Henryk M. Broder / 27.11.2012 / 20:06 / 0 / Seite ausdrucken

Antisemitismus und Körpergeruch oder: Wie es in Jakob Augstein denkt

Der Antisemitismus, heißt es immer wieder, sei “in der Mitte der Gesellschaft” abgekommen; aber es steht niemand auf, weder in der Mitte der Gesellschaft noch an ihren Rändern, und ruft: “Hier! Ich bin gemeint!”

Jürgen W. Möllemann, der seinen Wahlkampf in Nordrhein-Westfalen mit “israelkritischen” Parolen führte, wollte kein Antisemit sein, Martin Hohmann hat mit viel Mühe Analogien zwischen dem “Tätervolk” der Juden in der Sowjetunion und dem “Tätervolk” der Deutschen im Dritten Reich herausgearbeitet, ohne dass er sich damit als Antisemit outen wollte.

Auch Jakob Augstein, der Verleger des “Freitag” und Kolumnist bei ”Spiegel Online”, will kein Antisemit sein. Wer ihn nur aus dem Fernsehen kennt, wird ihm sofort Recht geben: ein junger Mann mit guten Manieren, solider Allgemeinbildung und einem Hang zum Mäzenatentum, der ihn jedes Jahr Millionen kostet. http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article111546855/Was-Antisemitismus-und-Koerpergeruch-verbindet.html

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