Susanne Baumstark, Gastautorin / 22.02.2018 / 06:22 / 8 / Seite ausdrucken

SPD diskriminiert Kollege Hund

Andrea Nahles scheint nur beim Austeilen humorvoll zu sein: „Die SPD geht wegen des Berichts über die vermeintliche Aufnahme eines Hundes in die SPD gegen die „Bild“-Zeitung vor“, erfährt man von n-tv, und zwar mit dem Medienanwalt Christian Schertz, der auch schon dem Hofnarren Jan Böhmermann zur Seite stand. Eine generelle sozialdemokratische Abneigung gegen Hunde ist nicht wirklich zu vermuten, auch wenn die Partei gerade den „Tag des Hundes“ erlitt, während man in China das „Jahr des Hundes“ feiert, wie sich die Bild näher zur Causa erklärt.

Hunde als Parteimitglieder auf Augenhöhe sind zwar nicht willkommen, immerhin aber beteiligten sich im Mai 2014 zehn SPD-Genossen beim Basteln einer kleinen Reichstags-Hundehütte, schrieb damals die Süddeutsche: „Dass der Bundestag ein Ort ist, an dem viel geknurrt und gekläfft wird, das kann man bei Parlamentsdebatten beobachten. Doch einigen Mitarbeitern scheint das nicht zu reichen. Sie fordern: Hunde sollen in den Bundestag.“

Um das Hausverbot für Hunde zu kippen, ließen sich die Bundestagsabgeordneten gemeinsam mit dem Deutschen Tierschutzbund (DTschB) vor dem Reichstagsgebäude mit ihren Tieren fotografieren. Den Hunden geht es nämlich gut im Büro, sagte der Präsident des DTschB unter Bezugnahme auf den Aktionstag „Kollege Hund“, „außerdem sind sie gut fürs Betriebsklima“. Die kleine Demo der Hundefans war allerdings nicht erfolgreich: Im Bundestag dürfen sich nur Blindenführhunde aufhalten. Hier geht’s übrigens zum Hundequiz: „Welcher Hund gehört zu welchem Politiker?

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Leserpost (8)
Wilfried Cremer / 22.02.2018

Ob man Hunde vorschickt oder sonstwie Juso-Positionen pflegt, nie waren Idioten so nützlich wie heute.

Dolores Winter / 22.02.2018

Ich habe Nahles, während ihrer Zeit als Ministerin, auf einer Podiumsdiskussion erlebt, bei der sie Gedanken anderer immer wieder als “verkackte Idee” niederschrie. An diesem Abend fühlten sich viele Teilnehmer von ihr erniedrigt und herabgewürdigt. Dass sie nun wegen einer Petitesse, die auch noch ganz niedlich daherkommt, schwere juristische Geschütze auffährt macht deutlich, dass sie glaubt sich alles erlauben zu können, während Andersdenkende nicht einmal zurückbellen dürfen. Deshalb bin ich felsenfest davon überzeugt, dass in der Politik wieder unbedingt mehr Schwanzwedelei einziehen sollte ;-)

P.Gross / 22.02.2018

„Die SPD geht wegen des Berichts über die vermeintliche Aufnahme eines Hundes in die SPD gegen die „Bild“-Zeitung vor“ Jetzt sind Spezialdemokraten völlig auf den Hund gekommen. Nahles: Schertz komm raus! Apropos „Welcher Hund gehört zu welchem Politiker?“ Prima, dieser Link. Nur: ich vermisse einige Herrschaften in diesem Reich der Caniden und ähnlicher Kläffer. Wie wär´s mit einem “Schleimdackel” für jenen überdicken Herrn, der stets seinem Frauchen hinterherwedelt? Oder dem “Roten Wadenbeisser” für den Spezialsozi mit der stets aggressiven Mimik und den herunterhängenden Lefzen? Ja, da gäbe es noch einiges an Spass, würde man das Spielchen fortsetzen… Abschliessend, angelehnt an Frau Nahles´  Politiker-Neusprech: gebt der BILD mal ordentlich “...was auf die Fresse.” Ohne Schertz jetzt: viel Glück dabei!

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