Henryk M. Broder / 21.02.2009 / 16:15 / 0

Mord und ethnische Säuberung in Pakistan

Es gibt Gutmenschen in Europa, die nichts gegen eine Einführung der Scharia hätten. Sie glauben, es handle sich um ein Entgegenkommen an Menschen, die ihre Sitten praktizieren wollen - so wie in einigen Gegenden der USA, in denen Menoniten leben, die mit Pferdefuhrwerken unterwegs sind, die Straßenverkehrsordnung modifiziert wurde. Die Scharia freilich nimmt nicht Rücksicht, sie dient den Rücksichtslosen. In Pakistan soll eine halbe Million Menschen aus den von Taliban beherrschten Gebieten geflohen sein. Bis jetzt haben weder Norman Paech noch die Schwitzer vom Kasseler Friedensratschlag auf das kleine Problem im Nordwesten Pakistans reagiert.

Die politische Elite des Swat-Tals, einst Hochburg der Volkspartei von Staatspräsident Zardari, ist vertrieben, nachdem die Taliban unliebsame Männer hängten und einer alleinerziehenden Mutter laut Neue Zürcher Zeitung die Kehle durchschnitten, weil sie ihre Kinder als Lehrerin durchzubringen versuchte. Bis zu 500.000 der 1,5 Millionen Einwohner sollen geflüchtet sein. Lehrer und Schuldirektoren werden von den Taliban mit dem Tod bedroht, sollten sie den Unterricht wieder aufnehmen. 40.000 Schülerinnen privater Schulen erhalten keinen Unterricht mehr. 85.000 in staatlichen Schulen dürften ebenso betroffen sein – auch wenn ein Diplomat dem KURIER versicherte, es handle sich nur um eine Art Vorverlegung der Ferien. Das Problem werde bald erledigt sein. http://www.kurier.at/nachrichten/296651.php

See also:
Geert Wilder and the Swat Valley Follies: Tolerance or Cowardice?
http://europenews.dk/en/node/20090

British Muslims are providing the Taliban with electronic devices to make roadside bombs for use in attacks against British forces serving in southern Afghanistan
http://www.telegraph.co.uk/news/newstopics/politics/defence/4736032/British-Muslims-providing-Taliban-with-electronic-devices-for-roadside-bombs.html

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