Manfred Haferburg / 16.05.2017 / 06:00 / Foto: Gage Skidmore / 26 / Seite ausdrucken

Energiepolitik: Scharlatane gefährden unseren Wohlstand

Wenn die Astronauten der ISS auf die Nachthalbkugel schauen, können sie das Licht der großen Städte deutlich sehen, sogar die Kontinente zeichnen sich ab. Aber auch ein dunkler Kontinent ist zu sehen: Afrika. Nur wenige Küstenregionen sind beleuchtet, am hellsten strahlt das Licht in Südafrika. Afrika hat nicht einmal genug Elektrizität, um ausreichend Licht zu machen. Gleichzeitig wissen wir auch, dass Afrika zu den ärmsten Regionen der Welt gehört, dass in Afrika noch immer viele Menschen hungern oder gar Hungers sterben.

Um genug zu essen zu haben, braucht der Mensch Energie. Er braucht sie zum Pflügen, um Dünger herzustellen und zu verteilen, um Wasser herbeizuleiten, um zu ernten, zu transportieren, zu verarbeiten, zu lagern und zu kühlen… Abwesenheit von Energie bedeutet Hunger. Hunger bedeutet Gewalt, den Kampf um das nackte Leben, Gewalt bedeutet Grausamkeit der Starken gegen die Schwachen.  Würde Gott nach Afrika herabsteigen, um zu helfen, er würde den Afrikanern Energie schenken, um Hunger und Armutskriege zu beenden. Und vielleicht würde er einige korrupte Despoten zum Teufel schicken.

Den Traum vom ökologischen Kreislaufleben können sich nur wenige energiereiche Idealisten leisten. Sie leben auf dem Standard der römischen Cäsaren, ohne es auch nur zu ahnen. Aber es ist so: Jeder mitteleuropäische „Durchschnittsbürger“ lebt auf dem energetischen Standard eines römischen Kaisers. Für den arbeiteten nämlich rund um die Uhr 100 Sklaven. Sie kochten sein Essen, sie bereiteten sein Bad, sie transportierten ihn, sie versorgten ihn mit Neuigkeiten. Um diesen Standard mit der Gegenwart zu vergleichen, muss man die menschliche Arbeit der 100 Sklaven messen und in den Verbrauch elektrischer Energie umrechnen. Dann kommt heraus, dass die Arbeit der 100 Sklaven ungefähr der Energiemenge entspricht, die der Durchschnittsdeutsche heute täglich verbraucht. Ungefähr 100 energetische Sklaven sind unsichtbar für jeden von uns rund um die Uhr tätig. Sie kochen unser Essen, sie bereiten unser Badewasser, sie transportieren uns, sie versorgen uns mit Neuigkeiten und vieles andere mehr.

Die Unredlichkeit der Energiewende

Irgendwie dämmert es den Energiewende-Protagonisten, dass die Technologien des Mittelalters - Windmühlen, Brenngläser und Furzgas - nicht ausreichen, um eine moderne Industriegesellschaft zu versorgen. Die Energiewende soll daher durch Einsparung zum Erfolg geführt werden. Diese Diskussion über die Einsparung von Energie basiert aber auf einer großen Unredlichkeit. Die Energiewender gaukeln der Bevölkerung vor, alles könne so weiter gehen wie bisher. Komfortabel leben und Energie sparen. Aber Energieeinsparung ist nicht so einfach. Jede neue Erfindung weckt neuen Energiebedarf. So verbrauchen heute z. B. die Server des Internets mehr Energie als bisher durch die effizienteren Methoden bei der Informationstechnologie eingespart wird. Vom gigantischen Strombedarf eines voll elektrifizierten Straßenverkehres gar nicht zu reden. Die Unredlichkeit besteht darin, dass die Frage nicht gestellt wird – werden darf: welche energetischen Sklaven werden wir entlassen, worauf sind wir bereit, zu verzichten? Denn auf Verzicht läuft eine nennenswerte Energieeinsparung hinaus. Entlassen wir den Sklaven, der unser Badewasser bereitet? Kalt duschen soll ja gesund sein. Oder entlassen wir die Transportsklaven und bleiben lieber zu Hause? Oder müssen wir gar so viele Sklaven entlassen, dass auch Europa ein dunkler Kontinent wird?

