Gastautor / 04.08.2015 / 06:30 / 19 / Seite ausdrucken

Der westliche Selbsthass

Von Alexander Meschnig

Der Soziologe Max Weber nannte den vorherrschenden Typus des Intellektuellen in seinem 1919 veröffentlichten Essay Politik als Beruf zu Recht in pejorativer Absicht: Gesinnungsethiker. Deutschland besitzt, insbesondere im linken Spektrum, eine schier unerschöpfliche Quelle an „edlen Seelen“ (Siegfried Kohlhammer), die in der Regel jegliche Verantwortung für ihre „reine und hehre Gesinnung“ anderen bzw. der Allgemeinheit übertragen, die dann mit den unmittelbaren Folgen leben müssen. Ihre Positionen sind im besten Sinne apolitisch, da sie in den meisten Fällen keinen Bezug zur Realität oder den Friktionen der Realpolitik zeigen. Unerfüllbare Maximalforderungen und abstrakte Ideale, wie etwa ein bedingungsloser Pazifismus Käßmannscher Prägung oder das neueste Buchelaborat aus dem prantelschen Paralleluniversum, sind typische Ausprägungen eines gesinnungsethischen Moralismus.

So mag es eine individuell erhöhende und wohlfeile Sache sein, den Anspruch eines jeden Ausländers auf Einwanderung und Versorgung durch den deutschen Sozialstaat zu fordern („Kein Mensch ist illegal“), nüchtern betrachtet stellt das aber nur eine Einladung an Millionen von Wirtschaftsflüchtlingen aus der ganzen Welt dar, gleich, ob sie politisch verfolgt werden oder nicht, die verpflichtende Grundsicherung (Unterkunft, Verpflegung, Geldleistungen) hier in Anspruch zu nehmen. Dabei spielt es objektiv nicht einmal eine Rolle ob Deutschland ein, zwei oder mehrere Millionen Armutsflüchtlinge aufnimmt. Die Bevölkerungsexplosion in Afrika oder den meisten muslimischen Ländern würde die Verluste an Auswanderern jedes Jahr einfach ausgleichen. Die Zahl der Afrikaner ist etwa seit 1950 von 250 Millionen auf über eine Milliarde gestiegen. Millionen, vor allem junger Männer, warten bereits auf die Chance ihre Heimatländer zu verlassen und nach Europa zu kommen. Dafür gehen sie alle Risiken ein, insbesondere da sich herumspricht dass, wer einmal in Europa, vor allem in Deutschland, angekommen ist, in den allerwenigsten Fällen ausgewiesen wird, selbst wenn ein Asylstatus abgelehnt wird. Ökonomische Gründe mögen für die wachsenden Flüchtlingswellen wichtig sein, letztendlich ist es aber der demographische Faktor, der den Druck im Inneren vieler Staaten erhöht. Die extremen „Youth Bulges“ in Afrika und den arabischen Ländern, also die exorbitante Zunahme junger Männer an der Bevölkerungspyramide für die keinerlei gesellschaftliche Position zur Verfügung steht und die im wahrsten Sinne des Wortes „Überflüssige“ sind, zeigt sich aktuell in der Zunahme kriegerischer Konflikte in den betroffenen Regionen. Bürgerkriege, äußere Konflikte, ethnische und religiöse Spannungen sind stets historische Begleiterscheinungen von Youth Bulges, wie Gunnar Heinsohn, ein akademischer Außenseiter, in seinem Buch Söhne und Weltmacht eindringlich zeigt.

Die letzte Konsequenz vollkommen offener Grenzen ist, neben dem schon lange sichtbaren Import unzähliger Konflikte der Einwanderer und mentaler Inkompatibilitäten, das Ende unserer Sozialsysteme, wo man über längere Zeit Beiträge einbezahlt, um danach irgendwann Leistungen zurück zu bekommen. Das Grundprinzip allen menschlichen Zusammenlebens lautet Reziprozität. Warum jemand, der hier nie einen Cent für die Allgemeinheit bezahlt hat, alle möglichen Forderungen stellen, den Staat erpressen und damit Erfolg haben kann, wie etwa in Berlin-Kreuzberg monatelang von sogenannten Refugees und ihren linksextremen „Supportern“ vorexerziert, bleibt für die meisten Menschen, nicht nur in Deutschland, wohl rätselhaft. Es gibt, zugespitzt, keinen Generationenvertrag zwischen alternden Westeuropäern und Schwarzafrikanern, rumänischen Zigeunern, Irakern oder Afghanen. Offensichtlich gibt es aber so etwas wie einen „Schuldvertrag“, zwischen dem „reichen Europa“ und dem „armen Rest“, der einfach zu instrumentalisieren ist und der jederzeit abgerufen werden kann. Der französische Soziologe Pascal Bruckner fasst dieses Verhältnis präzise zusammen:

