Peter Grimm / 27.01.2018 / 17:00 / Foto: DonkeyHotey / 5 / Seite ausdrucken

Kein Lob für Trump!

Donald Trump ist böse und gefährlich für die Welt, darin sind sich weite Teile der deutschen Öffentlichkeit und die Eliten des Landes scheinbar einig. Und was soll man sagen, wenn es doch Abweichler gibt? Hier ein Beispiel:

Schade, dass ausgerechnet der Chef eines deutschen Unternehmens die Politik von Donald Trump in höchsten Tönen lobt. Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender von Siemens, findet die Steuerreform des US-Präsidenten also klasse. Diese ist zu großen Teilen auf Pump finanziert, wird den Reichen noch mehr Geld auf ihre Konten spülen und die Mittelklasse sowie die Armen in den USA langfristig finanziell arg belasten. Man könnte die Reform also auch schlecht finden.

Kaeser möchte aber weiter gute Geschäfte in den Vereinigten Staaten machen. Beiß nicht die Hand, die dich füttert, heißt es ja. Menschlich ist das Lob also nachvollziehbar.

Darf man den letzten Satz auch auf all die in den letzten zwei Jahren so beflissen zitierten Manager anwenden, die die Politik der deutschen Bundeskanzlerin in den höchsten Tönen lobten? Hat der Kommentator vielleicht sogar etwas versteckte Selbstkritik vorbringen wollen? Übrigens: Hierzulande werden die Steuern ja bekanntlich nicht gesenkt, denn unsere Politiker sind nicht so böse und gefährlich, nicht so kalt und unsozial wie Donald Trump. Resultat: Die Mittelklasse und die Armen werden finanziell arg belastet. Gut, hierzulande profitieren nicht unbedingt nur die einheimischen Reichen davon. Hier ist auch noch genug für zahlreiche Subventions- und Fördergeldempfänger übrig. Und die beißen auch nicht in die Hand, die sie füttert.

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Leserpost (5)
Brigitte Mittelsdorf / 27.01.2018

Trump könnte Goldklumpen an Arme verteilen. Ganz sicher fände ein gewiefter Schreiberling heraus: Das hat er vorher bei den Inkas geklaut. Diese gesamte Journaille ist doch nur noch peinlich.

Jeve R. Huels / 27.01.2018

Korte spricht von Trumps “schwachen Werbe-Rede für den Wirtschaftsstandort USA”, während die Welt der Kanzlerdarstellerin Merkel eine “große Europa-Rede” und ein “Comeback”  attestiert. ... In was für einer Welt leben die eigentlich? Ein Wolkenkuckucksheim grenzdebiler Möchtegern-Journalisten.

Werner Geiselhart / 27.01.2018

Ich kann mich nicht erinnern, von der Journaille irgendwelche Kritik am Iran-Deal gehört zu haben, den deutsche Industriebosse in Erwartung von guten Geschäften äußerst positiv darstellten. Kritik an einem Land, welches Todesurteile am Fließband vollstreckt, Demos blutig niederschlägt, Frauen in Zwangskleidung steckt und bei Zuwiderhandlungen steinigt, Homosexuelle an Kranen aufhängt, Israel mit der Auslöschung droht, Nordkorea bei der Atombewaffnung hilft usw. usw. Nicht erwähnenswert, dass der oben zitierte Journalist nicht die geringste Ahnung von den positiven Auswirkungen der Trumpschen Steuersenkungen hat, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Passend die Schlagzeile in der heutigen Ausgabe der Schwäbischen Zeitung: “Trump lobt sich selbst ...”

Dietmar Schmidt / 27.01.2018

Lieber Herr Grimm, unsere Politiker und Leit-Medien können sich drehen und wenden wie sie wollen es wird einen Anpassungsprozess an die Steuer-, Umwelt- und Energiepolitik der USA geben müssen, denn sonst werden wir wirtschaftlich schlicht abgehängt. So ganz nebenbei hat Trump eine umfassende Deregulierung und einen merkbaren Bürokratieabbau eingeleitet. Alles Themen über die bei uns in Deutschland manchmal zwar geredet und die im Zweifel auch zerredet, aber halt nicht angepackt werden. Und so apropos Steuern, der Soli sollte eigentlich schon seit mindestens 25 Jahren wieder abgeschafft werden und er ist immer noch da. Und nicht vergessen unsere Energiewende und die exorbitanten Energiekosten und dazu, also zusätzlich, wollen unsere Eliten für die sogenannten Klimaziele in den nächsten 30 Jahren 1,5 Billionen Euro ausgeben. Aber Trump ist ja eine Unperson. Die werden sich umsehen, denn das Gegenteil ist der Fall, Trump ist eine Mann der Tat, der sich nicht von Stimmungen und von den Medien leiten lässt. Gruß D. Schmidt

Heiko Stadler / 27.01.2018

Martin Korte, der glaubt, Donald Trump würde die Steuern auf Kosten der Armen senken, hat bei Trumps Rede in Davos nicht richtig zugehört. Trump senkt die Steuern durch Bürokratieabbau. Er fordert: Wenn ein neues Gesetz erlassen wird, müssen mindestens zwei alte Gesetze abgeschafft werden. Genau darin liegt auch in Europa ein gewaltiges Einsparpotential. Ganz bestimmt bin ich nicht der einzige Mittelständler, der fordert: Auch Deutschland bracht einen Donald Trump!

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