Noch ein Gedanke: Werden beim Sklavenentlassen vielleicht einige Menschen gleicher sein als die Mehrheit? Denken nicht die Umweltministerin und die Grünen laut über Verbote für SUVs nach, während sie sich in einer tonnenschweren gepanzerten Staatskarosse oder gar im Sonderzug durch die Lande fahren lassen? Für den guten Zweck, der die Mittel heiligt?

Scharlatane bestimmen Energiepolitik

Die meisten Journalisten und Politiker können noch nicht einmal elektrische Leistung von elektrischer Arbeit unterscheiden. Es gibt ein schockierendes Interview mit Cem Özdemir, das entlarvt, mit welchem Halbwissen Politiker die Energiewende vorantreiben. Das Rückgrat einer entwickelten Industrienation ist eine stabile und wettbewerbsfähige Energieversorgung. Deutschland hatte früher eines der stabilsten Netze der Welt. Heute droht jeden Winter ein Blackout mit katastrophalen Folgen. Trotzdem reißt Deutschland alle selbstgesteckten Ziele der CO2-Einsparung und blamiert sich damit weltweit. Deutschland ist auf gutem Weg, die Spitzenposition in der Welt bei den Strompreisen einzunehmen. (Quelle: DIHK Faktenpapier Strompreise in Deutschland 2017).

Das geschieht, seit schrullige Bischöfe, selbstbesoffene Soziologen, linksgrüne Politwissenschaftler und schulabbrechende Politiker die Energiepolitik bestimmen. Sie hoffen auf die Erfindung einer Speichertechnologie für die chaotisch zappelnde Produktion der erneuerbaren Energiequellen. Keine energetische Wunderwaffe ist absurd genug, um nicht als Rettung der Energiewende gepriesen zu werden. Aber diese Erfindung lässt seit Jahrzehnten auf sich warten. Energiepolitik basierend auf dem Prinzip Hoffnung? Die Energiewende in Deutschland ist eine Operation am offenen Herzen. Nur - die Heilmethode muss noch erfunden werden. Noch schlägt das elektrische Herz, wenn auch nur mit Hilfe tausender Eingriffe des Lastverteilers. Wenn es so weitergeht, dann kommt als Ergebnis heraus: „Operation gelungen, Patient tot.“

Es geht um Geld und Glauben

Schon heute ist die Energiewende ein absurdes Geldumverteilungssystem von unten nach oben. Der kleine Mann bezahlt die Subventionen, die der wohlhabende Investor einstreicht. Der zur Zeit des kalten Krieges herrschende „Militär-Industrielle Komplex“ überlebte den kalten Krieg nicht. Der „Klima-Industrielle-Komplex“ ist ein Wiedergänger des Militär-Industriellen-Komplexes. Es geht um die Umverteilung des Weltvermögens. Genau wie zu Zeiten des kalten Krieges lassen einen heute die Summen schwindeln, die größenwahnsinnige Klimaschutz-Apologeten verbraten wollen. Jährlich 100 Milliarden Dollar sollen den Temperaturanstieg bis 2100 auf zwei Grad begrenzen? Besser noch 1,5 Grad, das wäre doch gelacht. Die Größenwahnsinnigen fühlen sich wie Gott und wollen das Klima beherrschen. Und keiner weiß, ob das Klima mitspielt, auch wenn sie sich noch so wissenschaftlich geben. Wie immer geht es um Geld und Glauben. Einst sagte der König zum Kardinal: „Halt du sie dumm, ich mach sie arm.“ Der Politiker braucht das heutzutage dem Journalisten nicht einmal mehr zu sagen. Der weiß das von ganz alleine, weil er denselben Stallgeruch hat.

