Oliver Zimski / 18.03.2016 / 11:30 / 2 / Seite ausdrucken

Phrasen mit und ohne Turban – das Maybrit-Illner-Protokoll

Am 10. März 2016 sendete das ZDF ein „Maybrit Illner spezial – Streitpunkt Flüchtlinge“, bei dem sich kurz vor den drei Landtagswahlen Bundespolitiker den Fragen von „engagierten und kritischen Bürgerinnen und Bürgern“ stellen sollten. Im Gedächtnis blieb neben der Kreisch-und-Keif-Attacke von Kipping (Linke) auf Petry (AfD) vor allem die Dreierrunde zwischen Moderatorin Maybrit Illner, dem baden-württembergischen CDU-Chef und Schäuble-Schwiegersohn Thomas Strobl sowie der Studentin Emine Aslan.

Live am Bildschirm miterlebt, hinterließen die  zehn Minuten das übliche Gefühl, seine Zeit mit dem Anhören sattsam bekannter Plattitüden zu vergeuden. In diesem Text finden Sie die Passage im anschließenden unten deshalb als schriftliches Protokoll. Lässt man diese Verschriftlichung auf sich wirken, werden plötzlich exemplarische Muster deutlich, eine Art Drehbuch für das Format „Politische Diskussion mit Kopftuchfrau“ (beziehungsweise hier: Turbanfrau), dessen stets ähnliche Rollen im vorliegenden Fall folgendermaßen verteilt sind:

  • eine Moderatorin, die mit einer antrainierten „neckischen“ Mimik (übertriebenes Augenbrauenhochziehen und Mundwinkelverdrehen) „kritische Aufmerksamkeit“ simuliert, dabei jedoch die vorgefertigten Fragen roboterhaft durchzieht, meist ohne auf das von ihren Gästen Gesagte einzugehen,
  • ein phrasendreschender, zwanghaften Optimismus verströmender Spitzenpolitiker, der die Integration von (muslimischen) Migranten in Deutschland als Friede-Freude-Eierkuchen hinstellt, der das Kopftuch für ein modisches Accessoire hält und nicht den Unterschied versteht zwischen den polnischen Einwanderern des 19. Jahrhunderts im Ruhrgebiet, deren Kinder schon in der zweiten Generation nicht mehr Jerzy und Agnieszka, sondern Georg und Agnes hießen, und den muslimischen Migranten von heute, die ihre Kinder noch in der vierten Generation Mohammed und Ayse nennen, weil sie religiös-kulturell in ihren Herkunftsländern verharren,
  • eine als „Mainzer Studentin“ präsentierte Islamlobbyistin, der gestattet wird, völlig zusammenhanglos propagandistische Schlüsselwörter einzuwerfen („Teilhabe statt Integration“, „unintendierter (!) Alltagsrassismus“, „geistige Brandstiftung“), welche einschüchtern und betroffen machen sollen, was allerdings an ihren beiden Gesprächspartnern nahezu wirkungslos abprallt, da diese jeweils ihr eigenes Programm herunterspulen.

Das nachfolgende Protokoll dokumentiert nicht nur das Grotten-Niveau der politischen Gesprächskultur im deutschen Fernsehen – wobei kein Zufall sein dürfte, dass es hier wieder einmal um den Sender geht, der stolz Eigenwerbung mit seiner ideologischen Schlagseite macht („Man sieht nur mit einem Auge gut“) – sondern auch die vergebliche Liebesmühe, Leuten eine „Integration“ in die deutsche Gesellschaft aufschwatzen zu wollen, die diese selbst gar nicht anstreben.

