Jesko Matthes, Gastautor / 07.12.2017 / 06:09 / Foto: U.S. Navy / 10 / Seite ausdrucken

Kultursensibele Behandlung. Ein Arztbericht.

Von Jesko Matthes.

Im Herbst 2015 übernahm „meine“ Organisation, die DLRG, die Leitung des hiesigen Notaufnahmelagers für Flüchtlinge, und es füllte sich rasch. Zu Hochzeiten, das heißt, bis weit ins Frühjahr 2016, hatten „wir“ bis zu 800 Bewohner.

Bei der medizinischen Versorgung ergaben sich Probleme, aber sie waren alle lösbar. Zuerst musste vor der Sanitätsstation eine teilbare Tür angebracht werden, dazu ein Schild in vier Sprachen, das die Sprechstundenzeiten, die Medikamentenausgabe und die Notfallregelung verstehen half. Sprachliche Probleme waren die größte Hürde, und manchmal half eine absurd lustige und störungsanfällige Dolmetscherkette, Paschtunisch, Farsi, Arabisch, Türkisch, Englisch, mit vielfachen Rückfragen, aber, wir kamen zurecht. Und lachten sogar. Den Männern bot ich zuweilen einen Zigarillo an, wenn sie begehrliche Blicke auf meine Schachtel warfen, in der Pause.

Bei der Medikation hatte ich mir Tricks einfallen lassen. Zum Erstaunen der Bewohner trank ich zwischendurch ständig Wasser aus dem Wasserhahn, um zu signalisieren, das sei hier Trinkwasser, kein Brauchwasser, und man könne es auch zum Einnehmen von Tabletten und sogar zum Löschen des Dursts benutzen.

Medikamentenpläne bestanden aus einem Gitter, auf das ich eine aufgehende, eine im Zenit stehende und eine untergehende Sonne malte, darunter die Tabletten. Man lächelte. Frauen wurden grundsätzlich im Beisein männlicher Angehöriger und einer weiblichen Mitarbeiterin untersucht und mussten sich, wann immer vermeidbar, nicht entkleiden. Ein gutes Stethoskop hört auch durch eine Lage Stoff, und was man mir nicht erzählen wollte, löste sich manchmal, wenn eine Ärztin oder weibliche Pflegekraft anwesend war. Ich musste nur kurz den Raum verlassen.

Fasten und kalte Füsse

Zu Zeiten des Ramadan ist es nützlich, über die Uhrzeit von Medikamenteneinnahmen Kompromisse einzugehen. Hilfreich ist es, jene religiöse Vorschrift zu kennen, in der der Prophet Kranken das Fasten erlässt, wenn es ihrer Genesung hinderlich sein könnte. Da auch mein Ziel die Genesung ist, muss diese durchaus auf den Einzelfall zugeschnitten werden, dem die religiöse Pflicht nicht im Wege stehen sollte – und umgekehrt. Und manche sonst unerklärlichen Beschwerden haben sogar mit der Herkunft und der Migration selbst zu tun.

Eine deutsche Muslima, türkischstämmig, berichtet mir weinend, sie habe Magenschmerzen. Auch sie arbeite in einem sozialen Beruf, sie trage dabei das Kopftuch. Nach den Anschlägen in Paris 2015 werde sie neuerdings gefragt, ob auch sie Koran und Kalaschnikow unter dem Bett bereit liegen habe. Ich bin perplex, versuche zu trösten: Sie wisse doch, dass sie das persönlich nicht betreffe. Gerade das sei es aber, was sie verletzt, was ihr Bauchschmerzen bereite. Mir auch, gebe ich ratlos zu. Ich sage, sie wisse, wer ihre wahren Freunde seien, auf die solle sie sich jetzt konzentrieren. Wir seien hier, um friedlich zusammen zu leben. Ich höre mich reden wie einen Politiker.

