Gastautor / 27.01.2017 / 06:15 / Foto: Tim Maxeiner / 6 / Seite ausdrucken

Entwicklungshilfe-Leaks: Im Filz der irren Helfer

Von Volker Seitz.

Ein vertrauliches Papier, das der Achse vorliegt, enthüllt das absurde Theater der deutschen Entwicklungshilfe-Industrie, in dem in erster Linie heiße Luft produziert wird. Alles ist zu einem undurchdringbaren Mief versponnen, in dem niemand mehr durchblickt und den daher auch niemand erfolgreich kritisieren kann noch will. Wer es versucht, ist draußen.

Kürzlich traf ich drei in Afrika tätige Entwicklungshilfeexperten, die mir ihre wenig erfreulichen Erfahrungen schilderten. Ich bat sie um das unten stehende Papier, um vielleicht ein kritische Auseinandersetzung anzustoßen. Die Beispiele aus Workshops zeigen, wie mit einer eigenen verquasten Sprache, die niemand außerhalb der Entwicklungshilfeindustrie versteht, jedwede Kritik verhindert werden soll.

So wird jeder Versuch, sich der "Hilfe" sachlich und offen zu nähern, unterbunden. Derzeit gehen etwa 8 Milliarden Euro Steuergelder jährlich  in die Entwicklungshilfe, und das ist politisch weitgehend akzeptiert. Jede Bundesregierung wird nicht müde zu beteuern, dass sie noch viel mehr ausgeben will.

Aber nach wie vor ist es unmöglich, über Fehler dieser Hilfe zu diskutieren. Kritik an der Entwicklungshilfe von Bundesminister Gerd Müller (BMZ) und der Gesellschaft für internationale Beziehungen (GIZ), selbst innerhalb der Organisationen, wird als Beleidigung aufgefasst und, wie mir von anderer Seite glaubhaft versichert wird, umgehend sanktioniert. Die Namen der Verfasser des unten folgenden Papiers sind mir bekannt, müssen aus den erwähnten Gründen aber ungenannt bleiben.

Die Realität in Afrika richtet sich nicht an den Leitlinien oder Konzepten des BMZ oder der GIZ aus. Wer aber nicht fähig ist, die Realität anzuerkennen, der kann sie auch nicht gestalten. Die Bundesregierung hat derzeit keine Entwicklungspolitik für Afrika, keine alte und keine neue. Der "Marshallplan" ist bestenfalls ein wohlmeinender, aber undurchdachter Versuch, die innenpolitische Debatte zu entschärfen – um den Punkt "zunehmende Integrationsprobleme von Migranten" . Die Bezeichnung "Marshallplan", die an den Wiederaufbau Europas nach dem Zweiten Weltkrieg anknüpft, ist unredlich. Die damaligen Gegebenheiten (funktionierende Verwaltung, Justiz, gut ausgebildete und berufsqualifizierte Bevölkerung) sind in ganz Afrika nur rudimentär vorhanden.

Und hier nun die vertrauliche Analyse dreier Experten:

Entwicklungshilfe – Kritik wird sanktioniert


Im Folgenden erlauben wir uns, einige Gedanken zur Reformfähigkeit der Entwicklungszusammenarbeit darzustellen, die sich gänzlich auf die Geberorganisationen, deren Prozesse und vor allem deren Mitarbeiter sprich "Entwicklungsexperten" beziehen. Insbesondere der eingeforderte Reformwillen ist nach unseren letzten Beobachtungen nicht nur nicht sichtbar, er ist mutwillig abgestellt.

Die fehlende Auseinandersetzung über das deutliche Scheitern der Entwicklungshilfe in den vergangenen 50 Jahren ist nicht jämmerlicher, sondern sträflicher Natur. Jahrelangen Beobachtungen zufolge - in Deutschland als auch in verschiedenen Partnerländern - wird die offene Diskussion nicht nur unterdrückt oder gänzlich unterbunden, sondern schon beim Versuch sanktioniert. Die Sanktionen führen recht schnell zum Ausschluss aus dem "Komplex Entwicklungshilfe", der sehr erfolgreich sein Überleben im In- und Ausland die letzten Jahrzehnte abgesichert hat. Träger der Absicherung sind die eigenen Akteure des Komplexes, welche nichts mehr fürchten als den Ausschluss aus dem System.

