Matthias Küntzel, Gastautor / 04.06.2017 / 19:00 / Foto: USAHEC / 2 / Seite ausdrucken

Moskau verliert die Kontrolle – Zur Vorgeschichte des Sechs-Tage-Krieges

Von Matthias Küntzel. 

Es war der Kreml, der wider besseres Wissens die verhängnisvolle Lüge von israelischen Truppenaufmärschen und Angriffsdrohungen gegen Syrien verbreitete; eine Lüge, die Nasser zum Vorwand nahm, um auf Kriegskurs gegen Israel zu gehen,  eine Lüge, auf die sich Präsident Nasser selbst nach der ägyptischen Niederlage zur Rechtfertigung seiner Politik noch bezog. „Am Anfang stand das feindliche [also: israelische] Vorhaben einer Invasion nach Syrien“, erklärte er am 9. Juni. „Unsere Freunde in der Sowjetunion warnten die parlamentarische Delegation, die Moskau besuchte, dass es einen vorsätzlichen Plan gegen Syrien gab. Wir hielten es für unsere Pflicht, dies nicht schweigend hinzunehmen.“ Hier.

Foto: USAEC via Wikimedia

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Leserpost (2)
Dirk Jungnickel / 05.06.2017

Sehr wichtig und aufschlussreich, diese Ursachenforschung ! Allerdings ist Vorsicht geboten. Die Achse könnte ob dieser unangenehmen Wahrheiten ins Visier des Kreml geraten, und ob sie gegen die Hacker dieser Provenienz gefeit ist, wage ich zu bezweifeln. Zumindest werden die Trolle in Marsch gesetzt, um zu belegen, dass sich selbstverständlich hier wieder einmal die westliche Propaganda aufgemacht hat,  um der Sowjetunion und dem heutigen Russland Schaden zuzufügen . Übrigens war es die Sowjetunion, die als einer der ersten Staaten den Staat Israel 1948 formell anerkannt hatte, weil sich Stalin einen kommunistischen Vorposten im Nahen Osten versprach.

Klaus Klinner / 04.06.2017

Woran erinnert mich das? Ach so, Colin Powell und die Mär von den irakischen Massenvernichtungswaffen vor der UN als Begründung für den Überfall auf den Irak.

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