„Europa schuldet Letzteren alles: Unterkunft, Verpflegung, Gesundheitsversorgung, Erziehung, ordentliche Löhne, prompte Erledigung ihrer Anliegen und vor allem Respektierung ihrer Identität. Bevor sie noch einen Fuß auf unseren Boden gesetzt haben, sind sie Gläubiger, die ihre Schulden einfordern.“

Über die tatsächlich Schuldigen, etwa die unsäglichen afrikanischen Regierungen, wird selten einmal berichtet. Inzwischen kommen die meisten afrikanischen Flüchtlinge die über das Mittelmeer nach Europa strömen nicht aus den Bürgerkriegsländern und sind in der Regel nicht von Hunger bedroht. Die Ärmsten haben auch gar keine Möglichkeit den Preis für die Schlepper zu bezahlen. Korruption und Vetternwirtschaft, ein mangelndes Bildungssystem, eine ineffiziente Administration, ausufernde Planwirtschaft, mangelnde Rechtssicherheit und ein Gangstertum an der Spitze vieler Staaten die für sich und ihre Clans den Reichtum verschleudern, erzeugen eine Perspektivlosigkeit für viele Afrikaner, die offensichtlich alle Risiken auf dem Weg nach Europa in Kauf nehmen. Die afrikanische Union oder einzelne afrikanische Staaten scheint dieser Massenexodus der eigenen Bevölkerung, in der Regel junge Männer, nicht zu kümmern. Hat man bis dato einmal davon gehört, dass es einen Sondergipfel oder sonstige Zusammenkünfte afrikanischer Vertreter gab, die das Problem der Massenflucht thematisieren, geschweige sich die Frage stellen: „Was ist eigentlich mit unseren Ländern los, dass Menschen ihr Leben riskieren um sie zu verlassen“? Das einzige, was wir von afrikanischen Potentaten hören sind Vorwürfe die in der Aussage gipfeln, Europa schotte sich ab. Darin gleichen sie den Claudia Roths, den Kathrin Göring-Eckhardts, Heribert Prantls und anderen Linkspopulisten in Deutschland.

Im Übrigen zeigen die steinreichen arabischen Länder wie Saudi-Arabien, Katar oder Kuwait ebenfalls keinerlei Interesse daran ihre „muslimischen Brüder“, die sich in Religions- und Stammeskriegen gegenseitig massakrieren, aufzunehmen und zu alimentieren. Seltsam, wo doch sonst bei jeder angeblichen Beleidigung der Umma (der Gemeinschaft der Gläubigen) riesige „Solidaritätswellen“, meist gewalttätig, ausgelöst werden. Den afrikanischen wie auch arabischen Herrschern fehlt etwas vollkommen, was die europäischen Gesellschaften im Überfluss besitzen: Schuldgefühle und eine Verantwortungsethik. Es interessiert weder einen afrikanischen Despoten noch einen saudischen König ob andere buchstäblich verrecken.

Es ist natürlich ein Leichtes im Namen christlicher oder moralischer Werte zu fordern, Deutschland müsse noch viel mehr Zuwanderer, unabhängig von ihrer Qualifikation, Bildung oder Mentalität aufnehmen. Was die Tugendsamen aber zu dieser Forderung legitimiert oder was sie selbst für eine Integration der Einwandernden leisten, bleibt in der Regel unbeantwortet. Die aus ihrer moralinsauren Haltung entstehenden materiellen und vor allem sozialen Kosten für die Allgemeinheit spielen für die „Guten“ eine zu vernachlässigende Rolle. Die unmittelbaren Folgen ihrer abstrakten Menschenliebe werden gerne an diejenigen delegiert, die an den Schnittpunkten sozialer Verwerfungen leben müssen und die mit den Herbeigerufenen um Arbeitsplätze und Wohnraum konkurrieren.

