Thilo Thielke / 03.06.2016 / 17:58 / Foto: Regula Tschumi / 6 / Seite ausdrucken

Die dumme Nuss des Monats & more

Es gibt eine gute Nachricht und eine schlechte. Fangen wir mit der guten an: "Die Zahl der hessischen Fälle ist weit von jener im Rheinland entfernt, wo in den Tagen und Wochen nach Silvester über 1000 Strafanzeigen eingingen", schreibt die "Welt", "außerdem wurden die Opfer des Schlossgrabenfests wenigstens nicht auch noch bestohlen." Die schlechte: Sexuelle Belästigung durch schutzsuchende Facharbeiter gehört in Muttis Multikultideutschland mittlerweile zum festen Bestandteil von Volksfesten, diesmal in Darmstadt. Der große Aufschrei blieb hingegen aus: Ein Brüderle konnte unter den Tätern partout nicht ausgemacht werden. Alles paletti also.

Und was ist sonst so los im Lande? Im vergangenen Jahr, in dem die Bundeskanzlerin öffentlich bekannte, sie sei zu blöd, die Grenzen des ihr anvertrauten Landes zu schützen, wurden also sage und schreibe 22.369 Menschen abgeschoben – hat Innenminister De Maiziere herausgefunden. Allerdings will seine Regierung mit dem kläglichen Resultat nichts zu tun haben. De Maizieres Kritik, so die "Frankfurter Allgemeine", richte "sich gegen die Bundesländer, die für Abschiebungen zuständig sind. Die Bundesregierung drängt angesichts der gestiegenen Flüchtlingszahlen schon länger auf eine Verstärkung der Abschiebungen". Die Bundesregierung drängt also; na sowas! 

Die Bundesregierung "drängt". Na sowas! 

Wir erinnern uns: Diese Bundesregierung lud die ganze Welt ein und zeigte ihr debiles Grinsen, das sie dem "Pack" (Gabriel) daheim als "freundliches Gesicht" (Merkel) verkaufen wollte – und es kamen Millionen. Wie viele genau, weiß man nicht, weil sich einerseits etliche "Neubürger" (Göring-Eckardt) drei-, vier- oder fünffach registrieren ließen, um besser Staatsknete kassieren zu können, und andererseits viele "Fachkräfte" (Nahles) lieber abtauchten oder nach Brüssel und Paris weiterreisten, weil es ihnen in Köln zu langweilig geworden war und sie anderswo wichtige Geschäfte zu erledigen hatten.

Außer De Maiziere scheint die skurrile Bilanz (Millionen rein, etwas mehr als zwanzigtausend wieder raus) niemanden so recht zu stören. Unsere Volksvertreter sind nämlich schwer beschäftigt. Mit dem witzig gemeinten Facebook-Posting zu Kinderschokolade-Abbildungen von zugewanderten Fußballern zum Beispiel. 

Oder der harmlosen Bemerkung Alexander Gaulands, die meisten Deutschen sähen den Kicker Boateng wohl lieber auf dem Fußballrasen als in der Nachbarschaft – und die mußte dem AfD-Mann auch noch von der FAZ in den Mund gelegt werden. Angela Merkel war darob jedenfalls so verwirrt, daß sie wie eine kleine Streberin den armen Sprecher Seibert zu erklären nötigte: Was Gauland gesagt habe, finde sie "niederträchtig und traurig". Ist das Torheit oder schlicht Infantilität? Haben sie wirklich nichts besseres zu tun in Berlin? 

Die Sozialdemokraten wollen mal eben die Beweislast umkehren

Aktiv sind sie ja – eben auf ihre Weise. Die Sozialdemokraten wollen in Deutschland jetzt die Unschuldsvermutung abschaffen und, wenn jemand Geld auf dem Konto hat, die Beweislast umkehren. Jeder wäre dann ein Steuerhinterzieher, solange er nicht das Gegenteil beweisen kann, und darf vom Staat enteignet werden. Denn die Steuersünder, "das sind die wahren Asozialen in unserem Land", findet Sigmar Gabriel, dessen sozialpopulistische Partei nach den letzten Umfragen mit 19 Prozent nur noch knapp vor der AfD liegt.

„Auch Vermögen unklarer Herkunft sollen künftig eingezogen werden können“, heißt es im SPD-Entwurf. Für die vielen Araber und Afrikaner, die Gabriel und Konsorten ins Land ließen, gilt die Unschuldsvermutung trotz massenhaft Fickificki, Sozialbetrug und Urkundenfälschung allerdings nach wie vor. Das sind "Schutzsuchende" (Maas), die unser Leben "durch eine lebensfrohe Kultur" bereichern, "weil wir manchmal allzu eng geworden sind" (Käßmann). Na ja. Auf die nächsten Wahlen bin ich gespannt.

Was aber ist daran asozial, wenn das Volk zu dem Ergebnis kommt, daß diese sogenannte politische Elite schon genug Steuergeld verschleudert hat und es eigentlich ganz vernünftig ist, wenn man ein bißchen was für sich und die Seinen behält und mit dem Rest die Wirtschaft ankurbelt? Das ist doch ganz vernünftig und vorausschauend heutzutage, wo man nicht weiß, ob dieser Staat in ein paar Jahren noch Renten auszahlen kann und Bargeldverkehr erlaubt – und andererseits Helikoptergeld abgeworfen werden soll, um die Kaufkraft zu stärken.