Kreiert werden laufend Projekte in der Entwicklungshilfe, die sich eigene Sprachen zulegen. Diese Sprache oder Sprachgebaren werden selbst von den Akteuren der Entwicklungshilfe nicht verstanden, stellen oft aber einen Schutz dar, da es keine Sprache gibt, die diese Sprache an den Pranger stellen könnte. An dieser Stelle empfiehlt es sich, einen Absatz aus einem Atelier zur SEWOH ("Sonderinitiative eine Welt ohne Hunger", die Initiative des Bundesministers Müller, die nichts anderes als Abwärme produziert) zu zitieren:

"Gemeinsam mit dem FMB (1) hat die Steuerungsstruktur in Bonn ein globales Wirkungsmodell entwickelt, das den Rahmen der intendierten Wirkungen für die jeweiligen Länderpakete umreißt. Dies kann als Grundlage für das länderspezifische Modell genutzt werden. Jedes LP (Länderpaket) soll für die spezifischen Gegebenheiten ein individualisiertes Modell als Grundlage für die individualisierte LP-Wirkungsmatrix entwickeln. Im Intranet existiert eine ausführliche Erklärung des Tools und deren Anwendung. Für die Gestaltung des Modells kann entweder auf das globale Modell des Vorhabens  im DMS (Dokumentenmanagementsystem) oder den online Wirkungsmodellator zurückgegriffen werden.“

Und auf dem Atelier "Workshop zum Datenmanagement von WoM, WiMa & Public Relations in der SEWOH" treffen wir auf weiteres Entschlüsselungsbedürftiges:

In Bezug auf WiMa (Wirkungsmatrix) wurde im Workshop mit GC21 (Global Campus 21, Plattform der GIZ ) ein erster technischer Ausgangspunkt gesetzt. Dem müssen jetzt noch weitere Schritte der Ausgestaltung und vor allem Systematisierung folgen. Ein solches GV-übergreifendes (2) WiMa-Konzept würde neben GC21 vor allen auch weniger technische Maßnahmen, wie bspw. geeignete Meeting-Formate, Verteilerlisten, Ansprechpersonen, etc. beinhalten. Das EnDev-Beispiel (3) kann hier wertvolle Impulse bieten, wobei SEWOH alles im Lichte der eigenen Bedarfe beleuchten sollte. Neben den inhaltlichen Gesichtspunkten sollte in ein solches WiMa-Konzept eine passende Steuerungsstruktur entwickelt werden, die auch für GC21 verantwortlich ist. Das könnte eine Person sein  oder eine verantwortliche Person je GV in einem WiMa-Steuerungskreis. Dieses Konzept sollte idealerweise gemeinsam mit themennahen Personen der beteiligten GVs in einem Workshop entwickelt werden.“

Fast vollständig sind die herkömmlichen/ klassischen Betätigungsfelder der Entwicklungszusammenarbeit, in denen oft weiße Elefanten kreiert wurden, durch Programme der Anpassungsstrategien  ersetzt worden. Die Anpassungsstrategien stehen im Zeichen der Mimikry, in der sich die Akteure auffallend unauffällig ihrer Programm-Umgebung anpassen. Die laufenden EZ-Programme sind die postfaktischen weißen Elefanten vor weißer Fahne und auf weißen Grund.

