Roger Letsch / 17.08.2017 / 19:16 / Foto: Pink Sherbet / 17 / Seite ausdrucken

Liebling, vergiss nicht Deine Migrationspille!

Der Ort für unser Treffen ist klug gewählt: Ein abgelegenes Café, wenig Kundschaft, wie verabredet wartet Harald Schön-Reder (Name geändert), einen Spiegel lesend, an einem der Ecktische. Schön-Redner ist Chef einer europaweit tätigen PR-Agentur, die eher im Verborgenen arbeitet und die außer deren illustren Kundschaft kaum jemand kennt. Ich bestelle Kaffee, Reder nippt an dem Tee, den er bereits bestellt hat. Es ist unser zweites Treffen. Als wir uns vor vier Jahren zum ersten Mal genau in diesem Café begegneten, berichtete er mir noch stolz, dass seine Firma es endlich geschafft habe, für alle großen Parteien gleichzeitig zu arbeiten.

Man steuere ihre Kommunikation, berate bei den Wahlprogrammen und hätte endlich auch mit der Initiative „Kampf gegen rechts“ den perfekten Grund dafür gefunden, warum die Parteien sich inhaltlich immer nähergekommen seien. Alles laufe perfekt, denn da man für alle arbeite, setze man automatisch immer auf den Sieger. Die Euphorie dauerte nicht lange.

Vor zwei Jahren rief Reder mich an und stammelte, es sei da etwas gründlich schief gelaufen. Die Wähler hätten gemerkt, dass sie von allen dasselbe bekommen und würden anfangen, sich abseits der großen Parteien zu organisieren und dumme Fragen zu stellen. Seine Kunden würden ihn anrufen und verlangen, er solle dafür sorgen, dass die Wähler wieder Vertrauen in die Politik hätten. Reder wirkte gehetzt, erschöpft und überfordert, jedoch hörte ich danach zwei Jahre nichts mehr von ihm.

„Belehrungsresistenter Bevölkerungsanteil“

Bis gestern. Wann wir uns treffen könnten, es sei dringend, lautete die Nachricht. Er habe die Lösung für das Dilemma, in das ihn seine Kunden gebracht hätten. Gerade noch rechtzeitig, so kurz vor der Wahl. Er müsse dringend eine Idee für ein Produkt haben, um das sich alle Deutschen reißen würden. Wir können uns treffen, antwortete ich. Morgen, bekannter Ort.

Ein Kopfnicken zur Begrüßung, ich setzte mich Reder gegenüber auf die Bank. Er sieht nicht gerade entspannt aus, nestelt nervös mit der Linken in seiner Jackentasche und wischt dabei mit der anderen Hand versehentlich meine Autoschlüssel vom Tisch. „Nervenbündel,“ denke ich, als ich sie wieder aufhebe. Der Beruf wäre nichts für mich. Also, was gibt’s, frage ich, und er berichtet.

„Unser Problem war, dass die Wähler irgendwann merkten, dass unsere Agentur hinter allen Programmen, Reden und Gesetzen steckte. Das sollte eigentlich nicht passieren und warum machten sich die Leute überhaupt Gedanken über das, was sie von Regierung und Opposition gesagt bekamen? Das waren schließlich alles gut durchdachte und perfekt begründete Ideen, wozu sollte man da im Detail noch was ändern oder kritisieren? Bei uns sitzen schließlich Experten, die wissen was sie tun und die machen auch keine Fehler! Doch je mehr wir den Menschen die Entscheidungen abgenommen hatten, umso renitenter wurden sie. Projekt „Richtige Meinung“ wurde zum Desaster! Das kam soweit, dass wir manche kleinere Projekte gar nicht mehr starten konnten. Die Projekte „Richtige Autos fahren elektrisch“ und „Richtiges Fleisch ist Halal“ mussten wir kurz nach dem Start abbrechen, weil der BRBA unsere Argumente einfach abstieß…“

Ich muss nachfragen. „BRBA, was soll das sein?“

„Belehrungsresistenter Bevölkerungsanteil“, ein Fachausdruck, der die Teile der Bevölkerung beschreibt, die wir mit unseren Argumenten erreichen wollen. Wir kürzen das lieber ab. Jedenfalls hat es nicht funktioniert, obwohl die Wähler von allen Parteien dasselbe hörten, sich also gar nicht falsch entscheiden konnten! Manche Wähler wurden misstrauisch, weil alles zu perfekt war. Können Sie das begreifen? Zu perfekt!“

„Sie meinen, so wie im Film „Matrix“?“ unterbreche ich ihn. Er winkt verächtlich ab.

