Henryk M. Broder / 13.11.2012 / 10:14 / 0 / Seite ausdrucken

Na also, geht doch!

Kaum hatte ich mich über das Schweigen der jüdischen Idioten in der SPD beschwert, setzte sich der Vorstand des AJSuSIdSPD zusammen und gab eine Erklärung ab. Hier ist sie in vollem Wortlaut:

Zum Treffen zwischen der Generalsekretärin der SPD, Andrea Nahles und dem stellvertretenden Vorsitzende der Kommission für Internationale Beziehungen der Fatah, Dr. Husam Zomlot stellt der Arbeitskreis Jüdischer Sozialdemokratinnen und -Sozialdemokraten fest:

Eine Friedenslösung in Nahost kann nur durch Dialog erreicht werden. Die SPD kann darin eine wichtige, vermittelnde Rolle einnehmen, indem sie sich dafür einsetzt, Vertrauen und gegenseitige Verständigung zwischen den Konfliktparteien zu fördern. Gerade in Hinsicht auf diese Aufgabe erschließt sich uns nicht, was Andrea Nahles unter einer “strategischen Partnerschaft” und “gemeinsamen Werten” zwischen der SPD und der Fatah meint. Der Weg der Fatah zu einer demokratischen und rechtstaatlichen Partei ist noch sehr lang. Terroristen werden von Teilen der Fatah weiterhin glorifiziert, und in palästinensischen Schulbüchern werden nach wie vor Israels Grenzen unterschlagen. Es ist dringend notwendig, dass die palästinensische Seite von einem von Israel unerfüllbaren und seine Existenz gefährdenden „Rückkehrrecht“ sogenannter palästinensischer Flüchtlinge abrückt. Ein kritischer Dialog zwischen Fatah und der SPD ist vor allem dann hilfreich, wenn er die Fatah zur uneingeschränkten Anerkennung des Existenzrechts Israels als jüdischen Staat ermutigt. Die baldmögliche Rückkehr der Konfliktparteien an den Verhandlungstisch -soll die außenpolitische Positionierung der Partei in Nahost bestimmen. Die Siedlungspolitik darf nicht zur Ausrede der Palästinischen Seite werden, um sich des Dialogs verweigern.

Für den Bundesvorstand des AK Jüdischer Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten

Alexander Hasgall & Grigori Lagodinsky

Abgesehen davon, dass es am Ende heißen muss: “... um sich dem Dialog zu verweigern”, ist der gute Wille unverkennbar. Und mehr kann man von Sozialdemokraten ohnehin nicht erwarten.

Leserpost (0)

Leserbrief schreiben

Leserbriefe können wir nur innerhalb der ersten zwei Tage nach Veröffentlichung eines Artikels annehmen.

Verwandte Themen
Henryk M. Broder / 18.08.2016 / 14:48 / 15

Wenn jüdische Feiertage vom Himmel fallen, ist man bei der ARD ratlos

Wir wissen immer noch nicht, warum die tagesschau und die tagesthemen (ab 3:25) letzten Sonntag den Beitrag über die Wassernot in dem palästinensischen Ort Salfit, dargestellt…/ mehr

Henryk M. Broder / 18.08.2016 / 08:45 / 6

Ein schneller Brüter namens Gabriel

Wenn ich nicht völlig daneben liege und die Berichte in den Nachrichtenprogrammen total missverstanden habe, finden regelmäßig Kabinettsitzungen statt, an denen alle Minister unter dem…/ mehr

Henryk M. Broder / 16.08.2016 / 10:44 / 13

Die Tagesschau nimmt es mit der Wahrheit so genau wie Präsident Abbas

Es ist keine zwei Monate her, da hat der Vorsitzenden der Palästinensischen Autonomiebehörde, "Präsident" Abbas, vor dem Europäischen Parlament eine Rede gehalten, in der er…/ mehr

Henryk M. Broder / 12.08.2016 / 11:45 / 18

Bei Kempinski unter dem Sofa gibt es ein Geheimnis aus grauer Vorzeit

An die Direktion des Hotel Kempinski, Berlin sehr geehrte damen und herren, ich möchte gerne bei ihnen ein zimmer buchen, habe aber bedenken aufgrund des…/ mehr

Meine Favoriten.

Wenn Ihnen ein Artikel gefällt, können Sie ihn als Favoriten speichern.
Ihre persönliche Auswahl finden Sie Hier
Favoriten

Unsere Liste der Guten

Ob als Klimaleugner, Klugscheißer oder Betonköpfe tituliert, die Autoren der Achse des Guten lassen sich nicht darin beirren, mit unabhängigem Denken dem Mainstream der Angepassten etwas entgegenzusetzen. Wer macht mit? Hier
Autoren

Unerhört!

Warum senken so viele Menschen die Stimme, wenn sie ihre Meinung sagen? Wo darf in unserer bunten Republik noch bunt gedacht werden? Hier
Achgut.com