So übrigens kenne ich es auch aus der täglichen Praxis, und nicht erst seit gestern. Mehrmals saß ich ratlos vor älteren Deutschen, deren seltsame Beschwerden ich nicht so schnell einordnen konnte. Ein Beispiel: Eine ältere Dame erzählt mir, sie habe oft so kalte Füße. Bei objektiver Untersuchung findet sich nichts, die Fußpulse sind gut, und auch die einfachen kleinen Untersuchungen auf Vibrations-, Temperatur- und Berührungsempfinden fallen unauffällig aus; das Labor gibt sowieso nichts her. Auf meine Nachfrage, wann die Füße denn kalt seien, höre ich, fast immer käme das nachts. Ob sie dann nicht schlafen könne, frage ich, und das wird bejaht. Woran sie dann denke, frage ich, und höre: ach, nichts Besonderes.

Da mir ein allenfalls minimaler Akzent, eher die Sprachmelodie auffällt, hake ich nach: Wo sind Sie geboren? An dieser Stelle des Dialogs beginnt die Hochbetagte zu weinen. Sie stammt aus Ostpreußen. Als junge Frau, fast noch ein Kind, ist sie irgendwo zwischen Haff und Nehrung auf der Flucht ins Eis eingebrochen, und ihr Vater hat sie mit einem beherzten Griff sofort wieder aus dem einbrechenden Eis zurückgeholt. Sie durfte dann auf dem Wagen sitzen, Schuhe und Strümpfe ausziehen und unter eine Pferdedecke stecken, wo sie aber noch lange kalt blieben.

So viel Angst wie damals, sagt die Frau, habe sie danach nie wieder gehabt. Und ihren Vater, seine blitzschnelle Reaktion und seine starken Hände, die werde sie nie vergessen. Nun beruhigt sie sich, und mit meiner sehr banalen Antwort, dann seien ein paar warme Socken für das Bett und die Erinnerung an den Vater beim Einschlafen wohl die beste Therapie, ist sie auf gerührte Weise völlig zufrieden. Ich hake dennoch nach, sie könne gern einen weiteren Termin machen und mir erzählen, was sie belaste. Bescheiden winkt sie ab, aber sie deutet es an: Dafür, Herr Doktor, reicht ihre Zeit nicht.

Empfehlungen aus dem Fachblatt

Wenn ich dagegen die Empfehlungen in meinem Fachblatt lese, dann bekomme ich kalte Füße. Deutschland ist ein Einwanderungsland, heißt es hier, in jeder Hinsicht ziemlich schlicht, aber realistisch. In einem Kasten wird mir die Statistik dazu gezeigt, nach der 22,5 Prozent der hiesigen Bevölkerung einen Migrationshintergrund haben. Echt, jetzt? Ist mir noch nie aufgefallen, siehe oben.

Mir wird daher geraten, mich einem Qualitätszirkel kultursensibler Ärzte anzuschließen. Toll ist auch der Tipp aus einem anderen Beitrag des selben Fachblatts: Ich solle kultursensible Gespräche nie mit einem Dolmetscher aus der eigenen Familie führen, schlechte Nachrichten würden zum Beispiel in der Türkei traditionell eher abgemildert oder gar verschwiegen. Kein Problem, offizielle Dolmetscher für Türkisch, Kurdisch, Paschtunisch, Farsi oder Arabisch wachsen hier gerade wie die Pilze aus dem Boden.

Gut, es gibt sie, aber auch deren spontane Hilfsbereitschaft hat deutlich nachgelassen; sie fragen zu Recht nach der Finanzierung ihrer kultursensiblen Dienstleistung. Denn das ist jetzt nicht mehr die Krise, es ist der Alltag, auch ihrer. Allen Ernstes bekam ich von einer engagierten Sozialarbeiterin einer Behörde zu hören, dann solle ich doch den Dolmetscher bezahlen. Zur Orientierung: Meine maximale Fallpauschale pro Patient und Quartal liegt bei etwa 45 Euro brutto. Dolmetschermäßig bin ich also pleite. Als ich das so formuliere: Schweigen am anderen Ende der Telefonleitung, dann ein zaghaftes: Ja, aber wir können auch nicht.

