Antje Sievers / 08.03.2017 / 19:00 / Foto: Agence Rol / 14 / Seite ausdrucken

Sehr geehrte Damen Özuğuz, Achour, Aydemir, Foroutan, Kaddor…

Sehr geehrte Damen Özuğuz, Achour, Aydemir, Foroutan, Kaddor und Mysorekar, sehr geehrte Herren Dilmaghani, Agai, Alboğa, Bozkurt, Diaby und Mazyek, ich habe mir dieser Tage die Mühe gemacht, „Miteinander in Vielfalt – Leitbild und Agenda für die Einwanderungsgesellschaft. Ergebnisse einer Expert_innenkommission der Friedrich-Ebert-Stiftung“ zu lesen. Nachdem ich diese fünfzig Seiten konzentrierter Langeweile bewältigt hatte, war mir vor allem eines bewusst: Deutschland ist eine Einwanderungsgesellschaft.

Wenn man das so oft wiederholt, wie Sie es in dieser Schrift tun, muss es stimmen. Was allerdings nicht stimmt, ist, dass diese Einwanderung gleichsam als mathematisches Gesetz wie „die Summe der Kathetenquadrate entspricht dem Hypothenusenquadrat“ aufzufassen ist; sie ist auch nicht als Naturkatastrophe über uns gekommen, sondern wurde maßgeblich und nachweislich von unserer Regierung initiiert.

Allein meine Heimatstadt Hamburg nimmt im Jahr so viele Flüchtlinge auf, wie die gesamten Vereinigten Staaten von Amerika. Ich habe Sie als die Expert_innen mit Migrationshintergrund absichtlich persönlich aufgeführt, weil in auffälliger Weise Namen wie Xiaoping, de Oliveira oder Færgegården in dieser Kommission fehlen. Das liegt daran, dass es bei der Integration von Chinesen, Brasilianern und Dänen in der Regel keine Probleme gibt, bei der von Muslimen schon.

Der gesellschaftliche Zusammenhalt müsse immer wieder neu ausgehandelt werden, schreiben Sie. Diskriminierung dürfe es nicht geben. Diskriminierung ist selbstverständlich immer die der geflüchteten Schutzsuchenden, denn Diskriminierung von Frauen, Homosexuellen, Behinderten, Schwarzen und besonders Juden gibt es bei Muslimen nicht. Wir schaffen das mit der Integration, da sind Sie sich mit der Kanzlerin einig, und da müssen jetzt endlich mal die Erzieher ran, die Pädagogen in Kitas und Schulen wollen Sie sich gezielt für die kultursensible Bildungsvermittlung vornehmen.

Wenn Pädagogen eines nicht brauchen, dann Ihre jovialen Belehrungen

Entschuldigen Sie, aber an dieser Stelle ist es angebracht, nachzufragen, ob Sie eigentlich noch alle Latten am Zaun haben? Wenn es Menschen in unserem Land gibt, die genau das tun, seit mindestens einem Jahrzehnt und mit wachsender Verzweiflung, dann sind es die Pädagogen. Wenn die eines nicht brauchen, dann Ihre jovialen Belehrungen.

Einwanderung birgt Risiken und Chancen, sagen Sie, aber Konflikte können gelöst werden und Deutschland steht vor einer guten Zukunft. Was seit der Einwanderungswelle täglich neu ausgehandelt werden muss, ist die Sicherheit von Frauen in der Öffentlichkeit. Die Anzahl von sexuellen Straftaten ist seither sprunghaft gestiegen. Das ist Fakt. Frauen können bei Events in Öffentlichkeit, wie Silvester oder Karneval, nicht mehr ihrer Unversehrtheit sicher sein, solange nicht ein Polizeiaufmarsch in Armeestärke die notgeilen Männerhorden in Schach hält.

Eine, die zur Zeit mit weniger strahlender Stirn in die Zukunft marschiert, ist eine 28jährige deutsche Lehrerin, die ab und an stationär untergebracht werden muss. Neun irakische Männer, alle miteinander verwandt und zwischen 22 und 48 Jahren alt, schleppten die alkoholisierte und beinahe bewusstlose junge Frau in der Silvesternacht 2015 in ihre Wohnung. Die anwesenden weiblichen Familienmitglieder wurden solange auf die Straße geschickt. In den nächsten vier Stunden geschah ungefähr folgendes: Die Männer zogen sie aus und vergewaltigten sie mehrfach. Sie hatten dabei sehr viel Spaß und waren enorm stolz auf sich, weshalb sie von sich und der Frau auch mehrere Selfies schossen. Zwischendurch kam sie immer wieder zu sich. Einer der Täter sagte ihr, "ganz ruhig, nur noch ein bisschen".

