Wolfgang Röhl / 10.03.2008 / 16:40 / 0 / Seite ausdrucken

Was machen eigentlich Sars, Rinderwahn und die anderen?

...das fragt sich heute ausgerechnet ausgerechnet mein liebstes Realsatireblatt, die Hamburger Morgenpost. Die überwiegend von stramm rotgrün gesinnten Azubis aller Altersstufen redigierte kleine Konkurrenz zu Bild Hamburg listet unter der Überschrift „5 Katastrophen, über die keiner mehr spricht“ neben den drei oben genannten Hypes auch „Waldsterben“ und „Ozonloch“ auf. Und kommt, für ein gestandenes Desinformationsmedium erstaunlich, zum Schluss, es sei womöglich doch nicht alles so heiß gegessen worden, wie es einst hoch gekocht wurde: http://www.mopo.de/2008/20080310/hamburg/panorama/5_katastrophen.html
Wobei die Mopo großzügig übergeht, dass sie, wann immer eine neue Pseudokatastrophe durchs globale Dorf getrieben wurde, mit zu denen gehörte, die am lautesten krakeelten, übertrieben, Panik schürten…

Ist der heutige Artikel womöglich der Versuch einer Art Wiedergutmachung? Wohl eher nicht. Es handelt sich, denke ich, um eine Art lucidum intervallum. Der Jurist nennt so eine Situation, wenn ein eigentlich unrettbar dem Irrsinn verfallenes Individuum für eine kurze Weile noch einmal zu lichten Sinnen kommt. Danach aber senken sich zuverlässig wieder Dunkelheit und Leere über sein armes Hirn.

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