Bereits Illners Anmoderation hat es in sich: Wir seien schon mal „granatenmäßig an der Integration gescheitert“ – „Was meinen Sie damit?“, könnten Strobl (irritiert) und Aslan (empört) fragen, aber beide überhören lieber den problematischen Satz. Stattdessen sind wechselseitige Affirmation und das Wegbügeln möglicher Konfliktpunkte angesagt. Weder Moderatorin noch Politiker haken nach, als Aslan den schwerwiegenden Vorwurf eines angeblich lebensbedrohlichen „Alltagsrassismus“ äußert, von dem in seiner konkreten Substanz schließlich nur eine die Muslimin nervende Bemerkung übrig bleibt, die ausgerechnet der Schäuble-Schwiegersohn kurz vor der Sendung an sie gerichtet hatte: „Sie sprechen aber gut Deutsch!“

Anstatt die Studentin für ihre aus den Fingern gesogenen Anschuldigungen zur Rede zu stellen, liefern sich Illner und Strobl ein augenzwinkerndes Frage-Antwort-Spiel und lassen Aslans Forderungen unkommentiert, die deutlich machen, dass es der Islamlobby, als deren Sprachrohr diese Frau erscheint, überhaupt nicht um Integration, sondern um „Teilhabe“ ( also maximale Rechte und keinerlei Verpflichtungen) sowie um eine abstruse Neudefinition des „Deutschen“ geht. Und dass sie die Schuld für jegliche Probleme keinesfalls bei „den Muslimen“ (wie sie selbst pauschalisiert), sondern allein bei der „Mehrheitsgesellschaft“ mit ihrem „Alltagsrassismus“ verortet.

Die Redaktionen der öffentlich-rechtlichen Sender laden ja seit Jahren bevorzugt solche Funktionärinnen als angeblich authentische Stimmen der „neuen Deutschen“ ein, gerade weil sie nicht für sich selbst sprechen, sondern nur die auswendig gelernten Textbausteine der hinter ihnen stehenden Organisationen wiederkäuen. Weil sie nicht den faulen Frieden gefährden, an dessen Wahrung sowohl die politisch korrekten Beschwichtiger als auch die Vertreter der ungehindert wachsenden islamischen Parallelgesellschaften in Deutschland interessiert sind.

Bei Frauen wie Emine Aslan oder ihrer ebenfalls durch die Polit-Talksshows tingelnden Mitstreiterin Kübra Gümüsay, die nach der Kölner Silvesternacht gemeinsam den „feministischen“ Hashtag #ausnahmslos mitbegründeten, um die allgemeine Aufmerksamkeit von den muslimischen Tätern auf den „Alltagssexismus“ und die  „Islamophobie“ der deutschen Gesellschaft abzulenken, muss niemand befürchten, dass ihnen jemals ein kritisches Wort über die Rolle der Frau in islamischen Gemeinschaften über die Lippen kommt oder gar eine Ermutigung für diejenigen Frauen in Deutschland, die – verzweifelt und meist ziemlich allein gelassen – versuchen, sich aus dem patriarchalischen Gefängnis ihrer Herkunftskulturen zu befreien.

Den besten Beweis für die Nicht-Integration der „neuen Deutschen“ erbrachte wieder einmal das ZDF selbst: solange diese Leute – ganz anders als etwa die „Rechtspopulisten“ – wie rohe Eier angefasst werden, weil man befürchtet, sie könnten sich „beleidigt“ fühlen; solange man sie nicht zu kritisieren wagt, weil man Angst vor ihrer stets griffbereiten Rassismus-Keule hat; solange sich niemand traut, den Stuss, den sie verzapfen, kritisch zu hinterfragen – so lange werden die „neuen Deutschen“ außen vor bleiben, auch wenn sie noch so gut Deutsch sprechen! Was dann dazu führt, dass sie wieder lautstark ihre „Ausgrenzung“ beklagen. Eine Schmierenkomödie, die viele Ansatzpunkte für Comedy böte – aber die ZDF-„heute-show“ darf ja leider nicht ran an die wirklich heißen Themen. Deshalb nun an dieser Stelle:

Vorhang auf!

Maybrit Illner: Es gibt ja die Sorge der Menschen in diesem Land, dass sich Deutschland sehr verändert und dass wir schon mal granatenmäßig an Migration gescheitert sind. Frau Aslan, warum sollen wir jetzt eigentlich eine Million muslimischer Flüchtlinge perfekt integrieren? Was nährt Ihre Hoffnung, dass das besser gehen könnte?

