Rainer Grell, Gastautor / 18.04.2016 / 11:00 / Foto: Martin St-Amant / 6 / Seite ausdrucken

Bildung. Alles was man nicht wissen muß in Deutschland

Repetitio mater studiorum est – Wiederholung ist die Mutter des Lernens. Vielleicht ist diese Sentenz des Flavius Magnus Aurelius Cassiodorus Senator (485-580) einfach zu alt, um heute noch ernst genommen zu werden. Wer allerdings beobachtet, wie ein Kleinkind gar nicht genug davon bekommen kann, immer wieder dieselbe Geschichte oder dasselbe Lied zu hören oder dasselbe Spiel zu spielen, der bekommt eine Ahnung davon, was Wiederholung für den Vorgang des Lernens bedeutet.

„Progressive“ Pädagogen halten sich mit derlei Kleinkinderkram jedoch nicht auf. In der Schule geht es um Größeres. Hieß es doch auch schon bei den alten Römern „Non scholae sed vitae discimus“ – nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir. Obwohl das Originalzitat von Seneca genau umgekehrt lautete und damit schon damals (um 60 n. Chr.!) Kritik am Lehr- und Lernbetrieb zum Ausdruck brachte.

Da liegt aber nun genau das Problem: Denn wenn in einer aktuellen Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) „Studierfähigkeit und Ausbildungsfähigkeit“ beklagt wird, dass selbst junge Leute mit guten Schulabschlüssen den Anforderungen am Arbeits- oder Studienplatz nicht genügen, dann sind wir offenbar seit Seneca nicht viel weiter gekommen.

Simpel und erfolgreich: Die Methode der Evolution

Nein, so ist es nun auch wieder nicht. Natürlich müssen Pädagogik und Didaktik weiterentwickelt werden. Eine Methode, die in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts gute Ergebnisse brachte, muss dies heute keineswegs mehr tun. Schul- oder Bildungsreformen müssen jedoch ein Gesetz beachten, das uns die Evolution frei Haus liefert: Survival of the fittest (Charles Darwin) heißt ja nicht „Überleben des Stärkeren“, sondern desjenigen, der am besten angepasst ist, an die Anforderungen seiner Umgebung, sei es in der Natur, sei es im sozio-kulturellen Umfeld. Um das zu erreichen, bedient sich die Evolution einer ganz simplen Methode: Was sich beim „Kampf ums Dasein“ (struggle for life) bewährt hat, bleibt erhalten, was nicht wird entsprechend den Anforderungen weiterentwickelt. Zugegeben, die Evolution kann sich dabei sehr viel Zeit lassen, unvorstellbar viel. Gemessen daran, müssen wir derartige Prozesse heute in Sekundenbruchteilen erledigen. Dieser Zeitdruck bildet jedoch nicht das eigentliche Problem.

Als ich nach Jahrzehnten einen Studienkollegen wieder traf, der einen Lehrstuhl für ... ach, ist an sich nicht wichtig, fragte ich ihn nach seinen aktuellen Projekten. Er erzählte mir von dem Auftrag eines Ministeriums (nein, es war nicht das Kultusministerium), bei dessen Erteilung er den Minister darauf aufmerksam machte, dass hierzu bereits drei Studien vorlägen. Die Antwort lautete: „Ich weiß, aber nicht von mir.“