„Ja, könnte sein. Es liegt wohl in der Natur des Menschen, dass er sich nicht frei fühlt oder sowas, wenn er nicht das Gefühl hat, wirklich eine Wahl zu haben.“

„Und diese Wahl soll er nun wieder bekommen? Ist es das?“

„Ach was, nein! Wozu soll das denn gut sein! Dann besteht die Gefahr, dass es zur falschen Entscheidung kommt oder zu keiner. Die Leute müssen aber mitmachen, freiwillig. Das ist wichtig.“

Ich nehme noch einen Schluck Kaffee, der schon langsam kalt wird und immer seltsamer schmeckt. „Warum ist das wichtig, manche Menschen interessieren sich eben nicht für Politik.“

„Je breiter die Zustimmung, umso eher sind die Leute geneigt, Entscheidungen mitzutragen, wenn’s mal brenzlig wird.“

„Mitgefangen, mitgehangen?“

„In gewisser Weise. Aber keine Sorge, wir passen schon auf, dass wir nur die richtigen Entscheidungen treffen, da kann nichts schiefgehen. Sie glauben mir doch, oder? Sie vertrauen mir?“

„Ich bin nicht sicher.“

„Na gut. Was würden Sie sagen, wenn es einen Weg gäbe, die Menschen durch ein Medikament dazu zu bringen, uns zu glauben und Vertrauen in die politische Führung des Landes zu entwickeln? Auf die Idee brachte uns Professor René Hurlemann von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Uniklinik Bonn, der durch die Verabreichung des Hormons Oxytocin bei seinen Probanden herausfand, dass sich deren Spenden- und Hilfsbereitschaft signifikant verbesserte. Der WDR sprach sogar von „wichtiger Forschung bei der Flüchtlingsfrage“. An diesen Forschungen konnten wir ansetzen um weitere, akzeptanzfördernde Mittel zu entwickeln.“

„Sie wollen das Zeug doch nicht ernsthaft im großen Maßstab…“

„Aber warum denn nicht? Die Entscheidungen, die die Menschen unter diesen Medikamenten treffen, sind doch schließlich die richtigen! Sie helfen freiwillig, sie spenden mehr und ziehen zudem ihnen völlig Fremde ihren Landsleuten vor. Und sie tun das alles auch noch von Herzen gern! Die Möglichkeiten sind fast unbegrenzt. Im Laborversuch schafften wir es, den Probanden ein verklärtes Lächeln aufs Gesicht zu zaubern, wenn sie eine Parteitagsrede der Kanzlerin sahen. Vier mal hintereinander, unterbrochen nur von den Neujahrsansprachen! Ein Bescheid über die Verdopplung der GEZ-Gebühren löste in einer WG nur Zustimmung und Jubel aus und eine Familie bot drei Migranten aus dem Südsudan freiwillig das Zimmer ihrer 14-jährigen Tochter als Unterkunft an. Bei höherer Dosierung war ein Proband nicht mal mehr dazu zu bewegen, wegen eines Wohnungsbrandes das Haus zu verlassen oder die Feuerwehr zu rufen. Er ist lächelnd und ohne zu schreien in den Flammen verbrannt. Das ist der vorbildliche Bürger der Zukunft, der nicht wegen jeder Kleinigkeit sofort in Alarmismus ausbricht, sondern Vertrauen hat, selbstlos hilft und nicht an die Folgen denkt!“

„Das ist ja entsetzlich! Und es ist Betrug, nichts davon ist echt! Die Menschen handeln gegen ihren Willen, missachten ohne es zu wollen ihre eigenen Interessen und verhalten sich so, dass es ihrem Überleben eher abträglich ist! Man kann doch nicht jede negative Emotion für unrechtmäßig und unerwünscht erklären! Mit diesem Teufelszeug ist es doch nicht der Mensch, der entscheidet, sondern die Chemie!“

