Dirk Maxeiner / 10.01.2018 / 09:27 / 3 / Seite ausdrucken

Snowboarden in der Sahara

Ain Sefra liegt in Algerien und gilt als „Tor zur Sahara“, aber nicht unbedingt als besonders interessantes Skigebiet. Schnee sind die Leute bislang nicht unbedingt gewohnt, er kommt aber in letzter Zeit häufiger mal vor. Am Sonntag verwandelte ein Schneesturm die Stadt in eine weiße Oase. Sie wird vom Atlas-Gebirge umgeben und liegt etwa 1.000 Meter über dem Meeresspiegel. In den Dünen der nahen Sahara fielen bis zu 30 Zentimeter Schnee. Ideal für Snowboarder! Ist das nun gut? Oder schlecht? Oder gar die globale Erwärmung?

Die richtet sich irgendwie nicht so recht nach dem Drehbuch der Klima-Katastrophiker. Das gilt übrigens auch für die weiter südlich gelegene Sahelzone: Die wird wegen häufigerer Niederschläge zwar nicht weißer, aber grüner – grande catastrophe! Ulli Kulke schrieb auf der Achse vor zwei Jahren:

„Die Flüchtlinge aus Afrika, die in lebensgefährlichen Booten die Überfahrt über das Mittelmeer wagen, bilden eines der großen, bewegenden Themen des Jahrzehnts. Viel wird diskutiert über die Verantwortung, die Europa dabei trägt, ein komplexer Diskurs. Leider treten darin immer wieder Trittbrettfahrer auf, die ihr ureigenes Thema mittransportieren wollen: den Klimawandel. Der „Klimaflüchtling” wird dabei ein zunehmend beliebtes Stereotyp. Da sich die über 50 Jahre zurück liegende Kolonialzeit nicht mehr wirklich für die Schuldzuschreibung eignet, passt es ja scheinbar auch nur zu gut: Wir vernichten durch unseren Ausstoß von Treibhausgasen die Lebensgrundlage der Menschen. Und welche Region eignet sich dafür besonders? Richtig, die Sahel-Zone, hier scheint die Formel Hitze = Trockenheit = Unbewohnbarkeit so griffig, dass kaum jemand es für nötig hält, ihre Stimmigkeit zu prüfen.

Wer allerdings nur oberflächlich recherchiert, stellt fest: der Zusammenhang zwischen Klimawandel und Migrationsdruck aus dem Sahel ist nicht nur konstruiert, es ist sogar das Gegenteil der Fall. Die Sahelzone ergrünt tendenziell, und dringt mit ihrer Vegetation von Süden in die Sahara vor, drängt sie zurück. Es regnet wieder mehr am Südrand der Sahara, der Monsun hat sich verändert." Ulli Kulkes ganzer Beitrag hier.

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Leserpost (3)
Andreas Rochow / 10.01.2018

Kein Wunder, dass die Öko-Aktivisten, die die Umwelt als Natur minus Mensch definieren, nichts von der Natur verstehen. Das weltweit beobachtete Greening MUSS von der IPCC-Religion ignoriert werden, denn es läuft ihren apokalyptischen Prognosen zuwider und stellt sie - erneut - als Ahnungslose mit falschen Modellen bloß.

Matthias Böhnki / 10.01.2018

Man muß den Begriff “Klimaerwärmung” womöglich mal definitionstechnisch bearbeiten und ihm einen Inhalt verpassen. Möglicherweise umfaßt die Klimaerwärmung viel umfangreichere Facetten als man bisher dachte. Deutschlands hervorgehobenstes intellektuelles Qualitätmedium, Spiegel-Online ( Gott, was mußte ich eben beim Eintippen brüllen vor Lachen ), hat ja gerade eben erst eine noch hochwertigere Absonderung aus diesem Potsdamer Klima-Dings-Bums-Institut veröffentlicht, mit der zentralen Botschaft, daß die gegenwärtige Eiszeit in Nordamerika Folge der Klimaerwärmung sei. Ist das geil ? Wird´s warm - ist es Klimaerwärmung, wird´s kalt auch. Geniales Geschäftsmodell ! Na gut, 30cm Schnee in der Sahara - nicht schlecht. War nicht halb Spanien auch gerade im Schnee versunken ? Bei Lichte betrachtet gehen die Gletscher zurück, eventuell weniger Niederschläge als früher, wahrscheinlich aber zunehmende Wärme in diesen Höhen - das läßt sich nicht weg diskutieren und ist wohl die nachweislichste Form der Auswirkungen der globalen Erwärmung. Übel sind einfach nur diese unendlich vielen und so überaus spekulativen Prognoseverrenkungen besagten und anderer Institute und ideologistischer Kampfverbände. Weil daraus maßlos enthemmte Reglementierungen der Gesellschaft erwachsen, die faktentechnisch mit nichts zu rechtfertigen sind. Grünende Sahel-Zone, womöglich wächst da demnächst was zu Essen für die Bewohner und für deren Vieh - was für ein Glücksfall wäre das ! Etwa im Jahr 2000 kamen die vielen Klimaexperten um die Ecke, um mit ihren fundierten Weisheiten zu propagieren, welche Ecken in Deutschland sich schon im Jahr 2030 unter der Klimaerwärmung verändern werden. Bei Google trifft man auf ganze Heerscharen von Expertisen zu diesem Thema. Unter anderem sollte es den Nordosten brachial mit Trockenheit schlagen. Versteppung war ein ganz wichtiges Kampfwort. Seen sollten verschwinden. Im Jahr 2017 zeigt sich der Nordosten leider ganz anders: Felder saufen ab, weil der Grundwasserstand steigt. Seen laufen über, weil es zeitweilig partout nicht aufhört zu regnen; es gibt eine regionale Medien-Überschrift: ” Höchstes Binnenhochwasser seit 50 Jahren ” - egal, solange es kälter wird, weils wärmer wird ist alles in Butter…..............

Gerd Flügel / 10.01.2018

Wenn hier irgendein Experte (Anführungszeichen lasse ich weg) endlich mal damit anfängt, Wetter/Wetterphänomene und Klima/Klimawandel ordentlich zu unterscheiden, dann werde ich die Achse (ohne Anführungszeichen) vielleicht sogar ernst nehmen. Bis dahin fühle ich mich köstlich unterhalten, weil es die Autoren tatsächlich schaffen, bei nahezu jedem x-beliebigen Thema auch noch die Flüchtlinge zu integrieren. Manchmal, wenn ich daran verzweifle, wie komplex und schwierig die Welt doch geworden ist, lese ich die Achse auch richtig gerne. Hier ist alles so einfach. Merkel muss weg, Trump kann es besser, Deutschland den Deutschen, statt Zwergen ein Castor in jedem Vorgarten und: Kauft nicht beim Muselmann!  Ach ja, und damit ach gut, Herr Maxeiner: Auch in Grönland hat es neulich geschneit, und in meinem Garten ist ein Kaktus erfroren.  Hatte im Glauben an den Klimawandel glatt vergessen, ihn ins Treibhaus zu räumen ...

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