Jedes noch so vorsichtig vorgebrachte ökonomische Argument, etwa die Frage, was wir in Europa denn mit Millionen von unqualifizierten Einwanderern anfangen sollen, wo doch die Arbeitslosigkeit insbesondere junger Menschen in den südlichen Ländern der EU dramatische Dimensionen angenommen hat, wird mit dem inzwischen inflationären Begriff „menschenverachtend“ rasch abgebügelt. In den allermeisten Fällen betrifft die selbsternannten „edlen Seelen“ die eigene Entscheidung weder finanziell noch lebensweltlich. Wird dennoch einmal – selten genug – ein Asylantenheim oder Zigeunerlager in der unmittelbaren Nähe des meist bürgerlichen und wohlhabenden Wohnumfeldes errichtet, ist der Aufschrei jedes Mal groß. Das geht nun aber doch nicht!

Es gilt allgemein: rassistisch, das sind immer die anderen, etwa diejenigen, die auch ein Recht auf ein zivilisiertes Umfeld für sich fordern und den Preis der massenhaften und ungesteuerten Zuwanderung zahlen müssen. Dass Menschen aus korruptionsverseuchten Ländern die über keinerlei demokratische Traditionen verfügen, vielfach in tribalistischen Strukturen leben und denken, sich auf wundersame Weise und ohne größere Konflikte in unser politisches System und seine Werte integrieren, mag zwar ein frommer Wunsch sein, die Realität der letzten Jahrzehnte zeigt aber ein andere Tendenz, sieht man einmal von den Medien und den meisten Parteien ab, die alles dafür tun, das schöne Bild der bunten Republik nicht zu zerstören.

Warnungen vor einer allzu naiven Sichtweise gibt es, sie werden aber entweder ignoriert oder die Verkünder der Botschaft in die rechte, gerne auch rechtspopulistische Ecke, gestellt. Bezeichnenderweise sind es Politiker der SPD, einst traditionell die Vertreter des „kleinen Mannes“, wie Thilo Sarrazin oder der Neuköllner Bürgermeister Heinz Buschkowsky, die den Bezug zur Realität der normalen Bürger noch nicht ganz verloren haben, eine Tatsache, die für ihre Partei längst nicht mehr zutrifft, die sich mehr und mehr für ihre ehemaligen Stammwähler schämt. Die intellektuelle und akademische Elite schweigt in der Regel oder entspricht bei allen wichtigen Fragen rund um Zuwanderung und Integration ganz dem Typus des Weberschen Gesinnungsethikers. Eine der wenigen kritischen Stimmen, der Politikwissenschaftler Herfried Münkler, vor Kurzem selbst zur Zielscheibe linker Denunzianten geworden, skizziert die aktuelle Situation, die für die nächsten Jahre bestimmend sein wird, in nüchternen Worten:

„Die größte sicherheitspolitische Herausforderung des 21. Jahrhunderts wird nicht in der Gefährdung von Grenzen durch feindliche Militärverbände, sondern im Überschreiten dieser Grenzen durch gewaltige Flüchtlingsströme bestehen, die, wenn sie massiv auftreten, nicht der wirtschaftlichen Prosperität Europas zugutekommen, sondern die sozialen Sicherungssysteme der europäischen Staaten überfordern und damit die soziale Ordnung in Frage stellen. Gleichzeitig ist Europa infolge seiner Wertbindungen nicht in der Lage, diese Flüchtlingsströme an seinen Grenzen zu stoppen und zurückzuweisen, wie man dies bei einem militärischen Angriff versuchen würde.“

Über die Konsequenzen eines derartigen Szenarios auf längere Sicht nachzudenken mag kaum jemand. Die allgemeine Forderung, alle Flüchtlinge – und als solche werden inzwischen alle hier Eintreffenden unterschiedslos bezeichnet – unabhängig von ihren Gründen und ihrer individuellen Disposition aufzunehmen, ist da viel bequemer und gibt einem zugleich ein gutes Gewissen. In den klassischen Einwandererländern wie den USA, Kanada oder Australien sind nach einer Phase ungeregelter Einwanderung längst Immigrationsgesetze in Kraft getreten, die Zuwanderer auf ihren praktischen Nutzen für die Aufnahmegesellschaft prüfen. Was ist daran verwerflich? Einwanderer, wohlgemerkt: nicht politisch Verfolgte, die asylberechtigt sind, haben in der Regel ökonomische Gründe sich für ein Land zu entscheiden. Wieso soll das nicht umgekehrt ebenso gelten? In Deutschland ist aber allein die einfache Frage: Können wir die Leute, die zu uns wollen, brauchen? Sind sie sozial und kulturell zu integrieren?, weitgehend tabuisiert. Fragen nach dem, was Einwanderer (von politisch Verfolgten und Asylberechtigten zu unterscheiden) für uns bringen, gelten als unmenschlich.

