Stefan Frank / 10.12.2016 / 06:03 / Foto: Bundesarchiv / 7 / Seite ausdrucken

Unsichere Gegend? Sichere Hose!

So bewirbt die Diplomkauffrau und Unternehmerin Sandra Seilz ihre Erfindung SAFE SHORTS, eine Art Highech-Keuschheitsgürtel. Sie selbst wurde, wie die „Taz“ berichtet, vor einem Jahr Ziel einer versuchten Gruppenvergewaltigung. Beim Joggen durch den Wald sei sie von drei jungen Männern angegangen worden. Zwei hätten sie festgehalten, einer habe sie vergewaltigen wollen. Aber sie habe Glück gehabt, ein vierter Mann mit einem Schäferhund sei vorbei gekommen und die drei hätten von ihr abgelassen.

Leider ist nicht immer ein Schäferhund zur Stelle, wenn eine Frau in einen Taharrusch gerät. Das ist der Grund, warum die Drogeriekette DM seit kurzem Pfefferspray verkauft. Es habe „vermehrt Anfragen von Kundinnen“ gegeben, die das Pfefferspray „in gewohnter Einkaufsumgebung kaufen wollten“, so ein Unternehmenssprecher. Seit September 2015 boomt der Absatz von Waffen zur Selbstverteidigung in Deutschland. Doch gegen überraschende Angriffe aus dem Hinterhalt helfen sie oft nicht. Hier greift SAFE SHORTS.

Bequeme Anwendung ist wichtig

Auf der Webseite des Herstellers schreibt Seilz, was sich Frauen ihrer Erfahrung nach wünschen, nämlich „eine SHORTS zu tragen, die leicht, anschmiegsam und flexibel ist, dass sie auch gern unter der Jeans getragen wird. Diese SHORTS soll nicht von anderen heruntergezogen werden können. Damit man nicht in den Schritt der Frau greifen kann, soll die SHORTS eine Art Protektor haben, der aber bei den Bewegungen nicht stören darf und atmungsaktiv ist.“

Denn eine bequeme Anwendung ist wichtig. Ein schwerer Harnisch, der nur in einem schwierigen und zeitraubenden Kraftakt angezogen werden kann, bleibt oft in der Wohnung stehen – wider besseres Wissen geht die Frau ungerüstet zum Joggen und bringt sich so unnötig in Gefahr. Nicht so mit SAFE SHORTS: Einfach die ergonomisch verlaufenden reiß- und schneidfesten High-Tech-Schnüre festziehen, bis die Hose sitzt. Dann fixiert man die Schnüre am Schließmechanismus und dem Sirenen-Poweralarm und schließt ab. „Wenn nun jemand an deiner SAFE SHORTS zerrt, wird sofort der Alarm ausgelöst und die Hose kann dir nicht mehr heruntergezogen werden“, so der Hersteller.

SAFE SHORTS sind atmungsaktiv, hygienisch und können bei 30° Celsius in der Maschine gewaschen werden.

Viele Experten glauben, dass sie das Zeug dazu haben, zu einer Schlüsseltechnologie in Deutschland des 21. Jahrhunderts zu werden. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sich das Bewusstsein verbreitet, dass jede Frau es selbst in der Hand hat, Vergewaltigungen proaktiv zu verhindern. Das muss sich erst herumsprechen. Der Hersteller wendet sich darum an ehrenamtliche Helfer; auf seiner Webseite kann man ein Informationsblatt herunterladen und im Bekanntenkreis verteilen. Ende November meldete das Unternehmen auf seiner Facebookseite:

„Unsere Mitarbeiterin hat es geschafft, dass in kurzer Zeit mehr als 7000! (siebentausend!) unserer SAFE SHORTS Flyer in den Wartezimmern der Frauenarztpraxen in Deutschland ausliegen. Wir kontaktieren ALLE Frauenärztinnen und Frauenärzte in Deutschland und bitten um Mithilfe die Flyer auszulegen.“

Deutschland als Gefahrengebiet

Ein anderes mögliches Hindernis für eine schnelle Verbreitung: Obwohl Deutschland inzwischen selbst in Hong Kong und Peking als Gefahrengebiet bekannt ist, welches man nach Möglichkeit meiden sollte, könnten manche Frauen die Kosten von 149,00 Euro scheuen. Gut, dass der Hersteller Ratenzahlung anbietet.

Doch auch der Staat ist gefordert. Die Bundesregierung könnte über die KfW Zuschüsse und Kredite für die Anschaffung anbieten, wie sie das seit November 2015 bei Maßnahmen zum Einbruchschutz tut. Sollte es dann noch Frauen geben, die aus Leichtsinn ohne SAFE SHORTS in die Öffentlichkeit gehen, wäre der Gesetzgeber gefordert, darüber nachzudenken, ob er das Tragen nicht zur Pflicht macht, ähnlich wie bei der Helmpflicht für Motorradfahrer.

„Schutz – Sicherheit – Freiheit“, so lautet der Verkaufsslogan von SAFE SHORTS. Dasselbe verspricht auch das derzeitige Grundsatzprogramm der CDU. Doch die einzigartige Kombination von leichten, flexiblen – aber dennoch reiß- und schneidfesten – Materialien bietet Grund zu der Annahme, dass SAFE SHORTS dieses Versprechen auch halten kann.

Foto: Bundesarchiv CC BY-SA 3.0 de via Wikimedia
Leserpost (7)
R.Müller / 11.12.2016

Na prima !  Geanu das hat Deutschland noch gefehlt. Und als nächstes wird es jurisitsche Praxis, das jede vergewaltigte Frau, die diese Sicher Hose nicht trug, eine Mitschuld gegbenen wird. Der Vergewaltiger ist frei zu sprechen, schließlich lief sie ja praktisch nackt herum, und wollte es doch so wie passiert. Solche vermeidbaren Vorkommnisse fallen dann auch endlich aus dem Raster des öffentlichen Interesses, werden strafrechtlich somit auch nicht mehr betrachtet, oder gar verfolgt. Alles schön fleißig unter den Multikulti-Teppich kehren, damit wir uns mehr auf das Schaffen konzentrieren können, für die Wilden die da kamen und noch kommen werden.

Werni Sägesser / 10.12.2016

Ich bin mir wirklich nicht sicher - auch nach dem Besuch der Website für Safe-Shorts - das dies kein Gag ist. Klingt alles surreal. Falls es aber doch ernst gemeint sein sollte, dann tut es mir leid. Ich frage mich, wo wir denn leben.

Marita Krieger / 10.12.2016

Ja, damit wären auf einen Schlag alle postfaktischen Probleme gelöst. Es gilt jetzt, das Tragen von Safe Shorts zur Pflicht zu machen.

Hans Meier / 10.12.2016

Safe Shorts sind die intelligentere Lösung als Kopftücher und Burkas, so viel ist sicher - in einem Land, in dem die Zivilisation ein Leck hat.

Fanny Brömmer / 10.12.2016

Es stellt sich nur die Frage, was derart ausgebremste, an ihrer freien, kultursensiblen Entfaltung in unserem Land gehinderte Schutzsuchende DANN mit den Frauen tun. Irgendwie müssen sie ihre Triebe und vor allem Aggressionen ja ausleben dürfen. Findet ja auch die deutsche Rechtsprechung, wie Frau mit den grotesk milden Urteilen für moslemische Vergewaltiger von Dhimmi-Frauen immer wieder demonstriert bekommt.

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