Man darf falschen Propheten nicht das Wohl und Wehe einer modernen Industriegesellschaft überlassen. In zwei Jahrzehnten werden die Energieideologen mit ihrer Planwirtschaft Deutschland zu einem Dritte-Welt-Land heruntergewirtschaftet haben, wenn man sie nicht aufhält. Und unsere Energiewirtschaft wird dann den Russen oder den Chinesen gehören – mit allen nur denkbaren Folgen. Wer’s nicht glaubt, soll ins Vereinigte Königreich schauen, dort gehört nach einer desaströsen Energiepolitik der größte Versorger British Energy dem Hauptfeind Electricité de France. Wer erinnert sich noch an die Anfrage an Radio Jerewan: „Was geschieht, wenn die Planwirtschaft in der Sahara eingeführt wird?“ Antwort: „Nach einiger Zeit wird der Sand knapp.“

Der unheilbare Konstruktionsfehler der Energiewende

Ohne eine bezahlbare, zuverlässige und großindustriell nutzbare Speichertechnologie muss die Energiewende scheitern. Und diese Speicher-Technologie ist noch nicht erfunden, auch wenn die grünlackierten Experten noch so schrill das Gegenteil behaupten. Es sollte uns zu denken geben, dass kein einziges Land der Welt den deutschen Vorreitern folgt - Geisterfahrer ist stets der, dem alle anderen entgegenkommen. Die Energiewende rast unbemerkt vom Volk den Hang hinunter und wird die Industrie und den Lebensstandard der Bürger mitreißen.

Die Energiewende surft auf einem Tsunami von Lügen und Unwissenheit durch ein Labyrinth voller Nebelbombenwerfer und Möchtegern-Experten. Energiesysteme sind komplizierte, schwer zu verstehende Zusammenhänge. Sie werden weder vom Laien noch von Journalisten oder gar von Politikern so einfach überblickt. Die Beschäftigung damit ist langweilig und erfordert tieferes Fachwissen. So kommt es, dass selbst eine Physikerin, die in Chemie promoviert hat, an eine Energiewende ohne industrielle Speicher glaubt. Selbst wenn die Sonne Tag und Nacht 365 Tage im Jahr schiene und der Wind 365 Tage konstant wehte, brauchten wir den Zweitkraftwerkspark mit 100 Prozent Kapazität für die paar Stunden, in denen kein Wind weht und die Sonne nicht scheint. Nur kann dieser Zweitkraftwerkspark in einem Markt, in dem die Konkurrenz hochsubventioniert wird, einfach nicht ohne ähnliche Subventionen überleben. Und genau deshalb wird nun auch er vom Steuerzahler gesponsert.

Die von der Energiewende ausgelösten Erosionsprozesse der Wirtschaft sind schleichend und somit für den Laien unsichtbar. Da haben es Scharlatane leicht, die der Öffentlichkeit physikalischen und ökonomischen Unsinn als Tatsachen verkaufen. Und alle fachkundigen Warner werden von einer grün-moralinsauren Inquisition als „Klimaleugner“ oder gar „Gegner der Energiewende“ an den Pranger gestellt, damit ja niemand auf die Idee kommt, den Kritikern zuzuhören.

Es ist genug Geld da, um das Scheitern der Energiewende kaschieren zu können

Es fehlt auch nicht an Geld, um das Scheitern der Energiewende mittelfristig kaschieren zu können. Immer neue Kurpfuscherei an den Symptomen wird von der Politik eingeleitet. Zwangsbezahlt wird diese Vergeudung von inzwischen 27 Milliarden Euro pro Jahr von den Stromkunden und Steuerzahlern. Die Steigerung dieser gewaltigen Summe geht schleichend voran. Wie sagte ein Politiker? Die Energiewende kostet nicht mehr als eine Kugel Eis im Monat. Eigentlich müsste jedem Deutschen von den vielen Eiskugeln schon furchtbar übel sein.

