Roger Letsch / 04.11.2017 / 16:55 / Foto: Bildarchiv Pieterman / 15 / Seite ausdrucken

Wenn der Bischof einen auf Klima macht

Das Jubeljahr der Lutheraner ist mir ein Rätsel. Besonders seine Lage im Kalender. Es startete ein knappes Jahr vor dem Ereignis, das eigentlich gefeiert werden soll mit dem Sonnengruß von Margot Käßmann zum Jahreswechsel 2016/17 an der Datumsgrenze. Die Zeit lief also gewissermaßen rückwärts und war nach den fulminanten Feierlichkeiten am 31.Oktober 2017 eigentlich schon wieder vorbei. Das kann man bedauern, besonders deshalb, weil es in den zehn Monaten die das Jubeljahr dauerte, niemand fertiggebracht hat, eine zeitgenössische Interpretation des konstituierenden Aktes in die Wege zu leiten. Zum Beispiel indem man die 146 Artikel des Grundgesetzes an die Tür des Kanzleramtes nagelt. Doch in alter Luther-Manier wollte man es sich nicht mit den Fürsten verderben, die noch dazu großzügig die Steuerzahler des Sprengels Deutschland für die Festivitäten zur Kasse gebeten haben, um bei der Finanzierung der Gaudi mitzuhelfen.

Und wir bekommen ja auch was für’s Geld! Die Leser der „Neuen Presse“ Hannover zum Beispiel erhielten das evangelische Magazin „chrismon spezial“ als kostenlose Sonderbeilage zum Reformationstag. Aber was heißt schon kostenlos! Bereits eine ganzseitige Anzeige des ZDF auf Seite sieben sagt mir, dass neben dem Steuerzahler und dem Kirchensteuerzahler auch der Zahler des "Rundfunkbeitrags" sein Scherflein beigetragen hat.

Doch lassen wir die finanzielle Haarspalterei, denn ich las das Heftchen nicht, um die Verwendung meiner Fernsehgebühren zu überprüfen, sondern weil es mir von jemandem, der im Unterschied zu mir sogar Kirchensteuer zahlt, mit den Worten „Lies das mal, ich bin kurz vor’m Platzen! Die woll’n mich wohl verarschen!“ in die Hand gedrückt wurde. Aufgeschlagen war die Seite mit dem Leitartikel und es lächelten mir der EKD Ratsvorsitzende Bischof Heinrich Bedford-Strohm, Studentin der Literaturwissenschaft Sofie Mörchen und Theologe Julian-Christopher Marx entgegen, die dem Blatt ein gemeinsames Interview mit dem Titel „Wir wollen Visionen, kein ewiges Hin und Her“ gaben.

Schon der Titel ist unglücklich gewählt, wollen doch gerade Studenten und junge Sozialwissenschaftler oft beides: Visionen und ewiges Hin und Her. Aber in dem Artikel ging es nicht um die Legalisierung von Cannabis oder freie Liebe. Um Glaube, evangelische Kirche, die Lebenswirklichkeit der Gemeindemitglieder, Kirchenaustritte, Luther, Reformation oder deren Jubiläum ging es aber auch nicht. Es ging, sie werden es kaum glauben, vor allem um den Klimawandel.

Sag mir, was gewesen sein wird

"Chrismon" möchte gleich zu Anfang von den Interviewpartnern wissen, wie denn die Zukunft in 20 Jahren aussehen werde. Eine Frage, an der selbst Zukunftsforscher immer wieder so kläglich scheitern wie Meteorologen am Wetter der nächsten Woche. Doch Sofie Mörchen kennt die Antwort: „Es ist endlich etwas gegen die Klima­erwärmung passiert!“. Ich frage zurück: „Und, wird’s was genützt haben?“, aber da das Interview ja schon gedruckt ist, erhalte ich keine Antwort. Die kann ich jedoch ahnen und erfahre gleich zu Beginn, was Richtung und Zweck dieses mehrseitigen Interviews sein wird: Kirche ist Politik, Politik ist alles, alle müssen Partei ergreifen – Kirche ist Partei! Klimapartei.

