Orit Arfa, Gastautor / 27.09.2017 / 14:10 / 9 / Seite ausdrucken

Sag mir wo die Nazis sind

Die israelische Schriftstellerin und Journalistin Orit Arfa ging für Achgut.com und das Jewish Journal in der Wahlnacht auf Nazi-Jagd. Und zwar bei der AfD-Siegesfeier in München: „ Bierhalle, München, Hitlerputsch 1923, ihr wisst schon!“ Im vergangenen Jahr veröffentlichte Orit Arfa auf der Achse des Guten den Beitrag „Deutschland, ich bin verrückt nach Dir“. Die Website von Orit Arfa finden Sie hier, Ihren neuen Roman „Underskin“ hier. Klicken Sie für das Video oben ins Bild oder hier.

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Leserpost (9)
Yvonne Schulz / 28.09.2017

Da muss ich sogar als Frau sagen: Ist die süß! Charme, Grips und hübsch dazu. Ich bin ziemlich klein und sehe auch nicht sehr einheimisch aus (spanisch-französische Vorfahren) und hatte niemals Probleme mit Deutschen, deutsch aussehenden Menschen, was auch immer. Auch auf einer AFD-Wahlparty vor ein paar Jahren waren alle nett, zumal einige Spanier, ein Perser und etliche andere Ausländer da rumliefen, mehr als bei der “Linken” übrigens (der einzige echt unangenehme AFD-Typ da war Hans-Olaf Henkel, der damals noch dabei war. Tierisch arrogant und absolut borniert. Sohn auf der Entsorgungsanstalt-für-reiche-Kinder-ohne-Begabung Salem gewesen, meine Güte, hat es für eine richtige Schule im Oberstübchen nicht gereicht?). Im Gegenteil scheinen viele deutsche Männer das südländische Modell ganz nett zu finden. Keine negative Erfahrungen mit “Biodeutschen”, sorry. Nein, stimmt nicht, einmal schon: als mich dieser widerliche Typ von der Kölner “Klagemauer” eine “Judenhure” nannte, nachdem ich seine hasserfüllte, hetzerische “Installation” kritisiert hatte. Hat der nicht sogar den Heinrich-Böll-Preis oder so etwas bekommen? Das hübsche Mädel sollte bei eine Wahlparty der Grünen oder heutigen SPD nach Nazis suchen. Andererseits, lieber nicht. Nach meiner Erfahrung sind diese Leute der Gewalt nicht ganz abgeneigt. Sie könnte auch in der in Neukölln spazieren gehen. Obwohl, zu gefährlich, Frau Und Jüdin geht im Monokulti-Paradies Neukölln-Wedding nicht mehr. Dort könnte sie leider viele antisemitische und frauenfeindliche junge Männer treffen. Das unsägliche Buch des “Führers” hat sich ja wohl neben dem unsäglichen Buch des “Propheten” in der Türkei bisher am besten verkauft.

Gerhard Amrhein / 27.09.2017

Nett. Zeigt immerhin, dass auch Rechte (zumindest vor der Kamera) Humor haben und Englisch können - und wer, wenn nicht Israelis, dürfen in Deutschland Nazi-Witze machen? Eine Nachahmung würde ich bei folgenden drei Ereignissen trotzdem vermeiden: 1) Bei einer Wahlparty der Antikapitalistischen Linken in Herford 2) Beim Al-Quds-Tag in Berlin-Neukölln und 3) Bei “Rock gegen Überfremdung” in Themar/Thüringen. Außerdem das Video bitte nicht Charlotte Knobloch zeigen, sonst wird die sauer.

Rainer Franzolet / 27.09.2017

Wenn sie Nazis sucht muss sie zur Antifa und den Linken gehen. Die feiern Israelboykotts, feiern Raketenangriffe auf die Israelische Bevölkerung. Bagatellisieren den Hamas Terror. Ich denke, bei den deutschen Medien würde sie auch fündig. Lügel oder wie die alte Augsteinzeitung noch heißt, taz, SD und natürlich nicht zu vergessen die ganzen GEZ finanzierten Ideologen. Die Nazis waren bekanntlich Linke. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Hein Tiede / 27.09.2017

Orit Afra macht das, was ich bei sehr vielen deutschen Journalisten vermisse. Diese sind derartig darauf aus zu entlarven, d. h. ihr eigenes Bild bestätigt zu sehen, dass sie darauf verzichten, unvoreingenommen zu recherchieren. Sie leistet sich diese Berichterstattung mit folgendem Hinweis: “Die etablierten jüdischen Einrichtungen fürchten vom Mainstream nicht gemocht oder akzeptiert zu werden. Die AfD wird von den Medien und der jüdischen Gemeinschaft nicht fair behandelt. Die Warnungen der AfD vor dem radikalen Islam sind richtig und müssen beachtet werden. Ich mag jetzt in den deutschen Medien Chancen verlieren oder gar für diese Worte beschimpft werden. Das wäre zwar nicht richtig, aber dann soll es halt so sein. Die jüdische Tradition sagt: “Gerechtigkeit, Gerechtigkeit sollst du suchen”, und die Leute sollten wissen, dass diese selbsternannten jüdischen Experten nicht für uns alle sprechen, noch sollten sie das für sich in Anspruch nehmen.“ Nicht alle haben diesen Mut. Mein Respekt!

Dr. Ralph Buitoni / 27.09.2017

Sie hätte einfach auf die linke Gegendemo vor der AfD-Party am Alexanderplatz in Berlin gehen müssen - da standen Hunderte von richtigen Nazis, sogar mit einschlägig bekannter antisemitischer Haltung, die die sonst nur auf den Al-Quds-Tagen zusammen mit ihren arabischen und türkischen Freunden so richtig ausleben können…. Viele von denen leben passenderweise in Friedrichshain, wo ja das Horst-Wessel-Lied geschrieben wurde….

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