Gastautor / 07.08.2016 / 20:00 / Foto: FreeDPI / 10 / Seite ausdrucken

Amadeu-Antonio-Stiftung: Neues von der Seilschaft

Von Ansgar Neuhof.

Die Amadeu-Antonio-Stiftung „schießt aus allen Rohren“ gegen ihre Kritiker. Erst die „Auftrags-Arbeit“ im Berliner Tagesspiegel durch einen Journalisten der mit der Stiftung verbundenen Wochenzeitung „Die Zeit". Und jetzt in der Berliner Zeitung ein ganz ähnlicher Beitrag, der eine „Kampfgemeinschaft“ [hört sich doch gleich viel besser an als Verschwörung] gegen die Stiftung und Bundesjustizminister Maas am Werke sieht.

Autor des Beitrags in der Berliner Zeitung ist Christian Bommarius. Er ist zugleich auch Journalist bei der Frankfurter Rundschau  und Chefkommentator der DuMont Redaktionsgemeinschaft, die auch im Impressum der Berliner Zeitung genannt ist.

Ebenfalls regelmäßiger Autor sowohl bei der Berliner Zeitung als auch bei der bei der Frankfurter Rundschau ist Anetta Kahane, die Vorstandsvorsitzende der Amadeu-Antonio-Stiftung. Siehe auch hier.  Die Berliner Zeitung war übrigens zu DDR-Zeiten dem Zentralkommitee der SED unterstellt, das auch für die Handlungsanweisungen an das Ministerium für Staatsssicherheit zuständig war, für das Anetta Kahane arbeitete. Bleibt abzuwarten, in welcher - mit der Stiftung vernetzten Zeitung - der nächste Rechtfertigungsartikel zugunsten der Amadeu-Antonio-Stiftung erscheint.

Beachten Sie zu diesem Beitrag unser Dossier "Zensur 4,0"

Ansgar Neuhof (46) ist Rechtsanwalt und Steuerberater mit eigener Kanzlei in Berlin

Leserpost (10)
Umlandt Gerhard / 08.08.2016

Es gibt ein Youtube-Video von “staatenlos.info”, in dem diese Stiftung enttarnt wird. “Amadeu Antonio Stiftung = Tarnorganisation BRD Geheimdienst Verfassungsschutz” Mit Google + “Youtube” suchen.

Andreas Braun / 08.08.2016

Sehr geehrter Herr Neuhof - zuerst einmal vielen Dank für diese Web-Seite, die ich über Tichy gefunden habe. Da ich seit geraumer Zeit (” Stoppt Putin jetzt”) mein Nachwendeabo beim Spiegel aufgekündigt habe, ist noch einige Kohle übrig, um Pate bei Ihnen zu werden. Zu Ihrem Artikel. Die Kritik an der Berliner Zeitung, die ich als Nordwestbrandenburger aus Nostalgiegründen lese ist hier nicht angebracht. Sicher gibt es die üblichen staatsspeicheltriefenden Akteure wie eben Brommarius und Thadeusz, aber eben auch solche wie Götz Aly, Arno Widmann, Leo & Gutsch und vor allem eine sehr kritische Seite mit Leserbriefen, die Mut machen. Also mit Kahane haben die nichts am Hut. Trotzdem weiter so….mfG Andreas Braun

Dirk Jäckel / 08.08.2016

In einem Kommentar vom 28. Juli in der FR warf Herr Bommarius dem bayrischen Innenminister, der die Abschiebung straffälliger Asylbeweber in die Heimat,forderte, Aufruf zum Völkerrechtsbruch vor. Als Beleg zitiert Bommarius Art. 33 der Genfer Flüchtlingskonvention: “Keiner der vertragschließenden Staaten wird einen Flüchtling auf irgendeine Weise über die Grenzen von Gebieten ausweisen oder zurückweisen, in denen sein Leben oder seine Freiheit wegen seiner Rasse, Religion, Staatsangehörigkeit, seiner Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen seiner politischen Überzeugung bedroht sein würde.” Doch “vergisst” er, den unmittelbar folgenden 2. Absatz zu zitieren: “Auf die Vergünstigung dieser Vorschrift kann sich jedoch ein Flüchtling nicht berufen,  der aus schwer wiegenden Gründen als eine Gefahr für die Sicherheit des Landes anzusehen ist, in dem er sich befindet, oder der eine Gefahr für die Allgemeinheit dieses Staates bedeutet,  weil er wegen eines Verbrechens oder eines besonders schweren Vergehens rechtskräftig verurteilt wurde. “ Herr Bommarius ist auch Jurist, sodass ich ein Versehen für überaus unwahrscheinlich halte. Meines Erachtens hat sich damit Herr Bommarius aus dem Kreise seriöser Journalisten selbst ausgeschlossen.

Michael Scheffler / 08.08.2016

Herr Neuhof ist ein mutiger Mann. Hoffentlich bekommen unsere linken Weltverbesserer nicht mit, wo er wohnt und welches Auto er fährt.

Rudi Knoth / 08.08.2016

Hallo: Mir fiel bei dem Lesen des Artikels in der Berliner Zeitung besonders eine Bemerkung des Autors auf. Er schreibt, dass der Passus im Artikel 5 des Grundgesetzes “eine Zenszr findet nicht statt” nur für die Vorzensur aber nicht für die Nachzensur gilt. Diese Intepretation ist schon irgendwie interessant. Denn der Wunsch des Beitrages von “Hallo Deutschland” aus der Mediathek zu nehmen. stimmt mit dieser Rechtsauffassung überein.

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