Die Profiteure und Scharlatane sitzen in den Redaktionsstuben, auf den politischen Machtpositionen und sogar in den Expertengremien. Sie behaupten unisono den selben physikalischen Blödsinn vom Endsieg der Energiewende: Es sei bald geschafft, man brauche nur noch etwas mehr vom Selben (Geld) und einige Stromtrassen. Die Öffentlichkeit hat keine Chance, sich vernünftig zu informieren. Nunmehr, nach vielen Jahren Propaganda-Trommelfeuer, glauben fast alle Menschen in Deutschland an eine erfolgreiche Energiewende.

Im benachbarten Ausland - ohne diese Propaganda - schüttelt man verständnislos den Kopf und baut an den Grenzen teure technische Schutzmaßnahmen, um sich vor den Folgen dieser irrsinnigen Energiepolitik zu schützen. Phasenschieber als elektrischer Stacheldraht, um die Invasion der deutschen Dumping-Energie aufzuhalten.

Der politische Trick: Steuererhöhungen ohne die Steuern zu erhöhen

Mich beeindrucken dabei zwei Dinge: Die Bürger lassen sich seit Jahren diese Abzocke ohne Murren gefallen und glauben immer noch den falschen Propheten der Energiewende. Die Energiewende ist nicht nur ein technisches Experiment, sondern ein Menschenexperiment mit völlig ungewissem Ausgang. Wäre es nicht besser, dieses Experiment zunächst mal an Ratten auszuprobieren?

Die Politiker haben offensichtlich keinerlei Skrupel, das Geld der Bürger mit vollen Händen zum Fenster heraus zu werfen. Was, die Erdkabel kosten sechs Mal so viel wie Freileitungen? Dafür ist die Akzeptanz besser? Dann machen wir die Stromtrassen eben mit Erdkabeln. Die Rechnung bekommt der Stromkunde scheibchenweise. Dass EEG mit seiner „Umlagen-Finanzierung“ ist ein klassisches Beispiel von Steuererhöhung ohne die Steuer zu erhöhen. Aber das Geld des Steuerzahlers ist trotzdem weg. Nein, es ist nicht weg, es haben nur andere.

Öl und Gas bleiben auf Jahrzehnte wichtige Energieträger

Jedes bisschen Energie, das wir kriegen können, ist unser Freund. Die Ideologen teilen Energieträger in Freund und Feind ein. Das ist fatal falsch. Die Kernenergie in Deutschland ist in fünf Jahren Geschichte, egal ob der Rest der Welt sie ausbaut und weiterentwickelt. Nach dem Untergang der Kernenergie wird gerade neuer Energiefeind gebraucht – Kohle, Diesel, Erdöl, neuerdings sogar Benzin. Wer was auf sich hält, redet über die nunmehr unumgängliche "Dekarbonisierung".

Fachleute schütteln den Kopf, weil es ohne traditionelle fossile Energieträger auf absehbare Zeit nicht gehen wird. Thomas Gutschlag, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Rohstoff AG sagt dazu:

Die deutsche Diskussion ist aus meiner Sicht ein bisschen provinziell. Das ist nicht über den Tellerrand hinausgeschaut, sondern man erträumt sich das eigene kleine Glück. Die Welt funktioniert anders. Die Förderung von Kohlenwasserstoffen ist ein riesiger und auch ein sehr wichtiger Markt. Darauf basiert die Energieversorgung der Menschheit, und das auch noch die nächsten Jahrzehnte. Wer etwas Anderes behauptet, der erzählt Unsinn. Das kann man bei allen Forschungsinstituten und Leuten, die sich damit befassen, nachlesen… Energie ist das Schmiermittel der Wirtschaft. Wenn man das unnötig verteuert, dann wird man natürlich über kurz oder lang Probleme bekommen, das ist ganz klar. Während man anderswo davon profitiert, dass die Energie in den letzten Jahren eher billig geworden ist – gut, dann wird man Konsequenzen spüren, die spüren Sie jetzt schon. Da wird es irgendwann vermutlich auch ein Umdenken geben, und dann geht es wieder in die andere Richtung. Hoffentlich ist es dann nicht zu spät“.

