Vera Lengsfeld / 09.06.2017 / 06:10 / Foto: Lucien Waléry / 7 / Seite ausdrucken

Kräft-Bikini tragen heißt Gesicht zeigen – und nicht nur das!

Nachdem der Burkini schon wärmstens von Hautärzten gegen Hautkrebs empfohlen wurde, aber die Badenixen trotzdem nicht massenhaft auf den Ganzkörperanzug umsteigen, hat der Landkreis Eberswalde nun zu energischen Maßnahmen gegriffen. Er verbot der Modefirma Kräft die Werbung für Bikinis auf Regionalbussen. In einem Schreiben der Barnimer Busgesellschaft heißt es: 

„Die derzeitige Gestaltung halten wir für zu freizügig. Bedenken Sie bitte, dass unser Unternehmen auch den kompletten Schülerverkehr im Landkreis Barnim erbringt und hier eine besondere Verantwortung hat. Des Weiteren halten wir die Gestaltung auch der Verkehrssicherheit abträglich."

Für alle, die außerhalb des Landkreises Barnim wohnen: Die Fotos, die an den Regionalbussen prangen sollten, unterscheiden sich nicht von der Werbung der italienischen Marke Calzedonia, die bundesweit zu sehen ist und anscheinend zu keinen Irritationen bei Schülern oder anderen Verkehrsteilnehmern geführt hat (lediglich zu einigen Beschwerden bei der Münchner Gleichstellungsbeauftragten).

Die Ablehnung lässt sich der kommunale Busbetrieb etwas kosten. Er verzichtet in den nächsten fünf Jahren auf 50.000 Euro Werbegeld. Die Begründung für das Werbeverbot ist deshalb besonders hanebüchen, weil die Schüler, um deren Wohl man besorgt zu sein vorgibt, nach den Plänen der Grünen und ihrer willigen Verbündeten schon im Grundschulalter mit Dildos und anderen Sexpraktiken bekannt gemacht werden sollen und zum Teil schon werden. Eltern, die gegen diese Frühsexualisierung protestieren, werden regelmäßig als reaktionär und „rechts“ abgestempelt und sogar bestraft, wenn sie ihre Kinder nicht an diesen schulischen Aktivitäten teilnehmen lassen wollen.

Die Firma Kräft ist seit über 25 Jahren in Eberswalde aktiv. Sie hat mit einem kleinen Wäscheladen begonnen und daraus ein Modehaus mit 16 Mitarbeitern gemacht. 2012 hat sie den „Stern der Wäsche“ nach Eberswalde geholt. Als erstes Geschäft im Land Brandenburg. Mit ihrem Onlineshop chantaldessous.de ist sie überregional erfolgreich. Kunden von überall her kommen nach Eberswalde um bei Kräft Wäsche und Bademode zu kaufen.

Die Firma wehrt sich gegen diese schleichende Einschränkung unserer Freiheit und deshalb sollte man sie unterstützen. Vor allem: Mädels, wenn ihr einen neuen Bikini braucht, rennt nicht zu irgendwelchen Großketten, sondern kauft bei Kräft!  Kräft tragen heißt, Gesicht zeigen – und nicht nur das!

Leserpost (7)
Heiko Stadler / 09.06.2017

Ich wünsche der AfD, dass sie diese Werbe-Marktlücke nutzt und mit attraktiven jungen Frauen auf den Werbeplakaten für ihr überzeugendes Parteiprogramm wirbt.

Wieland Schmied / 09.06.2017

Zitat: “Vor allem: Mädels, wenn ihr einen neuen Bikini braucht, rennt nicht zu irgendwelchen Großketten, sondern kauft bei Kräft!  Kräft tragen heißt, Gesicht zeigen – und nicht nur das!” Ein richtig guter Appell, verehrte Frau Lengsfeld. Doch steht zu befürchten, daß die Mädels ihn nicht lesen werden, da er ihnen nicht zur Kenntnis gelangen wird. Oder viel schlimmer noch - selbst im falle der Kenntnisnahme - am Po vorbeigehen würde. Der Fall erledigt sich für Busunternehmen, Gleichstellungsbeauftragt-innen und andere progressive Kräfte in diesem Lande, wie viele andere auch, von selbst. Der betroffenen Firma ist nur zu helfen, wenn sie dieses Land schnellstmöglich verlässt, bevor sie auf die Herstellung des zukunftsträchtigen Burkinis umzusteigen genötigt sein wird.

Maja Bause / 09.06.2017

Jetzt reicht es wirklich! Wenn die “Grünen” in Jute- oder Jack-Wolfskin-Jacken rum rennen wollen - ok! Aber - was eine Frau anzieht, ist einzig und allein ihre Sache… wen es stört, muß ja nicht hinschauen und im übrigen glaube ich, daß die lieben “Kleinen” sich über diese Diskussion kaputtlachen!!!

JF Lupus / 09.06.2017

Die zensur geht vom schleichenden Schrittchen zum Galopp über.

Frieda Schmoll / 09.06.2017

Kann dieser ganze Wahnsinn bitte endlich aufhören? Jetzt wird schon die Bikini Sau durchs Dorf getrieben. Abgesehen davon, dass Grossketten Werbung überall einen jeden Bürger in der Öffentlichkeit anschreien darf, lasziv im Erscheinungsbild und quietschend “Kauf mich- kauf mich” kreischt. Die bürgerliche Allgemeinheit wird ständig angefeuert, sich neu einzudecken, eigentlich egal mit was - Hauptsache der Euro rollt. Werterhaltung auch egal und Ethik sowieso. Schließlich gibt es ja ein Klimaabkommen, dass für alles Gute in Sachen Umwelt sorgt. Zu dumm, dass das obsolet ist (siehe auch Pamphlet von Berliner Kreis). Und weil das alles nicht mehr ausreicht, um die Massen zu verblöden, setzt der Staat gleich bei den Kleinsten mit “verkorkster sexueller Früerziehung” an, dass eigentlich nur noch jedem einigermaßen klar denkenden Individuum die Haare zu Berge stehen. Aber die eigentliche Hausaufgaben, de dringender Erledigung bedürfen, bleiben liegen bzw. werden systemgerecht verbuddelt. Wieder einmal; Großen Dank an Frau Lengsfeld! Bitte bleiben Sie so wach & mutig! Alles Gute.

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