Henryk M. Broder / 18.05.2016 / 11:34 / 1 / Seite ausdrucken

Senioren im Test

In der letzten Zeit sind einige schwere Verkehrsunfälle mit Toten und Verletzten passiert, die auf „menschliches Versagen“ zurückzuführen waren. Menschliches Versagen bedeutet: Die Fahrer hatten die Kontrolle über ihre Autos verloren, einer hatte das Gaspedal für die Bremse gehalten. Als er die Orientierung wiedergefunden hatte, waren zwei Menschen tot.

Nun kommt menschliches Versagen immer und überall vor. Ich beispielsweise habe neulich nach meinem Wohnungsschlüssel gesucht, bis ich merkte, dass ich ihn in der Hand hielt. Dass ich morgens nicht mehr weiß, wo ich das Auto am Abend abgestellt habe, gehört zu meiner täglichen Routine. Ebenso wie die Suche nach dem Handy. Es kommt auch vor, dass der Bankomat meine Karte verschluckt, weil ich dreimal hintereinander die falsche PIN eingegeben habe. Alles unangenehm, aber nicht weiter schlimm. Vor allem: Mein „menschliches Versagen“ bleibt ohne Folgen für meine Mitmenschen. Weiter

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Leserpost (1)
Wolfgang Klingenstein / 19.05.2016

Hallo Herr Broder, wie geht’s Ihnen denn? Das sind schon üble Symptome, die Sie hier schildern. Und Sie fahren trotzdem noch Auto? Spaß bei Seite: vielleicht sind es unterschiedliche Wahrnehmungen. Bei uns hier im ländlichen Raum dominieren bei den Verursachern der blutigen Straßen und Parkplätze die 16(! neu seit kurzem) bis knapp unter 30 jährigen, deutlich! Klar passiert auch mal Opa und/oder Oma was. Daß auch SIE sich aber jetzt in die sanft laufende Kampagne der ÖR-Medien zu noch mehr TÜV und zur Unterstützung der notleidenden Fahrschulunternehmen einschalten? Gestern hatten wir kurz hintereinander 2 böse LKW-Crashs auf der A6. Der maaslose Saarländer denkt jetzt bestimmt schon darüber nach, jedem LKW per Gesetz einen Security-Marshall ins Cockpit zu setzen. Das wäre natürlich auch gut für die Truppenstärke im öffentlichen SD-Dienst! Hallo, die Kaffeeschnüfflerei ist doch jetzt schon unerträglich. Und noch mehr sinnlosen Sicherheitswahn? In so viel Geborgenheit möchte ich nicht ersticken müssen. Grüße Wolfgang Klingenstein

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