Ist jetzt Schluss mit dem Vorreiten?

Im aktuellen Energiewende-Report von McKinsey findet sich viel Ungemach für den früheren Umwelt- und heutigen Kanzleramtsminister Peter Altmaier und seine Geldverschwendungsregierung: Im vierten Jahr in Folge sinkt Anzahl der Beschäftigten in der Ökobranche, ist Job Abbau in der energieintensiven Industrie zu verzeichnen, der Netzausbau liegt deutlich hinter dem Plan, der Primärenergieverbrauch steigt, der Stromverbrauch sinkt nicht, der Strompreis steigt weiter, ebenso wie die CO2-Emissionen.

Deutschland ist schon lange kein Vorreiter mehr, sondern wurde durch die Energiewende zum „Klimakiller“. Alle Selbstverpflichtungen Deutschlands, die immer die Vorgaben der EU übertrafen, sind nichts als großsprecherische Ankündigungen, die nicht eingehalten werden können. Das Umdenken der Politik hat angefangen, ist aber noch verdruckst. Man hat Angst, dass das Scheitern herauskommt und die Verantwortlichen abgestraft werden. Jüngst stellte Peter Altmaier den versammelten Teilnehmern einer exklusiven „CDU-Klausurtagung Energie- und Umweltpolitik“ in Aussicht, dass es mit den teuren klimapolitischen Alleingängen Deutschlands bald vorbei sein könnte. „Ich bin fest davon überzeugt, dass der Weg nationaler Ziele falsch ist.“

Na toll, das fällt dem Hauptverantwortlichen einer Regierung zur seiner eigenen Energiepolitik ein, nachdem er in den letzten fünf Jahren über 100 Milliarden Euro Vermögen der Bürger in eine „Alleingangs-Energiewende“ versenkt hat und dabei stets behauptete, die anderen würden schon folgen. Wie hatte derselbe blumenbekränzte Herr Minister doch vor drei Jahren getönt? "Die meisten sagen: Wenn es einer schaffen kann, dann sind es die Deutschen. Deutsche Innovationen auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien übernehmen Länder wie China und Indien schließlich gerne.“ Und er versprach 2014, die Strompreise zu begrenzen. Na ja, man kann sich ja mal versprechen.

Obwohl Deutschland nur mit weniger als drei Prozent zum weltweiten CO2-Ausstoß beiträgt, hält die Regierung den deutschen Beitrag zur Weltrettung für essentiell: Die hoch entwickelten Industrienationen hätten eine Verantwortung, Lösungen zu entwickeln. Wenn Deutschland es mit Hilfe der Energiewende schaffen würde, seinen CO2 Ausstoß planmäßig bis 2050 um ca. 60% zu senken - was mit heutiger Speichertechnologie unmöglich ist - dann würde der weltweite Klimakollaps erst einige Tage später eintreten - für den Preis von einer Billion Euro deutscher Steuermittel.

Die Energiewende hat bis heute schon wesentlich mehr Geld gekostet, als 60 Jahre Steinkohlesubventionen. Ein Ende ist allerdings absehbar – wenn alle Beteiligten durch die Physik und den Markt vom Platz verwiesen werden. Bezahlen aber müssen dieses Ende mit Schrecken diejenigen, die auch heute schon blechen müssen.

Dieser Beitrag auch hier erschienen inErhards Erben

Manfred Haferburg ist Autor des autobiografischen RomansWohn-Haftmit einem Vorwort von Wolf Biermann.

Leserpost (26)
Chr. PIlz / 16.05.2017

Das es den Militär-Industriellen-Komplex nicht mehr geben soll, halte ich allerdings für eine Mär. Blick in die USA sollte eines Besseren belehren! Wie war das noch? 59 Tomahawk zu etwa 1M$! Das lohnt sich doch.