„Ach Papperlapapp, Chemie ist immer! Was glauben sie, wie Entscheidungen sonst zustande kommen. Hormone, Botenstoffe, Enzyme…alles Chemie da in ihrem Kopf. Wo ist da der Unterschied?“

„Ja, aber es ist meine Chemie, nicht ihre!“

„Das Ergebnis unseres Experiments ist aber pure gesellschaftliche Harmonie! Das ist der erste Schritt hin zur absoluten Gleichheit und sozialen Gerechtigkeit! Kein dummer, alberner „freier Wille“ mehr, keine Zweifel, kein Misstrauen! Die Regierung kann endlich und widerstandslos das machen, wozu sie da ist: sich intensiv um alle Belange der Bürger kümmern…“

„Das ist nicht die Aufgabe der Regierung! Die soll lediglich…“

„…nützliche Gesetze verabschieden – statt immer und immer wieder um das Vertrauen der Bürger zu kämpfen und wir können endlich unsere tollen Projekte umsetzen, von denen die Leute begeistert sein werden, wenn sie nicht mehr darüber entscheiden müssen.“

„Bis die Wirkung des Medikaments nachlässt. Was passiert denn dann?

„Das ist derzeit noch ein Problem. Die Eltern des Mädchens haben uns wegen gewisser Vorfälle verklagt, denn wenn das Medikament nicht regelmäßig eingenommen wird, wachen die Probanden mit üblen Gewissensbissen auf und können sich leider auch an jede ihrer Entscheidungen erinnern. Daran arbeiten wir aber. Und da kommen sie ins Spiel…sie müssen das Produkt so beschreiben und bewerben, dass die Menschen es nehmen wollen! Freiwillig! Wir stellen es auch kostenlos zur Verfügung.“

„Anders als ARD und ZDF, für die die Leute auch noch zahlen müssen?“ sage ich im Scherz.

„Na ja, im Grunde zahlen sie natürlich doch dafür. Indirekt, über die Steuern, aber das ist schon ok, oder?“

„Ja… ok, …glaube …ich.“

„Sehr schön! Wie sie bemerken, wirkt unser Mittel innerhalb von nur wenigen Minuten. Gibt’s nämlich nicht nur als Nasenspray, sondern auch in Tablettenform. Ich hab’ ihnen vorhin eine in den Kaffee getan. Etwas bitter, aber man gewöhnt sich daran. Sie machen sich also Gedanken über den Namen, ja? Bis morgen? Wir haben es etwas eilig, sie verstehen sicher…“

„Ich verstehe.“

„Und bitte, nehmen sie davon dreimal am Tag eine. Im Kaffee, wenn sie mögen.“

Er schiebt ein unbeschriftetes Röhrchen über den Tisch, steht auf und geht. Ich muss auch los. Muss mir Gedanken über einen Namen machen. Wenn ich nur wüsste, warum.

Nachtrag: Um aus der Fiktion zurück in die Wirklichkeit zu kommen, hier ein Zitat aus dem WDR-Bericht:

„Es genügt, wenn Menschen zusammenkommen, zusammen tanzen, sich berühren und so weiter. Dann wird jede Menge Oxytocin ausgeschüttet. Und dann tritt auch der Fall ein, dass in Verbindung mit einem positiven sozialen Rollenvorbild Fremdenfeindlichkeit nachlässt.“

Falls die Begegnung nicht ganz freiwillig ist, wird aber leider Adrenalin ausgeschüttet. Das zu verhindern und chemisch durch einen positiven Effekt zu überlagern, hält der WRD für eine tolle Idee im Kampf gegen die Fremdenfeindlichkeit. Oxytocin wird in dieser Anwendung schnell zu Oxymoron. Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. George Orwell wäre stolz auf euch beim WDR…und auf Forscher, die versuchen, die Akzeptanz von Migration chemisch zu optimieren.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Roger Letschs Blog Unbesorgt.

Leserpost (17)
Marko Schindler / 18.08.2017

Die Idee der chemischen Maskierung äußerer Lebensumstände ist in Stanisław Lem’s “Der futurologische Kongreß” bis zum Ende durchgespielt wurden. Eine vergnügliche, leider auch eine leichte Beklemmung hinterlassende Lektüre. Wie auch Ihr Artikel ... Danke dafür.