Sie integrieren sich nahezu perfekt in die Landschaft der anderen Programme von anderen Gebern. Wichtige Instrumente in der Anpassungsstrategie werden entwickelt und von anderen Organisationen / Programmen übernommen. Ein Instrument heißt "Capacity Development", ein anderes, sehr neues „Stärkung der Resilienz“. Sehr interessant ist auch "das generische Wirkungsmodell" (4) zur Evaluierung bei der GIZ. Mit der Übernahme der sehr modischen postfaktischen Instrumente durch die bilateralen und multilateralen Entwicklungshilfeorganisationen kommt es zur Gleichschaltung der meisten Projekte und Programme auf Ergebnislosigkeit.

Afrikanische Herausforderungen sind hier nur lästig und bleiben schlicht in den europäisch-zentrierten prozeduralen Überbau unberücksichtigt. Sollten die Programme jedoch nicht gelingen, ist gerade das afrikanische Umfeld der ausgemachte Schuldige. Unter den alten oder auch neu-organisierten Gucci-Linken (Business-Klasse, bitte) kann es aber auch die Globalisierung sein. Oder die europäische Agrarpolitik. Gerne auch – ganz im Zeichen der neuen Ersatzideologie – der Klimawandel. Mit Sicherheit die Amerikaner unter dem neuen Präsidenten.

Das Geschickte daran ist, das die Sichtbarkeit der Arbeit in der Entwicklungszusammenarbeit völlig entschwunden ist, wie die vielen Zeitschriften der EZ-Organisationen hierzu Zeugnis abgeben. In diesen Zeitschriften gibt es nachweislich eine absolute Festlegungsscheu bei der statistischen Beweiskraft  der Wirkungsmessung der durchgeführten Maßnahmen im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit.

Jedes Jahr werden Millionen Euro für Evaluierungen in den EZ-Projekten aufgewendet, deren Mitwirkende zuallererst aus den Entwicklungshilfeorganisationen selbst rekrutiert werden. Bei den Evaluierungen wird fast nie auf statistisch verlässliches Datenmaterial Bezug genommen, obwohl die Methoden aus Wissenschaft und Forschung hinlänglich bekannt sind und sehr solide und wasserdichte Ergebnisse generieren. 

Mangelnde Kritikfähigkeit oder vielmehr die fehlende Kritikbereitschaft sind auf dem Nährboden der beruflichen Perspektivlosigkeit der "Entwicklungsexperten" entstanden. Das scheint uns bei etlichen Leuten, die wir kennen lernen mussten respektive mit denen wir zusammengearbeitet haben, nur zu verständlich. Es prägt doch sehr und bildet den Hintergrund der Existenzängste im Komplex Entwicklungshilfe, wenn man weder sachlich noch inhaltlich geschweige denn charakterlich in Programme und Projekte der Entwicklungshilfe etwas beizutragen hat. Das Einzige, was den gestandenen oder der gestandenen "ExpertIn" in seiner Inkompetenz noch fortfahren lässt, sind die verworrenen Strukturen des eigenen Arbeitgebers, der Entwicklungshilfeorganisation und deren Programmdurchführung, an deren weiteren Chaotisierung und Ergebnislosigkeit man kräftig mitarbeitet.

Nicht zufällig nähren diese Chaotisierung und Ergebnislosigkeit in der Entwicklungshilfe Tätigkeiten, die zwar wie Arbeit aussehen, aber keine Arbeit im Sinne der Entwicklung sind. Meetings, Jahresgespräche, Budgetverhandlungen, Planungsworkshops, Berichtswesen, Genehmigungsprozeduren, PowerPoint-Präsentationen, Unternehmensleitbildern, Organigramme etc.. Dieser Reigen ist mitnichten für Afrika gesund. Es dient nicht den Partnerländern, sondern einer zweifelhaften bürokratischen Wertschöpfung in den Entwicklungsorganisationen und ist sehr milde gesagt eine Verschwendung oberster Kategorie.

Gründe für diesen unglückseligen entwicklungshemmenden Reigen liefert Lars Volmer in dem Buch „Zurück an die Arbeit“.