Geld drucken um Stimmen zu kaufen

Es wird ohnehin nur ein Bruchteil des Steuergelds sinnvoll ausgegeben. Das meiste wird verpulvert, um eine gigantische und unnötige Bürokratie zu finanzieren und Stimmen zu kaufen. Dass Steuern sparen asozial ist, glauben ohnehin nur Neidhammel und die nun wirklich allerletzten Sozis. Apropos: Die "Zeit" beklagte neulich eine "Krise des Liberalismus". Aber die Wochenzeitung meinte damit seltsamerweise nicht Maas und Merkel auf dem Weg zu ihrem totalen Versorgungsstaat, sondern die Tatsache, daß sich die Wähler angewidert von ihnen abwenden. Kurios.

Die dumme Nuss des Monats ist für mich mal wieder Integrations-Staatsminsiterin Aydan Özoguz (SPD). Die meint, beim Genozid an den Armeniern solle man jetzt, bitte schön, die Kirche im Dorf lassen. Man könne für das Gemetzel auch ein paar nettere Worte finden, sonst hätte man womöglich bei Merkels Sultan die "Türen eher zugeschlagen" – worüber sich Integrationsbeauftrage heutzutage eben so sorgen. Aber insgesamt liegt Özoguz mit ihrer Despoten-Liebedienerei natürlich voll auf Regierungslinie.

Damit die Europäer nicht irgendwann doch noch ihre Grenzen selber kontrollieren müssen, soll jetzt Überwachungsequipment sogar an den Sudan und seinen Präsidenten Omar al-Baschir geliefert werden. Mit dem Zeug kann der Islamist, gegen den vom Haager Strafgerichtshof Haftbefehl wegen Kriegsverbrechen und Völkermord erlassen wurde, dann seine Grenzen zumachen, ein paar asoziale Steuersünder hochgehen lassen und die Opposition ausspionieren.

Laut "Spiegel" hat die deutsche Regierung die Führung bei dem diabolischen Deal mit ihrem neuen Verbündeten übernommen. Warum auch nicht? Mit Mord und Totschlag kennt sich Baschir mindestens so gut aus wie sein Bruder im Geiste, Recep Tayyip Erdogan. Und was dem einen die Kurden sind, sind dem anderen eben die Fur. Das kann unsere Kanzlerin und ihre Lakaien nun wirklich nicht erschüttern.

Die Weisheit des Monats? Kommt ausgerechnet vom Dalai Lama. Der weiß im Interview: "Deutschland kann kein arabisches Land werden. Deutschland ist Deutschland." Recht hat er ja. Doch wie sagt der Kaiser: "Schau'n mer mal."

Foto: Regula Tschumi CC BY-SA 1.0 via Wikimedia Commons
Leserpost (6)
Gabriele Klein / 04.06.2016

Gebe Ihnen Recht: Das Absurde am MULTIKULTI Kult ist, dass Multikulti logisch liberal zu Ende gedacht auf das Ende von Multikulti hinausläuft….. denn, jede Kultur braucht ihren Rückzugsort sonst hört sie auf zu sein. Einzelne Melting Pot Societies sind zwar auch nicht schlecht,  doch fände ich es nicht erstrebenswert wenn die ganze Welt eine Art Suppentopf wäre in dem nur noch eine einzige Suppe schwimmt. Das bedeutet nicht dass der Kulturerhalt sich um der Abgrenzung willen nun von Fremdenfeindlichkeit speisen muss…  der Fremde sei durchaus willkommen, als bereichernder Gast….. den man bei nächster Gelegenheit selbst wiederum besucht um dann in seiner Kultur auch nur Gast zu sein und nicht mehr….Ist man derart von der Kultur des andern fasziniert sei ihm unbenommen dort zu bleiben um statt der eigenen die fremde Kultur zu leben…aber nicht um sie zu zerstören.

Waldemar Undig / 03.06.2016

Und Gauck verlässt auch das sinkende Schiff, habe ich gehört.

Udo Kemmerling / 03.06.2016

Irgendwie im Zuge der völlig berechtigten Kritik an der aktuellen Regierungspolitik quasi migrationsbeflügelt das Steuerhinterziehen zu relativieren ist genauso asozial wie die Hinterziehung selbst. Seinen Teil zum Gemeinwohl beitragen zu müssen ist keinesfalls abhängig von der persönlichen Zufriedenheit mit dem Regierungschef. Es ist der Gedanke nachgerade lächerlich, denn dann wäre der geneigte Steuerzahler schon aus Selbstzweck stets und immer unzufrieden, ergo selbsternannt zum “Steuern sparen”. Hier werden leider vollständig unterschiedliche Themen wild durcheinander geworfen. Die Migrationsthematik zu mißbrauchen, um zur Neoliberalisierung unseres Landes aufzurufen, ist schäbig.

Wolfgang Richter / 03.06.2016

Hier arbeitet man steuerrechtlich an der Beweisumkehr und verschiebt erneut und gleichzeitig vertrags- und rechtswidrig Milliarden in ein seit Jahren bekannt bankrottes Griechenland, daß trotz aller Schäuble-Bekundungen, Griechenland sei auf einem guten Weg, immer noch keine auch nur ansatzweise funktionierende Steuerbehörde hat. So war die Woche zu lesen, daß die Griechen erneut ca. 87 Milliarden Euronen Steuerschulden hätten, die der dortige Staat nicht in der Lage ist einzuziehen. Als Ersatz werden Sozialleistungen und Renten erneut gekürzt. Und alle in der EU wissen davon, machen fröhlich mit und verschieben Steuermilliarden der halbwegs funktionierenden Länder in das bekannte Faß ohne Boden, um sodann hier zu erklären, daß man weitere Staatseinnahmen benötige, trotz seit jahren bejubelter Steuerhöchststände. Die Welt verkommt immer mehr zum Irrenhaus und nach der zentrale muß man nicht weit suchen.

Rainer Grell / 03.06.2016

Verdammt, ich würde gerne etwas gegen diese Philippika sagen. Aber außer “Sie haben Recht, lieber Thilo Thielke” fällt mir nichts ein.

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