Wolfgang Röhl / 06.06.2011 / 18:29 / 0 / Seite ausdrucken

Klimakiller Katze, frisch aus dem Stehsatz

Bisher glaubte ich, Menschen in entlegenen Siedlungsgebieten seien klimadebattenmäßig höchstens halb so beknackt drauf wie Deutsche, Briten oder Skandinavier. Offenbar eine Illusion. Die neuseeländischen Forscher Robert und Brenda Vale von der Victoria-Universität in Wellington haben nach einer Meldung in der jüngsten „Welt am Sonntag“ den jährlichen „ökologischen Fußabdruck“ von Haustieren berechnet. Dieser entspräche jener Ackerfläche, die ein Haustier ernähre. Eine Katze/Kater (0,15 Hektar) sei demnach so umweltschädlich wie ein Kleinwagen, ein Hund (0,86 Hektar) entspräche einem SUV. Zwei Hamster seien so schädlich wie ein Plasmafernseher und ein Goldfisch belaste die Umwelt so wie zwei Handys.

Meine eigene Schadensberechnung ginge so: 2 neuseeländische Pfotenabdruckvermesser stoßen - jeder für sich genommen - nicht ganz so viel ideologischen Müll aus wie 1 Rahmstorf, kommen aber zusammen fast auf 1 Schellnhuber. Würden alle 4 gemeinsam im Milford-Sound baden gehen und dabei in eine sehr kalte Strömung geraten, wurde die künftig eingesparte heiße Luft die vom Potsdam-Institut prognostizierte Erderwärmung bis 2050 bestimmt um 2 bis 3 Wochen verzögern.

PS: Wie, den Stuss mit den Hunden, Katzen und Hamstern haben die beiden Nachhaltigkeits-Fanatiker aus Kiwi-Land schon 2009 unter dem Titel „Time to Eat the Dog“ zwischen Buchrücken pressen lassen? Und schon damals haben sich die Leute darüber schlapp gelacht? Da kann man mal sehen, wie nachhaltig die deutsche Qualitätspresse Nonsens wiederaufbereitet.

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