Matthias Heitmann, Gastautor / 03.06.2017 / 14:06 / 5 / Seite ausdrucken

Der Wochen-Wahnsinn: Schluss mit dem Abschiebe-Wahn nach Afghanistan!

In ihrer Radio-Kolumne „Der WochenWahnsinn“ gehen Achse-Autor Matthias Heitmann und Antenne Frankfurt-Moderator Tim Lauth jede Woche auf Zeitgeisterjagd. Seit Jahresbeginn ist der WochenWahnsinn nun auch auf der Achse zu hören und zu lesen. In dieser Woche diskutieren Antenne-Frankfurt-Moderator Tim Lauth und Zeitgeisterjäger Matthias Heitmann über wahrnehmungsgestörte Politiker und Funktionäre. Zum Anhören geht es hier entlang.

Tim Lauth: Matthias, lass uns in dieser Woche einmal über das Thema Abschiebungen nach Afghanistan reden. Ich hoffe, Du kannst mir die Logik der deutschen Politik erklären.

Matthias Heitmann: Ohje, ich werde es versuchen. Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 haben die USA und ihre Verbündeten in Afghanistan einen Krieg gegen die Taliban und gegen Al-Quaida geführt. Seitdem gab es dort rund 70.000 Kriegsopfer, zwei Millionen Menschen sind geflohen. Bis heute sind Nato-Truppen im Land, unter anderen etwa  1000 Bundeswehr-Soldaten. Die Taliban sind nicht besiegt, im Gegenteil, und auch der IS ist mittlerweile im Land aktiv.

Lauth: Aber dann erklär mir doch einmal, warum dann Flüchtlinge nach Afghanistan abgeschoben werden?

Heitmann: Die Bundesregierung argumentiert, es gäbe in Afghanistan sichere Regionen, in die man abschieben kann.

Lauth: Das heißt also, Bundeswehrsoldaten stehen in einem Land, das als ein sicheres Herkunftsland eingestuft wird. Und das, obwohl wir dort ständig von Anschlägen hören?! Die Logik verstehe ich nicht. Hält die Bundesregierung mittlerweile Länder vielleicht deshalb für sicher, WEIL die Bundeswehr dort stationiert ist?

Heitmann: Scheinbar ja. Es ist ungefähr so, als wenn ein Feuerwehrmann jemanden in ein brennendes Haus zurückschickt, weil im Keller noch kein Feuer ausgebrochen ist.

Lauth: Und gestern gab es nun einen Anschlag in der Nähe der Deutschen Botschaft in Kabul mit mehr als 90 Toten. Hat das wenigstens Einfluss auf die deutsche Abschiebepolitik?

Heitmann: Ja, hat es, eine für gestern geplante Massenabschiebung nach Afghanistan ist verschoben worden. Aber nicht, weil man plötzlich Afghanistan für gefährlich hält, sondern aus Rücksicht mit den Botschaftsmitarbeitern. Die sind nämlich mit dem Aufräumen der Botschaft beschäftigt und können sich nicht auch noch um die abgelehnten Asylbewerber kümmern.

Lauth: Das ist jetzt nicht Dein Ernst, oder?

Heitmann: Das ist der reale Wahnsinn menschenverachtender Politik, Tim. Aber es wird noch wahnsinniger: Es gibt nämlich eine Gruppe von Afghanen, die gute Chancen hat, hier Asyl zu bekommen. Und das sind ehemalige Mitglieder der Taliban!

Lauth: Das ist absurd, Matthias!

Heitmann: Absurd, aber wahr. Viele Flüchtlinge bezeichnen sich inzwischen als ehemalige zwangsrekrutierte Taliban-Kämpfer, weil denen heute vonseiten der afghanischen Regierung Folter und Todesstrafe drohen. Und das erhöht die Chancen auf Asyl.

Lauth: Wirklich unglaublich. Aber das kann man ja auch über den DFB sagen. Oder was hältst du von der Reaktion des DFB-Präsidenten Reinhard Grindel auf die Kritik der Fans beim Pokalfinale?

Heitmann: Ja, die These von Grindel, dass die Proteste das Werk radikaler Fangruppen gewesen seien, zeigt, wie weit entfernt von der Wirklichkeit mittlerweile dieser Laden ist. Da Grindel aber sogar bestreitet, dass der DFB ein Imageproblem hat, wundert mich gar nichts mehr. Selbst Helene Fischer hat mittlerweile kapiert, dass ihr Auftritt ein Fehler war. Der Grindel ist für mich der Erich Honecker des deutschen Fußballs. Er versucht, Protest mit Treibstoff zu löschen. Viel Spaß dabei!

Das komplette Archiv des „Wochen-Wahnsinns“ finden sich hier.

Leserpost (5)
Bernd leber / 03.06.2017

Die überall nachgeplapperte Behauptung, es würden Flüchtlinge abgeschoben, ist falsch - oder zeigeistiger- fake. Es handelt sich vielmehr um abgelehnte Asylbewerber, die eben keine Flüchtlinge sind.