Wo Grundsätze drauf steht, sind oft Dogmen drin

Dementsprechend sieht die Bildungspolitik in Deutschland aus, wobei die Aufteilung auf 16 Bundesländer zwar die Konkurrenz befördern mag, aber gleichzeitig auch die Profilierungssucht vervielfacht. Wir erleben einen Überbietungswettbewerb in „Modernität“, „Progressivität“ und „Kreativität“. Zwar ist ein besonnener Mann (und früherer Gymnasiallehrer) wie Winfried Kretschmann sich der damit verbundenen Gefahren bewusst und betont: „Grund­sätze ja, Dogmen nein“. Aber ein Kretschmann reicht nicht. Außerdem: Wer garantiert, dass nicht „Dogmen“ drin sind, obwohl „Grundsätze“ drauf steht? Und genau danach sieht es im Bildungsbereich aus. Dorothea Siems bringt es in der „Welt“ auf eine einfache Formel: „Die politisch gewollte Inflation der Abschlüsse wurde mit einer dramatischen Absenkung der Anforderungen erkauft.“ Es existiere, so die KAS-Studie, eine wachsende Gruppe von Studierenden, die den Anforderungen des gewählten Studiengangs intellektuell und von seinen fachlichen Voraussetzungen her nicht gewachsen seien.

Das bezieht sich nicht nur auf die so genannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik): „Große Schwächen bestünden selbst bei Germanistikstudenten in der Rechtschreibung und der sprachlichen Ausdrucksfähigkeit.“ Bei diesem Satz klickte es in meinem Langzeitgedächtnis und das Bild eines vollen Hörsaals der Uni Freiburg im Sommersemester 1962 trat in mein Bewusstsein. Ich saß als Jurist in der Vorlesung „Grundausbildung im Sprechen (Atmung, Stimme, Lautung, Lesen)“, für Germanistik-Studierende Pflicht, für mich Kür. In der (einzigen) schriftlichen Übung ging es darum, zehn vorgegebene Wörter in Lautschrift zu schreiben. Das erschien mir so primitiv, ja geradezu lächerlich, dass ich kurz erwog, mein Blatt gar nicht abzugeben. Aber da ich den „Schein“ wollte, tat ich es doch. Nach der nächsten Stunde, in der die „Klausuren“ zurückgegeben wurden, bat mich der Dozent in sein Arbeitszimmer, weil er offensichtlich jemanden „zum Reden“ brauchte. Er gratulierte mir zu meinen null Fehlern, was mir äußerst peinlich war; denn ich konnte mir nicht vorstellen, dass es andere als fehlerfreie Arbeiten gab. Doch dann sagte er mir, dass mehrere „Germanisten“ im zehnten Semester bis zu 15 Fehler gemacht hätten, was bedeutete, dass sie in einigen der zehn Wörter zwei oder mehr Fehler gemacht haben mussten. Ich war verblüfft, der Dozent erschüttert. Dieses natürlich keineswegs repräsentative Erlebnis zeigt eines: Völlig überraschend dürften die jetzigen Ergebnisse und Erkenntnisse nicht sein.

Doch was besagt das schon in einer akademischen Welt, deren Bildungsolymp, die „Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland“ (KMK) fast 20 Jahre brauchte (von der Auftragserteilung im Jahr 1987 bis zum Abschluss 2006), um zwei Prozent der deutschen Sprache in einer „Rechtschreibreform“ zu „vereinfachen“. Dabei erlebte die staunende Öffentlichkeit, welch ungeahnte juristische und intellektuelle Kräfte in dieser Republik schlummerten, die nur auf den geeigneten Anlass gewartet zu haben schienen, um aus ihrem Elfenbeinturm auszubrechen.

Gehören naturwissenschaftliche Kenntnisse nicht zur Bildung?

Der „Chefkritiker der deutschen Hochschulpolitik“ (Klappentext), der frühpensionierte und unter mysteriösen Umstände zu Tode gekommene Anglistik-Professor Dietrich Schwanitz, zeigte den Damen und Herren der KMK sowie jedem sonst Interessierten in seinem umfangreichen Bestseller „Bildung. Alles was man wissen muß“ (1999), wo es bildungspolitisch langgeht in Deutschland:

"Die naturwissenschaftlichen Kenntnisse werden zwar in der Schule gelehrt; sie tragen auch einiges zum Verständnis der Natur, aber wenig zum Verständnis der Kultur bei. Deshalb gilt man nach wie vor als unmöglich, wenn man nicht weiß, wer Rembrandt war. Wenn man aber keinen Schimmer hat, worum es im zweiten thermodynamischen Hauptsatz geht oder wie es um das Verhältnis der schwachen und starken Wechselwirkung des Elektromagnetismus und der Schwerkraft bestellt ist, oder was ein Quark ist, obwohl die Bezeichnung aus einem Roman von Joyce stammt, dann wird niemand daraus auf mangelnde Bildung schließen. So bedauerlich es manchem erscheinen mag: Naturwissenschaftliche Kenntnisse müssen zwar nicht versteckt werden, aber zur Bildung gehören sie nicht.“

Deshalb ist es wohl nicht verwunderlich, dass die “Bohr-Einstein debates about quantum mechanics“ von Wikipedia in acht Sprachen erläutert werden und zwar auf Englisch, Französisch und Spanisch, ja sogar auf Arabisch, Chinesisch (Zhongwén), Koreanisch, Türkisch und Vietnamesisch, nicht dagegen auf Deutsch. Ernst Peter Fischer schreibt dazu: „Der Dialog zwischen Bohr und Einstein gehört zu den philosophisch spannendsten Texten, die das 20. Jahrhundert hervorgebracht hat. Charakteristisch für die Unbildung unserer Eliten ist die Tatsache, dass die meisten nicht einmal wissen, dass es ihn gegeben hat.“ Demgegenüber ist der Wikipedia-Eintrag über Cristiano Ronaldo dos Santos Aveiro in 102 Sprachen erschienen.

Was ist die Bohr-Einstein-Debatte gegen Ronaldo?

Das ist leider kein „Schnee“ von gestern wie die These von Charles Percy Snow von den zwei Kulturen „the arts or humanities on one hand, and the sciences on the other (Klappentext zu seinem Buch „The Two Cultures“, 1959). Schwanitz knüpft an diese Unterscheidung noch eine Betrachtung über die Bedeutung von Bildung für „Partnerkonflikte“ am Beispiel des Paares Sabine (Psychologie, Germanistik und Kunstgeschichte in Hamburg, Paris und Florenz) und Torsten (Maschinenbau in Aachen).

Die Aussagen von Schwanitz haben den Wissenschaftshistoriker Ernst Peter Fischer so empört, dass er einen „Anti-Schwanitz“ geschrieben hat: „Die andere Bildung. Was man von den Naturwissenschaften wissen sollte“ (2001).

Der Streit endet wie die griechische Tragödie: tragisch. Denn die KAS-Studie „Studierfähigkeit und Ausbildungsfähigkeit“ zeigt, dass es in beiden Kulturen mau aussieht: Keineswegs wie bei Sabine und Torsten, wo sie ein hohes intellektuelles Niveau erreicht, aber Schwierigkeiten hat, einen adäquaten Job zu finden, während er als Diplomingenieur ordentlich Geld verdient, aber „sich in seinem Auftreten, seinen Ansichten und seinem Habitus kaum weiterentwickelt“ hat, sondern ihr wie ein „Neandertaler“ erscheint. Nein, heute haben beide den Status von Homo neanderthalensis: Sie genügen nicht den Anforderungen, die Hörsaal und Arbeitsplatz stellen, sondern müssen erst mühselig auf den Stand des modernen Homo sapiens gebracht werden, das heißt, die „fehlenden Grundlagenkompetenzen hinsichtlich Sprache und Mathematik“ nachträglich erwerben. Von den Problemen, die sich bei der Eingliederung von Einwanderern und Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt ergeben, ganz zu schweigen.

