Christian Ortner / 24.05.2017 / 09:25 / Foto: P. Lindgren / 5 / Seite ausdrucken

Die Europaten: Ein Angebot der EU, das man nicht ablehnen kann

Der ORF berichtet  auf seiner Website ORF.at: „Die Europäische Kommission plädiert dafür, dass bis 2025 alle EU-Länder den Euro einführen. Zwar könne und werde man kein Land zwingen, die Gemeinschaftswährung einzuführen, sagte Finanzkommissar Pierre Moscovici heute in Brüssel. „Aber wir werden versuchen, einen Rahmen zu schaffen, so dass es ein Angebot ist, das man nicht ablehnen kann.“  

Das ist insofern eine interessante Formulierung des Finanzkommissars, als „ein Angebot ist, das man nicht ablehnen kann“, aus dem Film „Der Pate“ stammt: „Sizilianische Musik ertönt, viele Menschen reden. Es wird ein Fest gefeiert und das Anwesen der Corleones ist überfüllt von Gästen. Der Anlass ist die Hochzeit der Tochter von Don Vito Corleone (Marlon Brando) und während im Garten die Stimmung ihren Höhepunkt erreicht, verschwindet die Kamera in einem elitär eingerichteten und abgedunkeltem Zimmer.

Dort befinden sich neben dem Herrn des Hauses eine überschaubare Anzahl von fein gekleideten Herren sowie Johnny Fontane, ein erfolgloser Schauspieler, der sich als Patenkind des Don bezeichnen darf. Wie viele andere, bittet auch er Don Corleone um einen Gefallen: Damit seine Karriere als Filmstar wieder in Fahrt kommt, benötigt er eine Rolle, die ihm verweigert wurde. Der Pate nimmt sich des Anliegens von Johnny an und antwortet ihm auf die Frage, wie er den Produzenten des Films umstimmen will mit dem berühmt berüchtigten Satz: "Ich mache ihm ein Angebot, das er nicht ablehnen kann.“ (Quelle:moviepilot.de)

Zuerst erschienen auf ortneronline.at

Leserpost (5)
Lutz Herzer / 24.05.2017

Handelt es sich um Europaten oder am Ende sogar um Europathen? Diese Frage wäre von medizinischer Seite noch zu klären. Es könnte allerdings auch beides zutreffen.

Michael Lorenz / 24.05.2017

Womit belegt ist, dass die europäischen Kommissionangehörigen entweder: a) einen besonders perfiden Humor pflegen, oder b) dass deren Bildungsgrad noch nicht einmal den Kenntnisstand zu Filmklassikern erreicht. Wenigstens Letzteres hatte in den Siebzigern, als der “Pate” entstand, jedoch selbst derjenige, der seinen Hauptschulabschuss knapp verpasste.

Ralf Weiss / 24.05.2017

Wollen sie wissen warum?Die Länder die dazukommen sollen haben eine niedrigere pro Kopf Verschuldung.Nimmt man diese auf sinkt die Verschuldun der Euroländer im Durchschnitt.So einfach und sinnlos ist das,denn das hilft dem Euro natürlich nur kurzfristig.

Wilfried Cremer / 24.05.2017

Nationale Demokratien leben nicht zuletzt von Kurskorrekturen durch inner- und außerparlamentarische oppositionelle Institutionen. In Europa jedoch herrscht diesbezüglich gähnende Leere. Das ist die Euro(pa)krankheit.

Karla Kuhn / 24.05.2017

“Ich mache ihm ein Angebot, das er nicht ablehnen kann.“  Wenn es nicht so entsetzlich traurig und unglaublich dreist wäre, würde ich das “Angebot” in die Kategorie Witz unter der Gürtellinie einordnen. Ich hoffe die Länder verweigern sich, denn mit Einführung des Euros wurde alles schlagartig teurer. Ich rechne heute noch in DM um und komme zu dem Schluß, daß wir ganz übel besch….. wurden. Wir waren früher gerne Kaffee trinken. Heute, ein Stück Kuchen und eine Tasse Kaffee ca. 7,50 €.  Das sind etwa 15,00 DM. Da bleibt mir der Kuchen im Halse stecken. Ich backe selber, der schmeckt auch viel besser und ich kaufe einen sehr guten Kaffe daraus kann ich viel Tassen filtern, übrigens schon immer mit der Hand.  Schuhe, ich habe immer Gabor Schuhe gekauft, gute Qualität, alles Leder, ca 99,00 DM. Heute ab 99,00 € wenn es etwas besseres sein soll. Und so geht es weiter. Von Markenturnschuhen ganz zu schweigen. Und die Politik schaut wie immer schweigend zu. Dieser Typ, der hier so dreist ein nicht ablehnbares Angebot “anbietet”, der sollte sofort seinen Hut nehmen. Die EU zeigt immer mehr, daß sie in dieser Form wie sie jetzt ist, bereits gescheitert ist.  Stecken die Banken hinter diesem “Angebot”, weil es für sie nützlich wäre ??

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