Ich könne Kollegen mit Migrationshintergrund zu Rate ziehen, rät mir in meinem Fachblatt ein Kardiologe mit Migrationshintergrund. Als wenn ich den Kollegen im Ernstfall ans Telefon bekäme, wenn er gerade echokardiographiert oder herzkathetert, als wenn er die Zeit hätte, im Ernstfall zu vermitteln, zu dolmetschen.

Auf dem Weg zueinander?

Schon kommen mir unliebsame politische Gedanken. Ich frage gern nach Motiven. Meine Patientinnen und Patienten muss ich sogar nach Motiven fragen. Der Wille zur Gesundung ist bereits ein solches Motiv, und sofern es verschiedene Wege dahin gibt, muss ich gemeinsam denjenigen auswählen helfen, mit dem der oder die Betroffene selbst auch wirklich leben kann.

Nur ein paar Dinge fragen soll ich lieber nicht, habe ich den Eindruck: Nach der Erwartung an das deutsche Gesundheitswesen, das gewiss nur einen kleinen Teilaspekt der „Integration“ in meinem „Einwanderungsland“ darstellt. Auch nach der „Kultursensibität“, mit der Migranten hierher kommen, und die auch mich auf diesem Weg zueinander betrifft, der auf Dauer ja keine Einbahnstraße sein kann, und nach den Ressourcen, die man mir in meinem kleinen sozialen Job dafür zur Verfügung stellt, zum Beispiel.

Damit wir uns nicht missverstehen: Ich mache diese Arbeit gern. Es ist eine kleine Arbeit, ich bin nicht in Marxloh oder am Wedding tätig. Diese Arbeit ist dennoch immer eingebunden und bestenfalls eingebettet in soziale und politische Rahmenbedingungen und Entscheidungen, die ich am wenigsten beeinflussen kann und als Arzt noch nicht einmal immer beeinflussen will. Mein Alltag misst sich nicht an der Wahrheit, die mir erzählt wird, er misst sich an der Wirklichkeit, die ich erlebe.

Helft mir nicht...

Allerdings: Es gibt diese Rahmenbedingungen, es gibt Entscheidungen. Es gibt Motive. Es gibt das Motiv, gesund zu werden, genauso wie das Motiv, ein Einwanderungsland zu sein oder zu werden; es gibt sogar das Motiv, der Gesellschaft, in die man aufgenommen worden ist, Schaden zuzufügen. Und es gibt die neutrale Hilfspflicht des Arztes, und es gibt das Geld, das er daran verdient.

Es gibt die große Zahl der Hilfesuchenden und die kleine der eingeschleusten Kriminellen und Terroristen, so wie es unter den bettelarmen Kriegsgefangenen und Flüchtlingen 1945, die alles verloren hatten, eine beträchtliche Anzahl von Kriegsverbrechern und strammen Nazis gab, die sich den entsprechenden Nachfolgeorganisationen anschlossen. Noch mein Großvater musste auch solche Leute „kultursensibel“ behandeln. Und auch ich habe sie noch kennen gelernt. Auf einem Hausbesuch hörte ich so eine Fluchtgeschichte, 800 Kilometer zu Fuß, quer durch Deutschland. Anschließend zeigte mir der alte Herr, ebenso stolz wie verstohlen, das Ärmelband seiner Uniform. Darauf stand: „Leibstandarte Adolf Hitler“.

So ist das mit den Flüchtlingen in meiner Praxis, ihre Geschichten und Erwartungen, die ich in meine Therapien einbinden muss, sind fast nie schwarzweiß, alle Grauschattierungen sind dabei, auch die dunkelgrauen.