Emine Aslan: Ich würde das zunächst einmal an der Debatte festmachen, was meinen wir eigentlich mit Integration? Also, wenn wir von Integration reden, reden wir dann wirklich von politischer Partizipation, von einem menschenwürdevollen Leben, von politischer Teilhabe, gesellschaftlicher Teilhabe?

Illner: Wenn das das Ideal wäre…

Aslan: Wenn wir das unter Integration verstehen und nicht, wie es leider oft gemacht wird, unter Assimilation, dann würde ich sagen, haben wir auf jeden Fall, wenn wir die Muslime meinen, also Menschen wie mich, die hier zur Schule gehen und an der Politik hier teilhaben, da sehe ich überhaupt keine Problematiken. Ich finde, die Problematiken werden immer politisch und medial aufgebauscht. Und wenn wir die Leute meinen, die jetzt zu uns hierher kommen, dann bin ich in erster Linie froh, dass die hier überhaupt lebend ankommen. Und dann auch wieder die Frage: Wie wird diesen Menschen bürokratisch diese Teilhabe ermöglicht?

Illner: Ich habe noch nichts zu Ihnen gesagt: dass Sie in Mainz studieren, dass Sie bald Ihren Master machen werden und dann als Soziologin arbeiten werden… Haben Sie so etwas erlebt wie Zurücksetzung, Ressentiments?

Aslan: Absolut! Also, es gibt ja Kampagnen wie Hashtag #CampusRassismus oder Hashtag #SchauHin, wo sehr viele Menschen, die ähnliche Hintergründe, die ähnliche Biografien wie ich haben, von ihrem Alltagsrassismus erzählt haben. Dieser Alltagsrassismus ist ein Übel, das wir seit Jahren kennen. Mittlerweile sind wir gesellschaftlich an einem Punkt angekommen, wo wir von reeller Lebensbedrohung reden. Rassismus ist salonfähiger geworden in Deutschland, er wird immer salonfähiger. Es geht nicht mehr einfach „nur“ darum, ob ich einen Job bekomme, ob ich eine Wohnung bekomme, ob ich in der S-Bahn einfach blöd angemacht werde, sondern ich und viele andere Menschen müssen um ihr Leben fürchten.

Illner: So, und dann sind wir bei der interessanten Frage, Herr Strobl: Frau Aslan trägt Kopftuch – ist die Integration da in Ihren Augen gescheitert, oder darf sie das?

Thomas Strobl: Na, selbstverständlich darf sie ein Kopftuch tragen, um Gottes willen, es gibt Menschen, die tragen ganz schicke Hüte, manche tragen andere Mützen, wir sind ein freies Land, bei uns gibt es die Glaubensfreiheit, die Religionsfreiheit innerhalb der Gesetze, und selbstverständlich auch die Kopfbedeckungsfreiheit. Deshalb herzlich willkommen auch mit…

Illner: Auch mit Kopftuch. Und wenn sie sagt, dass sie Schwierigkeiten hat, eine Wohnung zu finden, und wenn sie sagt, dass es Ressentiments gibt, ist das dann ihre eigene Schuld?

Strobl: Nein, das ist natürlich nicht ihre eigene Schuld, und jede Art von Diskriminierung ist natürlich nicht in Ordnung. Ja, Diskriminierung von Menschen aufgrund von ihrer Herkunft oder ihres Glaubens ist verachtenswert. Ich will aber auf der anderen Seite sagen, ich komme aus einer Stadt, meiner Heimatstadt Heilbronn, wo wir 50 % der Bevölkerung mit Migrationsanteil haben. Und wissen Sie, was es bei uns an Problemen gibt? Ganz offen gesprochen, das ist jetzt ein bisschen zugespitzt: im Grunde keine. Wir leben friedlich miteinander in dieser kleinen Großstadt, es funktioniert jeden Tag, es funktioniert seit vielen Jahren, und das ist doch auch mal was Schönes, was man vielleicht auch mal bemerken darf.

llner: Ja, unbedingt, das sollen Sie, herzliche Grüße an Heilbronn! Welche Ressentiments, Frau Aslan, erleben Sie? Können Sie sagen, was im Leben einer jungen Frau – Sie sind 23, Sie sind deutsch, Sie fühlen sich deutsch – welche Ressentiments Sie erleben?

