Peter Grimm / 16.05.2018 / 14:00 / 5 / Seite ausdrucken

Welchen Traum brachte Abduqaadir mit?

„Die Bundesanwaltschaft hat am 27. April 2018 vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main Anklage gegen den 20-jährigen somalischen Staatsangehörigen Abduqaadir A. erhoben.“

So beginnt eine Pressemitteilung, die die Generalbundesanwaltschaft ein paar Tage vor Pfingsten ausgesandt hat.

„Der Angeschuldigte ist hinreichend verdächtig, sich als Mitglied an der ausländischen terroristischen Vereinigung „Al-Shabab“ beteiligt zu haben. Zudem wird ihm versuchter Mord sowie Beihilfe zum Mord vorgeworfen (§ 129b Abs. 1, § 129a Abs. 1, § 211, §§ 22, 23, 27 StGB).“

Martin Schulz, der Ex-Präsident des Europäischen Parlaments, gescheiterter Kanzlerkandidat, gescheiterter SPD-Vorsitzender und gescheiterter Beinahe-Außenminister, erklärte einst allen Skeptikern der „Willkommenskultur“, dass die „Flüchtlinge“ die da kämen, etwas mitbrächten, das wertvoller sei als Gold, nämlich ihren Traum von Europa. Wie sah wohl Abduqaadirs Traum von Europa aus? Die Anklageschrift verrät das zwar nicht, aber sein Werdegang bis zur Ankunft in Deutschland ist immerhin so gut dokumentiert, dass man sich so seine Gedanken machen kann:

„Im Frühjahr 2012 forderten Mitglieder der ausländischen terroristischen Vereinigung „Al-Shabab“ Abduqaadir A. auf, zukünftig eine bestimmte Moschee in Mogadischu zu besuchen. Der Angeschuldigte kam dieser Aufforderung nach und nahm dort regelmäßig an religiösen Unterweisungen teil. Nach ungefähr drei Wochen brachten ihn Mitglieder der Vereinigung in eines ihrer Ausbildungslager in der Nähe von Mogadischu. Dort schloss sich Abduqaadir A. der Vereinigung an. Um an deren Kampfeinsätzen teilnehmen zu können, begann der Angeschuldigte sodann eine Ausbildung im Umgang mit Pistolen und Handgranaten.

Noch während der Ausbildung unterstützte der Angeschuldigte gemeinsam mit zwei weiteren Mitgliedern seiner Gruppe einen Kämpfer der Vereinigung bei der Ausführung eines Tötungsauftrages. Mit Revolvern bewaffnet begleiteten sie den Attentäter in eine Moschee, wo er sein Opfer mit drei Kopfschüssen tötete.

In der Folgezeit kundschaftete der Angeschuldigte mit seiner Gruppe zur Vorbereitung weiterer Einsätze die örtlichen Verhältnisse in Mogadischu aus. Nach etwa zwei Monaten erteilten Verantwortliche der „Al-Shabab“ dem Angeschuldigten den Auftrag, unter Anleitung eines erfahrenen Al-Shabab-Mitglieds eigenhändig einen Regierungsmitarbeiter zu töten. Dieser ältere Kämpfer der Vereinigung führte Abduqaadir A. sowie zwei Mitglieder seiner Gruppe zu einem Lokal, in dem das Opfer verweilte. Dort schoss der Angeschuldigte mehrfach auf den Mann, verletzte ihn aber nicht tödlich. Da der Anschlag fehlgeschlagen war, wurde Abduqaadir A. von der Terrororganisation inhaftiert. Es gelang ihm jedoch zu fliehen. Kurz darauf, im Oktober 2012, verließ der Angeschuldigte Somalia und reiste über Kenia, Uganda, Sudan und Libyen nach Italien und kam schließlich im Juni 2014 nach Deutschland.“

Welcher Traum ist Gold wert?

Dass Abduqaadir Deutschland ansteuerte, hatte sicher nichts damit zu tun, dass die verlockende sofortige soziale Rundumversorgung mit etwas Taschengeld obendrauf ihn anzog. Wenn das so wäre, hätten das verantwortliche Politiker ja nach so vielen ähnlichen Fällen bestimmt schon geändert, oder? Das ist schließlich eine vergleichsweise einfach zu beseitigende „Fluchtursache“.

Auch die Leichtigkeit, mit der man hierzulande seine Identität verschleiern kann, war Abduqaadir im fernen Somalia sicher nicht bekannt oder etwa doch? Die Mitteilung des Generalbundesanwalts verrät es nicht und den Angeklagten kann man im Moment dazu nicht befragen. Auch Martin Schulz hatte seinerzeit aus seiner Brüsseler Residenz sicher kaum Kontakt zu Abduqaadir und den Millionen, die nach ihm gekommen sind. Aber er wusste dennoch, dass in diesem Zuwandererstrom ein goldwerter Europagedanke ins Land getragen wird.

Bei Abduqaadir kann man sich nun fragen, ob es der Traum vom neuen Leben war, in dem alle vergeigten Mordversuche der Vergangenheit vergessen und vergeben sind oder ob er die Chance nutzen wollte, sich hier mit der Tötung Ungläubiger bei seinen früheren Auftraggebern zu rehabilitieren. Vielleicht hat er einfach nur von der entspannten Ruhe geträumt, von einem Leben ohne die Sorge um Kost und Logis, mit medizinischer Betreuung und etwas Taschengeld. Das wäre ihm nach den aufregenden Jahren im Prinzip nicht zu verdenken. Doch momentan kann er der Öffentlichkeit darüber keine Auskunft geben. Und eine Frage, die nicht er, sondern Martin Schulz beantworten müsste, bleibt bei allen möglichen Antworten offen: Welcher dieser Träume sollte für uns wertvoller als Gold sein?