Woher kommt diese Weigerung sich mit den konkreten Folgen des Zuzugs Hunderttausender auseinanderzusetzen? Warum soll alles eine Bereicherung sein, was von außen kommt, während das Eigene abgewertet wird? All das Gerede von der bunten Republik, von Diversitäten und kultureller Bereicherung soll uns letzten Endes suggerieren, dass wir froh sein sollen, nicht im nationalen Sumpf zu versinken, der direkt in den Faschismus führt. „Ausländer, lasst uns nicht mit den Deutschen allein“, dieser Slogan der 80er Jahre drückt die Sehnsucht nach dem Anderen und die Abwertung des Eigenen in aller Deutlichkeit aus.

Man kann in der aktuellen Situation ein allgemeines Symptom erblicken, das man mit dem Begriff der Dekadenz beschreiben kann. Diese besteht in einer feindseligen Haltung gegenüber der eigenen Gesellschaft und ihrer politischen Ordnung, bei gleichzeitiger Glorifizierung alles „Fremden“, kurz: einem Mangel an Selbstachtung und einem Hass auf das Eigene. Der Selbsthass und die eigene Bußfertigkeit, die in der Abwertung des Eigenen eine Tugend erblickt, sind so tief in den kulturellen Traditionen unserer protestantisch geprägten Schuldkultur verwurzelt, dass etwa jegliche Kritik an der selbstzerstörerischen Asylpolitik als moralisches Versagen und herzlose Haltung erscheint. Europa, der geografische und politische Raum, in dem die Menschenrechte erfunden wurden, wird so wahrscheinlich an der strikten Einhaltung seiner humanistischen Grundsätze zugrunde gehen.

Dr. Alexander Meschnig ist Psychologie, Politikwissenschafter und Publizist. Er lebt seit Anfang der 90er Jahre in Berlin.

Leserpost (19)
Hubert Cumberdale / 05.08.2015

So so, die bösen Linken sind also wieder an allem schuld… Wer kämpft denn gerade an vorderster Front und mit nicht wenigen Verlusten gegen ISIS? Nicht die Bundeswehr, nicht die NATO, nicht die Feuilleton-Couchpotato-Konservativen, sondern die kurdische YPG, die nach deutschen Maßstäben als linksradikale Vereinigung gelten würde. Wer wies zuerst und fast alleine auf die Entführung der jezidischen Mädchen durch ISIS hin? Femen, eine feministische Gruppierung. Wer initiierte die “bring back our girls”-Kampagne gegen Boko Haram? Feministinnen! Konservative sind immer groß im Wehklagen und im Beschreiben von Untergangsszenarien. Aber gegen den Islamismus handeln, das machen momentan in erster Linie links und progressiv zu verortende Gruppierungen.