Aslan: 25, ich bin 25. Das hat unterschiedliche Ausprägungen. Das sind die typischen Sachen, die muslimische Frauen sehr oft betreffen, und das liegt auch daran, dass in Deutschland leider sehr viel Politik über den Körper von muslimischen Frauen gemacht wird: dass wir unmündig sind, dass wir unterdrückt sind, aber gleichzeitig sind wir auch immer eine potentielle Terrorgefahr. Das sind Diskurse, die in diesem Land schon seit Jahren geistige Brandstiftung verüben. Und dementsprechend trifft man natürlich auf der einen oder anderen Stelle auch wieder Vorurteile. Dass die Lebenshintergründe hinterfragt werden, dass man sich immer wieder anhören muss: Hey, Sie sprechen aber gut Deutsch! Weil aufgrund der Erscheinung angenommen wird, man wäre kürzlich erst hergekommen, das sind alles Faktoren, die…

Strobl: Aber ich finde, wenn ich das einfach mal sagen darf, ich hab das vorhin zu Ihnen auch gesagt: Ich finde, Sie sprechen ja toll Deutsch! Aber Entschuldigung, das ist doch keine Diskriminierung, sondern…

Aslan: Es geht nicht darum, damit wir das mal klarstellen, dass Sie das diskriminierend meinen – das ist auch nicht das Problem von Rassismus, Rassismus kann auch unintendiert stattfinden. Das Problem ist einfach, dass wir immer noch ein Wir-Bild in Deutschland haben, dass wir gewisse Menschen optisch oder aufgrund ihrer Religion oder aufgrund der Herkunft ihrer Eltern nicht in diesem kollektiven Wir empfinden. Also, es werden immer noch diskursiv gewisse Menschen eher nach außen verortet.

Illner: Aber drehen wir es mal um, Frau Aslan. Wenn wir in 20 Jahren, sagen wir, jeder zweite Deutsche heißt in 20 Jahren Emine oder Hatice und Ferras – ist das dann noch deutsch?

Aslan: Warum nicht? Also, wir hatten auch Namen wie Witorek und Ähnliches, die waren früher auch nicht so „deutsch“. Also, woran machen wir das fest, dieses „Deutsche“?

Illner: Das heißt, Sie verstehen das überhaupt nicht, das Ressentiment…

Strobl: Ich darf Sie einladen, Frau Illner, gehen wir mal zusammen ins Ruhrgebiet und schauen uns dort an den Häusern an, wie die Menschen heißen, Sie werden nur „urdeutsche“ Namen finden, die empfinden sich aber alle als richtige Deutsche, obwohl sie gar keinen deutschen Namen haben.

Illner: Das stimmt, und dann ist trotzdem die Frage, mit welchem Blick auf heute und auf die Zukunft finden wir es eigentlich einen schönen und einen bereichernden Gedanken, dass es morgen weniger Thomas´ und mehr Ferras´ gibt in Deutschland?

Strobl: Auch weil wir ja über die Flüchtlinge reden, will ich einfach noch mal auf meine Heimatstadt kommen.

Illner: Noch mal… Heilbronn, hello!

Strobl: Wir haben 120000 Einwohner und aktuell jetzt ungefähr 1200-1300 Flüchtlinge. Das heißt, auf 100 Heilbronnerinnen und Heilbronner kommt 1 Flüchtling. Und da möchte ich sagen: Ja, das ist eine tolle Stadt, das ist meine Heimatstadt, das schaffen wir, da haben wir kein Problem damit!

Illner: Und Sie haben eine Erklärung dafür, dass doch 70 % der Deutschen genau daran zweifeln, dass wir es schaffen werden, diese Menschen zu integrieren und sie zu gefühlten Deutschen zu machen, die auch im Herzen in diesem Land wirklich eine Heimat finden?

