Henryk M. Broder / 20.11.2011 / 16:04 / 0 / Seite ausdrucken

Jedem das Seine

Lange nichts mehr von der “Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V.” gehört. Keine Segelpartie nach Gaza, kein Versand abgelaufener Medikamente an die Eingeschlossenen von Khan Yunis, kein Open-Air-Konzert der freiwilligen Feuerwehrkapelle in Dreieich-Buchschlag zugunsten des Hamas-Kinderhilfswerks. Das Letzte, das wir von der JüStifugeFriNa mitbekommen haben, war ein Offener Brief an Angela Merkel und Guido Westerwelle, wegen Frieden und so im Nahen Osten. Zu den Erstunterzeichnern dieses Offenen Briefes gehörten u.a. Prof. Dr. Rolf Verleger (i.A. der Jüdischen Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost e.V.) und Margalith Pozniak.

Beide Namen finden wir nun unter einem Schreiben, mit dem sich das “Jüdische Forum für Frieden” vorstellt und um Unterstützung bittet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder der DIG - Arbeitsgemeinschaft XYZ,

unsere noch junge Initiative „Jüdisches Forum für Frieden“  möchte sich mit dem beiliegenden Informationsblatt (s. auch http://www.juedisches-forum.de) bei Ihnen vorstellen.
Eine unserer vorrangigen Aufgaben ist die Kontaktpflege zu Friedensinitiativen in Israel. Rabbiner der israelischen „Rabbis for Human Rights“ (RHR) würden gerne in Deutschland über ihre Arbeit informieren. Wir möchten das an uns herangetragene Ansinnen gerne an Ihre Gemeinde weiterleiten und fragen hiermit an, ob Interesse an einer Informationsveranstaltung mit den RHR (‚Rabbiner für Menschenrechte‘) besteht. Ein konkreter Zeitplan existiert noch nicht.
Weitere Informationen über unser Forum können Sie der genannten Website entnehmen. Wir freuen uns über eine Rückmeldung und heißen Sie willkommen, an unserem Forum teilzunehmen.
Mit freundlichem Gruß,
i.A. für das Forum

Esther Bejarano        
Margalith Pozniak      
Rolf Verleger

Esther Bejarano ist eine über 80jährige Auschwitz-Überlebende und “Künstlerin für den Frieden”, bekannt aus UZ, ND und VVN.

Und dann ist da noch eine alte Bekannte, die wieder zu sehen immer wieder eine Freude ist: Edith Lutz aus Sötenich, die von “Monitor” zur Jüdin geweiht wurde. Sie ist der “Ansprechpartner für das Jüdische Forum für Frieden”. Dabei war sie eben noch mit einem Schlauchboot voller Spielzeug der JüStifugeFriNa nach Gaza unterwegs.

Nun gibt es neben der “Jüdischen Stimme…” auch das “Jüdische Forum” für den Frieden. Demnächst wird es auch noch die “Jüdischen Vegetarier”, die “Jüdischen Allergiker” und die “Jüdischen Radfahrer” für Frieden geben. Und Reuven Moskowitz soll die Gründung einer eigenen Friedenstruppe planen, “Jüdische Hochstapler für den Frieden”.

Das könnte freilich Ärger mit den anderen Gruppen geben, wegen Verwechslungsgefahr.

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