Dr. Daniel Brauer / 18.08.2017

Die zurückliegende Woche hat - unabhängig der aktuellen grausamen Anschläge - eine tiefe und drückende Angst vor der Zukunft bei mir ausgelöst. Erst lamentierte Spiegel- Online über das Klima killende Haustiere und das völlig zu Ernst. Dann folgt ein Artikel aus den USA der krampfhaft und ungeniert versucht linke Gewalt für hoffähig oder zumindest für gerecht zu erklären. Alles im Prinzip Petitessen, weil aus dieser Richtung nichts anderes zu erwarten ist. Nun aber die Veröffentlichung einer Studie zum hinlänglich bekannten Glückshormon Oxytocin und seiner Anwendung in der Verhinderung der Xenophobie hat mir, besonders als Arzt, den Rest gegeben. Das der WDR in höchsten Tönen frohlockt und man ernsthaft, völlig ernsthaft über die Anwendung einer bewusstseinsverändernden Droge in der Flüchtlingsfrage nachdenkt, sprengt meiner Ansicht nach endgültig jedes Mass und lässt mich an diesem Land verzweifeln. Vergessen sind Orwell, vergessen zahlreiche und grausame medizinische Experimente der Vergangenheit. Und wieder findet sich ein deutscher Arzt, mir wiederstrebt es den Kollegen als solchen zu benennen, den vor seinem offensichtlichen ideologischen Hintergrund nur die für ihn logische Anwendung in der Praxis interessiert. Der bei Heilpraxis.net zum Artikel hinzugefügte Cartoon zeigt völlig ungeniert die Anwendung in der Zielgruppe unserer Kinder. Kommt ein Fremder in die Klasse, verteilt der Lehrer einfach einen Hub des Nasensprays und schon fluppt es mit der Akzeptanz. Ethische Bedenken - Fehlanzeige. Von Nebenwirkungen eines Schwangerschaftshormones wird gar nicht geredet, aber vielleicht erhofft man sich eine weitere Verweichlichung in den kommenden Generationen. Jedenfalls ist es mir ein Rätsel wie die Uni Bonn es ethisch vertreten konnte diese Studie nicht nur zu genehmigen, sondern auch noch zu veröffentlichen. Auch handelt es sich nicht um eine medizinische Pioniertat, bei der Anwendung von Oxytocin war vorne weg so ein Ergebnis zu erwarten. Auch wenn man das Pferd anders aufgezäumt hätte, indem man in Flüchtlingsunterkünften Oxytocin- Vernebler aufstellt, damit sie uns weniger hassen, hätte es mir den Magen umgedreht. Das ganze hat vielleicht doch ein gutes - zeigt es doch die moralische und ideologische Verwerflichkeit der sogenannten Eliten und der Medien.

Walter Weber / 18.08.2017

Ich bin immer noch geschockt. Die Bundesregierung lässt daran forschen, mit Psychopharmaka die Akzeptanz von Flüchtlingen zu verbessern?

HaJo Wolf / 18.08.2017

Die Vision ist erschreckend, aber tatsächlich gar nicht so weit hergeholt. Von medikamentöser Manipulation sind wir noch ein kleines Stück entfernt, die mediale hingegen hämmert uns spätestens seit September 2015 in die Ohren und Augen, was wir gefälligst für richtig und was für falsch zu halten haben. Es erfordert aktives Dagegendenken (z.B. Achse und andere lesen) , dieser Dauerberieselung nicht zu verfallen, leider ist die Mehrheit des deutschen Volkes dazu nicht willens oder in der Lage, der 24. September wird es bedauerlicher- und tragischerweise belegen.

mike loewe / 18.08.2017

Oh je, es ist soweit, und offensichtlich kein Aprilscherz. Wer ein Land erobern will, verteilt einfach das Mittel an dessen Bewohner, aber möglichst nicht an die eigenen Soldaten. Irgendwie habe ich das Gefühl, Oxytocin ist bereits im westeuropäischen Leitungswasser. Vielleicht bin ich einer der wenigen, der kein Leitungswasser trinkt, und deshalb so kritisch gegenüber der Politik.

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