Strobl: Das haben wir ja auch in der Vergangenheit, zugegebenermaßen mit einigen Problemen, doch ganz gut hinbekommen, und es gibt gar kein Vertun: Das ist eine riesige Herausforderung! Ich habe großes Verständnis dafür, dass Menschen sich fragen: Packen wir eigentlich die große Herausforderung? Wir werden es dann packen, wenn in Zukunft nicht mehr so viele kommen. Das ist auch eine Voraussetzung für eine gelingende Integration, wir brauchen eine klare Ansage, was wir uns vorstellen, beispielsweise, dass man unser Rechtssystem hier akzeptieren muss, dass man das respektieren muss, unsere Rechtsordnung, und wir dürfen nicht nur Integrationsangebote machen – die müssen wir schneller machen als in der Vergangenheit – aber wir dürfen ein zweites aus der Vergangenheit lernen: Es darf nicht nur Angebote geben, sondern für diejenigen, die länger hierbleiben wollen, ist das Angebot auch eine Verpflichtung, und wer diese Integrationsverpflichtung nicht annimmt, wer dagegen verstößt, da schauen wir dann nicht weg, sondern da gibt es dann auch eine Sanktion. Und dann, glaube ich, wird das funktionieren.

Aslan: Ich würde dazu gerne was sagen. Wir reden jetzt von Integration und von Pflichten, die Geflüchtete erfüllen müssen, und ich habe irgendwie das Gefühl, wir haben immer so eine Asymmetrie in dieser Diskussion. Und da würde ich gern noch mal darauf zurückkommen, was heute schon ein paarmal gefallen ist: Was ist denn mit den Rechten dieser Menschen, mit den Menschenrechten dieser Menschen? Wenn wir auf über 1000 Angriffe auf Geflüchtetenheime im letzten Jahr zurückblicken – wie machen wir da Integration im Sinne eines sicheren Lebens und eines würdevollen Lebens möglicher?

Illner: Und da bleibt der Appell. Ich darf mich bei Ihnen beiden ganz herzlich bedanken. Wir werden noch ganz viel damit zu tun haben. Danke, dass Sie so tapfer argumentiert haben.

Oliver Zimski ist Übersetzer, Sozialarbeiter und Autor. 2015 erschien sein Kriminalroman „Wiosna – tödlicher Frühling“.

 

Leserpost (2)
Thomas Schenk / 19.03.2016

Danke, dass Sie die „Parallele“ zu den polnischen Einwanderern des ausgehenden 19., und frühen 20. Jahrhunderts angesprochen haben. Dieser Fall einer rundweg gelungenen Einbindung der aus Polen eingewanderten Arbeiter, die damals übrigens tatsächlich auf dem Arbeitsmarkt gebraucht wurden, zeigt auf, dass Integration nur bei einer weitgehenden kulturellen Aufgeschlossenheit der Einwanderer funktioniert. Die seinerzeitigen polnischen Arbeiter haben Ihe Integration in die deutschen Gesellschaft oft mit der Änderung Ihrer Nachnamen mit deutsch klingenden Endungen unter Beweis gestellt. Ähnliches ist mir bei der heutigen Einwanderung aus muslimischen Ländern nicht bekannt. Es wird vielmehr auf Abgrenzung gesetzt.  Man will nicht Teil der deutschen Bevölkerung sein. Es ist eher die Vorstellung verbreitet, das Leben und die Kultur aus den Herkunftsländern auf pekuniär höherem Niveau fortzusetzen, und die eher lästige deutsche Bevölkerung zurückzudrängen. Das wird natürlich langfristig nicht funktionieren, da das Leistungsniveau kulturell und finanziell mit dem Schrumpfen der deutschen Bevölkerung sich dem Standard der Herkunftsländer der Einwanderer annähern wird.

Reinhard Wehpunkt / 18.03.2016

“Blödsinn, Dreck und kompletter Unsinn im TV” Diese Einschätzung von Marcel Reich-Ranicki über das deutsche Fernsehen trifft voll auch auf das hier beschriebene Fernsehgeschwafel in der Illnerschen Show zu. Ihr Schlußsatz: “Danke, dass Sie so tapfer argumentiert haben” sollte angesichts der Tatsachen daher eher lauten: ‘Danke, dass Sie so schwachsinnig argumentiert haben, ohne das es jemand bemerkt hat’.

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