Ich will ganz einfach sagen:  Staat und Standesorganisationen müssen mir nicht unbedingt beibringen, was „Kultursensibiltät“ bedeutet. Sie sind dafür zuständig, die richtigen Entscheidungen zu treffen, die politischen, sozialen und materiellen Rahmenbedingungen für den von ihnen propagierten gesellschaftlichen Frieden zu schaffen. Ansonsten sollen sie mich in Ruhe meine Arbeit machen lassen, oder, wie es einer meiner Oberärzte am OP-Tisch zu formulieren pflegte, wenn ich mich als Assistent ein wenig dumm anstellte: "Helft mir nicht, es ist alleine schon schwer genug".

Foto: U.S. Navy via Wikimedia Commons

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Leserpost (10)
F. Ostermann / 07.12.2017

Als selbst aktiv tätiger Arzt sehe ich das ganze ein wenig anders: angefangen damit, dass meine Dienstleistung zu meinen Bedingungen angeboten wird, sehe ich überhaupt keinen Grund, eine körperliche Untersuchung vollbekleidet zu akzeptieren. Bei allem Respekt: wer durch Kleidung hindurch Pat. abhört wird mit Sicherheit nicht auf der Suche nach ein Diagnose sein, genauso wie ein Bauch niemals durch einen Pulli hindurch ordentlich beurteilt werden kann. Ich lasse mich nicht durch kulturelle Sensibilitäten zu unsauberer Arbeit verleiten und lehne daher eine Behandlung ab, wenn eine gewissenhafte körperliche Untersuchung verweigert wird. Genauso sehe ich überhaupt keinen Grund, mich um irgendwelche Dolmetscher zu bemühen. Wer in diesem Land kein Deutsch oder Englisch spricht ist selbst für einen Dolmetscher zuständig, oder meinen Sie ein Automechaniker würde einen Dolmetscher bemühen, weil sein Kunde das Problem nicht auf Deutsch erklären kann? Von kostenlosen Arztbesuchen als Deutscher im Ausland, gar mit Dolmetscher, möchte ich schon gar nicht reden. Auf der ganzen Welt würde man uns für eine solche Forderung auslachen! Von o.g. nehme ich explizit lebensrettende Notfallbehandlungen aus. Diese sind aber Raritäten. Apropos Notfall: aus meiner täglichen Arbeit, die sich im Wesentlichen um Notfallmedizin dreht, ist eines besonders augenfällig. Es gibt kaum ein Patientenkollektiv, das derart fordernd, unverschämt und nicht selten verlogen ist. Das es auch unter diesen Menschen ganz andere gibt ist keine Frage, jedoch eher die Ausnahme. Es ist z.B. die Regel, dass Hausbesuche mit falschen Angaben erzwungen werden um nicht zum Arzt gehen zu müssen. In der Altersgruppe bis 40 Jahren sind fast alle Hausbesuche im Notdienst bei Migranten. Schon merkwürdig! Ein kleines Beispiel hierzu, das zwar zuspitzend ist aber sicher keine Ausnahme darstellt: Die Leitstelle informiert mich als diensthabenden Arzt über einen ca. 25jährigen Gambier, der solche Schmerzen im Rücken habe, dass er schreiend auf dem Boden liege und sich nicht bewegen könne. Als ich zu der Einrichtung fahre, die übrigens in wenigen Monaten solide neu gebaut wurde, sitzt der Mann entspannt in der Sonne auf einer Außentreppe, in einer Hand eine Zigarette, in der anderen eine Coladose. Entspannten Schrittes begleitet er mich in sein Zimmer in fängt an zu erzählen über das “Scheiß-Deutschland”: er warte jetzt seit 2 Jahren auf eine Aufenthaltsgenehmigung (für die es bei einem Gambier keine Rechtsgrundlage gibt) und nichts passiert. Vom vielen (Schwarz-)Arbeiten (was wohl viele in dieser Einrichtung machen) habe er starke Rückenschmerzen, seit Wochen. Er hatte einen Termin beim Hausarzt vor 2 Tagen, sei aber nicht hingegangen weil er sich an dem Tag nicht wohl gefühlt habe (natürlich ohne abzusagen). Am nächsten Tag sei er in die Notfallsprechstunde beim Hausarzt gegangen, dieser sei jetzt aber Rassist und habe ihn rausgeworfen und aufgefordert, sich einen anderen Arzt zu suchen. Also hat er auf das Wochenende gewartet um sich den Notdienst zu rufen. Ernsthafte gesundheitliche Probleme, die sich nicht mit etwas Ibuprofen hätten lösen lassen, hatte der Mann nicht. Dafür mal eben rund 200 Euro Schaden den Kassen zugefügt. Im Rettungsdienst wird wegen jeder Banalität ein Rettungswagen gerufen. Währen 95% aller “schon länger hier Lebenden” bei einsetzenden Wehen selber in die Klinik fahren oder sich ein Taxi rufen, wird in diesen Kreisen grundsätzlich ein Rettungswagen (rund 500Euro) angefordert. Es gibt in diesen Unterkünften übrigens kaum eine Frau in gebärfähigen Alter, die nicht schwanger ist! Auch kleine Platzwunden und andere simple Befindlichkeitsstörungen lösen Rettungseinsätze aus, wodurch die Herrschaften kostenlos in die Krankenhausambulanzen gefahren werden. Besonders groß ist dann die Aufregung, wenn es nach der kleinen ambulanten Behandlung keinen Taxischein nach Hause gibt. Hin und wieder kommt man dann aber in Migrantenfamilien, die auffallend freundlich und zuvorkommend sind und v.a. überaus dankbar für die entgegengebrachte Hilfe. Wenn ich mich dann geradezu irritiert umschaue, fällt dann sehr häufig auf, dass es sich um eine christliche Flüchtlingsfamilie aus dem Nahen Osten handelt, was man in der Regel an christlichen Symbolen der Wohnzimmerdekoration erkennt. Dies sind einfach Beobachtungen aus meiner täglichen Arbeit, die ich übrigens in naher Zukunft im Ausland verrichten werde…