Franz Karl / 03.06.2017

Nur mal ein Einwurf in den sog. Wahnsinn: In Afghanistan gibt es etwa doppelt so viele zivile Tote durch den ganz normalen Straßenverkehr wie durch Anschläge und kriegerische Handlungen, aber Verkehrstote eignen sich natürlich nicht für Schlagzeilen und Empörung. Was ist mit den all den vielen Frauen, Mädchen, Alten, Kranken, Hilflosen in Afghanistan, warum lassen wir es zu das sie weiter in Afghanistan bleiben müssen, wo wir doch angeblich alle genau wissen, das dort keiner mehr leben kann. Warum privilegieren wir die vielen jungen Männer die sich durch diverse illegale Grenzübertritte, Rechtsbrüche und Indentitätsverschleierung einen Platz im Wohlstand erzwingen wollen, wohingegen die o.g. wirklich Hilfsbedürftigen keine Chance dazu haben. Wäre es nicht eigentlich eine Aufgabe dieser Personengruppe sich für eine Verbesserung der Verhältnisse in Afghanistan zu engagieren und den Hilflosen zur Seite zu stehen? Wessen Aufgaben sollte es sonst sein? Die der “Ungläubigen” der Deutschen Bundeswehr? DAS ist der Wahninn und Schizophrenie pur.

D. Anders / 03.06.2017

Hier gibt es auch Anschläge. Statistisch gesehen ist es aber angeblich wahrscheinlicher von der Leiter zu fallen und mit dem Auge am Türgriff hängen zu bleiben. Wo ist also der Unterschied zwischen Anschlägen in Afghanistan und in Deutschland? Die besseren Krankenhäuser? Wenn also wegen Anschläge keine Abschiebung nach Afghanistan, dann ist auch Deutschland ein ebenso gefährliches Pflaster. Können Biodeutsche eigentlich auch wegen Terrorgefahr irgendwo Asyl beantragen oder gelten die “Statistiken” nur bei uns?

Fanny Brömmer / 03.06.2017

An Afghanistan ist schon Alexander der Große gescheitert. Die Leute dort haben eine jahrtausendealte Tradition des Mordens und Schlachtens, aus ethnischen, kulturellen oder religiösen Gründen, ganz nach Belieben. Ja, die deutsche Politik IST menschenverachtend! Es ist menschenverachtend, uns Deutsche den massiven Gefahren für Leib und Leben auszusetzen, die die Anwesenheit von Afghanen erwiesenermaßen mit sich bringt. Je eher die ALLE wieder draußen sind, desto besser. Und wer sagt denn, dass die, die jetzt behaupten, Taliban - Schlächter zu sein, lügen? Sie haben doch ganz offensichtlich vorher auch schon gelogen, als sie behaupteten, “Flüchtlinge” zu sein! Dass das ihre Eintrittskarte ins lebenslange Sozialparadies Germoney ist, ist natürlich der helle Wahnsinn. Und ein Hinweis, was hinter der “Flüchtlings"politik wirklich steckt: Je krimineller, gewalttätiger, brutaler die Goldstücke, desto willkommener sind sie dem Merkel - Regime und desto besser werden sie vor dem Rausschmiss geschützt. Hier ging es nie um Hilfe für Schutzbedürftige, denn die hätte hundertmal effizienter vor Ort geleistet werden können, wo die wahrhaft Schutzbedürftigen, die Frauen und Kinder, immer noch dringend Unterstützung brauchen. Hier ging und geht es um den Import einer brutalen Moslem - Armee zum Kampf gegen die christlich-zivilisierten, westlich - demokratisch ausgerichteten Deutschen. Um die finale Bestrafung der heutigen Deutschen für die Verbrechen der Nazis. Um die ganz persönliche Therapie des pathologischen Schuld-Syndroms der Kanzlerin, damit sie sich endlich besser fühlt. Doch dafür gibt es noch viel zu viele Deutsche und viel zu wenige Invasoren in Deutschland. Aber daran arbeitet sie ja, fleißig und im Verborgenen. Mal sehen, wann das BAMF die Zahlen nicht mehr veröffentlichen darf.

Bärbel Schneider / 03.06.2017

Flüchtlinge sind Menschen bis zum nächsten sicheren Land, dann sind es (Wirtschafts-)Migranten. Wir grenzen meines Wissens nicht an Afghanistan. Wenn man helfen möchte, sollte man Flüchtlingslager finanziell unterstützen, aber nicht Flüchtlinge in Deutschland aufnehmen, wo sie 20- bis 50mal so viel kosten wie ein Flüchtling in den Flüchtlingslagern. Das bedeutet nämlich, dass wir bis zu 49 Menschen verhungern lassen, um einen einzigen (der stark genug zur Einwanderung war, also in der Regel keine Mutter mit kleinen Kindern oder alte Menschen) bei uns alimentieren zu können. Das ist inhuman. Taliban-Kämpfer aufzunehmen und dann frei herumlaufen zu lassen, heißt die einheimische Bevölkerung unabsehbaren Gefahren auszusetzen. Das ist in der Tat der “reale Wahnsinn menschenverachtender Politik”, aber anders, als Herr Heitmann es meint. P.S. Afghanen gehören zu den kriminellsten Gruppen unter den Migranten, siehe Kriminalstatistik. Tut mir leid, aber alle Statistiken setzen für die von ihnen behandelten Gruppen den sog. Generalverdacht voraus.

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