Henryk M. Broder / 01.11.2017 / 22:48 / 9 / Seite ausdrucken

Die spinnen, die Engländer!

Heute abend gegen 21 Uhr meldeten die Agenturen, der britische Verteidigungsminister Michael Fallon sei von seinem Amt zurückgetreten. Auch die ARD-"tagesthemen" berichteten. Vorausgegangen war ein Bericht im "Guardian"", wonach Fallon im Jahre 2002 bei einem Dinner der Radiomoderatorin Julia Hartley-Brewer ans Knie gefasst haben soll, mehrfach. 

Es ist nicht der erste Fall von sexueller Belästigung, der GB erschüttert. Allerdings, in Rotherham dauerte es etwas länger, bis einige der Täter, die 1.400 Kinder und Jugenliche missbraucht hatten, gefasst und vor Gericht gestellt wurden, Bis jetzt wurden 17 Urteile gesprochen, weitere Verfahren sind anhängig. Keiner der kommunalen Beamten, die über den Missbrauch Bescheid wussten und nichts unternahmen, ist von seinem Amt zurückgetreten.

Leserpost (9)
Frank Stricker / 02.11.2017

Die Ausläufer der #metoo# Kampagne nehmen immer mehr skurile Ausmaße an. Wahrscheinlich wird demnächst noch Jesus angeklagt,  er hätte vielleicht Maria Magdalena unsittlich berührt Wieso werden jezt massenhaft Geschichten aufgewärmt die zig Jahre vergangen sind ? Ist es jetzt besonders “en vogue”  fast jeden alten, weißen Mann” zu beschuldigen er sei ein Sexist oder Rassist ?  Wieso haben sich die Opfer denn nicht zeitnah an die Öffentlichkeit gewandt und haben teilweise 20 Jahre und mehr damit gewartet ?

Helge-Rainer Decke / 02.11.2017

Michael Falon hat eingeräumt, sich nicht zum erstenmal sexuell belästigend gegenüber Frauen verhalten zu haben. Deshalb sei er zurückgetreten, wie er es in einem Statement begründete. Warum sollten dann die Engländer spinnen?

Heinrich Niklaus / 02.11.2017

Ein treffender Artikel! Er verdeutlicht die Bigotterie der me-too-Kampagne. Es könnte aber auch folgende Strategie dahinter stecken: Nämlich die, dass “man” aufgrund zunehmender Gewaltkriminalität auf unseren Straßen, verübt in hohem Maße durch Migranten, nun den “alten weißen Mann” so belasten will, um damit die zunehmende Gewaltkriminalität durch Migranten zu relativieren. Es ist ja nicht zu übersehen, dass die durch Migranten zu Schaden gekommenen Vergewaltigungsopfer in der me-too-Kampagne überhaupt nicht vorkommen.

Dietmar Schmidt / 02.11.2017

Lieber Herr Broder, scharfsinnig gegenüber-gestellt und den Unterschied zwischen medialer sexueller Wichtigtuer-Belästigung und tatsächlicher sexuellen Gewalt schön bloß gestellt. Eigentlich wie Tag und Nacht. Danke dafür. Gruß Dietmar Schmidt

Andreas Arndt / 02.11.2017

Ich habe in meiner Jugend manch eine Frau angesehen und dabei so Gedanken gehabt. Weiß jetzt aber nicht so recht wovon ich zurücktreten soll.

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