Peter Grimm / 02.03.2018 / 11:00 / 0 / Seite ausdrucken

Essen und die Verdränger

Der Theologe und Sozialdemokrat Richard Schröder verteidigte die Entscheidung der Essener Tafel, keine Zuwanderer mehr neu in den Kundenkreis aufzunehmen, am Donnerstag im Deutschlandfunk:

Die Leitung der Tafel hat gesagt, dass wegen der vielen Migranten, die im Wesentlichen junge, kräftige Männer sind, sehr viele alte Frauen und alleinstehende Mütter weggeblieben sind, weil sie sich verdrängt fühlen. Jetzt ist die ganze Diskussion auf Deutsche oder Ausländer getrimmt worden. Ich bitte darum, mal zu bedenken, dass es um kräftige, junge Männer auf der einen Seite geht, die zum Teil wenig Rücksicht gegenüber Frauen haben, weil das in ihrer Kultur nicht üblich ist, und auf der anderen Seite hilfsbedürftige Frauen handelt. Und da habe ich dafür plädiert, dass durch die Entscheidung, Frauen, alte Frauen, alleinstehende Mütter wieder eingeladen werden, auch zur Tafel zugelassen zu werden, denn die Migranten mit den Ellenbogen haben inzwischen 75 Prozent der Kapazität für sich gekapert. […]

Die 75 Prozent Migranten, die bleiben doch. Es wird doch niemand ausgeschlossen, sondern es wird nicht zusätzlich aufgenommen. […]

Sie können doch den Tatbestand nicht aus der Welt schaffen, dass […] Frauen, alleinstehende Frauen und alte Frauen unter den Migranten sehr selten sind. Und wenn die verdrängt werden, dann hat das in der Tat den Effekt, dass man den Eindruck hat – und der ist natürlich fürs öffentliche Klima Gift -, um die Migranten kümmert man sich und um die Einheimischen nicht.

Richard Schröder hatte gemeinsam mit Eva Quistorp und Gunter Weißgerber im Herbst letzten Jahres zehn Thesen zur Zuwanderung veröffentlicht. Am 8. März erscheint dazu ihr Buch „Weltoffenes Deutschland? Zehn Thesen, die unser Land verändern“. (Siehe auch die Achgut.Pogo-Beiträge hier und hier)



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