Peter Grimm / 06.05.2017 / 06:00 / Foto: Ralf Roletschek / 3 / Seite ausdrucken

Der reichste Kanzler-Kandidat der Geschichte?

Martin Schulz ist als Hoffnungsträger der SPD gestartet und will als Kämpfer für soziale Gerechtigkeit die Wahl im Herbst gewinnen. Finanziell war er mit seinem Amt als EU-Parlamentspräsident deutlich besser dran als es ein deutscher Kanzler ist. Die Einnahmen aus dieser Zeit könnten ihn, so wird es in diesem Artikel von FOCUS ONLINE vermutet, zum reichsten Kanzlerkandidaten in der Geschichte der Bundesrepublik gemacht haben.

Spricht das gegen ein Engagement für soziale Gerechtigkeit? Sollte er Kanzler werden, würde er doch sofort feststellen, dass es ungerecht ist, wenn ein deutscher Regierungschef deutlich weniger Geld bekommt als ein EU-Parlamentspräsident. Und diesen sozialen Missstand zu ändern, wäre doch wohl ein erster Schritt praktischer Politik für mehr soziale Gerechtigkeit in Deutschland:

Martin Schulz hat in seiner Zeit bei der EU üppig verdient. Zuletzt lag sein Jahresgehalt als Präsident des EU-Parlaments weit über dem von Kanzlerin Angela Merkel. Der Finanzanalyst und Autor Jürgen Fritz hat jetzt genauer hingesehen. Und ist sicher: Schulz ist längst Millionär.

Martin Schulz gibt sich gerne als einfacher Mann aus dem Volk. Sein Lieblingsthema: Die „soziale Gerechtigkeit“. Was er nicht so gerne betont, sind die Fakten: Martin Schulz gehörte mehr als 20 Jahre lang dem EU-Establishment an. Davon profitierte er so sehr, dass er es vom Buchhändler zum Multimillionär brachte. Das zumindest vermutet der Finanzanalyst und Autor Jürgen Fritz.

Denn als Präsident des EU-Parlaments hatte Schulz in den vergangenen fünf Jahren ein ganz besonders lukratives Amt inne. Er gehörte zu den rund 4000 EU-Beamten, die sogar mehr verdienen als ein deutscher Bundeskanzler.

Jürgen Fritz hat sich die aberwitzigen Zulagen und Regelungen der EU genauer angesehen – und erstaunliche Zahlen zutage gefördert.

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Leserpost (3)
Mischa Sonek / 06.05.2017

Und was wollen Sie damit sagen? Das ein reicher sich nicht für die Armen einsetzen darf??

Karla Kuhn / 06.05.2017

Wenn ich mir Martin Schulz ansehe und reden höre, dann hoffe ich doch sehr, daß der “Schulzzug” ganz schnell aufs Abstellgleis fährt und dort stehen bleibt. Diese sogenannte soziale Gerechtigkeit, die er bedienen will, ist lächerlich. Man kann ja über den Mindestlohn streiten, er ist zu niedrig, im Verhältnis zu den hohen Mieten besonders, auch wenn Wohngeld noch extra gezahlt wird. Allerdings bedeutet ein Mindestlohn von ca. 12,00 € eine enorme Preissteigerung. Durch die steigenden Speditionskosten werden alle Waren teurer. Die wohlhabende Bevölkerung wird darunter nicht sehr leiden aber Mindestlöhner müssen dann die Last tragen. Das ganze ist doch eine Milchmädchenrechnung. Eine wirklich ECHTE Steuerreform wäre die Lösung aber da traut sich kein Politiker ran.  Ein wirklich guter Politiker sollte eine praktikable Lösung vorlegen und er muß Ausstrahlung haben.  Letzteres fehlt leider bei (fast) allen.

Wolfgang Richter / 06.05.2017

Er könnte schon mal mit gutem Beispiel voran gehen, auf die diversen in der Vergangenheit von ihm in Anspruch genommenen Steuerfreibeträge verzichten und seine EU-Gehälter -immerhin durch die von ihm ständig angesprochenen “kleinen Leute” erwirtschaftete Steuern-  zum von ihm geforderten Spitzensteuersatz nachverrechnen. Die so errechneten quasi fiktiven Steuern könnte er sodann für einen guten Zweck spenden. Aber vermutlich wird seine geforderte Großzügigkeit beim eigenen Einkommen recht enge Grenzen haben. Es ist halt einfacher, von anderen vollmundig einzufordern.

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