Dirk Maxeiner / 30.04.2017 / 15:31 / Foto: Fir0002 / 9 / Seite ausdrucken

Jubiläum: 10 Jahre alternative Fakten von Claudia Kemfert

Von Dirk Maxeiner. Es ist doch immer wieder erstaunlich, wenn Menschen, die im Glashaus sitzen, mit Steinen werfen. So behauptet gerade „Miss Energiewende“, Claudia Kemfert, die finstere Kohlelobby entfache eine Kampagne gegen die Energiewende. Immer dreister würden "alle möglichen Falschbehauptungen" in die Welt gesetzt.

Deshalb lohnt es sich einmal daran zu erinnern, was Frau Kemfert, Leiterin der Energieabteilung beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, auch als "30-Sekunden-Problemlöserin" bekannt, schon so alles behauptet hat.

Als Mitverfasserin eines  Greenpeace-Papiers und Leiterin des Bereichs Energie, Verkehr, Umwelt am DIW, versicherte sie noch 2012 , es sei „keine Strompreisexplosion zu erwarten“. Demnach sei bis zum Jahr 2020 mit einem Aufschlag von gerade einmal 0,2 bis 0,6 Cent pro Kilowattstunde auf den Großhandelspreis für Strom zu rechnen.

5 Jahre später ergibt die Besichtigung der Fakten: Im Jahre 2017 liegt alleine die EEG-Umlage mittlerweile bei 6,88 Cent. Frau Kemferts als Wissenschaft verkleidete Frohmuts-Phrasen der Vergangenheit  erinnern sehr stark an Jürgen Trittin, der einmal behauptete, die Energiewende koste pro Kopf nicht mehr als eine Kugel Eis. Die Gesamtkosten für die Energiewende werden bis 2025 mittlerweile alleine für den Strombereich auf 520 Milliarden Euro geschätzt. Eine Dame, die unter diesen Umständen anderen "Fakenews" vorwirft, ist praktisch nicht mehr bildbar. Schon vor fast zehn Jahren schrieb DIE ZEIT

"Doch sobald sie zu ihrem Kernthema kommt, überrascht Kemfert mit erstaunlich schludriger Arbeit. Das beginnt schon mit den Zahlen und Fakten. Da werden Milliarden mit Millionen verwechselt und Billionen mit Milliarden. Der Handel mit CO2-Emissionsrechten an der Amsterdamer European Climate Exchange wird mit absurden 'bis zu 34 Milliarden Tonnen pro Tag‘ angegeben. Das wäre mehr als der weltweite CO2-Ausstoß pro Jahr. Ein kurzer Blick auf die Börsen-Website zeigt, dass 2008 höchstens 15 Millionen Tonnen und im Durchschnitt unter sieben Millionen Tonnen Emissionsrechte am Tag gehandelt wurden..."

Da bleibt für Frau Kemferts beeindruckende Karriere eigentlich nur noch der logische Schritt in die Politik.

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Leserpost (9)
Andreas Rochow / 01.05.2017

Leute wie Frau Professorin Claudia Kempfert bringt die Wunschdenkensindustrie zuhauf hervor. Immerhin gilt es längst nicht mehr etwas zu erklären. Hinsichtlich Themen wie Euro, Energiewende, EU, Massenwinwanderung werden potente Sprechmaschinen als Verklärer in Stellung gebracht. Es ist schon stark, wie die Professorin immer wieder definiert, dass die EEG-Umlage für den gebeutelten Energiekonsumenten keine Kosten darstellt, sondern eine Investition in die Zukunft. Die Frage ist, wie lange sich die Bürger noch ein X für ein U vormachen lassen.

Roland Richter / 01.05.2017

Klimaschützer sind bestimmt überwiegend Lügner und Statistikfälscher. Bester Beweis ist der, daß wenn von Luftverschmutzung die Rede ist, nie das Bild von den rauchenden Kühltürmen fehlt. Sie vergessen dabei regelmäßig darauf hinzuweisen, daß das keine Rauchgase sind, sondern nur Wasserdampf. Das Qualitätsfernsehen zeigt dieses Bild besonders gern.

Klaus Delacroix / 01.05.2017

Aber gerade deshalb taucht sie immer als “Expertin” im ÖR und den MSM auf.

Wieland Schmied / 01.05.2017

Mit Einzug des verordneten ‘Quotzenwesens’  in Wirtschaft und Politik in der westlichen Hemisphäre, geht es darinnen nur noch rasant bergab. Nun gut, man soll nicht alle ‘Expertinnen’ über einen Kamm scheren, aber Ausnahmen bestätigen halt immer noch die Regel.

Hermann Schmidt / 30.04.2017

FAZ vom 3.1.2008: Die Energieexpertin des DIW, Claudia Kemfert, sagte der „Berliner Zeitung“ (Donnerstag): „Die Ölvorräte werden zunehmend knapp, und das wird die Preise weiter hochtreiben“. In fünf Jahren sei ein Ölpreis von 150 Dollar wahrscheinlich, in zehn Jahren sogar ein Preis von 200 Dollar, so die DIW-Expertin.

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