Bestimmt habe ich da etwas übersehen. Vielleicht kann mir jemand helfen, der sowohl Martin Schulz als auch Menschen wie Abduqaadir etwas besser versteht als ich. Möglicherweise kann man ja Martin Schulz auch bald wieder direkt danach fragen, denn einige seiner Genossen sähen ihn ja gern als Spitzenkandidat zur Europawahl. Falls Sie sich vor ein paar Tagen gefragt haben, ob das ernst gemeint sei, als diese Meldung in den Nachrichten auftauchte: Der Vorschlag kam vom Berliner Regierenden Bürgermeister Michael Müller. Dessen Landesregierung ist in vielen Bereichen ebenso erfolgreich wie beim BER, und bei solchen Maßstäben geht auch Martin Schulz als Kandidat für ein neues Amt durch. Aber damit hat Abduqaadir nun wirklich nichts zu tun, daran hat er bestimmt in keinem Traum gedacht.

Der Beitrag erschien auch hier auf sichtplatz.de

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Leserpost (5)
Wolfgang Richter / 16.05.2018

Den Sozen ist der bisherige Abriß ihrer ehemaligen Volkspartei offenbar noch nicht gründlich genug, daß sie ständig weitere Abrißbirnen ins Feld bringen, auch die letzten verbliebenen Pfeiler an Zustimmung seitens verbliebener Wähler vollständig platt zu machen. Weiter so und der Erfolg ist ihnen sicher. Und allein wegen der kaum zu toppenden Blödheit der Akteure wird niemand Tränen vergießen, wenn sie weiterhin so erfolgreich werkeln wie bisher.

Karla Kuhn / 16.05.2018

“Möglicherweise kann man ja Martin Schulz auch bald wieder direkt danach fragen, denn einige seiner Genossen sähen ihn ja gern als Spitzenkandidat zur Europawahl. Falls Sie sich vor ein paar Tagen gefragt haben, ob das ernst gemeint sei, als diese Meldung in den Nachrichten auftauchte: Der Vorschlag kam vom Berliner Regierenden Bürgermeister Michael Müller.”  Ich konnte mir bis vor kurzem nicht vorstellen, daß der Irrsinn noch Steigerungen zuläßt.  Der gescheiterte Kanzlerkandidat soll Spitzenkandidat bei der Europawahl werden. Ist scheitern eine Voraussetzung ??  Aber vielleicht nimmt Müller sich ein Beispiel am BER ??  Meine Mutter sagte immer, gleich und gleich gesellt sich gern. „Der Angeschuldigte ist hinreichend verdächtig, sich als Mitglied an der ausländischen terroristischen Vereinigung „Al-Shabab“ beteiligt zu haben. Zudem wird ihm versuchter Mord sowie Beihilfe zum Mord vorgeworfen (§ 129b Abs. 1, § 129a Abs. 1, § 211, §§ 22, 23, 27 StGB).“  Zählt der Verbrecher auch zu den “Einzelfällen?”  Politisch gesehen hat Merkel kein glückliches Händchen, milde ausgedrückt aber mit der Grenzöffnung hat diese Frau wirklich “ganze Arbeit” geleistet !!

Frank Volkmar / 16.05.2018

Dieser Artikel erinnert daran wie “blauäugig” im September ´15 die Grenzen geöffnet wurden und all die Kritiker und Zweifler ins rechte Millieu verortet wurden. Man denke nur an die Adressierung von Claus Kleber : “Hilfsbereitschaft, Empathie, Willkommen stellen in den Schatten, was Fremdenfeinde, Nationalisten und Zweifler auf die Straße bringt”. Wenn man rekapituliert wie jedes hinterfragen, jeder Zweifel vom Tisch gefegt wurde, wird man nur noch fassungsloser. Grundsätzlich wird ja nicht das eingefordert, was man hätte wissen müssen, sondern das was man hätte wissen können. Informationsangebote für die “Politikdarsteller” gibt es zuhauf. Sie werden nur nicht angenommen, weil man dadurch Zweifel an seiner Linientreue säen würde. Es geht hier eben um Ideologie und nichts anderes.

alexander meyer / 16.05.2018

Von den 10 verurteilten Somalischen Piraten leben noch 5 in Hamburg,bei freier Kost u Logis u Taschengeld für Ansichtskarten in die Heimat. Das dürfte sich also rumgesprochen haben,u ob Somalia jemals ein sicheres Abschiebeland wird steht in den Sternen. Nach dem Knast ins Asylverfahren gehen,u dann ist die Rente auch schon nicht mehr weit : So werden Goldene Träume wahr.

Horst Jungsbluth / 16.05.2018

Anhand eines Falles wird hier geschildert, mit welcher einer Naivität, Dummheit (oder gar Wohlwollen?) in unserem Land auf die Einwanderung von Schwerstverbrechern reagiert wird, die sich hier umfassend versorgen lassen und trotzdem vor nichts zurückschrecken.  Dabei hätte man doch nach der Unterwanderung unserer Institutionen durch die Stasi und den Terroraktionen in Madrid, London, Berlin und Paris Vorkehrungen treffen müssen, um derartigen Verbrechen vorzubeugen und die Bevölkerung zu schützen. Stattdessen wird die wie in einer Diktatur beschimpft und diffamiert, wobei die meisten Medien wieder einmal eine ganz üble Rolle spielen. Unsere Politiker heißen wohl fast alle “Hase” und wissen von nichts oder wollen partout nichts wissen, weil sie dann handeln müssten, was dann vielleicht eine “schlechte Presse” einbringen und die Teilnahme an der nächsten “Sabbelshow” gefährden könnte.

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