Unter den Brosamen, die Hans Magnus Enzensbergers Herr Zett in seinen „Betrachtungen“ fällen lässt, befindet sich auch dieser: Ohne die Fähigkeit, ihre Vorstellungen zu überprüfen und ihre Kenntnisse zu vertiefen, „wäre eine Spezies wie der homo sapiens längst ausgestorben. Leider sind solche Gaben nur auf der Ebene des Individuums anzutreffen. Kollektive dagegen lernen äußerst ungern. Sie kapieren erst dann etwas, wenn der Druck derart zunimmt, daß ihnen kein anderer Ausweg mehr übrigbleibt.“

Parteien, Regierungen und Fraktionen sind solche Kollektive. Bleibt also nur die Hoffnung, dass der Bildungsdruck stark genug ist, den notwendigen Lernprozess bei den Verantwortlichen in Gang zu setzen und zu einem vernünftigen Ende zu führen. Zweifel sind allerdings angebracht.

Leserpost (6)
Wolfgang Richter / 20.04.2016

Zum einen ist der in der Republik hoch gelobte Föderalismus im Zusammenhang mit der von den Ländern kleingläubig reklamierten Regulierungskompetenz in Bezug auf die Lehrinhalte der verschiedenen Schulformen nicht förderlich,tödlich für Schüler, die aus welchen Gründen auch immer möglichst mehrfach in ihrem Schülerdasein über Ländergrenzen wechseln müssen,dies in einer Zeit, in der den Eltern regierungsseitig vorgeschrieben wird, als Arbeit Suchende auch weiter entfernt angebotene Jobs annehmen zu müssen. Als Ergebnis der Bildungs- und Schulexperimente unserer sog. Experten und Politgenies, die meinen, bei jedem Regierungswechsel im Ländle ideologiebeladen das jewelige Konzept der Lehrinhalte und -Systeme neu ordnen zu müssen, habe ich in meinem Berufsleben bei den Berufseinsteigern im Laufe der verschiedenen Dekaden einen zunehmend großen Anteil von Fundamental-Legasthenikern erleben dürfen. Und wenn sodann diplomierte Studienabgänger kein Problem damit haben, zu zu geben keinen einfachen Dreisatz lösen zu können, dürfte das für sich sprechen, für die Qualität unseres Schulsystems / Reifezeugnisses,wie auch für das vorliegende Verständnis für Bildung und beruflich erforderliches Wissen.

Michael Schwede / 19.04.2016

Mit Entsetzen hatte ich dazumals vernommen, dass es einen Film namens IDIOCRACY gibt. Dass der aber im Einführungsteil so nahe einmal an die Realität reichen würde, macht mich fassungslos. An den letzten Satz des Beitrags möchte ich anschließen: das werden andere übernehmen, die wir wegen ihres wachen Geists eher fürchten als bewundern. Nicht hungern müssen, ist eine gute Sache. Satt sein verbreitet den Wunsch, überall satt sein zu wollen, einfach so. Bildungshunger ist uncool… Wissen erwerben als Bürgerpflicht noch viel mehr. Mit “anwendungsbereites Wissen” gingen uns einige Lehrer (1963-1973) mächtig auf den Geist. Und das war gut so.

Wilfried Mutschler / 19.04.2016

Ich bin in den 60er und 70er Jahren zur Schule gegangen, habe studiert und bin dann selbst Lehrer geworden. Wenn ich daran denke, welche Inhalte damals als angeblich relevant vermittelt wurden und wie sich manche Professoren einen schönen Lenz mit ewig wiederholten Vorlesungen/Seminaren zu “Orchideenthemen” (-bei satter Alimentation-) machten, kann ich das Lamento über das angeblich sinkende Wissens- und Leistungsniveau nicht verstehen. Ich sage ohne Selbstüberschätzung: Ich wäre froh gewesen, wenn ich mehr Lehrer/Professoren gehabt hätte wie ich dann einer wurde, indem ich mühsam und mit viel ‘trial and error’ das Lernen und Lehren lernte. Was m.E. bei dem o.g. Lamentieren kaum bedacht wird: Heute wird nicht w e n i g e r , sondern a n d e r e s, auf die heutigen Anforderungen bezogenes Wissen vermittelt; Stichwort: Neue Technologien/Digitalisierung, Globalisierung. In diesem Zusammenhang weist Herr Grell zurecht auf die Bedeutung der MINT-Fächer hin.  Zu ergänzen wären Gebiete wie (auch internationale) Politik und Wirtschaft.

