Henryk M. Broder / 20.11.2012 / 22:49 / 0 / Seite ausdrucken

Feuer unterm Arsch verkürzt den langen Marsch

Wann immer am Horizont der Silberstreif einer zweiten Endlösung der Judenfrage, diesmal im Nahen Osten, auftaucht, bekommen einige Leute ganz rote Bäckchen, wie Kinder, die es nicht abwarten können, dass der Weihnachtsmann ihnen die lang ersehnten Geschenke bringt. Es sind immer the usual suspects: Der gepflegte Salon-Antisemit Jakob Augstein, die präpotente Bettina Marx, deren kleines Herz für die Hamas blutet, der postpotente Peter Scholl-Latour, der inzwischen mit linken Nazis gemeinsame Sache macht, die rundum versaute Politologin Helga Baumgarten, die allen Ernstes erklärt, Israel habe mit der “Ermordung” von Ahmed al-Dschabari eine “rote Linie” überschritten, als ob der Militärchef der Hamas für die Suppenküchen in Gaza zuständig gewesen wäre; dazu kommen noch ein paar austauschbare Kretins vom Rand der alternativen Szene bzw. der Friedensbewegung; ein Pirat aus NRW, der dummerweise das gesagt hat, was er denkt, bevor er darauf hingewiesen wurde, dass er damit seiner Partei schadet, worauf er sich zum Opfer einer Kampagne erklärte; schließlich ein Dummbatz, wie er nur aus der pazifistisch kontaminierten Region Aachen kommen kann, der die Raketen, die aus Gaza nach Israel abgefeuert werden, “selbst gebastelte untaugliche Geschosse” nennt, die meist in der Wüste landen oder “allenfalls ein paar Schindeln vom Dach” reißen.

Man möchte es diesem Arsch - wie auch seinen Brüdern und Schwestern im Geiste - wünschen, dass die nächste selbst gebastelte Rakete unter seinem Hintern explodiert. Gegen diesen Wunsch spricht nur eines: Die mangelnde Zielgenauigkeit der Geschosse.

PS. Das Gleiche wünsche ich auch dem Karikaturisten der Stuttgarter Zeitung für seine wunderbare Karikatur vom 16.11.:
https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10151175013873261&set=a.10150271410438261.336536.129349103260
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.luff-mohr-die-karikatur-des-tages.1993ae12-f275-4427-808b-9371cebc6781.html


Siehe auch:
Mitglieder der im Gaza-Streifen herrschenden Hamas haben sechs Palästinenser wegen angeblicher Kollaboration mit Israel öffentlich hingerichtet. Die Opfer seien gefesselt gewesen und ohne Gerichtsverhandlung auf der Straße im Norden von Gaza-Stadt erschossen worden, berichteten Augenzeugen am Dienstag. http://www.spiegel.de/politik/ausland/hamas-richtet-im-gaza-streifen-sechs-kollaborateure-hin-a-868366.html#ref=rss

Sie lesen gern Achgut.com?
Zeigen Sie Ihre Wertschätzung!

Leserpost (0)

Leserbrief schreiben

Leserbriefe können nur am Erscheinungstag des Artikel eingereicht werden. Die Zahl der veröffentlichten Leserzuschriften ist auf 50 pro Artikel begrenzt. An Wochenenden kann es zu Verzögerungen beim Erscheinen von Leserbriefen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Verwandte Themen
Henryk M. Broder / 19.02.2018 / 16:00 / 17

Die Genossen haben das letzte Wort

Das hat es in der bald 70-jährigen Geschichte der Bundesrepublik noch nicht gegeben: Fast vier Monate nach den Wahlen zum Bundestag ist das alte Kabinett…/ mehr

Henryk M. Broder / 09.02.2018 / 15:03 / 28

Der nackte Wahnsinn!

Eine der schönsten (und brutalsten) Komödien, die je geschrieben wurden, ist "Der nackte Wahnsinn" von Michael Frayn aus dem Jahre 1982. Eine vollkommen durchgeknallte Schauspielertruppe probt ein…/ mehr

Henryk M. Broder / 08.02.2018 / 14:30 / 20

Angie und Buster

Völlig zu Unrecht gelten die Deutschen als ein humorloses Volk. Während Italiener, Briten, Iren, sogar die Schweizer und die Österreicher über sich selbst lachen können,…/ mehr

Henryk M. Broder / 03.02.2018 / 13:09 / 23

Und ewig wabert der Widerstand

Zum internationalen Holocaust-Gedenktag am 27. Januar hat der Präsident des Deutschen Fußballbundes, Reinhard Grindel, an die Rolle des deutschen Fußballs während der 12 NS-Jahre erinnert.…/ mehr

Henryk M. Broder / 12.01.2018 / 16:30 / 18

Meisterwerk des empathisch-investigativen Journalismus

Falls Sie die „Tagesthemen" vom letzten Mittwoch verpasst haben, dann holen Sie es bitte nach, es lohnt sich. Denn abweichend von der Gniffke-Doktrin, nicht über…/ mehr

Henryk M. Broder / 11.01.2018 / 12:00 / 19

Die Schiffbrüchigen

Wenn das alte deutsche Sprichwort „Gut Ding will Weile haben“ zutrifft, dann wird die nächste Regierung die beste sein, die Deutschland je hatte. Das ist…/ mehr

Henryk M. Broder / 09.01.2018 / 16:53 / 5

Bunte Republik Deutschland, neunte Fortsetzung

Die Grüne Jugend Bayerns will in einem grenzenlosen Europa leben. KiKa entschuldigt sich für eine Aktualisierung. In Rheine wird ein Mann scheinbar grundlos zusammengeschlagen. In Kirchweyhe…/ mehr

Henryk M. Broder / 04.01.2018 / 16:00 / 7

Perlen des Journalismus - 2

Heute prämiieren wir zwei Beiträge aus dem Mannheimer Morgen, die uns eine Studie über den Zusammenhang von Zuwanderung und Kriminalität erklären. Es ist nicht so,…/ mehr

Meine Favoriten.

Wenn Ihnen ein Artikel gefällt, können Sie ihn als Favoriten speichern.
Ihre persönliche Auswahl finden Sie Hier
Favoriten

Unsere Liste der Guten

Ob als Klimaleugner, Klugscheißer oder Betonköpfe tituliert, die Autoren der Achse des Guten lassen sich nicht darin beirren, mit unabhängigem Denken dem Mainstream der Angepassten etwas entgegenzusetzen. Wer macht mit? Hier
Autoren

Unerhört!

Warum senken so viele Menschen die Stimme, wenn sie ihre Meinung sagen? Wo darf in unserer bunten Republik noch bunt gedacht werden? Hier
Achgut.com