Quentin Quencher / 13.06.2017 / 06:15 / Foto: Bildarchiv Pieterman / 5 / Seite ausdrucken

Die Terrorismus-Versicherung

Wenn es nun heute als ganz normale Gefahr eingestuft wird, ein Opfer des muslimischen Terrorismus zu werden, dann fehlt bloß noch eine Versicherung dagegen. Gut begründen ließe sie sich allemal. Soll ich mal ein paar obskure Versicherungen aufzählen? Ich verkneife es mir. Nein, dieser Vorschlag ist kein Sarkasmus. Ich stelle mir gerade vor, wie ein Versicherungsvertreter argumentieren würde, um seinen geschätzten Kunden eine solche Police aufzuschwatzen. Warum nicht mit der Angst Kasse machen, bei anderen Ängsten klappt das doch auch ausgezeichnet.

Selbstverständlich müsste berücksichtigt werden, wie gefährdet denn der Versicherte ist, danach richtet sich die Höhe der Beiträge. Im Fragebogen müssten dann außer den obligatorischen Fragen nach Alter und Geschlecht auch solche zum Wohn- und Arbeitsort sowie zur Freizeitbeschäftigung beantwortet werden. Ein junge Frau, oder ein Mädchen, das Party, Konzerte und Volksfeste mag und diese regelmäßig besucht, müsste wohl deutlich mehr bezahlen als ein Netznerd, der praktisch nie aus seiner Kammer und aus seinen Unterhosen raus kommt.

Doch nein, eine solche Versicherung wird nicht kommen, sie müsste sogar verboten werden, da die Anzahl der abgeschlossenen Verträge Rückschlüsse auf die Befindlichkeit der Bevölkerung zulassen würde. Offiziell sollen wir ja keine Angst haben. Dass die aber trotzdem da ist, unser Verhalten somit beeinflusst, ist eine Binse. Aber es ist eben eine politisch unkorrekte Angst, wer damit Geschäfte macht, handelt unmoralisch; und wer sie empfindet, fühlt unmoralisch. Politisch korrektes Fühlen will auch erst gelernt sein.

Ich sollte eine Selbsthilfegruppe für korrektes Fühlen gründen, um meine unmoralischen Angstgefühle in den Griff zu bekommen. Mit ein paar Sprüchen aus dem Siddhartha, vermischt mit ein bisschen Adorno oder Habermas, müsste mir das doch gelingen. Bei den Grünen hat es doch auch geklappt. Jedenfalls tun sie so. Allerdings, so mischt sich schon wieder so ein unkorrektes Gefühl in die Gedanken, vielleicht wollen die auch bloß eine Versicherung verkaufen. Die heißt bei denen Moralversicherung und verkauft sich wie warme Brötchen.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Quentin Quenchers Blog Glitzerwasser.

Nachbemerkung: In Fällen von Terror zahlen die Lebensversicherungen oft nicht. Für Industrie und Wirtschaft gibt es bereits eine spezielle Terror-Versicherung.

Foto: Bildarchiv Pieterman
Leserpost (5)
Dirk Jungnickel / 13.06.2017

Diese Überlegungen sind mir nicht fremd. Angenommen - angenommen ! - ich wohnte in unmittelbarer Nähe einer Kaserne. Sie könnte in naher oder hoffentlich in sehr ferner Zukunft Ziel eines Terroranschlages sein. Oder eines Luftangriffs anlässlich einer kriegerischen Auseinandersetzung. Kolateralschäden sind nie auszuschliessen. Angenommen ich überlebe. Welche Versicherung sollte sie eingeführt worden sein - würde greifen ? Wie wären die Beiträge gestaffelt ?  Welche Wahrscheinlichkeitsrechnung dürfte sich auf die Police auswirken ?  Da geht das Dilemma schon los ! Der von Wahnsinnigen verübte IS - Terror hätte zur Zeit sicher Priorität. Was aber ist mit den aggressiven Regimen im Südosten, im Nahen Osten oder im Osten ? Welches ist gefährlicher ? Womöglich ist es besser auf GOTT zu vertrauen und dem Schicksal nicht vorab in die Speichen greifen zu wollen ...

Fanny Brömmer / 13.06.2017

Na, na, na, Herr Quencher, da haben Sie sich aber vertan: “muslimischer Terrorismus”? Das muss “muslimistischer” heißen! Hat ja nix mit Moslems zu tun.

Caroline Neufert / 13.06.2017

Gute Idee (im ersten Abschnitt;-)). . Bin gerade beim Digitalgipfel (!;-)) in Ludwigshafen mit dem Thema Gesundheit… Herrn Gröhe würde das interessieren - Kostenverlagerung auf den Bürger ... digital ad hoc per App die Police abschließen, wenn man zum Fußball geht. Wahrscheinlich werden aber pragmatisch die Lebensversicherungen adjustiert Btw Versicherungen machen immer mit der Angst Kasse und die Politik zieht daraus Rückschlüsse auf Befindlichkeiten.

Hans Meier / 13.06.2017

Die Grünen „Versicherungs-Vertreterinnen“ ihre Bischöfinnen und „Klima-Klingeling-Agenturen“ haben schon immer Visionen verbreitet die viel Geld umverteilt haben. Von der Bevölkerung, zu den Visionären, die einer aktuellen Sekte sehr viel näher stehen, als es die vergünten Medien in Hochglanz verbergen. Die Berater der Grünen, ihre Böll-Stiftungen sind in der Realität „voll auf dem anderen Ufer“ dem der Hedonisten. Wo Kinder, nicht wie bei uns Familien-Menschen groß werden und unseren Schutz haben, sondern lediglich dem erotischen Lustgewinn dienen, siehe Beck, den roten Dany, dem Edarthy usw. und das sind übrigens diejenigen die ihre Kumpels im Staatsfunk und im Mainstream haben, und am empörtesten über Trump mit Hass aufheulen, denn der hat eine schöne Frau, gut geratene, nicht Drogen konsumierende Kinder und ist „auch ein unverklemmter Familien-Mensch“ und von diesen Wählern mit Familie wurde er ja auch gewählt, weil die im Normalfall immer die Mehrheit der Bevölkerung darstellen. Womit auch deutlicher wird was Frauen ohne Nachwuchs in der Politik für eine Nummer sind, die ganz gefährlich sein kann, wenn die Bevölkerung den gewünschten Personen-Kult wollen, dann wird dem blöden Volk eingeheizt. Nun zu denen die eher Visionen und das Schicksal der Erde verehren und sich für „verantwortlich“ halten und sich nicht scheuen sich zu präsentieren, „um zu zeigen was man als Sektierer an der Glogge“ hat gehört nicht viel, siehe (youtube / Berliner Mantrachor) Und bitte eisern durchhalten, es wird musikalisch und textlich immer besser, man sieht förmlich in die Strukturen politischer Aktivisten hinein, die Agenturen zur Beratung der Politik betreiben.

Wilfried Cremer / 13.06.2017

Versicherer müssen sich an Verursachern schadlos halten.

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