Thomas Rietzschel / 02.11.2017 / 16:35 / Foto: Diego Delso / 5 / Seite ausdrucken

Schabernack welcome

Ein bißchen Spass muss sein, dann kommt das Glück von ganz allein, sang mal Roberto Blanco. Und welcher Tag wäre dafür besser geeignet als Halloween?

In der Nacht vom Dienstag zum Mittwoch haben etwa 20 „Jugendliche“ (dpa) die hessische Provinz tatkräftig aufgemischt. Für ein paar Stunden sollte es in Schwalbach am Taunus hoch hergehen. Mitten auf der Straße loderte ein Lagerfeuer; Mülltonnen und das Spielgerät eines Kindergartens gingen in den Flamen auf. Scheiben wurden nebenher eingeschlagen, Polizisten und Streifenwagen mit Steinen und Böllern angegriffen.

Erst nachdem es ihr gelungen war, „massive Kräfte“ zusammenzuziehen, konnte die Polizei obsiegen, die Schlacht für sich entscheiden. Elf der insgesamt 20 ausgelassen Feiernden - böse Zungen sprachen von „Randalierern“ - konnten festgenommen werden, zehn davon mit „Migrationshintergrund“.

Der Abend werde eben gern „für Schabernack genutzt“, sagte ein Polizeisprecher hinterher. Nur seien „die jungen Leute“ diesmal „eindeutig zu weit“ gegangen. Kein Grund also, den Vorfall an die große Glocke zu hängen. Die FAZ jedenfalls ließ die Meldung verständnisvoll unter den Tisch fallen, indes etwa das Darmstädter Echo in seiner 16-Zeilen-Meldung verantwortungsvoll von „Jugendlichen“ sprach, ohne sie mit dem Hinweis auf ihren „Migrationshintergrund“ in ein falsches Licht zu rücken: Ein Schabernack nach dem Schabernack.

Und hier – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – eine kleine Halloween-Presseschau:

Aggressiver Mob: Kölner Polizei kontrolliert Hunderte Männer – auch sexuelle Übergriffe

Berlin: 100 Jugendliche attackieren Passanten und Polizisten mit Böllern

Hamburg: Zum Teil randalierende Jugendliche

Prügeleien und sexuelle Attacken an Halloween in Düsseldorf

Lage nach "Zombie-Walk" in Essen eskaliert

Randale in mehreren Großstädten

Sie lesen gern Achgut.com?
Zeigen Sie Ihre Wertschätzung!

Leserpost (5)
B.Kröger / 03.11.2017

Hallo Herr Cremer, die Menschen müssen endlich den Mund aufmachen! Es müssen Probleme endlich offen und öffentlich diskutiert werden! Wir haben den Mund nicht nur zum essen, sondern auch zum sprechen!

beat schaller / 02.11.2017

Wie lange soll denn das alles noch andauern?  Warum werden solche Schläger nicht interniert und ausgeschaff? Will Deutschland wirklich warten, bis das Volk, welches schon länger hier ist sich selber organisiert und auch verteidigt? Keine Angst, das wird wohl bald kommen. Dann aber gewaltig. Wenn Recht nicht mehr einfach Recht für alle ist, dann gibt es eben plötzlich nur noch Faustrecht. Der Krug geht zum Brunnen bis er bricht! b.schaller

Marcel Seiler / 02.11.2017

Die “Migranten” stellen die Machtfrage im öffentlichen Raum. Die jetzige politische Klasse in Bund und Ländern, unterstützt von einer nachsichtigen Justiz, scheint es darauf anzulegen, diese Machtfrage verlieren zu wollen. Es sind die Mittel- und Unterschichten, nicht die mobilen Oberschichten, die am teuersten dafür bezahlen werden.

Frank Stricker / 02.11.2017

Ich fürchte, in zehn Jahren heißt es an Halloween “süßes oder allahu akbar”.............

Wilfried Cremer / 02.11.2017

Und jetzt steht der 11. 11. in Köln an. Man kann nur noch aufgeben, die Decke über den Kopf ziehen und die Straßen dem Mob überlassen. Oder hat jemand eine andere Idee?