Während die Grünen in den vergangenen Jahren den Weg von einer Partei zu einer Glaubensgemeinschaft dogmatischer Prägung im Eiltempo zurückgelegt haben, geht die evangelische Kirche in Deutschland den entgegengesetzten Weg – sie möchte Partei sein: Und da Religion ein Minenfeld ist, sucht man sich lieber ein Parteiprogramm mit großem Konsenspotenzial: die Klimaerwärmung. Und die Migration, denn Marx’ Zukunftsvision sagt, dass „[…] wir in Europa eine gemeinsame Linie gefunden haben [werden], mit der weltweiten Migra­tion umzugehen.“

Was waren das doch für goldene Zeiten, in denen die Kandidatinnen einer „Miss America Wahl“, nach ihren Träumen befragt, nur so realistische Ideen wie „Weltfrieden“ äußerten. Heutige Weltverbesserer kühlen das Klima auf den von Gott vorherbestimmten idealen mittleren Wert, lassen Europa das Problem der weltweiten Migration lösen und regulieren als nächstes die Rotationsgeschwindigkeit der Milchstraße, womöglich durch einen Hungerstreik. Wann sind eigentlich aus gläubigen, fatalistischen Christen omnipotente Ich-glaube-also-weiß-ich geworden? Sind anmaßende, großspurige Allmachtsphantasien nicht die Sache von uns Atheisten, die keine relativierende, erratische und sich der Erkenntnis entziehende Instanz über sich dulden?

Bischof Bedford-Strohm ist jedenfalls ganz der Meinung von Marx & Mörchen und möchte wissen, was die Kirche beitragen kann. Was jetzt folgt, ist die übliche rhetorisch-kausale Abwärtsspirale aus Kirche ist nah, Politik ist fern. Kirche versteht, Politik nicht. Mit Parteien können junge Leute nichts anfangen, aber Kirche…doch hier bekommt das Argument einen Knacks, weil der Bischof es gleich vereinnahmt: „Wir alle sind Politik. Und wer sich nicht einmischt und selber einsetzt, der soll sich auch nicht vom Sofa aus beklagen.“

Dieser Mitmachfetisch ist ein Merkmal von Diktaturen

In dieser Aussage stecken Überheblichkeit und Lüge: Die Überheblichkeit zeigt sich im konkreten Fall nämlich immer dann, wenn das „einmischen“ nicht in den gewünschten Bahnen erfolgt oder den offiziell verordneten Losungen widerspricht. Und die Lüge wiegt noch schwerer. Denn nirgends in unserer Verfassung steht geschrieben, dass „beklagen“ nur demjenigen zustünde, der sich „selbst einsetzt“. Dieser Mitmachfetisch ist ein Merkmal von Diktaturen, weil diese ein vitales Interesse daran haben, dass der Dreck ihrer Fehler möglichst unter jedem Fingernagel klebt: Mitgegangen – mitgehangen!

Mitgehen ist auch das Thema der ev. Kirche in Sachen Klimawandel. Bedford-Strohm beschäftige die „Klimafrage“ seit er studiert habe. „Es war für mich ein besonderer Moment im Leben, als ich vor zwei Jahren Schirmherr des öku­­menischen Pilgerwegs nach Paris war.“ Die Klimapilger sind übrigens gerade wieder unterwegs, diesmal nach Bonn, wo die diesjährige Klimakonferenz stattfindet. Pilgern, das war in der Neuzeit und bis vor kurzem ein Mittel der inneren Einkehr, Entschleunigung und Sinnsuche – heute überwölbt eine zumindest fragwürdige politische Agenda eine Veranstaltung, die von den Kirchen zu einer Art „Open Air Gottesdienst“ für den richtigen Zweck erklärt wird.