Zitat: „Dennoch ist es aus Sicht der Führungskräfte und Mitarbeiter zumeist erforderlich, dieses Business-Theater zu spielen. Es könnte gar verheerende Folgen haben, wenn sie spontan damit aufhörten.“

Das steht der Entwicklungshilfe auf die Brust geschrieben! Das vorläufige Gesamtergebnis in der Entwicklungshilfe scheint uns folgendermaßen bestens dargestellt:

Alles ist zu einem undurchdringbaren Mief versponnen, in dem niemand mehr durchblickt und den daher auch niemand erfolgreich kritisieren kann noch will.

Wir hoffen, dass unsere knappen Ausführungen zum Zustand der Entwicklungshilfe noch aufschlussreich dargestellt werden konnten. Keinesfalls sehen wir die aktuelle Entwicklungshilfe in einem Reformprozess. Im Gegenteil, jetzt werden die Besitzstände im diskurslosen Zeitalter der Bundesrepublik erst recht zementiert und die letzten kritischen Geister müssen genau jetzt entfernt werden, damit der „Komplex Entwicklungshilfe“ auch morgen noch kraftvoll die willfährigen Mitmach-Akteure absichert.

Anmerkungen/Fußnoten:

1) FMB (Fach-und Methodenbereich) Früher P&E (Planung & Evaluierung) beansprucht der Think Tank der GIZ zu sein.

2) GV bedeutet Globalvorhaben, das BMZ führt aktuell drei GV durch eines davon ist die SEWOH

3) Programme Energising Development (EnDev): Das Programm unter anderen gefördert durch die GIZ aber auch andere Geber wie die EU zur Förderung und Verbreitung von energietechnisch nachhaltigen Innovationen die“ foyers améliorés „ sind von EnDev

4) Beim generischen Wirkungsmodell ist es gelungen die große Unsicherheit in der Entwicklungshilfe durch die große Unübersichtlichkeit abzulösen. Eingeführt unter dem Geschäftsführer Eisenblätter (GIZ) um ein Gegenstück zur Projektplanungsübersicht der KfW zu setzen, Das Modell ist weder an zeitraubender Zwecklosigkeit noch an Symbolkraft des Komplexes Entwicklungshilfe kaum zu überbieten.
Volker Seitz war 17 Jahre als Diplomat in Afrika tätig. Sein Buch „Afrika wird armregiert oder Wie man Afrika wirklich helfen kann“ erschien 2014 bei dtv in 7. überarbeiteter und erweiterter Auflage. Volker Seitz publiziert regelmäßig zum Thema Entwicklungszusammenarbeit mit Afrika und hält Vorträge.

Foto: Tim Maxeiner

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Leserpost (6)
Friedrich - Wilhelm Becker / 28.01.2017

die anzahl afrikanischer reicher und superreicher ist fast legion im vergleich zu der dort herrschenden armut. wer von den öffentlichen medien berichtet darüber? der reichtum dieser leute - zu denen auch angehörige von regierungen zu zählen sind - kamen zustande mit hilfe von sogenannter entwicklungshilfe und dazu zählen noch nicht einmal sicherheits und militärinvestitionen! vielen dank an die aufklärung!!!

