Gideon Böss / 01.12.2012 / 20:49 / 0 / Seite ausdrucken

Die Darstellung des Nahostkonflikts in deutschen Schulbüchern

Im vergangenen Jahr habe ich in der WELT einen Artikel zur Darstellung des Nahostkonflikts in deutschen Schulbüchern veröffentlicht. Vor ein paar Tagen nun erschien ein Interview zum Thema:

“Es gibt eine klare Rollenverteilung. Die Israelis sind Täter, die Palästinenser die Opfer. Während sich die Schulbücher darin überbieten, für die Zahl der Vertriebenen Araber Höchstzahlen zu nennen und dabei schon einmal, wie der Schroedel Verlag, auf die Zahl von einer Million kommen, - das Palästinensische Generalkonsulat Deutschland nennt die Zahl von knapp 700.000 -, werden die aus arabischen Ländern vertriebenen Juden gar nicht erst erwähnt. Palästinensischer Terror wird so gut es geht ignoriert, die Geiselnahme während der Olympischen Spiele von 1972 kommt in allen Büchern ohne Hinweis darauf aus, dass die israelischen Sportler getötet wurden. Und obwohl längst belegt ist, dass die Intifada II von Arafat geplant war, wird in jedem Buch den Israelis die Schuld daran gegeben, exemplarisch ist folgende Formulierung aus „Forum Geschichte 12“ von Cornelsen: „Anlass war ein Besuch des damaligen israelischen Oppositionsführers Ariel Scharon auf dem Jerusalemer Tempelberg am 28.September 2000.“”

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