Und während Jesus auf dem Weg seine Gefolgsleute unterrichten, Kranke heilen und Tote erwecken würde, rennen seine Schäflein heute der Agenda einer internationalen Gruppe politischer Scharlatane hinterher, die alle Jahre wieder ein komplett überflüssiges Konzil abhalten, gegen welches das Konzil von Konstanz die klimatische Bescheidenheit des Jahrestreffens eines Taubenzüchtervereins hat. Die Kirchen – die deutschen vorneweg – bilden gern das gesellschaftlich schmückende Beiwerk, singen den Klimarettern ein „Te deum“ und Bedford-Strohm ist ob so viel Volontarismus doch tatsächlich noch erstaunt, dass Christina Figueres, die Chefin des Klimabüros in Paris, zu Tränen gerührt war. Zumindest ein Ziel ist mit dem Klimapilgern erreicht: Die „ökologische Umstellung unserer Mobilität“, welche Bedford-Strohm fordert. Denn mehr als laufen ist gemäß der neuen Religion einfach nicht drin.

Wo man ein schlechtes Gewissen braucht, ist Afrika nicht weit

Klimatisch Düsteres weiß der Bischof Bedford-Strohm aus Tansania zu berichten, das er unlängst besuchte. Doch wenn er den CO2-Ausstoß des Landes (0,2 Tonnen pro Jahr und Einwohner) mit dem Deutschlands (10 Tonnen) oder der USA (16 Tonnen) vergleicht, stellt sich da wirklich die Frage: „Ist das gerecht?“ Allein die Reisen der Teilnehmer der nächsten Klimakonferenz schlagen mit so vielen Tonnen CO2 ins Kontor, dass es wohl reichen könnte, Tansania 50 Jahre in die Zukunft zu katapultieren. Allein schon die 4,9 Tonnen CO2, die dem Bischof für seine Reise nach Afrika angerechnet werden müssen, heben ihn deutlich über den deutschen Durchschnitt und machen seinen Ruf nach Klima-Gerechtigkeit zum leeren Gerede, oder, um es mit Heine und somit besser auszudrücken:

Sie sang das alte Entsagungslied,
Das Eiapopeia vom Himmel,
Womit man einlullt, wenn es greint,
Das Volk, den großen Lümmel.
Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,
Ich kenn auch die Herren Verfasser;
Ich weiß, sie tranken heimlich Wein
Und predigten öffentlich Wasser.

Tansania zählt dabei noch zu den afrikanischen Ländern, denen es vergleichsweise gut geht. So gut, dass es sich wie viele andere Staaten der Region eine blühende Korruption leisten kann und seinen Parlamentsabgeordneten fürstliche Diäten zahlt, die mit 7.200 US-Dollar pro Monat etwa dreimal so hoch ausfallen wie in Spanien. Auch dahin fließt letztlich das Geld der Entwicklungsprojekte, von denen Bedford-Strohm sprach.

Betrachtet man die Aufmerksamkeit, welche das neue Lieblingsthema der evangelischen Kirche von seinen Repräsentanten und Adepten erhält, könnte man denken, es könne kaum besser laufen. Denn offenbar sind für den Bischof Themen wie Kirchenaustritte, eine zunehmende Verrohung unserer Gesellschaft durch die Ausbreitung einer anderen, weniger kooperativen Religion nicht die Felder, die man im Jubeljahr beackern muss. Und doch sieht Bedford-Strohm Anlass zur Klage: „Wenn die Kirche zu einem Themenabend einlädt „Was kommt nach dem Tod?“, dann sind die Säle voll. Machen wir eine Veranstaltung zum Klimawandel, kommen deutlich weniger.“

In tatsächlichen Glaubensfragen längst kapituliert

Ich sag’s ja nur ungern, aber warum wundert sich der Zimmermann, dass man sein Brot nicht kauft? Fehlt ihm womöglich die Expertise als Bäcker? Glaubt der Bischof wirklich, die Menschen suchen in der Kirche Antworten auf den Klimawandel, statt Halt und Trost im Glauben? Denkt er ernsthaft, ein Thema, das von beinahe allen politischen Kräften und fast allen Medien tagtäglich mit größter Kraft gegeißelt wird, müsse nun auch noch von seiner Kirche erschlagen werden?

