Gastautor / 17.07.2009 / 22:28 / 0 / Seite ausdrucken

Benjamin Weinthal: Germany honors Israeli ‘Israel hater’

Horst Köhler, the president of the Federal Republic of Germany, issued on Thursday the ‘Federal Cross of Merit, first class,’ the most prestigious award in Germany, to Israeli attorney Felicia Langer, a vociferous critic of Israel, who lives in the city of Tübingen in the southern state of Baden-Württemberg. Langer frequently compares Israel with apartheid in South Africa, and praised the anti-Semitic speech of Iranian President Mahmoud Ahmadinejad in Geneva at the Durban II UN conference on racism. When asked about the award and her comparison between Israel and South African apartheid, she told the Jerusalem Post that the Federal Cross of Merit is a “recognition of my work,” and “what Israel is practicing in the occupied territories is apartheid.”
http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1246443840063&pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull

Stellungnahme von Dr. Dieter Graumann im Wortlaut:
Die Auszeichnung von Frau Langer kann ich nicht einfach nachvollziehen.
Damit wird eine aggressive Hetze gegen den jüdischen Staat nun auf einmal
von Staats wegen in Deutschland prämiiert - ist das wirklich beabsichtigt ?
Sachliche Kritik an konkreter israelischer Politik ist natürlich immer
legitim - und ist immer am lautesten in Israel selbst zu hören.
Aber Frau Langer ist vor allem bekannt dafür, dass sie einen bösartig
militanten Israel-Hass zelebriert, der überhaupt nur deshalb so
öffentlichkeitswirksam wird, weil sie dies als jüdischer Mensch tut, wie sie
selbst immer wieder betont.
Ralph Giordano hat Frau Langer daher schon vor Jahren eine
“Anti-Israel-Fanfare” genannt und eine “Selbst-Propagandistin” - treffend
und zu Recht.
Und Frau Langer hat erst vor wenigen Monaten die positive Haltung der
Bundeskanzlerin gegenüber Israel scharf als “skandalös” verurteilt.
Nun bekommt Frau Langer plötzlich das Bundesverdienstkreuz - das ist ein
fatales Signal, mit dem die völlig einseitige Hetze gegen Israel belohnt und
legitimiert wird.
Im Übrigen ist die Begründung der Landesregierung, in der Frau Langers
politisches Engagement mit ihrer Vergangenheit und dem Holocaust (“als
massiv vom Holocaust Betroffene”) verbunden wird, eine Vermischung, die
ausgesprochen unsensibel, unklug und unglücklich ist, um es noch sehr milde
auszudrücken.
Wird damit nun etwa eine neue Mode eingeleitet: Wer, am besten noch als
Jude, Israel am lautesten beschimpft, bekommt als erster das
Bundesverdienst-Kreuz?

Stellungnahme des Staatsministeriums Baden-Württemberg:
Die Auszeichnung von Felicia Langer würdigt ihre humanitären Verdienste
unabhängig von politischer, weltanschaulicher oder religiöser Motivation. Im
Zentrum steht dabei ihr Einsatz für hilfsbedürftige Personen ohne Ansehen
von Nationalität oder Religion vor dem Hintergrund ihrer eigenen
Vergangenheit als massiv vom Holocaust Betroffene. Die Entscheidung zur
Verleihung des Verdienstordens ist auf Vorschlag des Oberbürgermeisters von
Tübingen, wo Frau Langer wohnt, unter einvernehmlicher Einbeziehung aller im
üblichen Ordensverfahren beteiligter Stellen einschließlich des Auswärtigen
Amtes getroffen worden. Die Auszeichnung wurde von Bundespräsident Köhler
verliehen und von Staatssekretär Wicker überreicht.

Raalph Giordano über Felicia Langer - 1991:
http://www.stud.uni-hannover.de/~muab/giorda91.htm

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