Martin Landvoigt / 16.05.2017

Man weiß jetzt schon, was passiert - auch ohne Prophet zu sein: 1. Die Erderwärmung steigt: Wir haben nicht genug getan - die Skeptiker sind schuld! 2. Die Erderwärmung steigt nicht oder nur gering: Wir haben zum Glück die Welt mit unseren Maßnahmen gerettet. Aber die Skeptiker haben uns an den Abgrund geführt 3. Die Erde kühlt über Jahrzehnte aus - kleine Eiszeit: Das hat ja keiner wissen können, auch die Skeptiker mit ihren Unkenrufen nicht. Fakt ist dagegen, dass keiner in die Zukunft sehen kann, dass die Einflussgrößen auf die Klimaentwicklung nur unzureichend bekannt sind und dass die bisher vorgestellten Modelle sich als unzuverlässig zur Erklärung erwiesen haben. Kurz: Alles kann passieren, aber der Einfluss bleibt bei noch so vielen verbrannten Milliarden vernachlässigbar.

Christine Maack / 16.05.2017

Die Marginalisierung naturwissenschaftlicher Fächer in der Schule, die Seuche, überall mitquatschen zu wollen, ohne Ahnung zu haben - was meist mit Hinweisen wie “ich habe aber eine Meinung” oder “ich habe Angst” gerechtfertigt wird - plus die fatale Eigenschaft von Ingenieuren und Physikern, nicht so dumm und so unerträglich moralisieren zu können wie etwa Bischöfe oder abgebrochene Sozial- und Theologie-Grüne (die schon im Einführungskurs Physik gescheitert wären), führt dazu, dass Irrationalität und Unwissenheit die Oberhand bekommen. Natürlich gekoppelt mit der völligen, durch den Wohlstand verursachten Ahnungslosigkeit, wieviel Knochenarbeit man eigentlich aufwenden muss, nur um warm zu essen, warm zu schlafen und in absehbarer Zeit von A nach B zu kommen.

Marina Blach / 16.05.2017

Der Ausspruch, es gibt keine Klimakatastrophe und keine menschengemachte Erwärmung, halte ich für etwas zu vermessen. Die These, die Menschen tragen einen nicht unerheblichen Beitrag zur Klimaveränderung bei, scheint mir eher angemessen zu sein. Wer das eine oder das andere schlichtweg abstreitet, scheint hellseherische Faehigkeiten zu besitzen? Was die Energiepolitik in Deutschland betrifft, ist diese eindeutig dogmatisch, blind und einseitig. Ganz nach Gutsherrenart der links-gruenen Abteilung, wie sie bei diesen auch auf anderen politischen Feldern zu finden sind.

Johannes HAMMER / 16.05.2017

Ein äußerst aufschlussreicher Beitrag, den ich weiterempfehle. In der Schweiz haben wir am Wochenende die Wahl, dem deutschen Beispiel zu folgen. In der Debatte habe ich mehrmals auf die schleppende Wende in DE hingewiesen, eine teure Wende, die de facto gescheitert ist. Herr Haferburg, Sie bestätigen viele der von mir vorgebrachten Punkte, beispielsweise die Verdopplung der Generatoren - oder wie ich sage: zu jeder Windturbine und jedem Solarpanel muss noch irgendwo im Umkreis von 200 km ein großer Generator drehen, der die großen und kleinen Schwankungen ausgleicht und für Frequenzstabilität sorgt. Das kann man nicht gratis haben, es kostet (viel, zu viel). Ich war immer und bin auch heute noch gegen die fukushima-abgeleitete deutsche Energiewende und stimme gegen die helvetische Energiestrategie 2050, die ein Murks und eine Mogelpackung ist. Wie andere Länder zeigen, ist die Kernenergie weiterhin eine tragfähige Art, die dringend benötigte (elektrische) Energie zuverlässig, kostengünstig und sicher bereit zu stellen.

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