Es sieht jedoch so aus, als habe er in tatsächlichen Glaubensfragen längst kapituliert. Wie sonst ist es zu erklären, dass die Gläubigen nicht einmal von einem Bischof eine klare, der Selbstvergewisserung dienliche Aussage zum Islam erhalten? Bedford-Strohm: „Auch im Islam gibt es starke Kräfte, die für diesen Grundkonsens [Menschenrechte] eintreten. Verteufeln wir den Islam als Ganzes, setzen wir auch seine Modernisierer schachmatt.“ Was der Islam unter Menschenrechten versteht, haben seine „starken Kräfte“ in der Kairoer Erklärung in der Tat klar formuliert.

Dort steht, dass die Scharia der Kitt sei, der die Menschheit zusammenhalten soll, und dass es außerhalb der Scharia keine Menschenrechte gebe. Sucht Bedford-Strohm dort die „Modernisierer“ des Islam? Denn alle wirklichen Modernisierer werden von den Vertretern ihrer Religion früher oder später aus dem Islam hinausgedrängt, wo sie dann als „Nestbeschmutzer“ und „Apostaten“ auch den Respekt der Kirchen verlieren und schachmatt gesetzt werden.

Ein Bischof, dessen Kirche von einem exkommunizierten Mönch gegründet wurde, sollte eigentlich wissen, dass eine erstarrte, verknöcherte Religion nicht von innen reformiert werden kann. Ex-Muslime, die dies folgerichtig von außen tun wollen, erfahren in unserer Gesellschaft jedoch keine Unterstützung, weil uns das zu gefährlich ist.

Und Mörchen springt dem Bischoff noch sekundierend zur Seite: „Nicht zu vergessen: Opfer des islamischen Terrors sind hauptsächlich Muslime. Das hat doch Gründe. Woher kommt der Terror überhaupt? Sind wir im Westen daran ganz unschuldig? Ich denke nicht. Darüber müssen wir ehrlich reden.“ Einfältiges Mörchen! Solche Äußerungen kämen Dir sicher nicht in den Sinn, ginge es um Todesopfer in einer Auseinandersetzung zweier mexikanischer Drogenkartelle – die meisten Todesopfer dort sind nämlich üblicherweise Bandenmitglieder. Spricht diese Tatsache die Banden etwa von ihrer Verantwortung frei? Die Tatsache, dass die meisten Opfer des islamischen Terrors Muslime sind, zeigt doch nur, wo der Terror zuhause ist: in muslimischen Gesellschaften!

Ich kann nur abraten, Herr Bischof

Der Theologe Marx steuert schließlich einen Satz bei, der meiner Meinung nach perfekt das Dilemma aufzeigt, in das sich die ev. Kirche selbst gebracht hat: „Die christliche Religion muss anschlussfähig sein für die religiös Indifferenten.“ – denn genau das muss sie nicht! Ich will nicht, dass die Kirche mir nachsteigt und versucht, mich mit areligiösen Themen zu ködern.

Gut, mit religiösen Themen klappt das bei mir auch nicht, aber wenn Marx anmahnt, dies zudem „…nicht mit einer theologisch verquasten Sprache [zu tun], die unversehens von bestimmten Glaubenswahrheiten ausgeht: ­Jesus Christus, der Erlöser, die Sünde, das ewige Leben…“ und der Bischof hier nicht gleich Einspruch erhebt, scheint es mit dem Markenkern der Protestanten heute nicht mehr weit her zu sein.

Bedford-Strohm begibt sich lieber auf vermintes Gelände: „Gestern haben wir in einem ökumenischen Gottesdienst uns alle an den Händen gehalten, beim Vaterunser die Hände nach oben gestreckt. Solche Formen von Körperlichkeit gehören dazu. Oder dass dir jemand ein Kreuz auf die Stirn malt.“ Davon kann ich nur abraten, Herr Bischof. In Zeiten, in denen jede körperliche Berührung auch nachträglich umgedeutet, aufgewertet und per Hashtag sanktioniert werden kann, sollte man jeden körperlichen Kontakt, zumal wenn er in einem gruppendynamischen Umfeld evoziert ist, tunlichst vermeiden. Hollywood dreht gerade durch, britische Politiker stürzen über „Hand am Knie“ und deutsche Ex-Botschafter machen Staatssekretärinnen mit Aufmerksamkeitsdefizit Komplimente, die diese zu sexuellen Übertretungen aufblasen.

