Henryk M. Broder / 19.09.2017 / 13:29 / 5 / Seite ausdrucken

Mathias Doepfner spielt Populisten und Verschwörungstheoretikern in die Hände

Mathias Doepfner, der Präsident des Bundesverbandes der Zeitungsverleger, hat die öffentlich-rechtlichen Sender angegriffen. Sie würden, so Doepfner, mit ihren beitragsfinanzierten Angeboten im Netz für eine wirtschaftliche Schieflage zum Nachteil der Presseverlage sorgen. Doepfner sagte: "Das duale System in Deutschland, ich bin fest davon überzugt, eines der allerbesten der Welt, gerät dann ins Wanken. Es braucht die Vielfalt der privaten Angebote, nur Staatsfernsehen und Staatspresse im Netz, das wäre doch etwas nach dem Geschmack von Nordkorea."

Die ARD zeigte sich befremdet über Doepfners Wortwahl. Die ARD-Vorsitzende Carola Wille sagte: "Worte können bekanntlich zu Waffen werden und man sollte vorsichtig mit ihnen umgehen. So eine Wortwahl spielt natürlich Populisten und Verschwörungstheoretikern in die Hände." Hier ab 9:58 

Leserpost (5)
B.Klingemann / 19.09.2017

“... denn nicht der Staat zahle für die Angebote, sondern der Bürger.” Herrlich, dieser letzte Satz des Beitrags der ARD Tagesschau! Und Carola Wille hat anscheinend noch eine Überdosis DDR angereichert mit BRD-Denke in ihren Windungen. Nun zum Auslöser: Mathias Doepfner ist der bestbezahlte DAX-Vorstand. Was hat er vor?

Karla Kuhn / 19.09.2017

“Die ARD zeigte sich befremdet über Doepfners Wortwahl. Die ARD-Vorsitzende Carola Wille sagte: „Worte können bekanntlich zu Waffen werden und man sollte vorsichtig mit ihnen umgehen. So eine Wortwahl spielt natürlich Populisten und Verschwörungstheoretikern in die Hände.“  Na sowas, Frau Wille hat erst jetzt erkannt, daß Worte zu Waffen werden können, reichlich spät, denn gerade auch ARD und ZDF sind mit ihrer Wortwahl gar nicht zimperlich, wenn es um “Andersdenkende” geht. Alleine wie man bis heute mit Präsident Trump umgeht ist eine Schande !! Auch die ganzen Wahlsendungen und Quatsch Shows haben bei mir Null Chancen.  Wer im Glashaus sitzt, sollte doch bitteschön nicht mit Steinen werfen.  Wird ja richtig lustig.

Volker Brandt / 19.09.2017

Leider hat sich sein eigenes Blatt, Die Welt, politisch auch bereits in die Staatspresse eingereiht, wie der Fall Thorsten Schulte zeigt…

Wolfgang Schmid / 19.09.2017

Die öffentlich-rechtlichen haben Angst. Und das ist auch gut so.

N. Müller / 19.09.2017

Ich glaube die gute Frau Wille stellt gerade selbst eine solche Theorie auf, wenn sie so tut, als wären öffentliche Medien vom Staate komplett entkoppelt. Beispiele von Karrieren in die ein oder andere Richtig zeigen es bereits, die nun im Wahlkampf enthüllten Wahl-Shows(!) tun ihr übriges. Und wer es immer noch nicht war haben will durfte in einigen Studie die Übernahme der Regierungssicht (vor allem der öffentlichen Medien) in den meisten Themen bestaunen. Aber wen kümmern schon Tatsachen in “postfaktischen” Zeiten…

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