Vor dem österreichischen Gericht waren sich die Männer keinerlei Schuld bewusst. In Ihrer Kultur ist es nämlich so, dass eine schutzlose Frau, die ohne männliche Begleitung und Erlaubnis auf die Straße geht, eine „Sharmuta“ ist. Also eine „Prostituierte“. Sie mögen das Vielfalt nennen, ich nenne es Einfalt. Den Tätern winken hohe Haftstrafen, dem Opfer 25.000 Euro "Schadensersatz" und ein zerstörtes Leben. Das haben wir einer Regierung zu verdanken, die derweil Gesetze zum Schutz von Marienkäfern erlässt. Wer stattdessen in der Psychiatrie sitzt, ist die 28jährige Lehrerin.

Foto: Agence Rol Vergue via Wikimedia
Leserpost (14)
Karl Renz / 09.03.2017

Die Logik ist umwerfend: Millionen wanderten ein, häufig ohne jeden Rechtsanspruch. Aber es gelang letztlich meist, durch endlose Duldsamkeit des Staates, sich hier fest zu setzen. Hier belasten sie überdurchschnittlich die Sozialkassen und bilden abgeschottete Subkulturen, zumindest wenn sie Muslime sind. Somit kann man faktisch feststellen dass es Einwanderung gab, überwiegend unerwünscht und problematisch zwar, aber man kann sagen dass unser Land als simple Tatsachenbeschreibung ein “Einwanderungsland” sei. Und jetzt kommt’s: An diesem Punkt grinst Özoguz ganz breit, und schließt daraus dass dieses Ergebnis von Laissez-faire nun nicht weniger sei als unsere neue Identität!  Und daher, schwupps, solle eben mal das Grundgesetz dahingehend geändert werden, um die Fortführung dieser “Katastrophe in Zeitlupe” zum Staatsziel zu erklären, und nach Kräften zu fördern. Was man mit jemand machen sollte der so etwas unterstützt? Wenn man den als Feind und Verräter bezeichnen kann, was plausibel scheint, entsprechendes… Ach ja, Merkel nahm das Papier mit Wohlwollen zur Kenntnis.

Roland Richter / 09.03.2017

Sehr geehrte Frau Sievers, Sie haben den Finger drauf. Wenn es Probleme gibt, dann fast immer mir Muslimen. Wenn eine besondere Behandlung eingefordert wird, immer von Muslimen. Gestern, zum Frauentag, war viel Geschwafel um den Schutz von Frauen vor Gewalt. In gleicher Sendung wurde Ungarn an den Pranger gestellt, weil es die “Asylanten” zentral in Containern unter Kontrolle halten will. Die wären dann erst einmal ausgeschaltet, wenn es um Gewalt an Frauen geht.

Patrik Zimmer / 09.03.2017

Frau Sievers, Sie bringen es auf den Punkt. Derweil wir uns von den sogenannten Islamexperten und Führern der verschiedensten muslimischen Verbänden im Rahmen der Taqiyya einlullen lassen, geschehen Dinge, wie der von Ihnen beschriebene Fall. Sollte bei den schon länger hier Lebenden irgendwann der normale Menschenverstand wieder einsetzen, kann diesem geballten islamistischen Expertenwissen eine Grenze gesetzt werden. Vorher nicht.

Horst Lange / 09.03.2017

Eine Stimme der Wahrheit, in Gedanken von vielen anderen migesungen, wird einst ein Chor daraus werden. Hoffentlich. Manches lässt sich nicht länger wegdiskutieren und jetzt können wir nachjustieren. Noch, solange die Gewalt beim Volk liegt, also Deutschen und denen, die aus anderen Ländern sich diesem Volk angeschlossen haben, weil sie unsere Ideale, Werte und Kultur teilen wollen.

Franck Royale / 09.03.2017

Wenn sich ein Computer aufgehangen hat, Programme laufend abstürzen, oder nur noch Mist produzieren, sollte man einen Neustart probieren. Wenn das nichts hilft, sollte man sein System auf Viren und Trojaner untersuchen, die Hardware überprüfen, verfügbare Aktualisierungen einspielen. Als Ultima Ratio bleibt dann noch das Neuaufsetzen des Betriebssystems bzw. der Systemwechsel.

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