Ich denke, genau dieser Aspekt menschlichen Zusammenlebens, nämlich einige moralische Grundprinzipien alltäglicher menschlicher Begegnungen im öffentlichen und privaten Raum, sind früher maßgeblich durch kirchliche Definition und Sanktion stark beeinflusst worden. Doch wahrscheinlich weil die Kirchen in der jüngeren Vergangenheit aufgrund diverser moralisch relevanter Skandale auf diesem Feld kläglich versagt haben, verabschiedete man sich gleich ganz aus dem Minenfeld zwischenmenschlicher Interaktion und suchte sich als Ersatz abgehobene Meta-Ebenen wie den Klimawandel zur Sinngebung.

Doch brauchen wir in der Klimawandel-Religion wirklich weitere Prediger? Oder noch eine zusätzliche grüne Partei? Diese Fragen möge sich jeder selbst beantworten. Ich jedenfalls werde das mir unverhofft zugelaufene Exemplar „chrismon spezial“ gut und klimawandelsicher aufbewahren. Nur für den Fall, dass in 20 Jahren mal jemand von mir wissen möchte, wie es zum Untergang der evangelischen Kirche kommen konnte.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Roger Letschs Blog Unbesorgt.

Foto: Bildarchiv Pieterman
Leserpost (15)
Peter Stone / 04.11.2017

Ich habe so viel Spaß an Ihren Texten. Vielen Dank dafür. Als ehemaliger Theologe, Mitarbieter an einer kirchlichen Hochschule und Mitgestalter von unzähligen Gottesdiensten bin ich es schon seit Jahren leid, solche Kirchenvertreter zu haben. Meine Konsequenz war vor einem Jahr der Kirchenaustritt - ich bereue es keinen Tag. Es ist unglaublich, wie “meine” Kirche sich gewandelt hat. Mit herzlichem Gruß Peter Stone

Dirk Jäckel / 04.11.2017

Eigentlich habe ich mir, obgleich Agnostiker, einst fest vorgenommen, nicht in einen hemmungslosen Antiklerikalismus zu verfallen. Aber ich verstehe, wie ein kämpferischer Antiklerikalismus entstehen konnte, wenn ich das das selbstgefällige Lächeln dieses evangelischen Oberbischofs sehe. Für mich der unsympathischste EKD-Vorsitzende, den es je gab - noch vor der Käßmann, weit vor dem intellektuell noch für voll zu nehmenden Huber, Unter ihm ist die EKD entgültig zum klerikalen Arm der Grünen verkommen, von daher überflüssig. Intellektuell und moralisch weitgehend am Ende.

Ben Palmer / 04.11.2017

Herrlicher Text!

Wilhelm Lohmar / 04.11.2017

Vor 23 Jahren bin ich aus der Kirche ausgetreten. Die Richtigkeit dieses Schrittes bestätigt sich mir seitdem immer wieder.

Fritz Kolb / 04.11.2017

Bravo Herr Letsch, auf den Punkt gebracht. Bin ich froh, bereits im zarten Alter von 18 Jahren aus dem Verein ausgetreten zu sein. Die Kirche sieht die Blase nicht, in der sie lebt. In meinem Umfeld leben überwiegend sich säkular empfindende Menschen, die kirchliche Veranstaltungen allenfalls als Folklore wahrnehmen.  Daran werden ganz sicher auch die Marketing-Eskapaden der Kirchenfürsten nichts ändern. Etwas anderes ist das, was Bedfort-Strohm und Konsorten zum Aufpolieren ihres längst verblichenen Glanzes versuchen, nämlich nicht.

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