Henryk M. Broder / 25.06.2012 / 03:00 / 0 / Seite ausdrucken

Entartet

Eine der schmierigsten und schleimigsten Gestalten im Berliner Politik-Stadl ist der “politische Geschäftsführer” der Piraten-Partei, Johannes Ponader. Als Beruf gibt er “Gesellschaftskünstler” an. Seine Kunst besteht darin, der Gesellschaft auf der Tasche zu liegen und sich dabei ausgesprochen wohl zu fühlen. Sein künstlerisches Oeuvre hat auf einem Bierdeckel Platz, das meiste davon kreist um Ponaders Lieblingsidee, das bedingungslose Grundeinkommen, das er für sich weitgehend realisiert hat. Weil er sich “politisch engagiert”, hat er keine Zeit, sich einen Job zu suchen und ist deswegen zeitweise auf “Sozialleistungen” angewiesen. Nun will das Arbeitsamt die Honorare für seine TV-Auftritte auf das Arbeitslosengeld anrechnen, was Ponader nicht nur ungerecht sondern “eine extreme Entartung des ganzen Systems” findet. Womit er ohne Zweifel Recht hat: Ein System, das einen Schmarotzer aushält, der weder alt noch gebrechlich noch krank ist, und dennoch nicht für seinen Unterhalt sorgen kann, weil er sich “politisch engagieren” muss, ist entartet.

Siehe auch:
Der Staat bezahlt meine Existenzsicherung. Der Staat bezahlt, dass ich leben kann, und mein politisches Engagement ist Folge davon, dass ich lebe….
http://www.focus.de/politik/deutschland/piraten-geschaeftsfuehrer-ponader-ich-verschulde-mich-monat-fuer-monat_aid_772527.html

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