Gerd Brosowski / 18.04.2016

Seitdem auch an Schulen der freie Samstag eingeführt worden ist – bei voller Beibehaltung der Ferien – stehen die Schulen an der Mehrzahl der Jahrestage leer. Hinzu kommen eine Unzahl von Aktivitäten, die alle Unterrichtszeit fressen: z.B. Berufsberatung, zweiwöchige Berufspraktika, Skifreizeiten.. Auch die sog. Pädagogischen Tage – Weiterbildungstage des Kollegiums- finden selbstverständlich mitten in der besten Unterrichtszeit statt. So ist die Anzahl der Jahrestage, an denen überhaupt noch Unterricht stattfinden kann, von rund 220 in den achtziger Jahren auf heute unter 180 gefallen: Der normale Unterrichtstag ist zu einem seltenen Ereignis geworden. Die Unterrichtsstunden werden auf die noch verbliebenen Tage zusammengepresst; und nichts ist dem Lernen abträglicher als Zeitdruck. Die Behauptung, bei gut organisiertem Ganztagesbetrieb ließe sich genau dieser vermeiden, ist eine Ausrede, um den heiligen freien Samstag nicht zur Disposition stellen zu müssen. Tatsächlich ist kein Schüler, kein Lehrer in der Lage, am Tag in mehr als sechs Unterrichtsstunden erfolgreich mitzuarbeiten bzw. diese zu halten und vor-und nachzubereiten, gleichgültig, wie man den Tag aufzieht. Da dies alles vorab bekannt war, hat man denn die Lehrpläne bis aufs Gerippe ausgedünnt, hat diesen Raubzug an Lerninhalten als „Entrümpeln“ gefeiert – und nun wundert man sich, was man so alles zum Gerümpel geworfen hat. Solange man das Übel nicht an der Wurzel packt und die Zahl der Unterrichtstage wieder auf das Niveau der achtziger Jahre anhebt, werden das Gejammer über die Defizite einerseits, das Herumlügen und das Vernebeln der Ursachen andererseits nicht aufhören.

Wolfgang Lechner / 18.04.2016

Sehr geehrter Herr Grell, Ihrer Zusammenfassung zum Zustand von Lernen und Bildung in unserer Zeit kann ich nur zustimmen. Angefangen hat das „Drama“, von mir persönlich so wahrgenommen, bereits Ende der Sechziger, Anfang der siebziger Jahre, insbesondere bei uns in Bayern als die Kollegstufe mit Spezialisierungen auf einzelne Lernfächer eingeführt wurde. Meines Erachtens befinden wir uns auf einer nach unten gerichteten Spirale, hervorgerufen durch ein seit Jahrzehnten stetig abnehmendes, vielseitiges Wissens- und Bildungsniveau der Lehrer und Professoren. Leider muß ich Ihnen bei dem Neantertaler-Vergleich widersprechen. Wir wissen nicht welches Erkenntnis- und BIldungsniveau der Homo (sapiens) neandertalensis im Kontext seiner Entwicklung und seiner Existenz hatte. Diese Menschen haben als Art jedenfalls wesentlich länger existiert als der Homo sapiens sapiens seit seinem ersten Erscheinen bis heute. Ich vermute mal, daß diese Menschen so blöd nicht gewesen sein werden wie wir das heute gerne unterstellen wollen. Wie sie richtig feststellen geht die Evolution simpel und erfolgreich weiter. Wir sollten deshalb nicht unsere Vergleiche nach hinten ausrichten wo uns die Maßstäbe zur Beurteilung fehlen. Wenn wir von der fortschreitenden Artentwicklung ausgehen wollen, dann würde ich eher von dem neuen Homo stupidus sprechen.

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