Leserbrief schreiben

Leserbriefe können nur am Erscheinungstag des Artikel eingereicht werden. Die Zahl der veröffentlichten Leserzuschriften ist auf 50 pro Artikel begrenzt. An Wochenenden kann es zu Verzögerungen beim Erscheinen von Leserbriefen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Verwandte Themen
Thomas Rietzschel / 23.02.2018 / 11:31 / 13

Gesehen, gelesen, gehört, verpasst: Barbie im Feldlager

Es gibt ein Foto, darauf sieht man die Bundesministerin der Verteidigung im zartrosafarbenen Kampfanzug. Alles Ton in Ton, die Bluse unter dem kurzen Blazer noch…/ mehr

Thomas Rietzschel / 17.02.2018 / 10:21 / 14

Nachruf auf die SPD

Die SPD ist die älteste aller politisch aktiven Parteien Deutschlands. 1863 als Allgemeiner Deutscher Arbeiterverein, ADAV, in Leipzig gegründet, steht sie mittlerweile im 155. Jahr. Von…/ mehr

Thomas Rietzschel / 15.02.2018 / 17:55 / 18

Gesehen, gelesen, gehört, verpasst: Propaganda, made by ARD

Was gestern Abend zur besten Sendezeit von 20.15 bis 21.45 bei der ARD lief, entzieht sich der ästhetischen Kritik. Als „Kunstwerk“ ist diese Zumutung nicht satisfaktionsfähig. Von…/ mehr

Thomas Rietzschel / 12.02.2018 / 13:00 / 16

Die Dilettanten haben fertig

Die Chancen, dass es zu dem kommen könnte, was sich eine wachsende Mehrheit wünscht, steigen zusehends. Neuwahlen rücken in den Bereich des Vorstellbaren. Als ein letzter…/ mehr

Thomas Rietzschel / 09.02.2018 / 17:30 / 21

Gesehen, gelesen, gehört, verpasst: Auch du, mein Sohn Martin

Das Theater steckt voller Überraschungen. Zuerst wurde uns monatelang eine Posse en suit geboten. Von Szene zu Szene schleppte sich auf der Berliner Staatsbühne die…/ mehr

Thomas Rietzschel / 05.02.2018 / 10:00 / 22

Der vorbildliche Herr Fischer von der Eintracht

Die Vorgeschichte ist schnell erzählt und weithin bekannt: Unlängst hat Peter Fischer, Präsident der Frankfurter Eintracht, erklärt, AfD-Mitglieder dürften nicht in seinen Fußballclub eintreten. Denn „es…/ mehr

Thomas Rietzschel / 02.02.2018 / 12:00 / 30

Gesehen, gelesen, gehört, verpasst: Kulturrevolution-West

Vor einem halben Jahrhundert, von 1966 bis 1976,  fegten Mao Zedong und seine Frau Jiang Qing, die Anführerin der berüchtigten „Viererbande“, mit eisernem Besen durch…/ mehr

Thomas Rietzschel / 28.01.2018 / 18:47 / 3

Deutsche Bank: Boni oder ich kündige mir

Wer in den oberen Etagen der Deutschen Bank unterkam, wurde für seine Leistung seit jeher ordentlich entlohnt. Zum fixen Gehalt kamen „variable Vergütungen“, sogenannte Boni, die…/ mehr

Meine Favoriten.

Wenn Ihnen ein Artikel gefällt, können Sie ihn als Favoriten speichern.
Ihre persönliche Auswahl finden Sie Hier
Favoriten

Unsere Liste der Guten

Ob als Klimaleugner, Klugscheißer oder Betonköpfe tituliert, die Autoren der Achse des Guten lassen sich nicht darin beirren, mit unabhängigem Denken dem Mainstream der Angepassten etwas entgegenzusetzen. Wer macht mit? Hier
Autoren

Unerhört!

Warum senken so viele Menschen die Stimme, wenn sie ihre Meinung sagen? Wo darf in unserer bunten Republik noch bunt gedacht werden? Hier
Achgut.com