Ulrich Zischewski / 07.12.2017

toll hier werden wieder die ollen nazikamellen ausgegraben. war Ostpreussen nicht Deutschland? das heist diese Flüchtlinge - deren Kind ich ebenfalls bin - sind nicht irgendwohin geflohen wo Honig fliesst, sondern wurden vertrieben in das land das übrig blieb und dort ohne grosse Hilfe sich eine neue Existenz aufbauen müssen, da ist ein kleiner aber wesentlicher Unterschied!! Wenn ich mir die Situation inn den Aussiedlerheim anschaue und die Zufriedenheit meiner Verwandten und das jetzige Geldhinterherschmeissen und die Aggression bleibt mir die Spucke weg! - Haben die Rückkehrer denn hier Anschläge verübt? Und sich so als Vergleichsmaterial zu den IS- kämpfern und sonstigen Terrorleuten hergebend? warum immer auf die Verlierer hier die eignen Leute spucken? haben den die sogenannten Siegermächte denn keine SS vergleichbaren Sondereinsatzgruppen gehabt, die aber gefeiert wurden? Wie stets mit Bomber - Harris in Vergleich zu den V2 Angriffen?    meine Mutter - damals 14 - erzählte mir immer wieder, wie sie und die Nachbarn in Chemnitz den Bombenangriff auf Dresden erlebt haben und das sind 60 KM. Taghell sei es gewesen. Verbrecher gibt es in kriegen immer auf allen seiten insofern versteh ich nicht das sich alle gruppierungn um die Flüchtlinge kümmern aber keine Blockaden der Waffenlieferungen aus allen werken in der Welt machen und anprangern. habe selbst schon eine lukrativen Jon bei so ner Waffenschmiede ausgeschlagen weil ich das nicht mit meinem Gewissen vereinbaren konnte

