Henryk M. Broder / 12.01.2016 / 17:15 / 24 / Seite ausdrucken

Die Presseschau zum Abend

Es gibt auch Frauen, die mit dem Schwanz denken. Zwei von ihnen arbeiten für den Berliner Tagesspiegel und haben “nach den Übergriffen in Köln” einen Text geschrieben, in dem sie das Geschehen rund um den Hauptbahnhof einfühlsam erklären. Über die Frauen, die in der Silvesternacht eine böse Überraschung erlebten, schreiben sie u.a. Folgendes:

Womöglich sind aber auch Frauen dabei, die gar nicht Opfer geworden sind, sondern aus politischer Überzeugung der Meinung waren, dass die Täter mit Migrationshintergrund oder die Flüchtlinge, die das Chaos auf der Domplatte für sexuelle Übergriffe ausgenutzt haben, abgeschoben gehören. Das hoffen sie womöglich mit einer Anzeige zu beschleunigen.

Ja, so könnte es gewesen sein. Die Frauen sind am Bahnhof zusammen gekommen, haben sich begrapschen, befingern und auch vergewaltigen lassen, um die Abschiebeverfahren zu beschleunigen. Es könnte aber auch gewesen sein, dass sie einer kollektiven Hysterie anheimgefallen sind, so wie das bei UFO-Sichtungen öfter der Fall ist. Ganz anders dagegen die wahren Opfer der “Übergriffe”, es handelt sich um junge Männer, welche die Ausgeschlossnheit, die sie erfahren haben, dazu verleitet hat, sich nun auch selbst aus der Gesellschaft auszuschließen. Und vergessen wir nicht: Diese “Rape Culture, die offenbar die Kölner Silvesternacht geprägt hat, ist auch Teil der deutschen Kultur”.

Noch bekloppter, irrer und verkommener ist nur noch Oskar Lafontaine, der große Salon-Sozialist von der Saar. Der hat soeben auf einer Jahresanfang-Vernstaltung der Linkspartei, also der SED ohne Honecker, Mielke und Krenz, Folgendes gesagt:

Was sollen die Armen machen im Vorderen Orient, die seit Jahren dem Kolonialismus ausgesetzt sind? Sie haben keine Bomben, sie haben keine Raketen, sie haben keine Heere, die sie auf den Weg bringen können, um ihre Interessen zu wahren – und dann greifen sie zum Selbstmordattentat. Das zeigt doch die ganze Perversion unserer Weltordnung, dass sich Menschen nur so noch wehren können.

Dazu fällt mir wirklich nichts mehr ein. Lafontaine ist mit seiner Sahra schon genug gestraft. Er muss sich nicht in die Luft sprengen. Und den beiden Frauen vom Tagesspiegel wünsche ich, dass sie vom IS nach Rakka eingeladen werden, um zu erfahren, was Rape Culture bedeutet.

 

 

Leserpost (24)
Eckhard Krause / 15.01.2016

Broder scheut sich nie für alle ungenehme Wahrheiten auszusprechen. Die beiden Journalistinnen stellen keine Wirklichkeit dar , sondern sind in der von ihnen zusammen gebastelten Ideologie verliebt. Die Wirklichkeit wird verdreht, damit sie ihrer Anschauung entspricht. Die beiden Journalistinnen sind Wahrheitsverdreherinnen . Deshalb unterstellen sie gleich ihre Verhaltungsfragen, den belästigten Frauen. Esist traurig , dass für viele Ideologie höher bewertwt wird als Mitgefühl. Eckhard Krause

Hartwin Brückner / 14.01.2016

So etwas wie Köln war vorhersehbar. Ein Blick nach Ägypten hätte gezeigt, was eine große Menge der Zuwanderer anrichten kann. Viele Menschen aus verschiedenen Gruppen hatten so etwas vorher gesagt. Weil diese Leute nicht in die Willkommenskultur der Politik passten wurden sie als Nazis gebrandmarkt. Wer glaubt, dass das ein Einzelfall bleiben wird, der irrt gewaltig. Es wird schlimmer werden, wenn erst die jungen Männer erkennen müssen, dass es in Deutschland eben nicht so leicht ist, ein Luxusleben zu finanzieren. Letztlich werden die Kosten Deutschland in einen Verteilungskrieg führen…. Denn soviel Geld hat Deutschland nicht mehr, um alles mit großzügigen Geld Zahlungen zu verschleiern.

Michael Wundenberg / 14.01.2016

Eine wirklich lesenswerte Polemik. Herrlich!

Wolfgang Gastel-Lohmann / 14.01.2016

Herr Broder ich liebe Sie im geistigen Sinne dieses Wortes und das schon lange.

Holger Pache / 14.01.2016

Sehr geehrter Hr. Broder, danke für diesen Artikel! Es müssen auch mal deutliche Worte gefunden werden um den Schwachsinn den manche Menschen absondern ins rechte Licht zu rücken und ihn ganz politisch unkorrekt auch als Schwachsinn benennen. Machen sie weiter so meine Zustimmung haben Sie MfG H. Pache

Weitere anzeigen Leserbrief schreiben:

Leserbrief schreiben

Leserbriefe können wir meist nur während der ersten 24 Stunden nach Veröffentlichung eines Artikels annehmen.

Verwandte Themen
Henryk M. Broder / 18.02.2017 / 11:07 / 1

Heute sind wir alle Opel!

Und so wie man seine erste Liebe nicht vergisst, erinnert man sich sein Leben lang an das erste Auto, wobei natürlich die Erinnerung alles vergoldet,…/ mehr

Henryk M. Broder / 14.02.2017 / 12:05 / 6

Große Denkerinnen und Denker des 21. Jahrhunderts

Heute: Katarina Barley, Generalsekretärin der SPD, über Frank-Walter Steinmeier und Martin Schulz: Die Diffamierungen, die gegen ihn (Martin Schulz) laut werden, die sind schon sehr…/ mehr

Henryk M. Broder / 30.01.2017 / 21:18 / 19

Schulz & Friends - eine Revue in drei Akten

Sonntag war Schulz-Tag. Zuerst eine perfekt inszenierte Rede in der Berliner SPD-Baracke mit Ovationen durch ein handverlesenes Publikum; dann ein Gastspiel in der ZDF-Reihe "Was nun...?" und schließlich ein…/ mehr

Henryk M. Broder / 28.01.2017 / 18:00 / 15

Röttgen: Es ist eine Minute vor Zwölf für Europa

Norbert Röttgen, der Vorsitzende des Außenpolitischen Ausschusses des Bundestages, will demnächst  Washington besuchen, um die Stimmung in der Hauptstadt der USA zu erkunden. Claus Kleber…/ mehr

Meine Favoriten.

Wenn Ihnen ein Artikel gefällt, können Sie ihn als Favoriten speichern.
Ihre persönliche Auswahl finden Sie Hier
Favoriten

Unsere Liste der Guten

Ob als Klimaleugner, Klugscheißer oder Betonköpfe tituliert, die Autoren der Achse des Guten lassen sich nicht darin beirren, mit unabhängigem Denken dem Mainstream der Angepassten etwas entgegenzusetzen. Wer macht mit? Hier
Autoren

Unerhört!

Warum senken so viele Menschen die Stimme, wenn sie ihre Meinung sagen? Wo darf in unserer bunten Republik noch bunt gedacht werden? Hier
Achgut.com