Markus Vahlefeld / 13.10.2017 / 15:08 / Foto: Willy Pragher / 7 / Seite ausdrucken

Mal eben kurz die Wahrheit retten

Falls Sie sich gewundert haben sollten, dass am Mittwoch, dem 11. Oktober, der angekündigte Beitrag über mich, mein Buch „Mal eben kurz die Welt retten“ und die Freude am Eigenverlag im ZDF-heute-journal dann doch nicht lief, hier mein Wissensstand:

Vor wenigen Wochen waren drei Mitarbeiter des ZDF bei mir im Büro. Ich war angefragt worden, in einem Beitrag über „Selfpublishing“ mitzuwirken, denn immerhin sei mein Buch das erfolgreichste Buch im Eigenverlag seit langem und Selfpublishing ein Trend, der auch auf der Frankfurter Buchmesse Thema war.

Ich wurde kurz interviewt und beim Einpacken und Versenden meiner Bücher gefilmt. Dann gab es noch eine kurze Sequenz in dem Druckhaus, wo ich meine Bücher drucken lasse. Um den Inhalt meines Buches ging es zu keinem Zeitpunkt. Nach drei Stunden war es vorbei, und kurz darauf teilte mir der Redakteur mit, dass der 11. Oktober als Ausstrahlungstermin vorgesehen sei.

Am 11. Oktober warb das heute-journal auf seiner Internetpräsenz heute.de bereits mit dem Beitrag („Trend auf der Buchmesse - Bücher selbst verlegen“). Eine solche Beitrags-Ankündigung wird nur online gestellt, wenn der Beitrag bereits abgenommen wurde und das letzte, was ich weiß, ist: der Redakteur war mit dem Beitrag sehr zufrieden und fand ihn gelungen.

Zwar war es im Vorfeld zu Irritationen gekommen, weil mein Buch unter anderem auch beim Buchversand des Kopp-Verlages erhältlich ist, aber meine Entgegnung, dass auch das neue Buch von Claus Kleber mit dem Titel „Rettet die Wahrheit“ beim Kopp-Buchversand erhältlich sei, wurde zumindest zur Kenntnis genommen. Ob auch der Umstand, dass Claus Kleber über Kopp zu beziehen ist, Irritationen beim ZDF ausgelöst hat, vermag ich nicht zu sagen.

Ich war also gespannt und freute mich wie ein Kind auf die Ausstrahlung. Das einzige, was jetzt noch passieren konnte, war ein unvorhergesehenes politisches Ereignis, das die Aussendung des Beitrags aus aktuellem Anlass noch vereiteln könnte.

Es gab jedoch kein aktuelles politisches Ereignis von überragender Bedeutung. Die Ausstrahlung fand trotzdem nicht statt. Die Begründung kenne ich nicht. Das einzige, das ich weiß: Auf dem Lerchenberg in Mainz haben sie ein Problem mit einem kleinen Buch im Eigenverlag, das sich gut verkauft hat.

Foto: Willy Pragher CC BY 3.0 via Wikimedia
Leserpost (7)
Susanne Obrock / 13.10.2017

Nehmen Sie es als Auszeichnung. Ihr Buch hat ins Mark getroffen.

A.W. Gehrold / 13.10.2017

Mit dem Zweiten lügt sichs besser. Meine vor Wochen an die Zuschauerredaktion des zdf gerichtete Anfrage wegen eines offensichtlichen Fakes bei der Berichterstattung über Höckes Holocaustgeschwätz ist dort offensichtlich gleich im Papierkorb gelandet. Man lügt dort nicht nur, sondern geht auf Tauchstation, wenn man ertappt wurde. Lassen Sie nicht locker, Herr Vahlefeld, wir müssen den Mitarbeitern des Probagandaapparates ihre scheinheiligen Masken runterziehen. WIR SCHAFFEN DAS!

A.W. Gehrold / 13.10.2017

Mit dem Zweiten lügt sichs besser. Meine vor Wochen an die Zuschauerredaktion des zdf gerichtete Anfrage wegen eines offensichtlichen Fakes bei der Berichterstattung über Höckes Holocaustgeschwätz ist dort offensichtlich gleich im Papierkorb gelandet. Man lügt dort nicht nur, sondern geht auf Tauchstation, wenn man ertappt wurde. Lassen Sie nicht locker, Herr Vahlefeld, wir müssen den Mitarbeitern des Probagandaapparates ihre scheinheiligen Masken runterziehen. WIR SCHAFFEN DAS!

Dirk Jungnickel / 13.10.2017

M.Vahlefelds Ärger ist nachvollziehbar. Trotzdem muß ich eine Lanze in Sachen Aktualität für das ZDF wenn schon nicht brechen so doch aufrichten. Es geht um das geschichtsrelevante   Merkelsprüchlein “Wir schaffen das!” In dem vom Drehbuch her schwachen und ausschließlich vom Sender selbst bejubelten ZDF - Dreiteiler “Maximillian”, ein opulent ausgestattetes und gut fotografiertes Rittermärchen,  hat das ZDF Zeitnähe eingebaut. In einer bedrängten Situation nimmt die Herzogin von Burgund ( Christa Théret )  die Merkelparole um fünfhundert Jahre vorweg. Da die aparte französische Schauspielerin beim Dreh in ihrer Muttersprache agierte, kann der Satz auch im Nachhinein bei der Synchronisation eingeschmuggelt worden sein. Nun kann man spekulieren:  Ein ironischer Schlenker oder plumpe Anbiederung. Amüsant in jedem Fall. Das ZDF ist eben allzeit auf Höhe der Zeit.

Christine Wondrak / 13.10.2017

Ich habe soeben bei dem ZDF via Kontaktformular um eine Erklärung gebeten, warum der Bericht nicht ausgestrahlt wurde und empfehle den Mitlesern, das gleiche zu tun. Das kann man so nicht stehen lassen.

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