H. Baumann, 67, Rentier, Dipl.-Bauing. / 28.01.2017

Sehr geehrter Herr Botschafter a.D. Seitz, eben habe ich Ihren Beitrag zur Entwicklungshilfe gelesen sowie die einzelnen Meinungsäußerungen vom 27.01.17.  Ich möchte dazu als Beobachter dieser “Hilfe” mitteilen, dass ich bereits vor etwa 18 Jahren mit einem nicht ganz unbekannten Korrespondenten der .... zum gleichen Thema korrespondiert hatte.  Mich hatte beim Besuch als Tourist in fast ganz Nordafrika der Umfang der staatlichen und privaten Mängel bzgl. der Daseinsqualität der Menschen verstört und zu vielen Fragen angeregt.  Im Zentrum des riesen Kontinents müssten die Mängel vergleichsweise wesentlich häufiger vorzufinden sein.  Unser Konsens (im relativ neuartigen Email-Verkehr) war:  Die Afrikaner können es nicht,  es wäre das Überstülpen einer europ. Verwaltung nebst Rechtssetzung nötig, sogar mit robusten Mitteln.  Ergo, eine Re-Kolonialisierung, diesmal auf humanistischer Basis.  Ich halte das für realistisch.  Die DDR hat für Angola, Mosambique u.a.  Ausbildungshilfe geleistet, die die Afrikaner heute mit wehmütiger Erinnerung daran goutieren.  Obwohl sie im Rahmen eines sowj.  Imperialimus getan wurde. Ich sehe nicht, dass eine robuste Art der Entwicklungshilfe scheitert. Würde die Bevölkerung, gleich welcher Volksgruppe, doch relativ schnell das Überwiegen der Vorteile für sie und die Westler erkennen lassen. Zumal ich vermisse, dass asiatischen Bemühungen um die dortigen Ressourcen, nun auch ganz bedrohlich in Südafrika, nicht entschie- den flankiert werden. Die Entsendung von Bundeswehr-Truppen nach Mali ist m.E. dann sinnlos, wenn dort nicht entschieden planvoll genug und nur passiv gehandelt wird.  Es tut mir leid, wenn ich sagen muss, dass Frau von der Leyen nicht in Afrika auftauchen sollte, wenn zuvor oder hinterher Gen. Mattis zugegen war.

Prof.Dr.med.Hans-Peter Richter / 27.01.2017

Ich bin für den Beitrag von Herrn Botschafter a.D. V. Seitz sehr dankbar. Ich kann nur empfehlen, sein in seinem Beitrag erwähntes Buch zu lesen. Ich selbst beschäftige mich seit 1970 mit Afrika, war 2 1/2 Jahre vom DED aus in Dahomey/Benin und auch später immer wieder dort - und zwar an der Basis, nicht im Hotel oder auf Konferenzen. Meine Erfahrung mit der GIZ bzw. früher GTZ war auch nicht erfreulich. Ich selbst habe mehrfach über meine Erfahrungen in der sog. Entwicklungshilfe vor Zuhörern unterschiedlicher Provenienz über nach meiner Überzeugung sinnvolles und sinnloses Helfen gesprochen. Bei diesen Vorträgen habe ich stets auch das o.g. Buch hervorgehoben. Die Resonanz war sehr unterschiedlich. Viele hören Kritik nicht gern. Wer aber wirklich einmal vor Ort gelebt und gearbeitet hat, nicht blind und taub war und das Gesehene und Gehörte versucht hat, mit Verstand einzuordnen, der kann zu keinem anderen Schluß als einem kritischen kommen. Das bedeutet mitnichten, daß alle Projekte schlecht sind. Wir werden irgendwann wissen, ob ein “Marshall-Plan für Afrika” Positives bewirkt haben wird oder nicht. Auch für mich sind die Grundbedingungen des historischen Marshall-Plans und jenes visionären für Afrika grundverschieden. P.S. Ich würde gern mit Herrn Seitz in Kontakt treten. Ist das möglich?

Fred Wittwer / 27.01.2017

Lasst doch die Afrikaner auch mal selbst was produzieren und stoppt die von den reichen Industrienationen hoch subventionierten Waren mit einem saftigen Einfuhrzoll bereits an der Grenze. Aber das würde ja unseren neuen Weltdiktatoren, den internationalen Konzernen, den Spass verderben.

Winfried Sautter / 27.01.2017

Es ist nicht nur die Entwicklungshilfe-Industrie, die sich selbstreferenziell ihre Daseinsberechtigung sichert. Genauso trifft dies auf die gesamte Sozialstaats- und Wohlfahrts-Industrie in unserem Land zu. Probleme werden nicht beseitigt oder gelöst, sondern perpetuiert, verwaltet, gelegentlich neu definiert. Die Expert*innen leben vom Erhalt ihrer Klientel.

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