsferne. Angela Merkel lieferte in Wittenberg ein weiteres Beispiel dafür. Selbst wenn Glaubensüberzeugungen den eigenen Ansichten widersprächen, gelte es anzuerkennen, dass sie „für andere von zentraler Bedeutung sind“. Einspruch, Frau Dr. Merkel./ mehr

Alexander Wendt / 21.10.2017 / 12:45 / 11

Eisberg voraus, Bodenventile aufdrehen!

Von Alexander Wendt. Hier werden drei Fälle beschrieben, in der die sogenannten Qualitätsmedien demonstrierten, wie es um sie steht. Wir sehen gerade einer Art Kernschmelze etablierter Medien zu, deren Autoren nur noch die Bühne nutzen, um dem Publikum ihre Meinung über irgendetwas mitzuteilen. Diese Meinung ist allerdings nicht nur nicht originell, sondern immer und überall die gleiche. Recherchieren, die andere Seite hören, Distanz herstellen – Fehlanzeige./ mehr

Alexander Wendt / 02.10.2017 / 12:32 / 12

Die CDU verfrühstückt den letzten Dispokredit

Von Alexander Wendt. Die Zahl der Wähler, die Gegner der ungesteuerten Migration sind, die eine steigende Kriminalität als existenzielles Problem sehen, die erwarten, dass eine eine halbe Million abgelehnter Asylbewerber endlich abgeschoben wird, diese Zahl liegt nach mehreren Umfragen über 50 Prozent, also sehr viel höher als der Stimmanteil der AfD von 12,6 Prozent. Offenbar trauen viele der Partei nicht zu, das Problem zu lösen. Klingt nach einem letzten Kredit für die CDU. Aber begreift die das?/ mehr

Alexander Wendt / 29.08.2017 / 17:25 / 10

„Rausgehen, Tore kassieren, heimfahren“

Von Alexander Wendt. Ich beobachte seit 27 Jahren professionell Wahlkämpfe. Aber so eine Nichtkampagne, speziell von der SPD, habe ich bisher nicht gesehen. Die Spitzenleute der Partei haben nicht nur kein Glück, sie organisieren sich noch das Pech dazu. Sie schaffen das Kunststück, gleichzeitig hochnervös und sediert zu wirken. Das erinnert mich an einen Fussballtrainer, der seine Fußballmannschaft einschwört: "Unsere Taktik ist: rausgehen, Tore kassieren, heimfahren." / mehr

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