Max Wedell / 05.08.2015

Ein wichtiger Gesichtspunkt, den Kommentator Paul H. Ertl da anführt. Kurz zusammengefasst eine Liste der Motivationen aus meiner Sicht, die zur Befürwortung potentiell unbeschränkter Einwanderung aller Notleidenden der Welt in bestimmten politischen Kreisen führen: 1. Deutschland überaltert, und mit dem Alter nimmt bei vielen Menschen die konservative Einstellung zu oder bildet sich gar erst… eine Gefahr für alle, die ihre “progressiven” politischen Projekte haben. Flüchtlinge aus dem Ausland nachziehen zu lassen sorgt langfristig für neue Wähler der Parteien links der Mitte… sie sind zum einen eher jung, zum anderen merken sie schnell, wer ihnen den problemlosesten Nachzug von Verwandten oder anderen Landsmännern zugestehen wird. Auch wer die Sozialsysteme am schnellsten ausbauen will, wird sicher von manchen aufmerksam registriert. Und an der Beseitigung des letzten Hindernisses, an der Erlangung des Wahlrechts für Ausländer, wird auch fleißig gearbeitet. Auch weitere Vereinfachungen der Erlangung deutscher Staatsbürgerschaft sind in Arbeit. 2. Aus der Wirtschaft kommt immer noch ein massiver Rückenwind, denn das Anwachsen des Heers der verfügbaren Arbeitskräfte hat für sie Vorteile… Löhne können gesenkt werden, sonstige Arbeitsbedingungen verschlechtert. Mit anderen Worten: Die Gewinne der Einwanderung werden privatisiert, die Verluste sozialisiert. Die Belastung der öffentlichen Haushalte und Sozialsysteme muß noch viel deutlicher werden, bevor es Unternehmern dämmern wird, daß die “Sozialisierung” am Ende Steuererhöhungen und Erhöhungen der Sozialbeiträge bedeutet, was auch sie erheblich tangiert. 3. Wird die Zahl der Armen in D dadurch drastisch erhöht, daß Arme in großer Zahl einwandern, wird man nicht lange auf die nächste Statistik warten müssen, die ein weiteres erhebliches Aufgehen der Schere zwischen Arm und Reich konstatiert. Dies ist Propagandamaterial für die üblichen Kapitalismuskritiker, das Gold wert ist. Daß die Schere wegen der Einwanderung aufging, wird in den anschließenden gesellschaftlichen Diskussionen - wie bisher auch - nie ein Thema sein, sondern - wie gewohnt - wird eine dem Kapitalismus inhärente Mechanik postuliert, Arme in großer Zahl zu produzieren, und mit den Armutsstatistiken “bewiesen”... der Druck, ihn irgendwie “abzuschaffen”, wird steigen, “Progressive” aller Couleur reiben sich die Hände. 4. Fühlt es sich nunmal gut an, sich als “edle Seele” zu fühlen, als moderner heiliger Martin. Wogegen überhaupt nichts einzuwenden wäre, wenn tatsächlich erkennbare Opfer gebracht würden. Leider reicht es aber aus für ein “Sich-Gut-Fühlen”, eine ansonsten kostenfreie Haltung zu demonstrieren, vor sich und anderen. Apropos “andere”. Von denen gibt es Applaus, Bestärkung… und wenn nicht, sind die Betreffenden ja ganz üble Menschenfeinde… und von denen angefeindet zu werden, wird als weiteres Lob empfunden. Politisch ist das Eintreten für die Interessen fremder Bevölkerungen obendrein viel gefahrloser als das Eintreten für die Interessen der eigenen Bevölkerung, jedenfalls beim Thema Einwanderung… eines der Resultate der deutschen jüngeren Geschichte. All dies wirkt in Summe… und daher wäre es wirklich merkwürdig, wenn “Progressive” eine andere Haltung zur potentiell unbegrenzten Einwanderung von Notleidenden hätten als sie sie generell haben.

Matthias Strickling / 05.08.2015

Künftige Generationen werden unsere Zeit Epoche ” Moralismus ” nennen, welche zur Abschaffung des Abendlandes führte

Michael Geier / 05.08.2015

“Das eigentliche Spiel verliert der Westen, weil er sich seinen immanenten Destruktionskräften, und die sind extremistisch grün und rot, überlässt”.  (Bettina Röhl) Oder eine theologisch-philosophische Sicht der Dinge, einfach auf den Punkt den gebracht:  “Christus oder Chaos”  (Peter Hahne “Schluss mit Lustig”)

Steffen Lindner / 05.08.2015

Ein s o u v e rä n e r Staat kann seine Grenzen schützen und über Art und Menge der Zuwanderung entscheiden. Deutschland ist aber seit Kriegsende 1945 kein souveräner Staat und ist es auch mit dem Zwei-plus Vier-Abkommen 1990 nicht geworden. Der Selbsthass der deutschen Intellektuellen ist ein Phänomen der durch “Re-Education” und 68er Ideologie dressierten Bürger im Westen Deutschlands,wo die deutsche Geschichte hauptsächlich die Jahre 1933-45 umfasste.Selbst die DDR war bereit, die Bewahrung deutscher Traditionen zuzulassen und konnte trotz aller Erziehungsversuche,den “sozialistischen neuen Menschen” zu schaffen nicht verhindern,dass sich ihre Bürger als Deutsche gefühlt haben. Nunmehr jedoch ist die deutsche Identität infolge der links-grünen Dominanz in Medien und Politik in Verbindung mit der EU-Bürokratie hochgradig gefährdet-und die unkontrollierte Invasion des Landes beredter Ausdruck dessen.

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