Andreas Rochow / 07.12.2017

Unser Fachblatt ist das Organ der Bundesärztekammer und erscheint wöchentlich. Die Landesärztekammern sekundieren mit ihrer Zeitschrift im 14-tägigen Rhythmus. Ärzte, die pflichtgemäß der Ärztekammer angehören und dafür einen entsprechenden Jahresbetrag entrichten, sind quasi automatisch “Abonnenten” dieser beiden Ärzteblätter. Wichtige Informationen und Richtlinien haben so eine mustergültige Reichweite. Dass die Mehrbelastung der Ärzteschaft und Krankenhäuser durch die Behandlung von Migranten trotz massiver Organisationsmängel im “Apparat” sofort und kontinuierlich bewältigt wurde, haben nur Menschenrechtsaktivisten aus dem Bereich des Integrations-Service gelegentlich in Frage gestellt. Zum einfühlsamen Umgang mit den ausländischen Patienten gehört weit mehr als nur “Kultursensibilität” vulgo “Vorsicht”.  Dem Psychiater war beim Einsatz im Asylbewerheim nicht selten mulmig. Aggressions- und Verstimmungszustände waren oft die unmittelbare Folge von interkukturellen Auseinandersetzungen der Untergebrachten, die primäre Einbeziehung der Psychiatrie Folge der missverstandenen Umsetzung von “Kultursensibilität”. Es ist im höchsten Maße traurig, dass die Redaktionen unserer Standesblätter der Willkommenskultur lieber zujubelten als zu beschreiben, dass der vorbestehende Ärztemangel zunimmt, weil durch Einwanderung Kapazitäten in der ärztlichen Grundversorgung fehlen. Auch die Plünderung der Liquiditätsreserve der gesetzlichen Krankenkassen für die medizinische Behandlung von Asylbewerbern ist nie thematisiert worden. Ohne Frage “kultursensibel” ist die verbreitete Information, wonach der durchschnittliche Asylbewerber gesünder sei als die Willkommensgesellschaft,

Th.F. Brommelcamp / 07.12.2017

Immer wenn ich den Vergleich Ostpreußenflüchtlinge und Migranten höre oder lese, wird mir speiübel. Habe noch nie gelesen, daß Vertriebene Ostpreußen oder Sudeten oder Schlesier sich durch mehrere Länder, teils gewaltsam, bis zu einem Ziel ihrer Wahl mit anschließender Rundum -versorgung gezogen sind. Warum sind Grünlinke nicht in der Lage zwischen Flüchtling, Migranten und Wirtschaftsflüchtlinge zu. Unterscheiden?

Christian Nicolau / 07.12.2017

“Es gibt die große Zahl der Hilfesuchenden und die kleine der eingeschleusten Kriminellen und Terroristen, so wie es unter den bettelarmen Kriegsgefangenen und Flüchtlingen 1945, die alles verloren hatten, eine beträchtliche Anzahl von Kriegsverbrechern und strammen Nazis gab, die sich den entsprechenden Nachfolgeorganisationen anschlossen. “ Ein kleiner, aber feiner Unterschied: In Deutschland fand ab 1945 eine Entnazifizierung statt. Die Ideologie in all ihren Schattierungen wurde als unmenschlich und böse gebrandmarkt. Bei den hiesigen “Flüchtlingen” findet alles andere eine Entislamisierung statt. Obwohl diese in alle Lebensbereiche drängende, nicht säkulare, Relligion teilweise faschistoide Züge trägt. Sie ist, auch in milderen Formen, nicht mit westlichen Grundwerten vereinbar. Daher kann ich einem Vergleich zu denjenigen, die hier nach 1945 hier alles wiederaufgebaut haben, mit denjenigen, die hierher Pressgefüllt werden, absolut nicht zustimmen.

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